task force


Idiosynkrasie

love it!

Dasniya Sommer

 


Mai-Freuden: Hamburg & Köln

Mich hätte es Ende April/Anfang Mai eigentlich ans Mittelmeer verschlagen, um Vati zu besuchen, doch ist mir dann etwas anderes dazwischen gekommen, worauf ich mich konzentrieren muss. Kein Mr Dicki, sondern zwei öffentliche Auftritte im Mai, von denen ich doch gerne berichten möchte.

In Hamburg bin ich am 9./10. Mai, wo ich an einer Fachtagung teilnehme und u.a. im Rahmen einer Podiumsdiskussion am 10. Mai ab 15 Uhr auch vor Studenten und Studentinnen der Sozialarbeit quatsche. Am 9. Mai gibt es in Vorschau auf das Sexworker Filmfestival in Hamburg (SAFF) vom 08. – 10. Juni 2012 zwei Kurzfilme abends zu sehen! Programm der Fachtagung

Finde ich dufte, alles für die Aufklärung!

In Köln darf ich ebenfalls bei einer Podiumsdiskussion eine dicke Lippe riskieren; und zwar am 19. Mai beim Festival der Multipolarkultur im Vorprogamm von Silberschwein (Goldschwanz, wie passend *g*) und zusammen mit ukrainischen Sirenen-Gesängen, Erika, Leiterin der Table Dance Bar vom Pascha, Shows mit Tänzerinnen aus dem Pascha sowie anderen aufgeklärten Geistern sowie dem Menschensynfonieorchester bringen wir das Publikum zum Kochen. Ab 19h gehts los. Alles für die Kunst! Alles für die Deutungshoheit!

Ach so, bei der Gelegenheit möchte ich euch auf das famose Kochbuch „Cooking in Heels“ von meiner Kollegin Ceyenne aus U.S. aufmerksam machen, die gerade eine Kampagne für die Druckkosten des Kochbuchs gestartet hat und vielleicht sogar mit eigener Kochsendung und Schürze bald life auf Sendung geht. Fantastic! Hab natürlich auch schon 2 Kochbücher vorbestellt. Ich habe Ceyenne bei der Nuttenkonferenz in Vegas 2010 persönlich kennengelernt; sie hat, soweit ich es in guter Erinnerung habe, u.a. als Streetwalker in der Strassen von Washington DC gewerkelt und wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Umso glücklicher bin ich, dass es zu dieser famosen Zusammenarbeit zwischen Ceyenne und Audacia Ray, ehemaliger Sexworkerin und umtriebiger SW-Rights-Advocate, die auch Interviews auf CNN gibt und Manager of Red Umbrella Project ist sowie Veranstalterin der Redumbrelladiaries in NYC, wo ich im Nov 2010 mitwirken durfte, gekommen. Super, super, einfach super!

Nachtrag: Pledge successful! *****


mit Gerhard Richter on tour

oh my god! don’t miss out this amazing exhibition of the leading contemporary artist Gerhard Richter

Zum 80. Geburtstag hat die Tate Modern Gerhard Richter die Retrospektive Panorama -gewidmet und die ist, soweit ich dies beurteilen kann, mehr als gelungen. Nun schleppe ich den schweren Katalog mit mir herum, was beim Einchecken wohl Übergepäck bedeutet, da ich mit Handgepäck reise und ich grübele gerade darüber nach, was ich an Ballast über Kent abwerfen kann. Wahrscheinlich muss der Haarfön, ein Paar Stiefel, mein Netbook dran glauben. It’s boarding time, aber erst morgen abend. Vorher geniesse ich das wunderbare Herbstwetter, frischen Fisch vom Händler meines Vertrauens und übe mich in Enthaltsamkeit :>> Zwar nicht mehr im Schloss, aber in einem schnuckeligen Häuschen im „Little Britain“ Style. Man kann eben nicht alles haben 😉

wen es interessiert: den Film „Painting“ über Gerhard Richter sollte man ebenfalls nicht verpassen.

xx


Burleske Huren

Veranstaltungshinweis für heute abend!
15.09.2011 – 21:00 Uhr

Burleske Huren rauf und runter

Wo? In der Kleinen Nachtrevue, dem Theater der Enthüllung in Berlin.

Bitte für Programm und nähere Infos das Bild anklicken und dem Link folgen!


Anleitung zur Domina

Kleiner Kulturtip zum nahenden Wochenende. Am morgigen Freitag abend empfehle ich die Kleine Nachtrevue in Berlins Kurfürstenstrasse zu besuchen. Dort lädt das Theater der Enthüllung ein und spielt um 20.30h „Anleitung zur Domina“, u.a. mit meiner kreativen Kollegin Nada Njiente, die mit mir auch in der Schaubühne die Nuttenrepublik unsicher machte.
Auch ihre andere Show und überhaupt das Repertoire sollte man sich nicht entgehen lassen: „Burleske Huren rauf und runter“, „Zilles Hurengespräche“, „be a stripper, be a star“ …

zum Programm einfach auf das Bild klicken und dem Link folgen.

Anleitung zur Domina

Douze Points!

xx


„Club Mindfuck: willst du auch kommen?“

die wechselseitige Durchdringung von Bürgertum und Prostitution, dazu kann man etwas im Theaterstück Lulu – die Nuttenrepublik erfahren, wo sog. Prostituierte, also Sexarbeiterinnen aus allen Sparten des Gewerbes Theater machen, also Kunst; umgekehrt, wo Kunst und Prostitution sich durchdringt, Künstler sich prostituieren, ist im Projekt „Date an Artist“ zu bestaunen. Künstler installierten den „Club Mindfuck“ im Direktorenhaus Berlin Mitte, und simulierten Bordell-Interieur, wo Besucher zu einem symbolischen Entgelt die Möglichkeit hatten, einige Minuten mit Künstlern zu sprechen und etwas „private time“ mit ihnen zu verbringen. Die Aktion lief Mitte November und sollte ein provokatives Zeichen setzen, um auf die Situation der Mehrheit von Menschen aufmerksam machen, die im künstlerischen und kreativen Bereich arbeiten, wie auch die Besucher mit traditionellen „Mindsets“ und Vorurteile gegenüber Künstlern, die nach wie vor in der Gesellschaft existieren, konfrontieren. Es handelt sich um ein fortlaufendes Projekt und für Kooperationszwecke werde ich mich sofort an Puffmami Minnie oder Trixie wenden.

Schönes Wochenende!


Einladung zur Vernissage 12.11.2010

Hier möchte ich gerne auf die kommende Ausstellung von Kathrin Grissemann aufmerksam machen:

„Sex ist Arbeit!“ Portraits in Bild und Ton

10.11. bis 24.11.2010

Ausstellungseröffnung: Freitag, 12.11.10 um 19 Uhr

Pantocrátor  Gallery, Almstadtstrasse 43, 11034 Berlin (Nähe Rosa-Luxemburg-Platz)

bitte dazu hier weiterlesen

mit einem Geleitwort von mir

fürAriane_DSC6122

Die Vorstellung von Prostituierten und ihrer Bewertung in unseren Köpfen gehen immer Bilderwelten voraus, die historisch und medial im zeitgenössischen Diskurs eingewoben sind. Fast jeder bekannte oder unbekannte Fotograf und Künstler hat sich dem Thema schon angenähert und gleichsam an einem Mythos mitgestrickt, der das Thema Sex als Arbeit überformt.

Kathrin Grissemann hat einen anderen Weg gewählt, sich an das Thema heran getastet und dabei Menschen kennengelernt. In gewisser Weise hat sie die Bildsemantik überwunden, wie sie uns in der standardisierten und massenhaften Verwendung von Abbildungen zum Thema Prostitution und Prostituierten entgegentritt. Menschen wie du und ich kommen zum Vorschein, Frauen und Männer, denen man es nicht „ansieht“.

De-Kontextualisiert, aus gängigen rot ausgeleuchteten Settings herausgelöst, Strasse, Limousine, Pseudo-Glamour, den Farben rot und schwarz, Stigma und Puff, dem allmächtigen Opfer-Diskurs, bringt sie Individuen zum Vorschein, die üblicherweise verborgen als Escort, Callboy, Stripper, Empfangsmodell, Domina arbeiten.

Der gesellschaftliche Blick reduziert Sexarbeiter selbst auf den Körper und die Bildsprache verweist eindimensional auf willenlose Objekte. Sämtliche Medien zitieren in einer Endlosschleife historische Prototypen, die die Hure, Freudenmädchen, Prostituierte seit ehedem konstitutiert und entstellt. Rechte Feministinnen, konfessionsgebundene Verhaltensmuster radikaler Gegner, auch re-vitalisierte patriarchiale Strukturen haben die Deutungshoheit übernommen, eine Allianz, die Sexarbeiter auf ihren Platz verweist, nämlich Opfer und Objekt zu sein.

Die „Prostituierte“ ist Knotenpunkt von Machtverhältnissen geworden, als „Problem“ definiert, die eine Selbstbestimmung im Handeln üblicherweise negiert. Sexarbeiter werden als sexuelle Konkurrenz wahrgenommen, einer Störung im öffentlichen Raum, sie dienen als Forschungs“objekte“ im medizinhistorischen, psychiatrischen, soziologischen, repressiv-feministischen und Rechts-Diskursen, der Drittmittel- und Arbeitsplatz-Beschaffung in der Helferindustrie. Verbote, Kriminalisierung, ökonomische Ausbeutung, Zwang, Abhängigkeit, Menschenhandel bestimmen den Tenor über eine im verborgenen ausgeübte Tätigkeit.

Die Vorstellungswelt, weniger die Realität ist brutal: alle melken sie ab und profitieren von den dämonisierten Sex-Fratzen und willenlosen Opfern.

Eine Tätigkeit, die selbstbestimmtes, verantwortliches Handeln unter Bedingungen strukturell ökonomischer Notwendigkeiten, konsensualer Sexualität, respektvoller Intimität, eine Tätigkeit, die Nähe und Menschlichkeit zulässt – jenseits von Ausbeutung und Zwang -, diese Möglichkeit scheint kaum in Erwägung gezogen zu werden.

Der gesellschaftliche Blick selbst ist es, der Sexarbeit in toto pervertiert, zu einem „Unsittlichkeitstatbestand“ gerinnen lässt und einer Viktimisierung das Wort redet, als self-fulfilling prophecy reproduziert. Ein „legitimate human being“ sieht anders aus.

Dazu die amerikanische Performance-Künstlerin und Sexworkerin Sadie Lune: „Stop punishing me just because you may not be able to imagine being me.“

Not policing the bodies, but „noticing that the diversity of experience is enormous“. Laura Augustín

Die Vielfalt und Verschiedenartigkeit von Erfahrungen, die Mannigfaltigkeit sexueller Erfahrung jenseits privatistischer Ein-ver-leib-ung und Ver-Öffentlichung des Sexes, ein Gedanke, der auch jenseits von Sexarbeit nachdenkenswert ist.


update travel

Hey folks,
pls check out my travel site for availability. I m staying in Berlin the forthcoming months to join the theatre project LULU that goes on stage december 11th at Schaubühne Berlin.

Therefore I ve no time to travel, just a couple of days only to join an event in New York. THE RED UMBRELLA PROJECT – Stories of Sex & Money hosted by Audacia Ray

horizontally
yours
Goldschwanz


Vermischtes

In Vorbereitung auf meine USA-Reise habe ich in weiser Voraussicht das „ich bin ein Berliner“ Kennedy-Zimmer im Arcotel getestet. Die Matraze hat den Test bestanden, ist allerdings nur mit Bettritze erhältlich. Das Zimmer ist hübsch beflaggt und befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Auswärtigen Amt und einem Steinwurf entfernt zur Temporären Kunsthalle, die nach zwei Jahren ihre Pforten mit einer abschliessenden Gruppenausstellung schließt, kuratiert von John Bock unter dem verheissungsvollen Titel: FischGrätenMelkStand, die u.a. verbrannte Pizzen an einer Wand hängend zeigt, einen Zigarettenstummel der Hollywoodlegende Jane Russel, Martin Kippenbergers Holzpaletten und eine Matrix aus 1700 zusammengenähten ausgestopften Socken.

Jane Russel

Abb. 2: „ick bin ein Berliner“ Zimmer für Leibesübungen und erholsamen Schlaf dank Air Condition; inkl. des größten Kühlschranks, den ich jemals in einem Hotelzimmer besichtigen durfte