17. Dezember

Ein Tag, den keiner kennt

Wir beobachten und registrieren gewalttätige bis mörderische Übergriffe auf Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene, die uns per Newsticker allwöchentlich, manchmal alltäglich erreichen. Bei internationalen Veranstaltungen engagierter SexarbeiterInnen wird regelmässig all jener Frauen, Männer, Trans*Frauen in allen Sparten des Gewerbes gedacht – ob Escort, Callgirls, Strassenstrich, in Bordell oder Parlour arbeitende Frauen, ob Callboys, Trans*Frauen -, die bei Ausübung ihres Jobs gewalttätigen und/oder diskriminierend verbalen Übergriffen ausgesetzt sind, bis hin zu physischen Übergriffen mit Todesfolge, Mord. Alljährlicher Gedenktag der International Sexwork Rights Movement ist der 17. Dezember.

Die Risiken der gesellschaftlichen Konsumption sexueller Dienstleistungen tragen üblicherweise die Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen allein; trotz der durch das deutsche Prostitutionsgesetz anerkanntermassen legalisierten Dienstleistung ist die Arbeitswelt und das soziale Umfeld praktisch auch weiterhin von penetranter Diskriminierung, Stigmatisierung und Kriminalisierung durchdrungen.

Die grundlegenden Menschenrechte, u.a. die körperliche Unversehrtheit, werden durch gewalttätige Übergriffe und alltägliche Diskriminierung und Stigmatisierung regelmässig und massiv verletzt; aufgrund ihrer Mehrfachidentitäten als Sexarbeiterin und ggf. Migrantin, haben es Trans*Frauen noch schwerer als andere Sexarbeiterinnen und werden regelmässig Opfer transphober Gewalt, wie es zuletzt im Messerangriff in der Nacht vom 5. auf den 6. August 2009 an der Ecke Froben- und Bülowstraße gipfelte. Sowohl vor als auch nach diesem Mordanschlag haben Gruppen junger Männer aus der Nachbarschaft Frauen und Trans*Frauen beleidigt, mit Eisenstangen, Baseballschlägern, Flaschen und anderen Gegenständen bedroht und seitdem weitere Menschen leicht, zum Teil aber auch sehr schwer verletzt.Die Menschenrechte von SexarbeiterInnen sind Bestandteil der universellen Menschenrechte; individuelle Freiheit bedeutet im Zusammenhang mit dem sexuellen Selbstbestimmungsrecht, dass Individuen frei über die Bedingungen einer sexuellen Begegnung entscheiden können, solange die Grenzen und die Interessen Dritter nicht beeinträchtigt werden. Die Prostitution fällt in Deutschland wie jede andere auf Dauer angelegte Tätigkeit zur Schaffung und Erhaltung einer Lebensgrundlage unter die Art. 12 Abs. 1 des Grundgesetzes“

Das Problem sehe ich eher darin, dass auf Grund des hart umkämpften Marktes und der bisweilen in diesem Metier herrschenden „rauhen Sitten“ immer noch viele „halbseidene“ Agenturen – oder auch etwas unvorsichtige Independents – auf die Erhebung und Überprüfung der Stammdaten eines Klienten verzichten, da sie sich hieraus einen Wettbewerbsvorteil versprechen. Das legitime Interesse der Escorts an bestmöglichen Schutzvorkehrungen wird bewusst der Profitmaximierung untergeordnet. Dieser „Raubtierkapitalismus“ zu Lasten der vermittelten Damen ist nicht zuletzt deshalb möglich, weil die mit dem Prostitutionsgesetz beabsichtigte Emanzipation des Gewerbes vom Schmuddel-Image der „klassischen“ Rotlichtszene und der Halblegalität leider nur bedingt gelungen ist und z.B. nur wenig Sexarbeiterinnen gewerkschaftlich organisiert sind (obwohl Ver.di eigens eine Sektion Sexarbeit – „besondere Dienstleistungen/Arbeitsplatz Prostitution“ – eingerichtet hat). 

Nicht nur wegen vermeintlicher finanzieller Nachteile, auch wegen des weiterhin geringen gesellschaftlichen Ansehens bevorzugen die meisten in der Sexarbeit tätigen Frauen immer noch die Anonymität, was wiederum den Profitinteressen verantwortungsloser Agenturen in die gierigen Hände spielt.

Letztlich sind diese unschönen Begleiterscheinungen natürlich eine Folge der völlig antiquierten gesellschaftlichen Diskreditierung und Tabuisierung kommerzieller Erotik, wodurch das Entstehen kriminell anfälliger Grauzonen zumindest begünstigt, wenn nicht sogar überhaupt erst ermöglicht wird. Dieser Zusammenhang ist mittlerweile ein soziologischer Allgemeinplatz, weshalb es eigentlich unverständlich anmutet, warum bisher nur in den Niederlanden (und in Ansätzen auch mit dem. sog. Prostitutionsgesetz der vormaligen rot-grünen Bundesregierung) die längst überfällige Legalisierung und soziale und rechtliche Absicherung von SexarbeiterInnen in die gesellschaftliche Wirklichkeit umgesetzt wurde. Man darf aber eben nicht verkennen, dass es auch erhebliche Widerstände gegen eine Liberalisierung gibt und es nicht (mehr) vorrangig politisch konservative oder kirchliche Kreise sind, die diesen Widerstand forcieren, sondern dem gesellschaftlichen Fortschritt derzeit die größte Gefahr durch eine merkwürdige Zweckallianz aus calvinistisch-pietistisch geprägten Puristen und radikal-feministischen Lobbies droht, wie die Fehlentwicklung in Schweden zeigt. Vordergründig geht es dabei um das zweifellos hehre und unstrittige Ziel der Bekämpfung von Zwangsprostitutiion und Menschenhandel, aber treibendes Motiv der ProstitutionsgegnerInnen ist letztlich eine aus einer verfehlten Rezeption und Tradierung der europäischen Romantik resultierende Überzeugung, wonach jede Sexualität, die weder der Fortpflanzung dient noch die physische Manifestation einer singulären seelischen Bindung (= Sex als Ergebnis von romantischer Liebe) darstellt, verwerflich und „schmutzig“ sei. Wie man am Fallbeispiel Schweden idealtypisch nachvollziehen kann, wird daraus die Überzeugung abgeleitet, dass jede Form des Tauschhandels Sex gegen Geld eine Entwürdigung der diese Dienstleistung anbietenden Frau darstelle und daher verboten werden müsse. Dass Frauen diese Tätigkeit größtenteils freiwillig ausüben, sich teilweise bewusst hierfür entschieden und andere Alternativen der Erwerbsgrundlage verworfen haben, wird in der schwedischen Studie, die zur gesetzlichen Freierkriminalierung geführt hat, ebenso geleugnet wie die Existenz schwuler Prostitution schlichtweg negiert wird (weil nicht in das Schema „Mann unterdrückt Frau“ passend). Natürlich gab es auch in Schweden anfangs massive Kritik, aber den Lobbyisten gelang es, diese beharrlich zum Schweigen zu bringen, indem den widersprechenden Frauen Verrat an ihren Geschlechtsgenossinen und den Männern primitivster Sexismus unterstellt wurde, was nach einiger Zeit die meisten Kritiker „weich kochte“ und resignierend verstummen ließt. Tja, SO wird halt erfolgreiche Politik gemacht ;

es ist „moralisches Fundament“ dieser insoweit reaktionären Kräfte, dass körperliche Lust, Sexualität, Extase dem „heiligen Bund“ der Ehe vorbehalten bleiben sollten, mindestens aber Sexualität, Liebe, Treue und Partnerschaft ein untrennbares Amalgam bilden müssten. 

Wir Sexarbeiter sind nicht das Problem. Wir sind Teil der Lösung. Dazu verlangen wir sichere, anerkannte und faire Arbeits- und Lebensbedingungen und öffentliche Anerkennung und Unterstützung zum Aufbau einer eigenen gewerkschaftlichen Standesvertretung.

Ein Tag, den keiner kennt 

Man liest von den Tätern in der Zeitung und es klingt wie ein Kriminalroman … Gewalt gegen SexarbeiterInnen ist eine – mitunter tödliche – Realität und auch die Opfer haben Namen! 

Über Prostitution zu sprechen ist schwierig. Man tuschelt augenzwinkernd über das „älteste Gewerbe der Welt“, sorgt sich stirnrunzelnd über Zwangsprostitution – Sexarbeit als Dienstleistung selbständig arbeitender Frauen zu sehen, passt nicht ins Bild. 

Am Freitag jährt sich zum siebten Mal der von Dr. Annie Sprinkle in den USA ausgerufene Gedenktag, der den Sexarbeitern und Sexarbeiterinnen in aller Welt gedenkt, die in 

Ausübung ihres Jobs Gewalt erfahren, auch zu Tode kommen. Zur konkreten Kundengewalt gesellt sich die strukturelle Gewalt durch staatliche Behörden, Polizeigewalt, aber auch das Stigma, das viele in die soziale Isolation treibt. Der Gedenktag ist zugleich mit der Aufforderung verbunden, diese Gewalt zu stoppen. 

Ständige Kontrollen, Arbeitsverbote, Abschiebungen, Missachtungen des Datenschutzes, Verletzungen der Privatsphäre, beleidigende und herabwürdigende Behandlungen sind 

Ausdruck dieser gefährlichen Haltung, die den Schutz der Rechte von SexarbeiterInnen vernachlässigt. Es gibt in einigen Städten Europas regelrechte Gewaltausbrüche. Die brutalen Angriffe auf Sexarbeiterinnen, alleine in Österreich

haben sie in den vergangenen Monaten in erschreckender Weise zugenommen, verdeutlichen die dramatischen Konsequenzen der gesellschaftlichen Abwertung und rechtlichen Diskriminierung. SexarbeiterInnen werden Pflichten aufgebürdet, ihre Rechte werden aber ignoriert und durch die gesetzliche Regelung und ihre Umsetzung verletzt. 

Die allgegenwärtige Doppelmoral im Umgang mit Sexarbeitern, deren Dienste gerne in Anspruch genommen werden, ist Ausdruck einergesellschaftlichen und politischen 

Diskriminierung von SexarbeiterInnen, die zu lebensgefährdenden Lebens- und Arbeitsbedingungen führt. Die Hauptverantwortung für diese Situation liegt bei politischen 

EntscheidungsträgerInnen, die SexarbeiterInnen aus den Diskussionen um ihre grundlegenden Rechte ausschließen und die bestehenden Menschenrechtsverletzungen ignorieren. 

Selbst in Deutschland, wo das 2002 in Kraft gesetzte Prostitutionsgesetz eine gewisse Rechtssicherheit schaffen sollte und für die Prostitutionsbewegung ein Meilenstein ist, wird dieses Bundesgesetz auf lokaler Ebene meist unterlaufen. Mit erschreckenden Konsequenzen für die Sexarbeiterinnen. So haben Verantwortliche des Hilfe & Support-Internetforums für professionelle Sexarbeit www.sexworker.at diesjährig eine Stellungnahme (Schattenbericht) bei den Vereinten Nationen eingebracht, die Missstände in Deutschland aufzeigt. Ein weiterer Schattenbericht zur Lage in Österreich ist dem vorausgegangen. In diesem Schattenbericht, der mit zahlreichen Fällen dokumentiert ist, wird kritisiert, dass Sexarbeiter zwar Steuern und Sozialabgaben leisten müssen, dass sie aber durch Stigmatisierung und faktische Kriminalisierung nicht nur im Genuss ihrer Menschenrechte benachteiligt werden. 

Durch Sperrbezirksverordnungen, wie in München, wurde Sexarbeit auf Industriegebiete verbannt, wo Sexarbeiter kriminellen Angriffen ungeschützt ausgesetzt sind. Sexarbeiter 

werden bestraft, wenn sie z.B. in ihren Wohnungen oder den Wohnungen ihrer Kunden tätig sind, obwohl dort die Arbeitsbedingungen sicherer wären. Um die 

Sperrgebietsverordnungen durchzusetzen, missbrauchen die Polizeibehörden der Länder die Befugnisse zur Bekämpfung des Menschenhandels. Gegen Sexarbeiter werden 

systematisch verdeckte Ermittlungen eingesetzt. Die Begleitumstände dieser Ermittlungen sind vielfach erniedrigend, insbesondere durch erzwungene Nacktheit von Frauen vor 

männlichen Polizeibeamten. Es gibt weder ex post wirksame Beschwerdemöglichkeiten für die Frauen, auch nicht gegen ungerechtfertigte Hausdurchsuchungen, noch ex ante 

irgendwelche Vorkehrungen, um sie vor Traumatisierung durch solche Polizeimaßnahmen oder sexuelle Übergriffe durch Polizeibeamte zu schützen. 

Ausländische Sexarbeiter leiden zusätzlich unter rassistischen Vorurteilen bei den Polizeibehörden. Bei einer Aktion im Jahr 2009 gegen Sexarbeiter, vorwiegend aus Rumänien, und ihre Kunden in Fellbach, Heidelberg, Schönefeld und Wuppertal wurden 440 Frauen und Männer durch erzwungene Nacktheit erniedrigt und somit in ihrer Menschenwürde verletzt. In Köln richten sich Schleierfahndungen regelmäßig und gezielt gegen Sexarbeiter aus Afrika. Statt Menschenhandel aufzuklären, können solche Maßnahmen die Opfer von 

Menschenhandel in Furcht vor Kriminalisierung versetzen und sie davon abhalten, sich an die Polizei zu wenden. Diese Politik der Länder führt nachweisbar zu Gesundheitsfolgen für Sexarbeiter. Insbesondere ausländische Sexarbeiter wagen aus Angst vor den Behörden nicht einmal, die öffentlichen Gesundheitsdienste in Anspruch zu nehmen: Die Politik der Länder stellt eine faktische Zugangshürde dar, die zu einem schlechteren Gesundheitszustand führt. 

Diese Politik der Länder verstärkt die Stigmatisierung der Sexarbeit. In bezug auf die Rechte aus dem Pakt ergeben sich dadurch Benachteiligungen für Sexarbeiter: Banken können Sexarbeitern die Kontoführung verweigern und so ihren Ausschluss aus dem sozialen Leben einleiten. Rechtliche Sonderregelungen, wie das „Düsseldorfer Verfahren“, unterstellen Sexarbeitern die Absicht zu Straftaten und Steuerhinterziehung. Sexarbeiter haben auch nur einen eingeschränkten Zugang zum Recht: Opfer von sexueller Ausbeutung, wie eine als Kind im Bordell missbrauchte Frau aus Dresden, oder Polizeibeamte, die Opfern helfen – wie in Würzburg, riskieren Bestrafung, wenn sie gegen die Peiniger vor Gericht aussagen, 

weil vor Gerichten Sexarbeiter von vorne herein als unglaubwürdig gelten. 

Das Sexworker-Forum ist auch besorgt über Vorhaben der Länder, Sexarbeiter zu registrieren und eine Untersuchungspflicht einzuführen, weil solche Maßnahmen internationalen Richtlinien widersprechen und die Menschenwürde der Sexarbeiter beeinträchtigen können. 

Daraus folgen konkrete Fragen und Handlungsaufforderungen: 

Das Sexworker-Forum schlägt vor, dass der Ausschuss den Umgang der deutschen Regierung mit Sexarbeit hinterfragen möge: Welche Maßnahmen plant die Regierung, um die sozialen Rechte und Arbeitsbedingungen der Sexarbeiter zu verbessern und sie besser vor kriminellen Übergriffen zu schützen? Wie wird die Regierung die Achtung der Rechte von Sexarbeitern im Umgang mit Behörden fördern und insbesondere den behördlichen Missbrauch von Maßnahmen gegen Menschenhandel eindämmen? Hierzu wäre es sinnvoll, Experten und Expertinnen, also Sexarbeiter, in die Diskussion einzubinden, um Problemlösungen zu entwickeln. 

Nur Rechte schützen SexarbeiterInnen vor Gewalt! 

Hintergrundinformation: 

“International Day to End Violence Against Sex Workers”: 

Der 17. Dezember wurde ursprünglich als Gedenktag für die Opfer des „Green River“-Mörders begangen, der in den 1980er und 1990er Jahren in den USA über 90 Frauen 

ermordete. Die meisten der Opfer waren Sexarbeiterinnen und es dauerte 20 Jahre, bis der Mörder verurteilt wurde. Seit 2003 wird der 17. Dezember mit Demonstrationen, 

Gedenkveranstaltungen und Mahnwachen weltweit als Aktionstag begangen, um auf die Gewaltverbrechen aufmerksam zu machen, die gegenüber SexarbeiterInnen begangen 

werden und durch die Stigmatisierung und Kriminalisierung von SexarbeiterInnen verstärkt werden. 

Weitere Infos unter: http://www.swopusa.org/dec17/

Vergeblich an die Presse geschickt, keine Veröffentlichung in der FAZ, SZ, TAZ, Frankfurter Rundschau. Nach den teils absurden Kritiken zum Theaterstück „Lulu – die Nuttenrepublik“, dass ich mit initiiert und dargestellt habe, habe ich diesen Text erst garnicht an andere Medien versandt.

mfg Ariane

Die Verfasserin Ariane G. ist Escort und tritt unter dem Namen Goldschwanz in Volker Löschs aktueller Inszenierung „Lulu – die Nuttenrepublik“ an der Berliner Schaubühne auf. Sie ist unabhängige politische Aktivistin in der International Sexwork Rights Movement und Moderatorin im Team des Internet-Support-Forums www.sexworker.at

Obiger Beitrag enthält u.a. Anteile aus der Pressemitteilung zum Gedenktag und dem Schattenbericht BRD des Sexworker.at Forums, die schlüssige Auffassung eines engagierten Kunden sowie meine Handschrift.

Danke

Erstveröffentlichung MC Escort by Ariane 2010


Auf Sicht fahren

Diese Corona Krise lehrt mich einiges: Self Care – also, dass ich achtsam mit mir selbst umgehe und mich auch mal verwöhne. So bin ich zum Pflanzen Liebhaber geworden. Und hab mir auch mal etwas Luxus gegönnt. Neue Möbel. Das ist völlig ungewohnt, da ich immer gearbeitet habe, der protestantischen Ethik verpflichtet und sparsam bin. So wurde ich zum Arbeitstier erzogen. Das jetzige Privileg ist, überhaupt noch einen Job zu haben, nicht arbeitslos oder in Kurzarbeit zu sein, und ehrenamtliche Aufgaben meistern zu müssen. Auch in der politischen Arbeit. Ehrenamtlichkeit wird leider kaum gesellschaftlich gewürdigt. Auch Caspar von Transsexworks und der BesD – Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V. leisten unglaubliches. Zum Glück habe ich viele Freiheiten in meinem Job und im Home Office arbeite ich seit 10 Jahren bzw. davor auch schon die meiste Zeit. hehe Ich bin wirklich froh, einen tollen Arbeitgeber zu haben und jetzt selten das Haus verlassen zu müssen. So bin ich und Heinz auf der sicheren Seite, da wir zur Risikogruppe gehören. 24h zusammen leben und arbeiten, und das während der Krise mit allen Herausforderungen, in einer winzigen Wohnung, haha das ist schon eine unglaubliche Leistung. Ich vermisse natürlich meine internationalen Reisen und das Ausgehen, ins KUMPELNEST 3000 und Bülow Eck mit Freunden.


Im Gespräch mit Emma Becker – La Maison – ein Bestseller Roman aus einem Berliner Bordell

bitte hier weiter lesen, danke: https://www.kaufmich.com/magazin/bestseller-autorin-emma-becker-eine-frau-geht-nicht-in-den-puff-um-sich-zu-verlieben/

Kaufmich Susi aka …


Mein Wort zum Donnerstag

Das ist doch eine scheiss Woche oder? Nailbite election in US, Terror in Frankreich und Wien und wir müssen zu Hause hocken, bei einem Glas lauwarmen Bier.

Jedes Mal, wenn es einen terroristischen Anschlag gibt, bin ich traurig. Weil ich Trauer. Vielleicht geht mir das so nah, weil ich damals in London 2005 dabei war, als die Bomben hochgingen. Wahrscheinlich hab ich in diesem Blog mal darüber geschrieben.

Ich empfinde es als eklatantes Staatsversagen, wenn die Dienste nicht ihre Arbeit sorgfältig machen (können). Terrorismus, Zwangsprostitution, das ist wie mit der Nadel im Heuhaufen und dafür braucht man KI, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und vor allem intelligenten Nachwuchs.

Ich finde, der Anschlag in Berlin und Wien haben einiges gemeinsam. Auch, das auf Hinweise nicht gehört wurde. Was ist das? Für den Laien erschiesst sich das nicht. Ausserdem kenne ich die Grenzen der Strafverfolgung, KI ist wie China, im Fortschritt voraus, aber nicht in Europa angekommen. Mehr sag ich dazu nicht.


Bescheid

Deutsch: bitte runter scrollen

Note: I can use the hashtag #nobodyleftoutside for my upcoming global social media campaign. I also send an message with all the information soon. Will take place in 2-3 weeks, the campaign will last over 3 days. One of the goals is to flush money into the emergency funds. In Germany and elsewhere. Please take part!

Hinweis: Ich kann den Hashtag #nobodyleftoutside für meine bevorstehende globale Social-Media-Kampagne verwenden. Ich sende auch noch eine Nachricht mit allen Informationen. Wird in 2-3 Wochen stattfinden, die Kampagne wird über 3 Tage dauern. Eines der Ziele ist es, Geld in die Notfallfonds zu spülen. In Deutschland und anderswo. Bitte mach mit!


Appell

Es ist jetzt wichtig Kontakte zu reduzieren, um Menschenleben zu retten. Jetzt ist der Zeitpunkt, solidarisch zu sein und nicht wieder RotlichtAN zu schreien und nach Wegen zu suchen, die Prostitutionsverbote zu umgehen. Die Mehrheit der Sexworker fällt durch die sozialen Netze, weil sie Migrant:innen sind & zu marginalisierten Gruppen zählen, die jetzt vor dem Nichts stehen. Deshalb muss der BesD Notfallfonds mit einer Spende unterstützt werden, damit niemand arbeiten MUSS, trotz Pandemie.


Das sexworker freundlichste Bordell in Berlin Wilmersdorf – Bestseller Romanautorin getroffen

Ich hatte heute eine großartige Begegnung mit Emma Becker, über die ich ein Portrait schreiben werde. Emma ist jung, talentiert und hat schon mehrere Romane geschrieben, eine französische Feministin, Intellektuelle, Schriftstellerin und Hure, jetzt auch Mutter. Ich bewundere immer Frauen für ihren Optimismus, ihre Zuversicht, Kinder zu zeugen. Ich hatte das leider nicht. Mein Gott, die Männer sind im La Maison sicher tot umgefallen, weil eine Französin, die was vom Eros versteht und käuflich ist, ist doch der Traum vieler Männer. Huren sind die besten Männer-Versteher. Hehe Sie hat den Bestseller Roman „La Maison“ geschrieben, über ein Leben in Berlin und in einem Bordell, wo ich 2007 gearbeitet habe. Emma/Justine ab 2013. Sie hat sich auch eins der schönsten und stabilsten Betten nach der bedauerlichen Schliessung privat unter den Nagel gerissen, wo ich im 1001-Nacht Zimmer meine Klienten nach Termin ab 1h glücklich gemacht habe. So schliesst sich der Kreis. Emma Becker ich habe mehr als 20 Bordelle alleine in Berlin kennengelernt, hab mich als Rakete aka Ariane durch alle Bezirke und entlang der S-Bahn Linien entlang gevögelt, aber La Maison leider viel zu spät kennengelernt, als ich schon independent escort war und nur noch wenige Termine annahm. Dafür hab ich mich immer im La Maison aka … eingemietet, auf Stundenbasis, bis die anderen Mädels alle im Dreieck sprangen, weil ich Privilegien hatte. Eine schöne Zeit in Wilmersdorf, wo wir gewohnt haben, aber leider gelangweilt haben. Als dann noch der Kamin explodierte und die Remise nicht beheizbar war und es Theater mit der Vermieterin gab, sind wir von Wilmersdorf nach Mitte geflüchtet. La Maison hat mich inspiriert und motiviert: ich werde auch einen Roman in diesem Winter schreiben. Danke Emma für diesen schönen Tag! Ich hab mir für dieses Interview nach 2h den Arsch abgefroren, weil ich mal wieder keinen Mantel trug, dafür aber meine neue Bluse und Aktivistin-Outfit, damit ich für Emma gut aussehe. Wir haben natürlich draussen gesessen und viel Kaffee geschlürft und Zigaretten geraucht.


Ich bin im Arsch

Bitte keine Leidensgeschichte! Höre ich schon. Nein, ich erzähle Euch nicht, dass ich seit 3 Tagen 24h Kopfschmerzen habe. Hab mit dem Arzt telefoniert. Er meint, ich solle abwarten, wie sich das entwickelt und dann einen Termin für einen Corona Test vereinbaren. Nun hoffe ich, dass die Kopfschmerzen, die atypisch für mich sind, nachlassen; es kann sein, dass zwei gleichzeitige Impfungen die Ursache sind.

Ich hab ja wegen Corona schon mein Testament verfasst und beim Notar hinterlegt, mir eine Grabstelle ausgesucht und Vorsorgevollmachten mit meinem Partner getroffen. Der dreht auch wegen Corona am Rad und traut sich kaum das Haus zu verlassen. Da bin ich ja abenteuerlustiger. Ich gehe maximal 1x die Woche vor die Türe, um den Müll weg zu bringen und einzukaufen. Manchmal auch ein Arzttermin. Ansonsten wird im Home Office 16 Stunden geklotzt. Die Hälfte ehrenamtlich. Aktuell laufen bei mir Zoom Konferenzen, Meetings auf Hochtouren. Ich hab schon den Überblick verloren. Ist gerade emergency angesagt, da Sexworker weltweit leiden müssen und alle marginalisierten, stigmatisierten Gruppen am allermeisten.

Wegen Corona und Isolation im weitesten Sinne liegen die Nerven blank, weshalb ich etwas empfindlich bin. Außerdem sorge ich mich ja um meine kranke Mutter und kann sie nicht besuchen. Ich warte jetzt die nächsten 2 Monate ab, wie sich das entwickelt und entscheide dann, ob ich sie besuche. Anders geht es jetzt nicht.

Ich bin ja nicht völlig untätig. Ich mache demnächst ein Interview mit der Bestseller Autorin Emma Becker über ihren Roman La Maison. Sie hat im gleichen Puff gearbeitet wie ich. Ok ich hab allein in Berlin in ca. 20 Bordellen gearbeitet. Ich verrate jetzt aber nicht, welcher Puff gemeint ist. Das bleibt das Geheimnis von mir und Emma. Das Interview könnt Ihr voraussichtlich Anfang November im Kaufmich Magazin lesen.

Als Trost in diesem Horror Jahr, das schon mit dem Brand im Krefelder Affenhaus scheisse angefangen hat, hab ich mir ja ein paar Möbel für mein Zimmer gekauft und erfreue mich jeden Tag daran. Ausserdem habe ich meine Fenster bepflanzt und bin das erste Mal in meinem Leben häuslich geworden.

Früher bin ich etwa alle 4 Jahre umgezogen. Das ist jetzt wegen der Gentrifizierung und dem Rückgang bezahlbaren Wohnraums leider nicht der Fall. Gestern war ich auf dem Friedhof Alt Stralau, wo ich eines Tages in einem Erdloch verschwinde. Die Lage ist Bestlage und das wissen auch die Einwohner, die in trostlosen Mehrfamilienhäusern und Eigentumswohnungen dort leben. Die Architektur gefällt mir nicht, sie ist zu eckig, nicht organisch. Schade, damit eine Halbinsel Alt-Stralau zu verschandeln. Aber die Lage…. was würde ich darum geben, direkt an der Spree zu leben. Ich hab ja mal dort gelebt mit Blick auf die Spree in Kreuzberg. Warum ich da leider weg gezogen bin, ist eine andere Geschichte. Jetzt ist die Cuvry Brache zugebaut mit Bürohäusern und die Aussicht im Arsch.

Dies wird mir in diesem Leben nicht mehr vergönnt sein. Aber dafür habe ich dann Bestlage nach meinem Ableben. Ätsch.

PS: Ansonsten züchte ich Pflanzen und fotografiere Blumen. Ficken war gestern.

Berlin im Oktober 2020


Jetzt darf ich es ja sagen

Kürzlich bin ich wieder für eine Butch gehalten worden. Das passiert öfter und lebe ja auch seit mehr als 30 Jahren privat in LGBTIQ-Bezügen. Als junge Frau wusste ich bereits, dass ich auch ein Bürschchen bin, aber ich hab keine (Trans*) Frau gefunden, in die ich mich verlieben konnte. Auch nicht in Berlin, Paris oder London. Hab überall die Lage gecheckt. Mit der modernen Sprache würde ich mich heutzutage als genderfluid bezeichnen. Vielleicht bin ich auch die einzige Lesbe, die mit einem Cis Mann zusammen lebt. Hehe Als Sexarbeiterin mußte ich dauernd Klischees des Weiblichen erfüllen, was mich manchmal schwer nervte, da ich immer eine radikale Feministin (der alten Schule) war und privat nur Lust auf Schlabberlook und bequeme Sneakers hatte. Das Leben ist eben eine Wundertüte.

Hörenswert: Das politische techno-feministische Projekt der Zukunft https://audio-archive.com/#/talk/1917


Die Zukunft der Sexarbeit: Teil IV die Lobbyhuren

Jetzt erscheint der Link zu diesem Blog zusammen mit Kaufmich bei Facebook, weshalb ich den Text hier ergänzen muß, damit er überhaupt geteilt und gelesen werden kann. Ich will keine Sperre riskieren.

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Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen. Meinte einmal der kettenrauchende Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt. Allerdings sind politische Visionen über die Zukunft der Sexarbeit wichtig, um Leitlinien und Strategien politischen Handelns zu entwerfen. Und dies ist nicht behandlungsbedürftig, sofern es nicht reine Theorie bleibt. Teil 4 und letzter Beitrag der Reihe: Die Zukunft der Sexarbeit – und warum Lobbyhuren unterstützt werden müssen.

Die Zukunft der Sexarbeit ist entkriminalisiert, professionell und sicher. Diskret, aber nicht anonym

Viele Menschen interessieren sich nicht für Politik. Prostitutionspolitik klingt etwas trocken und ist es auch. Dennoch sollten alle Sexworker und ihre Kunden, Betreiber:innen von Bordellen und Escort Agenturen sich mit diesem Thema eingehend beschäftigen, weil es ihre ureigenen Interessen unmittelbar berührt.

Viele Sexworker und Kunden glauben, dass Sexarbeit in Deutschland legal sei und deshalb überflüssig, sich mit Prostitutionspolitik zu beschäftigen. So einfach ist es aber nicht. Die Berufsverbände der Sexarbeitenden haben gegen das Prostituiertenschutzgesetz 2017 gekämpft, das viele Sexworker in die Illegalität zwingt, wenn sie sich nicht registrieren und anmelden. Andere können sich garnicht registrieren, da sie keine Papiere, keinen Wohnsitz, gesundheitliche Einschränkungen oder keinen gesicherten Aufenthaltsstatus in Deutschland haben.

Außerdem werden die hinterlegten persönlichen Daten bei der Anmeldung (Hurenpass) automatisch an das Finanzamt weiter geleitet, das überprüft, ob eine Steueranmeldung erfolgt ist. Ist dies nicht der Fall, ist mit enormen Steuerschätzungen und Rückzahlungen zu rechnen. Das gleiche gilt für Krankenversicherungen. Dies sind große Barrieren, sich zu registrieren. Wenn man allerdings illegal arbeitet, kann man leicht Opfer von Erpressung werden.

Illegalität bedeutet, keine Rechte zu haben

Illegalität bedeutet immer: wenig Schutz und keine Rechte.

Damit macht man sich angreifbar für Ausbeutung und Zwangsouting. Wer nicht angemeldet ist, ruft im Zweifelsfall auch keine Hilfe.

Aktuell wird über die Einführung eines Sexkaufverbots nach schwedischem Vorbild in Deutschland diskutiert. Dieses Verbot kriminalisiert Kunden und stellt Sexkauf unter Strafe. Sexworker werden zwar nicht kriminalisiert, aber die vielen guten Kunden bleiben weg, die Einnahmen schwinden und Gewalt gegen Sexarbeitende verstärkt sich. Das zeigen die Entwicklungen in Skandinavien, Kanada, Irland und Frankreich nach Einführung des Sexkaufverbots. Grund genug also, dagegen mobil zu machen. Und dazu ist jetzt der richtige Zeitpunkt.

Der Berufsverband BESD engagiert sich für die Rechte von Sexarbeitenden. Je mehr unterschiedliche Mitglieder der Verband hat, desto stärker ist er und kann alle Interessen berücksichtigen.  Man kann dort auch passives Mitglied sein und muß sich keineswegs outen oder Interviews in den Medien geben. Bei Demonstrationen kann man mit einer Maske und Perücke, Sonnenbrille auftreten und muß kein Gesicht zeigen. Man ist nicht gezwungen, zu demonstrieren. Aber ein Verband, der inklusiv ist und die unterschiedlichen Menschen in den verschiedenen Arbeitssettings hörbar macht, ist die Voraussetzung erfolgreicher Lobbyarbeit.

Ideal ist es natürlich, wenn man sich persönlich engagiert. Dazu muß man sich zunächst einmal mit der Informationslage zu einem bestimmten Thema wie dem Sexkaufverbot beschäftigen. Wenn man den Überblick hat, kann man mitreden. In einem Berufsverband ist man als Sexarbeiter:in nicht allein, sondern man arbeitet gemeinsam mit anderen an Themen und Projekten und in Arbeitsgruppen. Natürlich meist ehrenamtlich und nur, wenn es die Zeit zuläßt.

Die Zukunft von Sexarbeit

Wir politischen Aktivist:innen stellen uns eine Welt vor, in der Sexarbeit anerkannt wird, in der Sexarbeiter:innen respektiert und unsere Rechte gewahrt werden. Wir stellen uns eine Welt der Gleichstellung von Geschlecht, Rasse/Ethnie, im Wirtschafts- und Sozialleben vor, in der Bewegungsfreiheit Realität ist und es Einzelpersonen ermöglicht, Sexarbeit sicher und frei von Gewalt und Zwang zu beginnen, fortzusetzen oder zu verlassen. 

Deshalb haben wir auch bei Kaufmich das Big Sister Projekt (dt./eng.) und zahlreiche Hilfe Ressourcen für Sexworkerund Kunden entwickelt, die hier im Magazin frei zugänglich sind. Professionalisierung heisst das Zauberwort. Nur mit Informationen rund um Sexarbeit, kann man diesen Job leichter und erfolgreicher ausüben und Risiken minimieren. Außerdem bieten viele Beratungsstellen in Deutschland geschützte Räume wie das Hydra Café in Berlin, wo insbesondere Migrant:innen willkommen sind und auch vielsprachig gesprochen wird. In Corona Zeiten gibt es virtuelle Treffpunkte, Workshops und Chats, an der jeder Sexworker teilnehmen kann.

Deshalb rate ich, Euch umfassend zu informieren, Mitglied in den Verbänden zu werden oder sie mit einer Spende zu unterstützen, damit sie in Eurem Sinne Politik machen können und politisch einflußreich sind. Denn wir sind wirklich nicht eine „Zuhälterlobby“ mit Finanzkapital, wie es die Prostitutionsgegner:innen immer behaupten, sondern oft ehrenamtlich tätige aktive und ehemalige Sexworker. 

Auch Kunden und Betreiber:innen können den Berufsverband Sexarbeit BESD mit einer Spende unterstützen, wenn sie die Ziele der Verbandsarbeit kennen und schätzen. Oder alternativ den BSD sowie den UEGD, die Betreiber-Verbände mit Mitgliedschaft und Spende unterstützen. 

Denn das Sexkaufverbot, das auch für Deutschland gefordert wird, fürchte ich persönlich sehr. Es würde dazu führen, dass ich wahrscheinlich meinen Job verliere und Sexworker unter schwierigsten Bedingungen weiter arbeiten, wo sie vermehrt Stigma, Ausgrenzung und Gewalt ausgesetzt sind. Verbote verstärken das Stigma und die Risiken nur. Prostitution verschwindet dadurch nicht, sondern macht es nur gefährlicher. Offenbar ist die mangelnde Sicherheit von Sexworkern in Ländern mit Sexkaufverbot ein „Kollateralschaden“, den die Politik wissentlich in Kauf nimmt.

Ich befürchte, dass auch das Sexkaufverbot in Deutschland in einigen Jahren eingeführt werden könnte, wenn das Prostituiertenschutzgesetz von 2017 ausgewertet wird. Die Ergebnisse werden wahrscheinlich die Forderung nach einem Sexkaufverbot anheizen. Unsere Berufsverbände haben zwar viel Verstand versammelt, aber zu wenig Kapital und Macht. Wir sind keineswegs eine „Zuhälterlobby“, wie die Prostitutionsgegner:innen immer meinen. Wir können nur mit Verstand und Argumenten überzeugen, nicht mit Macht und Einfluss, die für erfolgreiche Lobbyarbeit grundlegend ist. Die Prostitutionsgegner:innen können auf die internationale Macht, Einfluss, Geld der klerikalen und evangelikalen Kreise zurück greifen, die auch in Europa ihre Agenda durchsetzen wollen.

Deshalb bitten wir Euch: Unterstützt uns! Nur gemeinsam sind wir stark. Kenne Deine Rechte!

Folge auch den ersten Teilen 1-3 dieser Serie über die Zukunft der Sexarbeit und diskutiere im Kommentarbereich mit!

  1. Diskretion vs Sicherheit
  2. Bordelle
  3. Straßenstrich