Susan Sontag on Love

Source


Hui Bäh das Foren-Gespenst

Es war einmal eine Hure, die geisterte durch einige Foren und verkraulte manchen Kunden. Im Zuge der Zeit und geschunden von wiederkehrenden Diskussionen um die Frage, ob ein Escort eine Prostituierte sei und eine Bordellhure ein Mensch, ergraute sie darob und trug fortan Perücken; sie streifte ihre Heels ab, spielte fortan alleine mit ihrer Pussy und beschloss Politikerin zu werden. Sie nannte sich Hui Bäh; ihre Liebe zum lecken ging über zum necken. Das hatten sie jetzt davon. Und der Fluch, der über ihr lag war, als Forengespenst unsterblich zu werden und so neckte sie sich durch die Jahrhunderte unter virtuellen Qualen. Nur ein Kuss einer herumgeisternden Freierseele konnte sie erlösen und sie wieder zu einer kopulierenden und echten Frau erwecken. Und eines Tages traf sie ein Gespenst aus Mitteldeutschland, das seit Jahrhunderten durch die Börsen spukte und es erlöste Hui Bäh von ihrem Fluch. Sie warf ihre Perücke in die Tonne und huiiiii ….

to be continued


BJ-Workshop Part 1

Um mal wieder zum wesentlichen zurück zu kommen: was macht einen perfekten Blow Job aus? Kommentare dazu nehme ich gerne entgegen.*g* Aus meiner Sicht ähnlich, wie ein perfekter Lick-the-clit-Job ablaufen sollte. Wobei es sicherlich erwähnenswert ist, dass es auch viele Frauen gibt, die sich garnicht gerne lecken lassen. Dies hat verschiedene Ursachen, vielleicht auch, um einen echten Erregungszustand zu umgehen, der einen üblicherweise in ein bedürftiges, nach Erlösung bettelndes Frauchen verwandelt. Umgekehrt ist mir dieses Phänomen noch nicht untergekommen. Den BJ habe ich quasi per learning on the job optimiert. Erfahrungswerte, diskrete und weniger diskrete Hinweise mit Fingerzeig von erregten Herren, die mich auch auf die Kunst des Ball-Lickings hingewiesen haben, danke. Der BJ ist meines Erachtens noch vor dem GV die schönste Sache der Welt und bei optimaler Ausführung erregt es zumindest mich.*g* Allerdings sollte er von angehenden Escortinen immer individuell betrachtet werden, es gibt da kein Patentrezept. Es verhält sich ähnlich zum Wichsen, wo auch nicht gefühllos runtergerubbelt werden sollte. Hab dieses einige Male beobachten dürfen, Frauen bei der Arbeit zuschauen, ist nicht immer schön.

Also der perfekte BJ, und für die beste Ausführung bedarf es Empathie, Fingerspitzengefühl und eine bewegliche Zunge, funktioniert folgendermassen: Sollte der Phallus sich noch nicht im Erregungszustand befinden, was schon beim Anblick einer heissen Frau, selten zutrifft, so empfehle ich zunächst auf den Schnuller-Gang umzuschalten und gemütlich daran zu saugen. Im Erregungszustand ist Vorsicht angesagt, Puller-Alarm, wie meine beste Freundin sagen würde, also da gehen schnell die Pferdchen durch, also hier ist auf Stop-and-Go umzuschalten. In diesem Zustand ist es empfehlenswert, mit der Zunge den Gesamtzustand des Phallus abzumessen, ähnlich wie mit dem Finger auf einer Landkarte, um einen individuellen Eindruck der immer auch individuellen Physiognomie zu erhalten. Manch einer reagiert beim Köpfchen kraulen ungehalten, manch einer ist völlig unempfindlich, hier empfiehlt sich die erogenen Zonen mit der Zunge auszumachen und abzuschreiten, wobei das Terroir ja recht übersichtlich ist, und auch die Familienjuwelen (so sie denn schön geshaved sind, zur Not muss man eine Intim-Rasur dazu buchen) abzutasten, in jedem Fall mit ein zu beziehen und nicht fahrlässig links liegen zu lassen. Manch ein Herr reagiert sehr empfindlich auf Berührungen, daher ist immer Vorsicht angesagt; ein anderer mag es liebend gerne, wenn man fester zugreift und ggf. langzieht. In jedem Fall muss mit äusserster Sorgfalt vorgegangen werden, wie bei allen Dingen, die einem wichtig sind und die nur zu wahrer Grösse gelangen, ein Kunstwerk, eine Komposition, kein falsches Wort zum richtigen Zeitpunkt. So empfiehlt es sich bspw. nicht, während des Blasens zu sprechen, da man leicht einen Hickeschlick bekommt. Geschweige denn zu rauchen. Also ich hab es mal als Zuschauerin bei einer Sexparty erlebt, das eine Frau, während sie bevögelt wurde, um eine Zigarette ersucht hat. Natürlich habe ich ihr eine gegeben und Feuer auch, Gentlewoman, die ich bin, aber irgendwie sah das ganze doch recht gelangweilt und prollig aus. Diese Szene ist schon viele Jahre her, da war ich nur Beobachterin und keine Teilnehmerin, also fast schon Geschichte.

Dies soll zunächst genügen, da Lerneffekte ihre Zeit brauchen.

Fortsetzung folgt …

demnächst:  die perfekte Umkreisung der Schwanzspitze und die Geheimnisse des „Gagging“, die Erkundung der Umgebung, vom Scheitel bis zur Sohle, und die Beantwortung der Fragen, warum die Zahnspange ein Statussymbol ist und keine Lernhilfe und wie man nach einem anstrengenden Meeting zu einem erfolgreichen Abschluss kommt.

Bleiben Sie dran, in diesem Kanal!

mit feuchten Grüssen verbleibe ich fürs Erste, Ihr Fräulein A.


about arts, acts, satisfaction

a girrrl in any kind of situations, a lady on stage, well-known for her strictly forbidden services 

*** commercial break ***
its my best escort tour,  my bling-bling-tour, its about pussyleaks, politics and the rest, my travel across borders, nations & classes.
serviced by

Your so much favourable and best travelled festival companion
at your discretion … 

Freunde des britischen Humors, verregneter Sommertage und schottischen Whiskys: falls es euch diesjährig in die Highlands verschlägt: vielleicht um euer Herz, Geist und Body kurzfristig zu erwärmen … Du kannst mich – welch eine Überraschung – in Edinburgh antreffen, da ich beim diesjährigen Fringe Festival im Damenprogramm auftrete, dort zu einer Strippvisite vorbei schleiche, allerdings in Masquerade. So leicht kriegt man mich nicht! At Fringe I start my short performance „Pussyleaks“, powered by „Goldschwanz“, a playfully hooker, who mocks about  politics & hot issues; dedicated to all lovely sexworkers, friends and their allies, trustworthy loveable punters and gentlemen.
Please notice: solicitous and parochial hypocrites, social workers on behalf of do-gooders,radical right wing feminists & misogynists, homo- and putophobic assholes, church representatives and abolitionists, please stand far apart from me and my handbag. 
Believe me, SMUT is not your program: because sexworkers are more human than human and you. 
People might believe thats my role to play a hooker.
Isn’t it a kind of subversive?!  He he ….  By the way I ll also falsify prejudice that Germans laugh more about others than themselves. 

Als Frau für gewisse Stunden biete ich unmaskiert allerdings nackte Tatsachen. Nach einem kurzen oder ausschweifenden Kennenlernen können wir uns in deine 4-7*Gemächer zurückziehen und du zeigst mir,  wo es lang geht und was du unter deinem Kilt trägst. 
Keine Sorge, während eines Dates mache ich keine Witze! Ich bin ein seriöses, äusserst ehrenwertes Mitglied dieser Gesellschaft – die leider wenig Spass versteht und es vorzieht, zum lachen vor die Tür zu gehen – dabei multilingual und schätze Golden Dicks.
Die Frage nach Grösse & Alter überlasse ich wie alles andere uncharmanten Fragestellern und die Antwort wird wahrscheinlich zwischen 5 und 15 cm liegen. Wobei ich stets bemüht bin, für die entsprechende Durchblutung zu sorgen! Eine Latte auf Augenhöhe versteht sich.

Get in touch 
Edinburgh August 5 – 29th 
office & mobile phone hours 10am – 2pm 
+44 (0) 77 48 48 3183 pre-booking welcome
Availability for Outcalls & Social Time at Lunch or Dinner by a minimum of 2 hrs 
only by appointment
my performances will be at 5pm (17:00) everyday but wednesdays at a place called The Hive on Niddry Street. 
http://clubhive.ning.com/ 
http://www.laughinghorsecomedy.co.uk/dynamic/show.asp?ShowID=538 
Festival Preview

die mobile Praxis von fr dr mc cock, unofficial Fringe Companion 2011 , wünscht einen schönen Sommer!


philologische Lebensweise

Ich schrieb einmal an anderer Stelle, daß ich meine bürgerliche Karriere schon hinter mir habe, beendet mit einem Befreiungsschlag im kontrollierten Kontrollverlust. Wenn man es rein beruflich betrachtet, weine ich meiner wissenschaftlichen Tätigkeit und anderen diversen anschliessenden Tätigkeiten, z.B. in einer Wirtschaftsprüfungskanzlei, keine Träne nach. Regelmässig werde ich mit einer Art Mitgefühl und Mitleid konfrontiert, seien es Bekannte, die aus mir ein bemitleidenswertes Opfer machen wollen, weil ich den Weg des käuflichen Sexes und der professionellen Begleitung gewählt habe. Oder sei es der Vorwurf, ich würde meine Talente, Begabungen verschwenden. Alles Unfug. Zum einen blase ich mich ja nicht um den Verstand, wie es mir mal eine ehemalige Lehrerin weismachen wollte, zum anderen schöpfe ich ja aus der jahrelangen Lern- und Lehrkultur, ich bin immer noch die gleiche teilnehmende und kritische Zeitgenossin, die ich immer war und habe auch nicht aufgehört zu denken. Im Gegenteil, wenn man im Laufe von Jahren auch im Umgang mit sich selbst in diesem Gewerbe, einen Weg findet, die gewonnene Zeit nicht zu vertrödeln, vorzugsweise auf Männer trifft, die einen im Gespräch inspirieren können, dann ist doch sehr viel für mich gewonnen. Wie sagte einmal ein Kunde vor einigen Jahren zu mir im Gespräch, es kam leider zu keinem Sex, weil wir uns im Gespräch verloren, daß ich ein Schmetterling sei, dem man nicht die Flügel abschneiden darf. Brutal, aber gut gesagt. Letztlich geht es um Freiheit so sein zu dürfen, wie man ist. Idealerweise gefällt das anderen ebenso, sie erfreuen sich an den bunten Farben der Flügel und haben nicht die Absicht, einen hinter Glass zu pressen. Kürzlich meinte meine Schwester, als ich etwas schief ein Liedchen trällerte und damit einige Bilder von meiner letzten NY-Reise unterlegte, dass es sie traurig mache, wieviele Talente in mir schlummern und …. an dieser Stelle brach sie ab und war traurig. Dabei hat doch jeder Mensch vielfältige Talente und Begabungen und kann sie meist aufgrund von Sachzwängen nicht entwickeln und ausleben. Was sie indirekt meint ist wohl, dass man mit einem besonderen Talent auch hauptberuflich aufwarten kann und entsprechend damit verdient. Vorausgesetzt, man entwickelt es marktgängig und unterwirft seine Schaffenskraft der Konsumption. Was dabei rauskommt sind, Beispiel Hochschule, Fleissarbeiten und gelehrte Traktate mit vorangestellten Zitaten irgendwelcher Geistesgrössen, man gibt seine Mündigkeit von vorneherein ab, lässt sich von „anerkannten“ Schulen verunsichern und meist fehlt in Folge der Mut zum eigenen Gedanken. Wenn jetzt wieder mal nach „Mut“, regelmässig nach „Innovation“ gerufen wird, von Frau Dr. Angela Merkel in Folge, nicht nur bei der letzten Neujahrsansprache, dann frage ich mich, ob sie und andere glauben, dass es auf den Bäumen wächst. Der Mut, die Ideenfreude wird einem doch regelrecht ausgetrieben, wenn man auf Karriere getrimmt wird. Viele Innovative hauen auch einfach ab ins Ausland, obwohl dies für die allermeisten keine einfache Entscheidung ist und dies langen Überlegungen vorausgegangen ist. Sicherlich befinde ich mich seit längerem auch in diesem Prozess, aber da ich die lokalen Gegebenheiten meiner Zielorte mit allen Vor- und Nachteilen zu bewerten weiss, kann ich insbesondere vieles in meiner Heimat wertschätzen, worüber jene meist rumstänkern, die ihren Hintern kaum aus der Stadt hieven, noch nicht mal aus dem Kiez, den sie bewohnen. Dies erinnert mich auch an die engen Grenzen vieler Denkschulen; ich frage mich wirklich, was in Folge der Finanzkrise und Staatsbankrotten an den wirtschaftswissenschaftlichen Lehranstalten noch gelehrt wird, ausser die Klassiker. In gewisser Weise ist Politik und weite Teile der Wissenschaft doch überfordert in der Bewältigung und Bewertung der Konsequenzen. Ich vertraue eher den Analysten. Und ansonsten bemühe ich mich eine „philologische Lebensweise“ zu führen. Altmodisch wie ich bin, kann ich mich am ehesten darin wiederfinden. Ein intellektueller Freund und Philologe stufte mich schon vor 15 Jahren als politische Philologin ein, recht hat er behalten, und um das zu bleiben, bleiben zu können, habe ich schliesslich den Weg der selbstbestimmten Hure gewählt. Sicherlich für die Mehrheit meiner Zeitgenossen nicht nachvollziehbar. Daher möchte ich kurz erwähnen, was es mit der besagten Lebensweise auf sich hat.
Schön zusammengefasst in einem Artikel, über den ich kürzlich gestolpert bin „Philologie als Lebensform – ein Plädoyer für Autonomie. Und ein Nachruf“ (auf den Rheinischen Merkur), der mir wieder Mut gemacht hat, auch wenn es als „aussterbende Lebensform“ eingestuft wird.
Der Blog-Autor Uwe Walter verweist feinsinnig auf denselbigen Josef Zellner und seinem Plädoyer für eine philologische Lebensweise in seinem Merkur-Artikel ‚Ich denke nicht, also bin ich‘.

Dazu ein Auszug, der hier vielleicht manch Mitlesendem gefällt und um eine zusammengesparte Zeitung etwas trauern lässt: „Hinter einer fulminanten Kritik fehlgeleiteter Aufmerksamkeiten für die Hiltons, Beckers, ‚Loddars‘ und anderen Nullitäten verbirgt sich ein wertvoller Gedanke, der einem in der Tat kommen kann, wann immer ein eloquenter Journalist mit rasch und quer angelesenem Wissen in einer Talkshow den Wissenschaftler aussticht, obwohl sich dieser viele Jahre lang intensivst mit dem behandelten Phänomen befaßt hat. Eine verbreitete philologische Lebensweise ist dem Untergang geweiht. Die Moderne und a fortiori der Mensch unserer Tage beansprucht Originalität für sich, sein Denken, seinen Lebensentwurf. Unoriginell dünkt das Nach-Denken des schon Gedachten, das Erkennen des bereits Erkannten, das Bedenken des vielfach Bedachten – auf welchem Feld des Lebens auch immer. Anders ausgedrückt: Wir googeln gerne, aber wir leisten ungern die anstrengende wissensarchäologische Feldforschung, die jedem sinnvollen Googeln vorauszugehen hat, wollen wir als Wissensbeschaffer nicht zum hilflos-willfährigen, gar unwissenden Opfer präetablierter Algorithmen werden. (…) Bewertung aber setzt stets Bewertungskriterien voraus. Valide, sachadäquate Kriterien wiederum lassen sich am sinnvollsten auf der Basis eigenen Wissens entwickeln. Dieses Wissen zu erwerben gilt in unseren auf die Vermittlung von Kompetenzen getrimmten Post-Bologna-Schulen als unzeitgemäß. August Böckh dagegen hatte erstmals 1809 in seiner Vorlesung über die „Enzyklopädie und Methodologie der philologischen Wissenschaften“ als deren eigentliche Aufgabe „das Erkennen des vom menschlichen Geist Produzierten, das heißt des Erkannten“ bestimmt. Das bedeutet, der Reproduktion den Vorrang vor der eigenen Produktion zu geben. Diese Reproduktion gilt heute als unkreativ, unmotivierend, daher als „mega-out“ und ist folglich strengstens abzulehnen. Als hätte nicht ein sachadäquates Nach-Denken der Gedanken epochenbestimmender Geistesgiganten mehr an Qualität zu bieten denn ein freundlich-ahnungsloses Dilettieren in eigenen, höchstens pseudooriginellen Entwürfen, die bestenfalls als Belege historisch-denkgeschichtlichen Unwissens durchgehen können.
So gut kann es um das Selbstbewusstsein des heutigen Menschen nicht bestellt sein, wenn er sich regelmäßig in grotesker Ignoranz, ja in grandioser Hybris über 2500 Jahre abendländische Kultur- und Denkgeschichte zu stellen wünscht, um als prätendierter Dominus et Deus seine individuelle Creatio ex nihilo zu entwerfen. Doch da wir ein Recht auf die eigene Meinung haben, ist die eigene Meinung eben die eigene Meinung. Schwellen der Peinlichkeit sind damit abgeschafft! Die psychohygienischen Bedürfnisse einer pubertären Gesellschaft gebieten es zudem offenbar, sich ständig als „Macher“ in autopoietischer Pose zu gerieren, statt sich mit einem gesunden Selbstbewusstsein, das per se Selbstrelativierung einschließt, nachdenkend in eine lange Reihe großer Denker einzugliedern, um für die neuen Herausforderungen unserer Zeit Honig aus den zahlreichen Blüten der abendländischen Wiesenblumen zu saugen. (…)
Gewiss erschreckt aus heutiger Sicht mitunter die geistige Enge der früheren reichlich mikroskopischen Wortphilologie, die oft genug den Wald vor lauter Baumbetrachtung nicht mehr sah, ebenso wie das detailverliebte L’art pour l’art ihrer Zwillingsschwester, der Sachphilologie, die nicht selten zu Gelehrtendiskussionen kafkaesk-loriothafter Art führte und den unbedarften Zuhörer entweder vor Ehrfurcht erstarren oder aber als Zeugen einer vermeintlichen Live-Satire in exaltiertes Kichern ausbrechen ließ.
Und doch versagte und versagt ein Gutteil der etwas sensibleren Anwesenden noch heute jener aussterbenden Art von spitzfindiger Gelehrsamkeit ihren Grundrespekt nicht, so wie auch heute noch Schülerinnen und Schüler jene seltener werdenden Oberstufenlehrkräfte besonders schätzen, deren Ausführungen sie zwar nicht immer in Gänze zu folgen verstehen, deren gelehrte Abstraktion und deren stupend-faktengesättigte Substanz sie aber sehr wohl zu erkennen vermögen. Welch eine Wohltat, in einem Meer des bramarbasierend-medialen Hypes um das schiere Präsentations-Nichts einmal eine Insel tropisch-unbekannter Gedankenfülle zu erleben!
(…) Vielleicht müssen wir erst an Verstopfung des medial gestylten Besonderen leiden, vielleicht müssen uns erst Event-Überdruss und Medien-Flatulenz lehren, dass das vermeintlich langweilige Normale wenn schon nicht das Besondere, so doch das entscheidend Wichtige eines sinndurchtränkten philologischen Lebensentwurfs ist. „Tun, was der Tag verlangt.“ Auf diese scheinbar karge Formel brachte einst der selige Redemptoristenpater und Schullehrer Kaspar Stangassinger aus Gars am Inn die christliche Ethik. Ein solches Ansinnen bedeutet für den modernen, exaltierten Menschen auf der Suche nach dem zerstreuenden Rund-um-die-Uhr-Kick und der virtuell durchgestylten Dauerekstase zwar eine Zumutung, denn es verlangt keck nach einer prima facie unzumutbaren Schwarzbrotkultur – und dies in einer Zeit der allgegenwärtigen Sahnetorte -, doch Kinder- und Altenpopos, die Operationswunden des Lebens wie auch die minimalinvasiven denkerischen Bohrlöcher in den dicken Erkenntnisbrettern von Wissen und Wissenschaft werden es uns danken!“


Schneeterror

http://www.titanic-magazin.de/postkarten.html?&card=11919&cHash=9bc5466a8ccd016380bf7c269c223072

Titanic

Allen  Reisenden wünsche ich gute Nerven, ich denke an euch! Komme gerade von einer Odyssee zurück und bin froh, im warmen Nest zu sein. Falls jemand noch am Flughafen hockt und nicht wegkommt, hier ein kleiner Trost aus dem Wintermärchen der geilen Schneekönigin, die nicht genug kriegen kann …

Da brach Horst in Tränen aus; er weinte, dass das Spiegelkörnchen aus dem Auge schwamm, er erkannte sie und jubelte: „Arianchen! Liebes kleines Arianchen! – Wo bist du doch so lange gewesen? Und wo bin ich gewesen?“ Und er blickte rings um sich her. „Wie kalt ist es hier! Wie es hier weit und leer ist!“ und er klammerte sich an Arianchen, und sie lachte und weinte vor Freude.
Das war so herrlich, dass selbst die Eierstöcke vor Freude ringsumher tanzten, und als sie müde waren und sich niederlegten, lagen sie gerade in den Buchstaben, von denen die Schneekönigin gesagt hatte, dass er sie ausfindig machen sollte, dann sei er sein eigener Herr, und sie wollte ihm die ganze Welt und ein Paar neue Schlittschuhe geben. Arianchen küsste seine Wangen, und sie wurden glühend; sie küsste seine Augen, und sie leuchteten gleich den ihren, sie küsste seine Rute und die Familienjuwelen, und er war gesund und munter.“ nach H. C. Andersen – Die Schneekönigin  

ein schnelles Heimkommen und ein märchenhaftes Weihnachtsfest wünscht

Mme Goldschwanz


Herbstlaub

Da habe ich mir heute, als die Sonne vorkroch, mal einen richtig schönen Herbstspaziergang gegönnt und konnte mich von meinen Schreibtisch loseisen, wo ich wieder einige Schandtaten ausgeheckt habe, und da sitze ich so gemütlich auf einer Parkbank und was sehe ich? Tz Tz Tz …. eine leere Kondom-Verpackung zu meinen Füssen. London Schwarz Extra Special meine Hausmarke quasi …… und streiche mir mit der Zungenspitze über die Unterlippe, als ich mir vorstelle, was nächtens an der gleichen Stelle wohl passiert ist.

Ich stelle mir vor, wie ein Mann und eine Frau angeschwipst von einer Halloween Party kommen, die sich gerade dort kennengelernt hatten und den Weg in ihr oder sein Bett etwas abkürzen müssen. Er trägt ein Fledermaus-Kostüm, sie natürlich ist als Hexe verkleidet und hat den Besen zuhause vergessen, jetzt sucht sie ihn in seiner Hose, um auf ihm zu reiten. War letzte Nacht Vollmond? Wahrscheinlich haben sich die beiden zuerst die Parkbank vorgenommen, so im Stehen, an der Rückenlehne hat sie sich festgehalten, während er ihr … und den schwarzen Umhang hochschob und sie ihm ihren mondbleichen, grossen runden Hintern entgegenstreckt, ihre hohen Absätze versinken im weichen Boden, sie kann sich auf ihren Stöckeln kaum mehr halten und sie lassen sich in das aufgehäufte Herbstlaub unter der Buche gleich daneben fallen, er spreizt ihre Beine, die sich um seine Schultern drängen, dann dreht er sie um und sie krallt ihre langen, schwarz lackierten Nägel in die Baumrinde und sie kratzt das feuchte Moos ab und macht sich dabei dreckig.  In Gedanken versunken stehe ich von der Parkbank auf und gehe auf den Baum zu meiner linken zu, durchstreife mit meinen Füssen das raschelnde Laub, und richtig, nah am Baumstamm, zwischen dem wunderbar leuchtenden Herbstlaub lugt ein benutztes Kondom hervor, ich atme den Duft der Herbstblätter tief ein, schliesse die Augen, blinzel in die Nachmittagssonne und reibe mir unauffällig mit einem herumliegenden Ast an meiner Pussy entlang, unter meinem Mantel trage ich eine eng-anliegende Boss-Hose und ich spüre jede einzelne Holzmaserung durch den Stoff hindurch, wenn das der Hugo wüßte ….

Plötzlich schreckt mich Hundegebell auf und eine Dogge kommt auf mich zugesprungen, ich befürchte, sie hat meine Geilheit erschnuppert, ich kralle mich am Baumstamm fest, unfähig mich wegzubewegen. Aber sie springt mich nicht an, sondern springt schwanzwedelnd um mich herum, eine wohlerzogene Dogge, besser als Cäsar, die von meiner Freundin Catherine aus Montana; das Herrchen ist auch schnell zur Stelle und er sieht mir an, daß er mich bei etwas erwischt hat, bei was, weiss er nicht. Ich werfe das Stöckchen, das gerade noch mein Spielzeug war, weit weit weg und der Hund springt hinterher. Er hat die Fährte aufgenommen und ist vorläufig abgelenkt. Das Herrchen gefällt mir, er mustert mich von oben bis unten; rasch trete ich auf das benutzte Kondom unter meinen Füssen. Wäre doch jetzt der falsche Zeitpunkt, dieses zu entdecken und würde die angenehm angespannte Stimmung zerstören, die sich in meinem Bauch ausbreitet. Das Herrchen sieht mir meine Geilheit wohl an, ist jedoch etwas unsicher und weiss nicht, wie es reagieren soll. Auch ist er durch das Haustier abgelenkt und blickt abwechselnd auf mich, dann auf die Dogge, die am Stöckchen knabbert. Das ist mir jetzt zu kompliziert, denke ich. Ich hätte ihn ja gerne mitgenommen, aber den Hund?! Man kann nicht alles haben, ziemlich unentspannt verabschiede ich mich von dem Herrchen, gehe nach Hause und bringe meine Pussy kurz zum Glühen, um mich dann entspannt der Lektüre und meinen Hausaufgaben zuzuwenden.


Brains & Behaviour

aus der Wissenschaft, bitte Korrekturlesen

Love Makes You Increasingly Ignorant of Your Partner

Geisha inspired photography

Dann doch lieber die Fotografien von Nobuyushi Araki

 

on auction by phillips de pury & company


update travel

Hey folks,
pls check out my travel site for availability. I m staying in Berlin the forthcoming months to join the theatre project LULU that goes on stage december 11th at Schaubühne Berlin.

Therefore I ve no time to travel, just a couple of days only to join an event in New York. THE RED UMBRELLA PROJECT – Stories of Sex & Money hosted by Audacia Ray

horizontally
yours
Goldschwanz


Ein Vertriebsingenieur auf Abwegen II

Der Termin zog sich länger hin als vorgesehen und ich hatte zum zweiten Mal an diesem Tag ein schlechtes Gewissen, dass ich sie warten liess.
Entweder stand sie noch im Halteverbot oder parkte in der zweiten Reihe und machte es sich selbst. Ich kannte sie wirklich gut, dachte ich. Manchmal war sie nicht aus der Ruhe zu bringen.
Als ich dann endlich das Haus verliess, sah ich sie von hinten, wie sie wild fuchtelnd den herbei fahrenden Abschleppwagen besänftigte. Eine Politesse lag schon k.o. geschlagen auf dem Gehweg. Jetzt hiess es nur schnell weg, ich pfiff dreimal – unser Erkennungszeichen – sie sprang in den Wagen, hielt kurz mit quietschenden Reifen an meiner Seite, ich sprang flink hinein und dann schnell ums Eck und ab in die nächste Tiefgarage.
Was für eine Aufregung. In meinem Alter ist der nächste Herzkasper schnell zur Stelle. Aber sie lachte nur und meinte, dass sie sowieso geklaute Nummernschilder benutzt und noch ein Sortiment hinten im Kofferraum für Notfälle läge. Als Strafe für meine Unzuverlässigkeit, bat sie mich, mir es im Wagen gemütlich zu machen und meinen zweiten Termin an diesem Nachmittag abzusagen. Er war eh nicht wichtig, es wäre eigentlich noch was mit meiner Exfrau zu klären gewesen, natürlich ging es mal wieder um das liebe Geld, sie wollte mehr Unterhalt, den ich ihr nur widerwillig, dafür freiwillig spendierte. Schliesslich waren wir nur ein Jahr verheiratet gewesen.
Ich rief sie kurz an und redete auf sie ein wie auf einen alten Gaul, dabei war sie erst 25, und dass ich derzeit blank bin, mein Bares nur mit Huren verjubel und ich wegen ihr nicht meine Immobilien und Bundesschatzbriefe verjuxe. Dabei beobachtete ich im Rückspiegel, wie Ariane sich von ihrem Rock und der weissen durchsichtigen Prada-Bluse befreite, in einen Blaumann und zwei Latexhandschuhe stieg, die ihr äußerst gut standen. Das Blau des Blaumanns ergänzte sich prima mit den blonden Haaren. Unter dem Overall trug sie feinstes Schiesser-Rippchen, wie ich sie noch von meinem Vater kannte, nur das seine immer grau waren, weil meine Mutter zu faul zum waschen war.
Scheisse,
denke ich,
Schiesser ist nun auch pleite. Die gehörten zu meinem Kundenkreis.
Ich weiss noch, dass ich damals ziemlich auf Droge war, Coka Cola natürlich, und in dieser Zeit jeden Beratervertrag eingesackt hatte, den ich kriegen konnte, bevor ich die Branche wechselte, auch die Übernahme hatte ich eingestielt. Kurz überlegte ich, ob mir da ein Missgeschick unterlaufen war, der Laden stand ja vor meinem Eingriff einwandfrei da, aber ich verwarf den Gedanken und konzentrierte mich auf das Blau.
Sie hatte auch immer das passende Handwerkszeug dabei, kein Wunder, sie war mit tüchtigen Handwerksburschen aufgewachsen, das hatte wohl abgefärbt; flink schraubte sie die Schilder ab und tauschte sie gegen das neue Paar aus. Dabei liess ich sie nicht aus dem Blick, es gab mehrere Rückspiegel, wie praktisch, und selbst im toten Winkel hatte ich Einsicht auf das Geschehen. Warum sie sich für diese Aktion den Blaumann überwarf, fragte ich sie durch das geöffnete Fenster. „Na wegen dem verdreckten Boden natürlich oder glaubste, ick würde mir meine edlen Nylons ruinieren?!“ Im Blaumann fing sie immer an zu berlinern, warum wusste ich nicht. „Hab gleich fertich ….“ feixte sie …

Ich hatte mein Telefonat mittlerweile beendet mit dieser raffgierigen Zicke. Wieso ich sie geheiratet hatte, war mir bis heute ein Rätsel. Sie hatte es eh nur auf meine Kohle abgesehen und im Bett taugte sie auch nix. Ich war froh, als ich sie wieder los war. Wir hatten zwar einen Ehevertrag aufgesetzt, den sie natürlich nur unwillig unterschrieben hatte, aber das war mein Glück. Jetzt rief sie dafür regelmässig an und bettelte um Geld, das war mein Unglück. Ich schlug ihr gelegentlich vor, es doch endlich mal mit Arbeiten zu versuchen, vor allem sei sie nicht mehr die Jüngste und da wird der Markt denkbar eng. Aber was sollte sie schon mit ihrer Zeit anfangen, ausser Verkäuferinnen Rabatte abzuschwatzen und ihrer Friseuse auf den Driss zu gehen, indem sie ihr stundenlang eins vorheulte, was für ein Schuft ich doch sei. Ich war jedenfalls ein grosszügiger Mann und schickte ihr trotz alledem regelmässig einen Scheck. Picasso hat das mit all seinen Exfrauen und Freundinnen gemacht, bis ins hohe Alter schrieb er Schecks. Er wusste ja, nachdem er sie meist wegen einer neuen verliess, dass sie immer ihre besten Jahre an seiner Seite verbracht hatten und sie ab einem gewissen Alter kaum noch Chancen auf dem Markt hatten. Das war damals so und so ist es auch heute noch. Gott sei Dank gibt es heute auch Frauen, die nicht mehr so abhängig sind, die sind mir im Prinzip auch die Liebsten, wenn auch vorlaut, weshalb ich auch keine Lust habe, eine neue Beziehung einzugehen. Ist mir zu kompliziert mit diesen Damen, die es mir gleich tun wollen und sich davon eine wie auch immer geartete Unabhängigkeit versprechen.

Mittlerweile knurrte mein Magen lautstark, so laut, dass es in jeder Ecke der Tiefgarage zu hören war. Auch mein Fräulein war schon wieder umgezogen und sank in die weichen Lederpolster neben mir. Sie nahm meinen Knüppel, der schlaff aus meiner Hose schaute, fest in ihre kleine zarte Hand, das Gespräch mit meiner Ex hatte ihm natürlich den Rest gegeben, beugte sich über ihn und verschlang ihn komplett, das gesamte Fahrwerk stellte sich aufrecht inklusive meiner Nackenhaare. Mit meinen 18 cm kam sie prima zurecht. Der Groll auf meine Ex, mein Ekel auf diese abgefuckte Stadt und der hektische Schlussspurt am Savigny-Platz, alles fiel von mir ab und ich entspannte. Langsam, ganz langsam bewegte sie ihren Mund auf und ab und strich dabei gleichzeitig mit der Zunge am Schaft entlang. Also Blasen konnte sie, Hut ab, aber sonst hätte ich sie ja auch nicht gebucht, insbesondere nicht regelmässig. Quatschen mit ner Else an der Bar ist zwar ganz schön, aber dafür bezahlen? Nö, der Sinn hatte sich bislang für mich nicht erschlossen. Ich schob ihr meine grossen flachen Bulleneier gleich noch mit ins Maul, das hatte sie gerne und sie grunzte verzückt. „Komm Schätzchen verschluck dich doch …“ flüsterte ich und schon war es auch schon geschehen und die erste Ladung am heutigen Tag schoss ihr tief in die Kehle. Sie schluckte brav, drehte mir ihr Gesicht zu und ihre Augen glänzten so schön. Sie lächelte befriedigt, ein Anblick, den ich bei Frauen besonders schätze. „Gleich bist du dran“ vertröstete ich sie, sie hatte immerhin auch ihren Spass, wenn sie mal nicht zum Zuge kam, „aber zuerst bringen wir das Gepäck hoch und bestellen uns eine Kleinigkeit aufs Zimmer, damit ich zu Kräften komme. Von der Paris Bar will ich mir doch nichts kommen lassen, ich mag den versnobbten Laden nicht, die Qualität der Austern war beim letzten Mal extrem mies und der Typ vom Barpersonal, der sich dazu herablassen konnte, die Strasse zu überqueren, war unhöflich und arrogant, wie das Personal in Berlin eben im Normalfall ist, da nützt auch kein grosszügiges Trinkgeld. Denen mein sauer verdientes Geld in den Rachen zu werfen, nee danke …“ ereiferte ich mich. „Ok, dann also los …“ rief sie und schon sprang mein Wildpferd, griff nach dem Gepäck im Kofferraum, wuchtete es auf ihre Schultern und ich musste zusehen, dass ich hinterher kam, ein alter Mann ist ja schliesslich kein D-Zug, obwohl, ich überlegte, ich war ja erst 44 Jahre alt, aber gefühlte 69.

… to be continued