schöne Grüsse von unterwegs!

update * http://youtu.be/cig60zVcQW8

Da fällt mir ein, hier gibts auch eine sehr interessante Diskussion zu einem interessanten Blog-Beitrag.


no justice, no peace

FinleyDemo-smlA week of sex worker art, parties and politics! Join us for this political and cultural soiree from The Whore Cast LIVE! to Whores Bath to Oral Services.

Attend a transformative four day workshop series, Privilege, Oppression and InterseXionality. Climb on board Mariko Passions Whorrific Popcorn Theatre Bus and Cabaret at the Center for Sex & Culture. Get a whores-eye view from Amber Dawn, Emi Koyama, Brontez Purnell, Juba Kalamka, Ckiara Rose, Mariko Passion, The Incredible Edible Akynos,Tom Orr and many more. Den Rest des Beitrags lesen »


Schottisches Tagebuch

Update: mein Konferenzbericht ist hier zu finden

 

***

Heute ist schon Tag 2, eigentlich Tag 3 seit 34 Minuten. Ich fang mit Tag 1 an. Schlechte Internetverbindung, daher die Verzögerung. Einige Extra-Infos und Links zum SWOU-Event 2013 kann man auch auf meinem Twitter Account verfolgen. Jetzt und in den kommenden Tagen.

Tag 1

Flug Berlin – Glasgow

Der Tag fängt schon mal prima an; eine praktizierende Buddhistin und Schottin in Mönchskutte sitzt im Flieger neben mir; natürlich Easyjet, meine Lieblingsairline in Europa; das Orange der Airline passt gut zu ihrem Outfit. Wir kommen ins Gespräch. Ich erzähle ihr, dass ich einmal dem Dalai Lama persönlich begegnet bin, in einem Aufzug in Köln 1994. Das war kurz nach Studienende, 3 Monate Praktikum bei der Heinrich Böll Stiftung, damals noch in Köln angesiedelt. Ich komme da morgens nichtsahnend in Kölle an, nach meinem täglichen Ritt mit dem Zug aus dem Ruhrpott, und betrete gerade den Aufzug. Kurz bevor sich die Tür schliesst, stellt jemand das Bein in die Tür, um zuzusteigen. Es war der Fuss des Enkels von Böll und an seiner Seite der Dalai Lama; der schaut mich an, lächelt und verbeugt sich. Also der Dalai Lama lächelt mich an, ich grüsse zurück und verbeuge mich ebenfalls, halte meine beiden Hände vor mir gefaltet, so wie er es gemacht hat. Beide betreten den Aufzug. Der Tag fängt gut an. Die schottische Buddhistin, die gerade aus einem Retreat in Berlin kommt und auch bald wieder für einige Monate dorthin zurück kehrt, lacht mich an und meint, ich hätte ein gutes Karma. Was ich denn in Glasgow mache? Ich erzähle ihr dies und das und sie ist sehr angetan, nicht ablehnend. Sie war früher auch in der Sozialarbeit und Krankenpflege tätig, als sie ihre Kinder grosszog. Seit sie nicht mehr arbeiten muss, hat sie sich ganz dem Buddhismus verschrieben. Also das mache ich auch eines Tages: ich verziehe mich ins Kloster, also ein buddhistisches Kloster und kümmere mich um den Garten.

Ankunft Glasgow am Nachmittag; 10 Grad Aussentemperatur, also Plus, yeah, Sonne, kein Grau, kein Schnee. Ich nehme ein Taxi. Die Differenz zum Bus sind etwa 10 schottische Pfund, man gönnt sich ja sonst nix. Ist doch wahr. Ich habe erst mal nur zwei Nächte in einem Gästehaus mit Einzelzimmer und geteilter Dusche gebucht; meine Freunde hier in Glasgow haben Probleme, ausreichend Schlafplätze und Matrazen zu organisieren. So richtig steht das Netzwerk hier noch nicht. Also das Matrazennetzwerk. Bei solchen Events schläft man lieber zusammen mit seinen Leuten unter einem Dach; da wird dann die ganze Nacht diskutiert, Wein getrunken und man fällt glücklich und erschöpft ins Bett. Man hatte mir einen Schlafplatz bei einem schottischen Freund angeboten, der nachts arbeitet, aber da ist noch eine Freundin und irgendwie scheint das ganze nicht sehr willkommend zu sein.

Das schottische Gästehaus ist ganz putzig, wie man es eben aus U.K. so kennt. Schmale Gänge und Treppen, ein komischer Mief im ganzen Haus. Schön ruhig, kein Hostel oder Absteige, das ist immer so ekelig und laut.

Ich hab mich mit Kosmetik in kleinen Grössen eingedeckt, bei Handgepäck kaufe ich immer vor Ort ein, das schleppe ich nicht mit mir rum. Das Duschgel duftet nach Minze. Und dann bin ich zum Friseur und hab mir einen neuen Haarschnitt verpassen lassen. Ich musste der Friseuse, die nur schottisch spricht, irgendwie erklären, dass ich einen langen Pony haben möchte und seitlich so eine Art Rundhaarschnitt entsteht, es darf aber nicht schick und frisch vom Friseur aussehen, das mag ich garnicht. 30 Minuten diskutierten wir und sie säbelte mir ganz vorsichtig die Haare ab. Also ich finde es gut. Das letzte Mal, dass ich so aussah, war mit 9 Jahren. Da kam so ein Fotograf in die Schule, der machte Fotos. Eins davon hängt im Gästezimmer meines Vaters in Spanien. Und genauso sehe ich jetzt auch aus.

Danach habe ich mir organischen Rotwein gekauft und mich um 18h ins Bett gelegt, bis Mitternacht geschlafen, von einem Mann mit schönem Schwanz geträumt. Ich träume in letzter Zeit dauernd von Sex, merkwürdig. Also ich schlafe hier wie ein Baby. Den Wein habe ich allerdings nicht angerührt. Heimlich eine Zigarette am Fenster geraucht, nach Mitternacht im Netz rumgekurvt, WLAN ziemlich schwach. Die Landlady sagte mir, dass man nur im Speisesaal Internetempfang hat. Da bin ich dann um Mitternacht runter, aber es war sehr ungemütlich dort, ich also wieder hoch und siehe da, ich fand in meinem Zimmer ein paar Balken, also Internetzugang. Es wurde spät und ich habe mein schottisches Frühstück verschlafen, musste zur Strafe zu Starbucks.

Tag 2

In der letzten Nacht las ich bei meiner schottischen Kollegin, dass sich eine Druckerei aus moralischen Gründen geweigert hatte, Plakate zu drucken. Es geht um die lokale Gewerkschaft STUC, die für unser Diskussionspanel am Samstag plötzlich die Räume verweigerte, mit der Ausrede, dass wir Sexworker sind. Aber das wussten sie sie schon vorher und alles war in feuchten Tüchern, Flyer gedruckt. Da muss die Labour Tante Rhoda Grant rumgerantet haben, die gerade Wahlkampf auf unsere Kosten macht. Die wollen hier die Freierbestrafung, also das Schwedische Modell einführen. Bordelle sind in U.K. insgesamt verboten, also Sexarbeit in Wohnungen ab zwei Sexworker, dies gilt als Bordell. Also ist man gezwungen, ganz alleine in einer Wohnung zu werkeln, alternativ Strasse, H/H. Problem ist bei diesen ganzen Einschränkungen, das die Gewalt gegenüber Escorts, also Sexworkern deshalb so gross sind, weil sie kriminalisiert sind und kaputte Typen denken, sie können alles mit einem machen. Ich hab auch keine Werbung geschaltet, in meinen 10 Tagen hier in Glasgow. Ich will entspannt dem Event beiwohnen. Reisetaschengeld für Unterkunft, Verpflegung und Flüge hätte ich schon gebrauchen können, da meine Kosten in Berlin ja weiter laufen. Ich verdiene ja den Familienunterhalt. Ich hab mir etwas zusammengespart, damit ich hier teilnehmen kann. Als ich das letzte Mal auf verschiedenen schottischen Seiten Werbung geschaltet habe, das war anlässlich meine Aufenthalts und Gastspiels beim Fringe Festival 2011, da riefen zwar sehr viele Männer an, aber die versuchten, nur den Preis zu drücken und beschimpften mich. Da hab ich ja noch 1 Stunden Dates angeboten. Alles in allem hatte ich nur Theater am Telefon und in zwei Wochen zwei Dates, eins im Hotel und eins in meinem Zimmer im Hostel, bevor ich zu Freunden gezogen bin. Was wohl für ein Stress am Telefon auf mich zukäme, wenn ich denen antworte, dass ich nur noch 2 Stunden Dates im Hotel anbiete. Hausbesuche kamen schon damals nicht in Frage. Nein danke, dann bin ich eben gänzlich ungefickt und träume weiter von schönen Schwänzen. So wie heute am frühen Abend, wo ich wieder ein Schläfchen hatte. Immerhin ist es mir gelungen, eine Druckerei ausfindig zu machen, die unsere Poster druckt, mit denen wir am Samstag vor STUC demonstrieren. Ich musste dem Mitarbeiter der Druckerei versichern, dass wir ja nicht öffentlich bekannt machen, wo wir haben drucken lassen. Ist das nicht deprimierend? Morgen hole ich die Poster und Banner ab; 170£ kosten die, war noch im Budget der SWOU. Gab nicht viele Spenden. Gut, dass der Red Umbrella Fund SWOU etwas unterstützt. Ich werde auch etwas bares in die Spendenkasse legen, die bei allen Veranstaltungen ausliegt. Das, was die Leute hier mit allen Beteiligten auf die Beine stellen, ist einfach unglaublich. Und super, dass für das ganztägige Politik-Panel am Samstag ein anderer Veranstaltungsort gefunden werden konnte. Jedenfalls wird der Sex Worker Open University Event seit 2009, vorher immer London, nur von Sexworkern und ehem. Sexworkern organisiert, keine Sozialarbeiter, keine Beratungsstellen und auch keine Betreiber von Agenturen, Massagesalons etc. Morgen starten wir abends mit der Sexworker Film-Nacht. Mit internationalen Filmen von Sexworkern. Ich trete auch auf. An Tag 4. Gute Nacht!

Tag 3

Rückblick: Hab die Banner und Poster abgeholt und zum CCA (Centre for Contemporary Arts) gebracht. Dann sehr schlecht chinesisch gegessen. Überall diese Mittags-Buffets. All you can eat, bäh! Am ersten Tag meiner Ankunft erkundigte ich mich nach einem indischen Restaurant in meiner Umgebung, da ich so gerne indisch esse. Und zwar aus allen Regionen. Der Service war unfreundlich und es kam niemand, um meine Bestellung aufzunehmen. Ich fragte, ob ich evtl. stören würde und später wiederkommen sollte. Sie waren dabei, das Buffet abzubauen. Dann waren sie sehr zuvorkommend und das Essen schmeckte auch sehr gut. Genauso wie das Steak & Ale Pie im Pub am zweiten Tag. Bin ein wenig durch die Stadt gestromert und hab mir die Architektur angeschaut. Es gibt so schöne alte Art Deco Bauten. Z.B. das vergammelte The Beresford Hotel in der Sauchiehall Street. Charles Rennie Mackintosh hat ja die ganze Stadt mit seinen Bauten und Innenarchitektur verschönert. Schottischer Jugendstil. Die Willow Tea Rooms seien jedem Besucher empfohlen, wo man köstliche Club Sandwiches verschnabulieren kann. Das ganze Interior ist von Mackintosh entworfen und man sitzt auf den berühmten Stühlen mit den hohen Rückenlehnen sehr bequem. Also am Samstag muss ich endgültig aus meinem Gästehaus ausziehen; ausgerechnet jetzt, wo auch eine Freundin aus Österreich angereist ist, die im gleichen Haus wohnt. Ich ziehe ein paar Strassen weiter. Dieses Jahr sind auch die Veranstaltungsorte ganz zerfasert. An jedem Tag sind wir woanders. Gestern abend fand die Film Nacht statt. Am besten gefiel mir die Doku über das grösste internationale Sex Worker Rechte Festival in Kolkata/Indien, wo ich ja letztjährig teilnehmen durfte. Ich hab mich wieder kringelig gelacht, als Liz von Empower Foundation, Thailand sprach. Sie ist ziemlich radikal und bringt einiges auf den Punkt. Super meine afrikanischen und südamerikanischen KollegInnen, total souverän und klug. Ich will jetzt gerade nicht auf den Inhalt eingehen, sonst fange ich wieder an zu heulen. Vielleicht morgen.

Ein Film, der mich sehr berührt ist, ist ein Film von Nic Mai: „Normal“. Auf das Thema ‚Trafficking‘ (Menschenhandel) werde ich sicher noch in den kommenden Tagen eingehen. Hier ein Ausschnitt aus dem Film.

http://vimeo.com/ondemand/611/52750619

So muss los, die Demo ruft! Dann ganztägig Politik und Diskussion rund um Entkriminalisierung. Es reist extra aus Australien eine Kollegin von Scarlet Alliance an. Und heute abend ist die SWOU Partner und Gast beim Launch des Edge Fund Glasgow, wo ich auftreten werde. Ich berichte morgen. Schönes Wochenende euch!

Wenn die Internetleitung steht, twitter ich vom Politik-Panel ab ca. 12h mittags.

Tag 4

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Tag 5

Bekam vorhin einen mitternächtlichen Schock, als ich aufs Bankkonto schaute. Und bin wieder wach geworden. Ich frag mich, wo mich mein Engagement noch hinbringt. Klapsmühle oder Hartz IV?! Erschöpft bin i! Sehe schon seit Tagen müde aus, da ich nur in meinem eigenen Bett gut schlafen kann. Kalt ist es in Glasgow. Auch meine neue Unterkunft ist nicht sehr behaglich. Klinisch rein und steril. Man kann vom Fussboden essen. Ihr wisst, was das heisst. Überlege, ob ich morgen früh wieder zurück in mein altes Gästehaus ziehen soll, da ist wieder was frei geworden und viel behaglicher. Wären ja immerhin noch drei Übernachtungen. Ein Hin und Her ist das. Und ich hab mich mal wieder zwischendurch geärgert. Es scheint echt eine deutsche Eigenart zu sein, gerne an anderen rumzukritteln, zu bevormunden, persönlich wie auf Sachebene, dabei selbst Null Check zu haben oder nicht in den Spiegel zu schauen. Wie mir das auf die Eierstöcke geht. Ob meine Zurückhaltung an gewissen Stellen als Gutmütigkeit oder Schwäche ausgelegt wird? Kriege ja meist aus teutsche Land so gut wie gar kein Feedback, bis auf eine Person/(Ex?)Kollegin, die ich sehr schätze. Guten Mutes bin ich jedenfalls, da ich Reaktionen von anderen Seiten bekomme. Und das sind meist Leute aus dem Ausland. Nee, nee, nee, mit gewissen Leuten ist echt kein Staat zu machen und daher bleibe ich auch schön auf Distanz. ‚Wir sollten jeden Sonntag SW-only Diskussionen abhalten‘. Meinte eine schottische Kollegin heute zu mir. Na, ich weiss nicht. Hauptsache kein Stammtisch in Berlin. Auf ein paar Herren ist noch Verlass, was ich so von ihnen lese und die ich persönlich kenne und schätze. Danke schön.

Es gibt auch einiges Positives zu vermelden! Unsere GegnerInnen schäumen und scharren schon die Hufe. Die Geschichte zeigt, dass man sich einer richtigen Erkenntnis auf Dauer nicht in den Weg stellen kann. Ausser mit Gewalt, um die Stimmen verstummen zu lassen. Dafür sind wir aber schon zu viele und das Wort ist draussen. Ich freue mich riesig über die bisherige Berichterstattung zum Event. Zwei Einladungen aus dem Ausland habe ich in den letzten Tagen erhalten, über die ich mich sehr freue und die ich gerne annehme, weil ich sprechen darf. Politik, keine Comedy. Apropos: mein Auftritt letzte Nacht war ganz entzückend. War in Bestform und bekam gutes Feedback von vielen Leuten! Eine liebe Person, trusted ally, hat gefilmt. Sie sagte mir allerdings, dass die Beleuchtung mies war und daher die Qualität nicht sonderlich gut ausfällt. Voll toll! Entweder bekomme ich keine Videoaufnahmen, obwohl vorhanden, ich kriege sie nicht konvertiert oder die Qualität ist mies. So wird das nie was als Stand Up Comedian. Gute Nacht! Euer Goldschwanz

performed here

edgefund-glasgow

Tag 6

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Tag 7 & 8

eher nichts zum öffentlichen berichten. Konferenzbericht folgt.

Tag 9 & 10

schön, dass ich wieder zuhause bin. Wurde ja auch Zeit. In meinem Bett, bequem. Lesend, denkend und das Lachen nicht vergessend.


buy their thoughts and read * singularities

At least I like to recommend following works of individuals and I highly recommend their work they do in different ways. In order of appearance ….

Carol Leigh put the term ’sex work‘ on our own agenda more than 30 yrs ago, a term from inside the scene itself and against ‚prostitution‘, a term delegitimised by its discourses around criminalisation, deviance, discipline and surveillance.

carol leigh

works here

readings, presentations, zines & buttons

Emi Koyama

Emi Koyama striking buttons

Mariko Passion

artefacts & current works
https://www.facebook.com/asianprincessartifacts

Furrygirl

swaay

http://www.swaay.org/about.html
http://www.swaay.org/store.html

Cayenne
order cooks in heels

Kochbuch Ceyenne Doroshow

Laura Agustin

Laura Maria Agustin

Order here

on kindle

to be continued …


donation

Ich wurde gefragt, ob es sich lohnt, den Sexworker Rechten dienliche Organisationen zu unterstützen, anstatt in Kunst und Immobilien zu investieren. Klaro.

Wer noch überflüssiges Geld los werden will, ausser in deregulierten Kapitalmärkten zu investieren oder in Beton zu gehen, um bspw. Berliner Immobilien aufzukaufen und Mietpreise nach oben zu drehen, die es Normalverdienern nicht mehr ermöglichen, in ihren Quartieren zu wohnen, empfehle ich u.a. folgende Organisationen finanziell zu unterstützen. Schadet nicht, im Gegenteil, und man kann eines Tages den Arsch zukneifen und sagen, man hat was für die Menschen gemacht. Wie George Soros und andere globale Eliten vom Planet der Affen.

Die Reihenfolge gibt keine Wertung ab, die Organisationen stehen alle gleichberechtigt nebeneinander.

groups:

BesD Berufsverband Sexarbeit

ASWA

Desiree Alliance

sexworkersproject

NSWP

IUSW

ICRSE

English Collective of Prostitutes

Sex Worker Open University

Scarlett Alliance

DURBAR

Sangram

Red Umbrella Project

Swash

SWAAY

APNSW

Coyote

EMPOWER

Stella

STRASS

Scot Pep

SWAN


Ethik-Debatte UND ein Schirm ist aufgegangen

Da bin ich wieder! Zurück in Berlin. Allerdings gibt es wenig Neues hier zu berichten, ausser das noch eine wissensbasierte Ethik-Debatte um Sexarbeit aussteht. Die negative sozial-ethische Bewertung ändert sich ja nicht, solange solch eine Debatte gesellschaftlich nicht ernsthaft geführt wird. Hilft auch bei der Entwicklung vernünftiger Gesetze weiter. Ich hatte dies schon einmal hier angedeutet. Moralisiert wird zwar genug, aber um zu des Pudels Kern vorzudringen ist mehr notwenig als scheinheilige Empörung oder feministischer Extremismus.

Hab mittlerweile auch sämtliche Debatten, die derzeit hierzulande geführt werden, vernommen. Ich schliesse mich den Kritikern an, für die es keinen „Fall Brüderle“ gibt. Ja, es gibt viele Fälle, insofern finde ich den Aufschrei gut, hab mich eh gewundert, warum lange still gehalten wurde. Was sagen eigentlich die Karnevals- und Kegelklubschwestern dazu, die Männern ungefragt auf die Eier oder an die Krawatte gehen, am besten sturzbesoffen, damit der Sex auch richtig gut ist?

Vielleicht noch eine Debatte über ‚Sexwork und Sexismus‘ he he … evtl. würden dann auch Autoren endlich aufhören, Erfahrungsberichte zu schreiben, also die ohne Talent und Erfahrung. 😉

Und was jene mit Talent betrifft:  brauche ich dringend wieder einen Ritt mit einem Pferdchen oder Schweinchen. Freiwillige vor!

Hier ein kleiner Bildergruss von meiner letzten Reise.

copyright

copyright

Das beste kommt zum Schluss: das Foto ist der aufgehenden Sexworker Interessenvertretung in Deutschland gewidmet, die sich in Gründung befindet! Ich kann dort aufgrund ausserordentlicher Umstände nicht mitmischen und bin auch schon anderswo, als Beirätin im Bufas involviert. Ich kann so schlecht auf vielen Hochzeiten tanzen. Ich begrüsse diese Entwicklung und bin gespannt auf die Inhalte!

Wünsche euch allen eine schöne Woche, wenig Stress und viiiieeeel Entspannung!

Kiss


Butter bei die Fische V Öffentlichkeit (dt.)

Nachdem ich in meinem letzten Beitrag aktuelles aus der Mottenkiste hervorzaubern konnte, möchte ich mich kurz auf die Hard Facts im Zuge der öffentlichen Debatte um Prostitution stürzen. Ich werde auch noch einmal in englischer Übersetzung fabrizieren, weil hier mittlerweile 90 Länder mitlesen und nicht jeder spricht deutsch.

Unbestimmte Zahlen tatsächlicher Opfer lassen Spekulationen ins Kraut schiessen, aus denen ProstitutionsgegnerInnen seit Ewigkeiten für ihre durchsichtigen Interessen Kapital schlagen und zugleich konservativen Populismus nähren, die Öffentlichkeit durch Fehlinformation und Demagogie zum Narren halten. Bei der Suche nach Menschenhandelsopfern und im öffentlichen Diskurs werden im Regelfall SexarbeiterInnen, insbes. Migrantinnen markiert und diskriminiert, stigmatisiert und ihnen jedwede Handlungskompetenz und Selbstbestimmung abgesprochen. Ich würde so weit gehen, zu behaupten, dass es sich um einen Straftatbestand handelt und nach Strassburg und Den Haag zur weiteren Klärung gehört.
Voranstellen möchte ich, dass es sich einer Fehleinschätzung verdankt, wenn man glaubt, dass Prostitutionsgesetze oder Prostitutionsverbote SexarbeiterInnen schützen. Das Gegenteil ist international und erwiesenermassen der Fall und macht das Thema ungeheuer kompliziert. Hinzu kommt die Debatte um Menschenhandel und Prostitution, kein neues Thema in den letzten Jahrzehnten, aber zum Wahlkampfauftakt wie neu angerührt.

Die wichtigsten Fragen möchte ich hier in aller Kürze erörtern:
Was unterscheidet Sexarbeit von Zwangsprostitution? Freiheit und Unfreiheit bzw. Selbstbestimmung von Fremdbestimmung.

Sind SexarbeiterInnen alle Opfer, Opfer eines falschen Bewusstseins? Nein. ‚Falsches Bewusstsein‘ ist die Fortschreibung pseudo-marxistischer Kritik, die in den 70er Jahren stecken blieb, meist in den Köpfen, die ein ‚falsches Bewusstsein‘ behaupten und genauso abgeschmackt ist wie abgestandendes Bier.

Was bedeutet sog. „Einstiegshilfe“ und warum beschimpfen rechte Feministinnen Beratungsstellen für diese notwendige Arbeit?
Einstiegsberatung in diversen Fachberatungsstellen dient der Professionalisierung, d.h. der Beratung und zur Verfügungstellung von notwendigen Informationen rund um Sicherheit, Gesundheit, geschützte Arbeitsbedingungen. Viele Frauen konnten dadurch Plätze mit guten Arbeitsbedingungen finden. Ohne Beratung springt man ins kalte Wasser und entsprechend erhöht sich das Risiko, negative Erfahrungen zu machen, gerade weil der Run auf sog. „Anfängerinnen“ und ‚unwissende‘ besonders hoch ist. Dies wissen alle Kenner der Szene, nicht nur professionelle Damen mit Erfahrungswerten.

Gibt es Menschenhandel zum Zwecke der Ausbeutung und Sklaverei von Frauen, Männern und Kinder in der Prostitution?
Ja, aber die Zahlen schwanken zwischen den seit Einführung des Prostitutionsgesetzes ermittelten und seither gesunkenen Fallzahlen auf 640 Opfer in 2011, wovon 59% unter 21 Jährige sind. Hier liegen mir die Daten des BKA zum Bundeslagebericht Menschenhandel vor. Im öffentlichen Diskurs werden mal 11.000, 24.000 dann 200.000-400.000 als zahlenmässige Schätzung sog. Zwangsprostituierter angegeben. Hier steht wohl die multimedial seit Ewigkeiten verwertete Schätzung von 400.000 SexarbeiterInnen von vor 30 Jahren Pate, die ich nach meiner bisherigen Quellenlage nicht als seriös bewerte, davon ungeachtet die Entwicklungen der letzten 30 Jahre aussen vor lässt, hohe Fluktuation, Fly In/Fly Out also hochmobile Sexworker uvm. unberücksichtigt lässt und all jene mit kurzen Aufenthaltszeiten im Gewerbe.

Wie kann man Menschenhandel wirksam verfolgen? Woran scheitern Strafverfolgungsbehörden? Es fehlen den Ermittlungsbehörden objektive Kriterien für die Identifikation von Opfern, worauf ich in https://nuttenrepublik.wordpress.com/2012/10/11/iii-daten-fakten bereits hinwies.

Die Frage ist, wie erhöht man die Aussagebereitschaft von tatsächlichen Opfern?
Menschenhandelsbekämpfung ist auf Strafverfolgung fokussiert und nicht auf den Schutz der Menschenrechte. SexarbeiterInnen am Strassenstrich distanzieren sich von Hilfsangeboten im Zuge von Kriminalisierungspolitiken und führen zu einem Vertrauensverlust und damit zu weniger Sicherheit für sie, entsprechend sinkt die Aussagebereitschaft bei Gewalterfahrung.
Sämtliche SexarbeiterInnen werden durch polizeiliche Ermittlungen, auch bei Razzien eingeschüchtert, teils traumatisiert und verängstigt, auf der Suche nach Opfern schafft man neue und nimmt dies in Kauf, da der Druck auf die Strafverfolgung und Ermittlungsbehörden so ungeheuer gross ist, Opfer zu finden.
Je mehr sie im Nebel stochern, desto grösser wird das Gefühl der Ohnmacht auf beiden Seiten. Opfern von Menschenhandel, denen mit Abschiebung gedroht wird, werden erst recht nicht gegen Täter aussagen, hinzu kommt die Angst, als Sexarbeiterin im sozialen Umfeld geoutet zu werden, wenn man lediglich unter 21 Jahre alt ist und/oder in einem illegalisierten Umfeld arbeitet (Sperrbezirke etc.) oder aufgrund illegaler Einwanderung keinerlei Schutzrechte geniesst und quasi automatisch als Opfer von ‚Menschenhandel‘ wahrgenommen wird.

Welche Folgen haben Razzien und eine hohe Kontrolldichte?
Teilweise Traumatisierung, in jedem Fall Angst und kein Vertrauen in Strafverfolgungsbehörden; SexarbeiterInnen wenden sich in Notlagen oder im Fall, dass sie Zeuginnen von Verbrechen an anderen Sexworkern wenden, dann eher nicht an die Polizei.

Was bedeutet Ausbeutung in der Sexarbeit?
Verschiedenes. Ausbeutung durch Viktimisierung, d.h. jemanden in eine Opferrolle drängen und sie darauf festnageln, indem Prostitutionsgegner und Helferlein finanziell und emotional an der Erniedrigung von SexarbeiterInnen verdienen, ihnen Selbstbestimmung und Handlungskompetenzen absprechen. Also für unmündig erklären.
Tatsächlich erlebt man diese Ohnmacht in der Zuschreibung als Opfer und wehrt ab, selbst wenn man kein Opfer ist, so wird man doch dazu gemacht bzw. durch Abschiebung oder wie es internationale Praxis ist, durch Zwangsrettung, Internierung in ‚Besserungsanstalten‘ und Zwangsumschulung in Niedrig-Lohn-Jobs zu sklavereiähnlichen Konditionen, wo allein Produzenten und Zwischenhändler in der Wertschöpfungskette verdienen (z.B. internationale Textilindustrie mit Werkbänken in Asien u.a.).
Opferrolle steht entgegengesetzt zu tatsächlichen Opfern von Sklaverei, denen durch solche Zuschreibungen und Massnahmen am wenigsten geholfen ist. Sie werden in einer Notlage eher nicht den Kontakt zu möglichen Helfern suchen (z.B. Kunden) bzw. fehlt es an mehrsprachigen Informationen allerorts, an wen man sich vertrauensvoll wenden kann und wo keine ‚be/wertende‘ Beratung und echte Hilfeleistung stattfindet. Es ist also nicht nur die Angst vor stigmatisierender Bewertung und/oder Ausweisung, die Sexworker in den Untergrund treibt und sich damit potentieller Hilfeleistung entziehen und ihr Arbeiten gefährlicher macht. Die Helfer-Industrie gedeiht aus der Vermischung von Opfern und Opferrolle und den echten Opfern ist damit am allerwenigsten geholfen.

Das bedeutet auch, die Tatsachen zu verkennen, dass manche SexarbeiterInnen wie andere Menschen in dieser Gesellschaft auch, die Gewalt oder Misshandlung/Missbrauch erlebt haben, die Möglichkeit abzusprechen, selbstbestimmt zu handeln und für alle Zeiten auf einen Opfer-Status festgelegt zu werden. Jede Person verarbeitet Gewalterfahrungen anders und der unerschütterliche Selbstbehauptungswille führt bei den meisten Menschen dazu, ein gelingendes Leben führen zu können. Opfer zu werden ist kein berufseigenes Risiko von Sexarbeit, ausser wenn Kriminalisierungspolitiken zu einem gefährlicheren Arbeitsumfeld führen. Davon abgesehen, ist die strukturelle Gewalt ein Kennzeichen jeder Gesellschaft und die Ursachen in Augenschein zu nehmen und Veränderungen einzuleiten ist gesellschaftliche Aufgabe. Dazu gehören auch Geschlechterbilder, Machtverhältnisse und eine gesellschaftliche Moral, die den Selbstbehauptungswillen und die Freiheit des einzelnen beschränkt.

Ausbeutung bedeutet auch, wenn man vom Verdienst seiner Arbeit kein menschenwürdiges Leben bestreiten kann oder die Arbeitsbedingungen menschenunwürdig sind; dies trifft mittlerweile auf grosse Teile der Bevölkerung in unterschiedlichen Branchen zu und führt zu sozialer Ungleichheit und Kämpfen. Auch dieser Kampf um Wettbewerbsvorteile spiegelt sich im Sexbiz wieder.

Ausbeutung bedeutet nicht, bezahlte Dienstleistungen von Vermittlungsleistungen auch zwischen 30-50% in Anspruch zu nehmen, wenn man in diese Konditionen einwilligt, die dazu dienen sollen, ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen, für Bedingungen zu zahlen, um den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu fördern.

Ausbeutung und Zuhälterei bedeutet auch, wenn SexarbeiterInnen gegen ihren Willen zum Verbleib im Biz gezwungen werden bspw. genötigt werden, i.e. durch Erpressung mit Outing und das bedeutet mit der Vernichtung ihrer sozialen Existenz gedroht oder auf dem Spiel steht, immer wenn gegen ihre Persönlichkeitsrechte und sexuelle Selbstbestimmung verstossen wird. Und hier muss sich die Helfer-Industrie einreihen, wenn sie international an Rahmenbedingungen mitwirkt, die den SexarbeiterInnen und ihrer Selbstbestimmung nicht nützen, sondern schaden und gefährden und sie lebensgefährlichen Situationen aussetzt.

Was bedeutet Politik der einschränkenden Nachfrage?
Hier liegt der Irrtum zugrunde, dass man durch Prostitutionsverbote oder Kriminalisierung der Kunden die Prostitution zum Verschwinden bringt der logische Kurzschluss, dass es mit Verboten keine Opfer mehr gäbe.

Welche Auswirkung hat Kriminalisierung von Kunden, eine Forderung, die europaweit erschallt (z.B. EWL)?
Opfer trauen sich nicht mehr, sich in Not an einen Kunden zu wenden, der noch dazu mit Strafverfolgung zu rechnen hat; Aussagebereitschaft der SexarbeiterInnen sinkt, wenn sie mit Gewalt konfrontiert werden; Gewalt gegenüber SexarbeiterInnen erhöht sich mit Kriminalisierungspolitiken (Erfahrungen aus Norwegen und Schweden, wo dieses Modell in Kraft ist; siehe auch dazu:

http://rightswork.org/wp-content/uploads/2012/04/Issue-Paper-4.pdf

http://feministcurrent.com/7038/new-research-shows-violence-decreases-under-nordic-model-why-the-radio-silence

in reference to this article https://feministire.wordpress.com/2013/01/24/no-new-research-does-not-show-that-violence-decreases-under-the-nordic-model/

http://www.opensocietyfoundations.org/events/ending-demand-end-sex-trafficking-does-it-work

http://www.thelocal.no/page/view/rip-up-prostitution-law-says-top-oslo-politician#.UOW4Vo7Hfp4 sowie

http://feministire.wordpress.com/2012/07/01/the-oslo-report-on-violence-against-sex-workers/

!!!

http://www.nswp.org/news-story/nswp-statement-reponse-ewl-call-prostitution-free-europe

 

http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2013/mar/12/who-speaks-for-women-work-adult-industry

 

Wie kann man helfen, die Arbeitsbedingungen für SexarbeiterInnen gesund und sicher zu machen?

– Stigma bekämpfen
– Selbstbehauptung durch Entkriminalisierung der Sexarbeit stärken
– Menschenrechte der SexarbeiterInnen zu schützen: menschenrechtswidrig handelt, wer SexarbeiterInnen Selbstbestimmung, auch sexuelle Selbstbestimmung abspricht. Wer bspw. als Feministin im Namen von Frauenrechten spricht, ohne die Menschenrechte von Sexworkern zu würdigen und anzuerkennen, weiss nicht wovon sie spricht und wird in der Aussenwahrnehmung auch so wahrgenommen. Als gefährlich oder irre, genauso wie Gewalttäter.

Anti-Menschenhandels-Politiken sind mit strikteren Grenzkontrollen und Einreisebestimmungen verbunden, die widerum Bürgerwehren in ihrem Ressentiment gegen Ausländer bestärken und sich umso stärker bemühen diese ‚Illegalen‘ aufzuspüren. Je schwieriger es ist, sich legal zu bewegen und zu arbeiten, umso mehr benötigen SexarbeiterInnen die Unterstützung von Vermittlern und macht sie für Ausbeutung anfälliger.

Die Vermischung von Menschenhandel und Sexarbeit führt zu Fahndungskriterien/Raster ethnischer Zugehörigkeit und führt zu verstärkten Razzien und Kontrollen in Arbeitsstätten, eben aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit.

Ressourcen von Sexworker-Interessenvertretern werden durch die permanente Auseinandersetzung mit Prostitutionsgegnern absorbiert, anstatt sich effizienter für die Wahrung der Menschenrechte der SexarbeiterInnen einsetzen zu können, noch dazu, wo personelle, zeitliche und finanzielle Ressourcen sehr knapp bemessen sind, im Gegensatz zur Helfer-Industrie, in die sämtliche Spenden und öffentlichen Gelder abwandern.

Empfehlung: daher sollten sich InteressenvertreterInnen von SexarbeiterInnen aus der Anti-Menschenhandelskampagne fern halten, besser alle Kräfte mobilisieren, um an besseren und nicht ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und des Zugangs zur Rechteverwirklichung für SexarbeiterInnen mitzuarbeiten.

„Die Vermischung von Menschenhandel und Sexarbeit bietet sowohl ProstitutionsgegnerInnen als auch Ausländerfeinden und Einwanderungsgegnern Munition. Prostitutionsgegner nutzen die Anti-Menschenhandels-Rhetorik, um Sexarbeit zu verbieten; die Einwanderungsgegner, um Einreisebeschränkungen zu verschärfen. Die Vermischung führt in der öffentlichen Meinung zu einem Verständnis, dass alle SexarbeiterInnen Opfer von Ausbeutung sind und Sexarbeit generell Ausbeutung bedeutet. Wenn SexarbeiterInnen ihr Stellenwert als ArbeiterInnen abgesprochen wird, sind sie von der Solidargemeinschaft ausgeschlossen und der anzuerkennenden Wertschätzung an ihrem Anteil der wirtschaftlichen Entwicklung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Damit wird der Sexarbeit der Wert ihrer Arbeit aberkannt, damit auch Schutz, Rechte- und Arbeitsschutz, auf denen andere Beschäftigte oder Arbeiter rechtmässig einen Anspruch haben“.
Alle Massnahmen, die nach dem Teile & Herrsche Prinzip eben nicht dazu beitragen, sondern genau das unterlaufen, sind auf den Prüfstand zu stellen.

Obiges Zitat und die folgenden Empfehlungen sind Übersetzungen von mir aus der Conclusio des NSWP Briefing Papers „sexwork is not trafficking“, http://www.nswp.org/sites/nswp.org/files/SW%20is%20Not%20Trafficking.pdf

Empfehlungen für Politik- und Strategieplanung:

Forderung der Entkriminalisierung von Sexarbeit, d.h. Abschaffung aller Sonderverordnungen, die Sexarbeit kriminalisieren und verbieten, Gesetze und Steuern, die sie nicht gleichberechtigt neben anderen Berufstätigkeiten behandeln (gleiche soziale Rechte wie in anderen Erwerbstätigkeiten mit berufsspezifischen Herausforderungen)

Beendigung aller Massnahmen wie Razzien oder Rettungsmassnahmen, die speziell auf MigrantInnen in der Sexarbeit abzielen

Etablierung von Expertengruppen, die alle Interessenvertreter umfassen (Runde Tische in einigen Bundesländern gibt es bereits, mit ausgearbeiteten Leitlinien, vieles davon ist sinnvoll und muss ausgearbeitet werden, Runder Tisch NRW, Runder Tisch Hamburg etc.), um gemeinschaftliche Lösungen zu erarbeiten und nicht kurz-, sondern langfristig umzusetzen

Regionale Unterschiede und Arbeitssituationen von Sexworkern anerkennen und einbeziehen

Bereitstellung von Ressourcen für Sexarbeiter-Gruppen, um bessere Arbeitsbedingungen herzustellen

Gewährleistung, dass Ressourcen, die in Migrationsarbeit fliessen, mit migrantischen Sexarbeiter-Gruppen geteilt werden und Forschungsprojekte über Migration auch Migration in die Sexarbeit beinhalten

Zivilgesellschaftliche Forderungen:

alle Aktionen von SexarbeiterInnen unterstützen, die ihre Arbeitsbedingungen verbessern

alle Allianzen zwischen Netzwerken aus SexarbeiterInnen mit anderen gesellschaftlichen Netzwerken stärken und unterstützen

Bereitstellung von Räumen für SexarbeiterInnen zum Treffen und Austausch über ihre Arbeit, Organisation und Erfahrungen

vertiefende Empfehlungen von mir https://nuttenrepublik.wordpress.com/2012/10/13/v-handlungsempfehlungen/

Quellen:
http://www.sexworkersproject.org/downloads/swp-2009-raids-and-trafficking-report.pdf
http://www.lauraagustin.com/kindle-nook-and-kobo-sex-at-the-margins-is-an-ebook
http://www.opensocietyfoundations.org/events/ending-demand-end-sex-trafficking-does-it-work


Butter bei die Fische IV 2005/2012 (engl.)

The Human Trafficking Conspiracy

An information leaflet provided by the German Working Group on Law and Prostitution

Nuremberg, 14 March 2005

There is no such thing as ‘forced prostitution’. Prostitution is a voluntary sexual service which requires a contract agreed between two business partners. If no such agreement has been made, then this is not prostitution, but forced sexuality, and thus, sexualised violence.

Around the world, many people migrate to different countries to earn their living, some of them to earn their living through prostitution. This migration is part of the globalisation process. Often, it is women who take this route, in order to secure their own survival and that of their families. They work in households, in restaurants and bars, in nursing care – and in prostitution. For these women, it is difficult to cross national borders and find ways of entering their target countries. Given this situation, they are dependent on the help of others. If women in this situation are robbed of their liberty and forced to carry out sexual services for third parties, this is not prostitution, and thus, it is not ‘forced prostitution’, but a violent crime.

The majority of migrants work under difficult conditions because of their illegal status with regard to labour and immigration laws. However, most of them are not subject to physical and psychological violence

The figures propounded by German publications ranging from the Frankfurter Allgemeine Rundschau to the feminist magazine Emma, which suggest that there are up to 140,000 women in ‘forced prostitution’ in Germany, are greatly exaggerated; there is no foundation for these figures and they cannot be taken seriously. The experiences gained by organisations active in this area – advisory centres and the police – suggest that the number of victims is much lower. The Federal Criminal Police Office, for example, suggests that in 2003, there were 1,235 victims in Germany.

Any victim of sexualised violence is one victim too many. But violence towards migrants must not be used and misused for the purposes of political electioneering. Blurring the boundaries between human trafficking, prostitution and violence is an attempt to create a political climate in which it will be easier to prevent labour migration and immigration. Simultaneously, the entire prostitution industry is vilified and defamed as a font of violence and a refuge for violent criminals.

Populist absurdities such as the debate surrounding criminalising the clients of prostitution, the deletion of parts of the Prostitution Act, or making it more difficult for women in third countries to immigrate to Germany all promote anti-foreigner sentiment. This will not prevent violence, nor will it help the victims. On the contrary, it makes the conditions which migrants have to endure more difficult and blocks improvements to working conditions in prostitution.

Electioneering that exploits prostitutes, migrants and the victims of violent crimes is cynical and callous. Those who truly wish to tackle human trafficking must ensure that legal options for labour migration are created – including migration in order to work in prostitution.

Amnesty for Women, Hamburg/TAMPEP-Germany􏰀BSD/ Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen, Berlin􏰀 Context, Berlin + Frankfurt am Main􏰀Highlights, Berlin􏰀Hydra, Berlin􏰀Kassandra, Nürnberg􏰀Madonna, Bochum 􏰀Mimikry, Munich􏰀Nitribitt, Bremen

source (German): http://www.koopkoma.de/DOKUMENTE/Das%20Menschenhandelskomplott%202005.pdf

 

appendix:

2012 some orgs and numbers changed

upcoming: German Prostitution Law Reform & public debate (sorry, a bit delay because of hangover)


Best of 2012

Best I ve heard in 2012 „Hello, i m … i was working for a feminist organisation and we fought for the criminalisation of clients. And i want to say: I m sorry. I was wrong. Your event made me change my mind. Completely. I am sorry.“
Where? At Glasgow SWOU event 17 dec 2012, I joined to meet my folks and to read my poem on the 17th. Thanks to Luca & Molly for organising and all the fantastic people who joined this event.


Butter bei die Fische III (engl.)

Sex Work and the Law in Germany: types of regulation and some recommendations – to the best of my knowledge and belief
(German Law Reform and public debate upcoming IV)

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Federal Law on Prostitution since 2002 http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/prostitutionsgesetz/pdf/09.pdf
made by former government of the Social Democratic Party (SPD) and the Green Party (Die Grünen)
tiny law with only 3. Articles
idea: to fill the lack of rights of sex workers

objectives:
Article 1:
repeals the stipulation that sex work is unconscionable
distinguish enterprise from criminal operations
Article 2: changes of penal code regarding §180a, §181a StGB ‘pimping and exploitation’
Art. 3: Limited decisional authority of managers does not oppose to a beginning of work with the benefit of social insurance


improve social reputation of sex workers, removal of stigma
„remove all impediments of sex worker employment (…) to allow them to be subject to and benefit from social insurance contributions“
see R. Pates, 2012 http://resources.metapress.com/pdf-preview.axd?code=lx2gm55uq32p1622&size=largest
regulates labor rights of sex workers: the contractual relationship of selling sex between sex workers and clients, earning suable
federal law offers self-employed sex work and legal opportunity to introduce work contracts with social insurance between sex workers and managers

Realities & Recommendations

States=Länder (16 federal states) failed to implement and adjust the guidelines properly on the regional and local levels resp. states (Länder) ignore the Federal law, undermined by local/regional regulations; local sex workers and allies expertise is needed to consult and support its implementation, considering local and regional characteristics of the trade

cancellation of Article 2:
Penal Code is sufficient to prosecute these crimes, must not state in this Federal law on prostitution, promotes stigma: ‘prostitution’ is related to crime and no recognition of sex work as work.
Sex work is work and genuinely no crime and the Federal law on prostitution must not link crime with work.

Reality shows that almost no or just very few sex workers (no exact numbers) took advantage of this opportunity to sign work contracts as an option, maybe the legislator was not well aware of the strong ‘nature’ of sex work as genuine self employed and self determined work. The legislator compared sex work as work („perfunctory“ analogy to other work, Pates, 2012) but with an understanding of work as “wage labour” (fordism).
Managers as employers with limited decisional authority have one foot in prison while still offer good labor conditions i.e. for people under 21 yrs, provision of drivers and other services to improve working conditions. Reality shows that provision of better working conditions often seen by authorities as commercial promotion of sex work, followed by a strict interpretation of § 232 (trafficking) StGb (=Penal Law) of law enforcement. As a consequence you can see that sex workers under 21yrs work have only the option to work self-employed and alone in streets or flats; if they are looking for safer work conditions and are not allowed to work from a brothel there is still a demand for protection for many and makes it easier for pimps and/or other dependencies.

Ten years later sex work is still regarded as an immoral offense as you can read in (controversial) literature and jurisdiction.

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Criminal Law

Penal Code – StGB §180a and 181a (pimping) and trafficking §232, §233 for purpose of sexual exploitation (in addition to labour exploitation – StGB §232 – considers trafficking to bring persons under the age of 21 into prostitution (without force or violence)
Legal age to work in prostitution as self-employed is 18 years.

StGB §184e 184f prohibits prostitution at special times or places near schools or other places frequented by minors and criminalise the practice of sex work (as ‚voluntery prostitution‘)
EGStGB §297 authorise the Länder (16 federal states) to install “prostitution free zones” (Sperrgebiete) to protect the youth and the “public decency” (öffentlicher Anstand): E.g. ‚Kontaktverbotsverordnungen‘ prohibit communicating and soliciting for the purposes of prostitution in public (sex workers and clients will be fined) in Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Düsseldorf, Köln, Bonn, Frankfurt/Main, Leipzig, Hamburg.
This law also legimise to introduce municipal and provincial laws to prohibit prostitution in towns with smaller populations than 30.000-50.000. Varies among municipalities.

Realities & Recommendations

Sex Workers under 21 are usually not allowed to work in brothels, agencies (managers would have to prove that the person has worked in sex work before starting work from a brothel or an agency and its hardly to prove); consequently they are enforced to work alone and independently without professional support or advice from elder collegues. Calling sex workers under 21 as “victims of trafficking” violate their protection from discrimination and sexual self-determination. It also stands in opposition to the principle of equality (Gleichbehandlungsgrundsatz Antidiskriminierungsgesetz AGG), the prohibition of discrimination (Art. 3 GG) and free choice of employment (Art. 12 GG) in the Basic Law (GG=Grundgesetz, provisional constitution)



These paragraphs insinuade a natural link between sex work and crime (trafficking) and discriminate sex workers. These laws are always to legitimise raids and brothels are constantly are under suspicion.


To force someone into prostitution or any other economies should be considered slavery and not trafficking. Because the term ‘trafficking’ become an interest-led public definition to discriminate all sex workers and migrants, mobile workers, who work in the trade and within a transnational economy that requires to cross borders to make an income and a living away from home. Mobile workers are genuinly “not trafficked” and “prostituted” (another term appeared on this horizon) if they work legally or illegally to make a living. Work always implies self-determination and agency among options and needs.

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Administrative Law:

Federal Building Code (Baugesetz/Baurecht)
local planning & building legislation regulates respectively prohibits prostitution in residential areas and mix used areas for business and housing, defines “prostitution-free” zones (Sperrgebiete). Except Berlin and Rostock … most of all German cities have zoning areas or currently define new areas (at least Dortmund, now Augsburg).
source: https://docs.google.com/spreadsheet/ccc?key=0AhBymvNPNdmXdFlEbk95X1hmMF9ZS0UxMzluaGxBa2c#gid=3


Trade law comes not with prostitution but handled like trade by tax authorities who decide on the local level if a service provider needs to apply for a trade license or tax number registration is sufficient to work legally. It varies from city to city, also within the same federal state.


Law on regulatory offences (Ordnungswidrigkeitengesetz) OWiG §119, §120 prohibits prostitution at special places and times, advertisement for selling sex
Different judgements in jurisdiction regarding advertisement for sexual services: at least in 2006 ads judged lawfully.

Realities & Recommendations

All zoning restrictions must be abolished. Sex Work should be regulated as other businesses and entrepreneurship. 

Local planning laws use the term “milieu” linked to brothels (cultural understanding of “Milieu” is defined by crime, pimping, low life setting), identifies all managers with criminals and pimps.
It should not be automatically assumed that brothels come together with “milieu”, as stated in building law (Baurecht). Brothels should be considered as other businesses.


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Public Health Law

German “Infection Protection Act” (“Infektionsschutzgesetz”) from 2000 (administrative law) abolished mandatory testing and promotes education and to take use from free and anonymous health checks, accessible and available at local health authorities, mostly in cities.


The Southern federal state Bavaria maintains a regulation to prohibit condom free sexual services (“Bayerische Hygieneverordnung”, §6), controlled by under-cover policemen and agent provocateurs who check out advertisments for services without condom. They also check and control service providers by pretending to be clients who ask for services without condom. Fines to be paid if they confirm.



According to the Infection Protection Act the Bavarian order refers to the legal situation before 2000 (before the amendment of “Bundesseuchengesetz”)
The Bavarian State Ministry for environment, health and consumer protection represents a different legal opinion than the supreme legislator and ignores Federal law.

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Labour and Employment law

No regulation of prostitution by labour and employment laws. The Prostitution law declares “limited authority” of managers to give directions” (“eingeschränktes Weisungsrecht”).



The prostitution law is currently revised by Federal Ministry of Family, Senior Citizens, Women and Youth (BMFSFJ).

Recommendation:
Ministry signals heteronormativity, gender identities not taken into consideration; obviously no awareness of the diversity of people working in the trade.
Prostitution should be renamed as Sex Work and regulated under labour and trade laws.


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Immigration Law

‘Illegal’ immigrants, asylum seekers and tourists are not allowed to work within the European Union. European law guarantees free movement for European citizens on the continent, with restrictions for people from Romania and Bulgaria who are not allowed to work apart from being self-employed until 31.12.2013. The European expansion is followed by an integration process in time and to protect and exclude EU-citizens from national job markets; at least Romania and Bulgaria become member states in 2007; from 2014 also Bulgarians and Romanians are able to sign work contracts as employees within all EU-member states.
There is an opportunity to apply for work visa for Non-EU citizens and employers must prove their efforts to find staff on the local and national job markets before employ citizens from non-EU-member states. This regulation is not applied in the sex industry, because ‘prostitution’ is not handled like other businesses.

Discriminatory clause in Immigration Law (“Aufenthaltsgesetz”, AufenthG, §55, Abs. 2, Satz 3): foreigners may be evicted and deported if they violate any legal rule concerning prostitution, e.g. working in prohibition zones (“Gewerbsunzucht”, i.e. “commercial fornication” instead of sex work). Migrants without tax numbers and working from prohibition zones may be evicted and deported to their countries of origin, also EU-members. 

Victims of ‘trafficking’ are evicted except they give evidence against their ‘traffickers’.



Realities & Recommendations:

The European Union exists of 27 member states but citizens are not treated equally.
People migrate to different countries in Europe and around the world to earn a living, must not been restricted.
The European Union is not able to impose sanctions against member states who allow and support human rights violations i.e. against its cultural minorities like Roma people who are discriminated and face violence in their home countries, areas of settlement all-over Europe.

Work visa for Non-EU-citizens to work in the trade must be more accessible.
Legal rights withheld on the local level, particularly of migrants. Access to health services not guaranteed. Support from social workers together with lawyers necessary to claim their legal rights. Success depends from strenghts and personal engagement of social workers, groups who dominantly advocate sex workers human rights.
The tax registration process must be also more accessible. Processing of tax declarations for sex workers with migrant backgrounds take sometimes 2-3 years and is a discriminatory practice.

All discriminatory clauses must be cancelled.

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Tax Law

Sex workers underlie all laws of taxation and need to register with a tax identification number.
To make it easier to collect taxes municipal authorities introduce the option of paying a daily flat tax beyond real income. The daily flat tax differs from work setting, collected by managers of brothels against receipts to declare. Officially introduced as an easier “option” to join tax procedure (“Düsseldorfer Verfahren”) it irritates so many sex workers who think paying daily taxes they can work legal and anonymous (without registration and tax declaration). That means if they cannot prove their payments with receipts because they didnt get informed properly and miss to register and declare they are suspicious with tax evasion and retrospective refunds.
Many cities charge differently between 20-30€ for a daily flat tax/working day, while street based sex workers in the City of Bonn must pay 6€ at the beginning of their night shift (working hours are defined in permission zones). Bonn installed an automatic dispenser to pay the nightly tax with receipt.

other special taxes: beside Income Tax, Sales Tax and Business Tax some cities ask for “entertainment taxes” for special venues sex workers work from (“Vergnügungssteuer”, „Sex Steuer“ paid by sex workers (e.g. 6€) on a daily basis or brothel managers where guests and sex workers pay entrance fees (3€ per square metre) e.g. Cologne.

recommendation:
All special taxes referred to sex work must be abolished. There is no need to treat the sex trade in tax law different from any other businesses.

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Provincial/State Laws

Different “police laws” (Polizeigesetze) of federal states (Länder) allow raids in brothels and flats
police and regulatory law sovereignty of the Länder http://www.freiersein.de/information/polizei-ordnungsrecht.php

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Local/Municipal Laws

as described above EGStGB, Art. 297; StGB §184e, the implementation of zoning areas is created by municipal orders

recommendations:
All prohibition zones must be abolished as well as special taxes and any other special regulations; a variety of safe & secure work settings from whom sex workers can chose freely must be assured.
To make street work safer cities should provide communal houses and safer work environments within urban infrastructures connected to social & health services and effective outreach (incl. virtual outreach).

upcoming: IV Prostitution and Law Reform, incl. public debate around trafficking