buy their thoughts and read * singularities

At least I like to recommend following works of individuals and I highly recommend their work they do in different ways. In order of appearance ….

Carol Leigh put the term ’sex work‘ on our own agenda more than 30 yrs ago, a term from inside the scene itself and against ‚prostitution‘, a term delegitimised by its discourses around criminalisation, deviance, discipline and surveillance.

carol leigh

works here

readings, presentations, zines & buttons

Emi Koyama

Emi Koyama striking buttons

Mariko Passion

artefacts & current works
https://www.facebook.com/asianprincessartifacts

Furrygirl

swaay

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Cayenne
order cooks in heels

Kochbuch Ceyenne Doroshow

Laura Agustin

Laura Maria Agustin

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on kindle

to be continued …


reisen, kochen, essen

Möchte nur kurz ankündigen, dass ich im Dezember häufig verreist bin (2.-9. Dez und 16.-19. Dez) und werde wohl kaum zum Schreiben kommen. Meine Emails beantworte ich selbstverständlich.

In der Zwischenzeit möchte ich auf das hier im Blog schon einmal erwähnte amerikanische Kochbuch hinweisen, dass inzwischen in Druck und als E-Book erschienen ist: „Cooking in Heels – A Memoir Cookbook“ heisst es, also der Titel ‚Kochen in High-Heels‘, ein Red Umbrella Projekt, dass Dank einer Online Kampagne realisiert werden konnte. Herausgegeben von Ceyenne Doroshow und Audacia Ray, der Gründerin des Red Umbrella Projects in New York City. Das Projekt ist von und für Sexworker geschaffen und bietet ein fantastisches Programm. Für die Professionalisierung von Interessenvertretern bietet es z.B. Medien Workshops, um zu lernen, wie professionelle Pressearbeit und der Umgang mit den Medien erlernt werden kann. Es bietet Workshops für InteressenvertreterInnen, die von Sexworkern und sehr erfahrenen Aktivisten durchgeführt werden, über Rechtsprechung und Gesetzesverfahren (in U.S.), über den Umgang mit Abgeordneten im Zusammenhang mit sexwork-spezifischen Themen sowie Kampagnenarbeit.

Auch gibt es ein kulturelles Programm, die „Red Umbrella Diaries“, das „Storytelling“, das von Sexworkern gestaltet wird. Jeden ersten Donnerstag im Monat gehen einige auf die Bühne, in einer coolen Bar an der Lower Eastside, und erzählen bei diesem immer gut besuchten Event ihre Geschichten aus dem Leben. Mal unterhaltsam, mal ernst, die Geschichten, die wir zu erzählen haben, interessieren offenbar viele Menschen. Auch gibt es Workshops, wo man Fähigkeiten zum Schreiben erlernt oder gutes Geschichten erzählen. Ich war auch schon dort und kann jedem NYC Besucher nur raten, dort mal einen unterhaltsamen und schönen Abend zu verbringen. Die Idee des Geschichten-Erzählens, auch biographisches Erzählen in der Community gründet auf der Überlegung, dass es ein wichtiger Bestandteil zur Bildung von Solidarität und der gemeinsamen Bewegung ist. Auch unterstützt das Projekt Community-Arbeit und politische Aktivisten.

Cayenne ist eine ausgezeichnete Geschichten-Erzählerin und dies war Ausgangspunkt, gemeinsam mit Audacia Ray ein Kochbuch zu machen. Als sie im Gefängnis war, weil sie sich der „Prostitution schuldig“ gemacht hatte, schrieb sie sämtliche Rezepte auf, es sind Familienrezepte. Das Buch ist ihren beiden Grossmüttern gewidmet, die ihre Küchen für sie öffneten. Ihre Eltern erlaubten ihr nicht, zu kochen, da sie Cayenne als Junge sahen und erziehen wollten, in Wirklichkeit war Cayenne ein „tranny child“, damit konnten sie nicht umgehen und verstanden es auch nicht. Eine Zusammenfassung ihrer beeindruckenden Lebensgeschichte, die ich hier nicht verraten möchte, ist den Rezepten vorangestellt. Gerichte im Southern Style, Einflüsse der kreolischen Küche, sind der Bezug, aber eigenwillig durch Familiengenerationen verwandelt. Küche und Kochen sind entscheidend mit Cayennes Leben verbunden, wie sehr, sollte man selber nachlesen und vor allem: nachkochen!

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tschöö und bis in bälde!

Ariane


update travel

Hey folks,
pls check out my travel site for availability. I m staying in Berlin the forthcoming months to join the theatre project LULU that goes on stage december 11th at Schaubühne Berlin.

Therefore I ve no time to travel, just a couple of days only to join an event in New York. THE RED UMBRELLA PROJECT – Stories of Sex & Money hosted by Audacia Ray

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yours
Goldschwanz


Ein Vertriebsingenieur auf Abwegen I

Mein Flug aus Frankfurt hatte zwei Stunden Verspätung, wie mein Blick auf die IWC vermuten liess. Ich schaute mich am Ankunftsterminal suchend um, doch keine grossgewachsene Blondine weit und breit. So ein Mist, wieso hatte ich auch mein Handy in Hongkong vergessen?! In letzter Zeit werde ich immer vergesslicher. Mein Arzt hatte mich gewarnt, ich solle mal eine Pause mit den blauen Pillen einlegen, die Nebenwirkungen seien extrem schädlich. Wahrscheinlich liegt es daran. Gut aber aufs Saufen kann ich nicht verzichten, hab meinen Flachmann aus feinstem Sterlingsilber immer dabei, besonders um mich während des Fluges ruhig zu halten. Immer diese Flugangst. Auch muss ich mir die Stadt schön saufen, die ich gerade angeflogen habe. Ich bekomme jedes Mal das Kotzen, wenn ich Berlin bereise. Soviele schlecht gekleidete Frauen und Proleten mit Dosenbier habe ich in so hochkonzentrierter Weise in keiner mir bekannten europäischen Stadt zur Kenntnis nehmen dürfen. Auch die Taxifahrer sind furchtbar. Aus diesem Grund also und wenn mich ein Geschäftstermin in die Arm-aber-Sexy-Metropole treibt, lasse ich mich immer von Ariane begleiten. Sie ist schön, klug, niemals langweilig und zumeist gut aufgelegt, kein Wunder, ich lasse mir die Begegnungen ja auch was kosten. Sie holt mich immer in ihrem Coupé ab und kutschiert mich zu meinen Terminen, zwischendurch halten wir in irgendwelchen Parkbuchten, damit sie mir schön einen blasen kann. Wo ist dieses verdammte Miststück bloss?! …
Eine generelle Nervosität kann ich nie abstellen, wenn ich ihr begegne. Sie wirkt wie eine Außerirdische, die auf dem falschen Planeten gelandet ist. Oder wie Marvin der Roboter. Während ich nervös an meiner Krawatte herumnestel betrachte ich mein Spiegelbild in der Glastür neben mir; irgend etwas fremdes, ein fahles Gesicht schaut mich da an. Obwohl ich es mir regelmässig bei meiner Kosmetikerin, die gleichzeitig meine Stammfriseuse ist gutgehen lasse. Selbst Botox hab ich mir in die Arschbacken spritzen lassen. Vielleicht liegt es auch an dem trüben grauen Himmel hinter dem Glas, der alles verwelken lässt. Heute morgen war ich noch so stolz auf mich und fühlte mich wie der junge Frühling, hatte noch ein paar Leerkäufe im Transit getätigt und dem Goldpreis beim Wachsen zugeschaut. Ach sollen doch alle abschmieren, ich hab meine Schäfchen im Trockenen und kann mir noch die interessantesten Frauen leisten.
Aus meinem Gedankengang aufgeschreckt höre ich das Klackern von Absätzen. Eine schlanke Blondine kommt schnell auf mich zu, ein kerzengerader Gang, meeeiiine Ariane. Mit vorwurfsvollem Blick schaut sie mich an und mustert mich, setzt ihr spitzbübisches Lächeln auf. Sie sieht einfach umwerfend in ihrem Azzedine Alaia Mantel aus, den ich ihr bei meinem letzten Besuch vor Weihnachten gekauft habe. Eine schöne Frau sollte immer in feinen Stoffen gewandet sein und nicht wie eine Strickliesel angezogen, wie die meisten anderen Frauen ihres Alters. Ihr Goldzahn funkelt mich an und sie lacht laut auf, wahrscheinlich weil ich sie wie ein alter Lustgreis taxiere. „Ich freue mich, dich zu sehen, ich hatte mir schon Sorgen gemacht, auch konnte ich dich nicht erreichen. Dein Handy war wohl ausgeschaltet?“ Sie lacht. Gott sei Dank ist sie mir nicht gram, daß sie solange warten mußte. „Ja Süße, ich bin erledigt, hab noch zwei Termine und bin dann ganz für dich da. Hab während des Fluges 2 Liter Kaffee getrunken, der Jet Lag haut mich jedesmal um. War doch in Hongkong und über Frankfurt nach Berlin.“

Berlin sieht immer so trüb wie eine schlechtgelaunte Nutte aus, die nix verdient hat, denke ich. Längst haben wir das Gepäck im Kofferraum ihres schneeweissen 280er SL verstaut. „Kätzken, wo mußt du hin?“ fragt sie, als wir die Autobahn erreichen. „Ich muss noch zum Savignyplatz ein paar Unterlagen bei einem Kollegen abholen, anschließend mein Gepäck im Savoy abstellen.“ „Oh schön, das Savoy, dann können wir uns ja heute abend aus der Paris-Bar ein paar Kleinigkeiten rüberbringen lassen?! Du hast doch sicher keine Lust, unter Menschen zu gehen, wie ich dich kenne.“ Recht hat sie, sie kennt mich schon ganz gut. Normalerweise hält es keine Frau lang an meiner Seite aus. Ich bin ein kauziger Knurrhahn, war ich immer schon, Menschen langweilen mich zumeist, Mittelmass langweilt mich.“ „Hast du schon den Fickbericht über mich gelesen, den ein Archie heute morgen über mich bei MC reingestellt hat?“ „Ja klar, ich hab ihn noch in der Lounge in Frankfurt gelesen, um mir die Zeit zu vertreiben. Sag mal, ist der noch ganz dicht? Der macht mir ja Konkurrenz mit seiner Lobeshymne, obwohl – ich schreibe ja nie. Und wie kann man nur Archie heissen – oder sich so nennen?! Hast du ihn so genannt?“ Ariane lacht „Ja, Archie hier, Archie dort, mein allerliebster Archie. Wieso? Bist du etwa eifersüchtig? Ich mag den Namen und den Kerl. Er hechelt immer so schön beim Ficken und kratzt die Rauhfaser von der Wand, wenn er mich doggy nimmt.“ Sie und ihr Humor …“Nein“ entrüste ich mich, ich bin kein Kasper und hab auch nicht vor es zu werden, aber der Bericht von Archie hörte sich fast so an. Was ist das für ein Typ? Sein Beitrag klang extrem schräg, also wie er schreibt, das fand ich schon aussergewöhnlich. „Er heisst eigentlich Archibald, aber alle nennen ihn Archie, also sein Nick ist sogar echt. Kann ich auch verstehen, Archie klingt einfach besser als Archibald, er ist sehr witzig und bringt mich meist zum Lachen. Insofern passt der Name schon. Ich finde das aber etwas indiskret, wenn ich dir jetzt alles erzähle, schliesslich würde das gegen das sogenannte Date-Geheimnis verstossen.“ „Ach du Spinnerin …“ flachse ich, „du mit deinem Date-Geheimnis, komm rück’s raus, bin einfach neugierig. Keine fickt so gut wie du und keine kann so tolle Fickgeschichten erzählen.“ „Moment …“ sagt sie und gibt Gas, wir sind schon gleich am Ziel, mein Magen knurrt, ich muss erst noch was essen, bevor ich mir den Schwanz lutschen lasse, dann bin ich entspannter. „Wartest du bitte einen Moment? Es dauert nur 5 Minuten, ich springe kurz hoch, hole die Verträge … “ …. ich zögere „lass uns direkt was essen gehen, hast du Hunger?“

to be continued …