Pfingstmontag 20.15

Heute am Pfingstmontag bin ich um 20.15 Uhr live auf Sendung.


warum ich Dona Carmen hasse

German/English

In der ganzen Welt sind Nothilfe Fonds für Sexworker aus der Community heraus selbst entstanden, weil die Staaten es ja nicht für nötig erachten, marginalisierte Menschen zu unterstützen. Natürlich gibt es Armutsprostitution im Sinne von Überlebensprostitution und viele haben keinen Zugang zu Bildung und Ausbildung, Gesundheit und Sicherheit, weil sie kriminalisiert und diskriminiert sind. Ich hab auch überhaupt kein Verständnis dafür, daß ein politischer Verein wie Dona Carmen sich seit Jahren an unserem Berufsverband abarbeitet und offenbar zu viel Zeit damit verbringt, nach Fehlern zu suchen. Wir im Verein sind allesamt Ehrenamtliche und keine Politiker. Wir dürfen auch mal Fehler machen und Dinge sagen, die anecken. Wir sind aktive und ehemalige Sexworker, die sich seit etlichen Jahren engagieren, ich seit 15 Jahren in jedweder Art. Also ich kann nicht nachvollziehen, was das immer soll. Wenn die links-liberalen Kräfte in unserer Bewegung sich gegenseitig schwächen, kann man nicht nur an Power verlieren, sondern auch an Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit. Deshalb sage ich dazu auch nichts. Es macht einfach keinen Sinn. Das wär wie Zickenkrieg. Dona Carmen muß sich endlich mit ihrer Bedeutungslosigkeit abfinden. Hetze gegen andere ist überflüssig und beeindruckt auch keine Entscheidungsträger:innen.

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All over the world, emergency aid funds for sex workers have emerged from the community itself, because the states do not consider it necessary to support marginalized people. Of course there is poverty prostitution in the sense of survival prostitution and many have no access to education and training, health and safety because they are criminalized and discriminated against. I have no understanding at all that a political association like Dona Carmen has been working on our professional association for years and apparently spends too much time looking for mistakes. We in the association are all volunteers and not politicians. We can sometimes make mistakes and say things that annoy us. We are active and former sex workers who have been involved for several years, I for 15 years in all kinds. So I can not understand what that is all about. If the left-liberal forces in our movement weaken each other, you can not only lose power, but also public credibility. That’s why I don’t say anything about it. It just doesn’t make sense. That would be like a bitch war. Dona Carmen must finally come to terms with her insignificance. Rushing against others is superfluous and does not impress decision-makers either.


Isoliert und deprimiert – die Corona Überlebenden trauern

In den USA wird man dazu aufgerufen, an einem Online Event zu Ehren der Verstorbenen an Covid 19 teilzunehmen, wo jeder Name vorgetragen wird.

Naming the Lost

http://namingthelost.com/?fbclid=IwAR0C04ZfpJFEwB0e2ujfDq8c72B5iS0pErMXnv-iDgcuHRZ8mA6HxoIbugY


Das Häuten der Zwiebel: 18 Jahre Outing in kleinen Schritten

Quelle: SWOP Chicago

Nachdem die Crowdfunding für die Anwaltskosten in der Causa Dr. Lea Ackermann erfolgreich war https://www.leetchi.com/c/gegen-verleumdung-und-falschberichterstattung-der-besd-gegen-dr-lea-ackermann

kann der Anwalt zur Tat schreiten. Tausend Dank für Eure Unterstützung.

Heute möchte ich mich einmal persönlich bei Euch, meinen treuen Lesern, vorstellen. Ihr habt ja meine Transformation vom Escort Ariane zur öffentlichen Person in den letzten 12 Jahren verfolgt – so lange blogge ich bereits, wobei 2 Blogs mittlerweile gelöscht sind leider. Hier ist die offizielle Version meiner Vita, die ich natürlich nicht bei Bewerbungsgesprächen angebe.

Über den BesD Vorstand: https://berufsverband-sexarbeit.de/index.php/verband/vorstand/

Über mich:
Susanne Bleier-Wilp (52) ist ehemalige Sexarbeiterin. Sie bezieht eine eher prostitutionskritische Position und kennt die Abgründe der Kriminalität und Gewalt, die es leider auch in dieser Branche gibt, aus erster Hand. Sie ist seit vielen Jahren als Aktivistin für die Rechte von Sexarbeiter*innen im In- und Ausland aktiv. Ihre Themengebiete sind unter anderem Politik, Migration und der Umgang mit Prostitutions-Gegner*innen.
Susanne war 10 Jahre in vielen Bereichen der Branche tätig, unter anderem machte sie Auto-Dates, arbeitete in Bordellen, in Terminwohnungen, als Escort und als Porno- Darstellerin. Susanne war außerdem schon in vielen verschiedenen Bereichen – von Theater und Stand-up Comedy bis hin zu Controlling und Unternehmensberatung – tätig und arbeitete auch einige Jahre als Wissenschaftlerin. Heute ist sie hauptberuflich als Autorin in der Sexindustrie tätig, steht als Redakteurin hinter dem Kaufmich-Magazin und ist als Admin für den Aufbau des Sexworker-Only Forums der Plattform verantwortlich. Darüber hinaus leitet sie das Big Sister-Projekt und vermittelt Sexarbeiter*innen Hilfe und Unterstützung.


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Dies war ein 18 Jahre langer Weg zum Komplett-Outing. Ich weiß nicht, ob irgendjemand sich vorstellen kann, was das bedeutet, sich öffentlich als (Ex-) Sexworker zu outen, mit bürgerlichen Namen und Gesicht. Jedenfalls bin ich nicht (mehr) erpreßbar, allerdings sind so meine beruflichen Perspektiven eingeschränkt. Aber das ist der Preis, wenn man in unserer Branche Gesicht zeigt. Ich hoffe, Ihr könnt das honorieren. Die Prostitutionsgegner:innen können es nicht.


Sauer auf die Nonne

Ich bin so sauer auf die Nonne Dr. Lea Ackermann. Bald gibts schwappes. Ich werde eine Crowdfunding Kampagne initiieren, um Kosten für den Anwalt durch Spenden aufzufangen. Denn den brauchen wir, um Dr. Lea Ackermann abzumahnen.

Seit 15 Jahren höre ich mir von Prostitutionsgegner:innen immer den gleichen Mist an. Dazu zählt, das Gruppen und Organisationen, Vereine, die von Sexworkern in Deutschland und international geleitet werden, als „Zuhälterlobby“ u.a. bezeichnet werden. Dagegen werden wir uns wenden.

Zu lange haben wir stillgehalten. Metoo. Das gilt auch für Prostitutionsgegner:innen im In- und Ausland. Dazu zählen Solwodi in der Person der Bundesverdienstkreuz-Trägerin Frau Dr. Lea Ackermann, Terre de Femmes, Emma, Sisters e.V., Julie Bindel, Space International und viele mehr.

Wie wir seit der Bundestagsabgeordneten Leni Breymaier SPD wissen, sind Sexarbeiter:innen keine Menschen, sondern Körperöffnungen. Und treibt das Sexkaufverbot voran.

Dem möchte ich jedoch widersprechen, auch, daß ein Sexkaufverbot in die falsche Richtung läuft. Ich habe die unterschiedlichen Rechtsprechungen und die Folgen international studiert. Seit 15 Jahren. Ich laß mir nix mehr vom Pferd erzählen. Und ich hoffe, Ihr auch nicht.

Ich zähle auf Euch. Die Crowdfunding Kampagne wird bald starten.

+++ Update +++

https://www.leetchi.com/c/gegen-verleumdung-und-falschberichterstattung-der-besd-gegen-dr-lea-ackermann


Ein Liebeslied

An alle Männer da draußen. Einschließlich meiner Ex-Männer und Kunden.

Eure Männerversteherin, die André Heller verehrt.

Ariane


Corona und Waschzwang

Es gibt seltsame Hobbies. Ich sammle schon seit langem Seifen und hab dank Corona einen regelrechten Waschzwang entwickelt. Schließlich gehöre ich zur Risiko Gruppe und darf mich und meine Lieben keinem Risiko aussetzen. Zu meinen Lieben zählen nicht nur Angehörige, sondern auch die Huren und alle Menschen. Man darf sich jetzt nicht von den „Corona-Gegnern“ dumm machen lassen. Cool auch die letzte veröffentlichete Meinungsäußerung von Dona Carmen. Dazu läuft in meinem Twitter Account noch eine Umfrage, die noch ein paar Stunden dauert. In der Zwischenzeit hab ich mein handschriftliches Testament verfasst und bereits beim Notar hinterlegt. Wer will hier wen verarschen? Also Leute, die sich für die Rechte von Sexarbeitenden seit Jahrzehnten engagiert, sollte nicht so ein Geschwurbel ablassen. Das weckt unnötig Aufmerksamkeit und ist peinlich.

In diesem Sinne

Eure Ariane