task force


update travel

Hey folks,
pls check out my travel site for availability. I m staying in Berlin the forthcoming months to join the theatre project LULU that goes on stage december 11th at Schaubühne Berlin.

Therefore I ve no time to travel, just a couple of days only to join an event in New York. THE RED UMBRELLA PROJECT – Stories of Sex & Money hosted by Audacia Ray

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yours
Goldschwanz


backstage

fuck’n illusions …

werde von nun an nicht photo geshoppte Bilder einstellen, auch auf meiner Website, tagesaktualisiert

Gestern lugte das Rehkitz aus heimischen Latifundien


wie geht’s?!

Danke, besser und gut erholt. Und selbst?! Ich wollte doch noch schnell ein paar Eindrücke von meinem Las-Vegas-Trip schildern. Las Vegas ist ein Disney Land für Erwachsene und gibt sich das Image einer „liberal attitude“, die herrschende Politik ist sturzkonservativ. Mehr gibt es zu dieser Stadt irgendwie auch nicht zu sagen, ausser dass ich die Konferenz sehr genossen habe und glücklich war, Gleichgesinnte zu treffen. Aus allen Städten waren die Hookers, Whores, Callgirls, Callboys, Escorts angereist, verbunden durch das gemeinsame politische Engagement. Ok, ich war die Einzige aus dem deutschsprachigen Raum, fast aus ganz Europa. „Belle de Jour“ aka Brooke Magnanti war auch noch da. Eine Reisegruppe aus Japan und Australien hatte sich ebenfalls eingefunden. Sin City: es gibt einige zertifizierte Bordelle/Ranches, das wusste ich ja vorher schon und ist für manch Reisenden von Interesse; aber auch nur in manchen Landkreisen Nevadas und man muss weit in die Pampa fahren, um auf seine Kosten legal zu kommen. Man kann sich auch mit einer Gruppe anmelden, um einen Rundgang durch die Ranches zu buchen, ähnlich wie Sightseeing in berühmten Architekturbüros möglich ist. In NY oder Chicago.   Die Stadt selbst ist völlig verkitscht, ich sagte es ja schon, jede Menge Escorts unterwegs, obwohl ja verboten, auch in Vans mit entsprechend werbender Aufschrift; Männer bewerfen die Touristen mit einschlägigen „Business Cards“, ab 40$ ist Mann dabei, Escort-Lieferung wie Pizza-Service. Ich hab mir einige Hotels zusammen mit Freunden von innen angeschaut, Bellagio, Caesar’s usw. Escorts soweit das Auge reicht, die in den Lobbies herumstanden, separat für sich, amerikanische Freunde machten mich darauf aufmerksam. Alle anderen Menschen liefen in Gruppen herum. Irgendwie trostlos die Szenerie, passend zu den monotonen Klingeltönen der Casinos.   Ich fand die Architektur grausam – inside, outside – , das alte Las Vegas downtown mit seiner Patina, teils leer stehenden Casinos und runtergekommenen Hotels hatte immerhin  einen gewissen Charme. Zumindest für Fotografen. Wenn man beide Augen zudrückt, übersieht man dort die vielen Obdachlosen, wer’s kann … der Strip und Tourimeile ist natürlich von diesen „Schandflecken“ bereinigt, die Armut unsichtbar und gleichförmige Menschenmassen pilgern auf und ab.  Vor dem Venecian Hotel haben wir dann unter Aufsicht von Polizei und einem Bürgerrechts-Anwalt eine politische Aktion gestartet, mit Performance-Aktion, und mit Plakaten auf unsere Forderungen aufmerksam gemacht. Die vorbeiziehenden Menschen guckten im Regelfall natürlich pikiert aus der Wäsche, überrascht, daß Huren den Mund ausser zum Blasen öffnen können. Manch vorbeiziehende white-middle-class Frauen murmelten laut etwas von „disgusting“ . Naja, eher ihre Heuchelei. An unserem Outfit scheint es nicht gelegen zu haben, wir waren alle hübsch und nicht „auffällig“ gekleidet,  etwas Burlesque. Andere blieben aber stehen und waren sehr interessiert, nahmen Flyer in Empfang und fragten nach, fanden die Aktion grossartig.   Also die Landschaft: der Grand Canyon ist ca. 1 std Autofahrt entfernt und relativ günstig mit Helikopter zu erreichen;  die Mojave Wüste ist ein Traum, leider alles viel zu heiss für mich. Ich mag aber die Kargkeit der Landschaft. Mit einem roten Sonnenschirm und einer Margarita könnte man glatt ein Picknick machen, haben wir auch gemacht, mit Mineralwasser, und dann mit dem Helikopter zurück. Einfach grandios, bombastisch, der Sound der Rotoren, der Blick über den Grand Canyon,  unbeschreiblich. Das war aber schon gegen Ende meines Aufenthalts in Las Vegas und die Akkus meiner Kameras alle aufgebraucht, hatte keinen Ersatz dabei, sowas doofes, und konnte es nicht für die Ewigkeit festhalten. Den letzten Tag hab ich am hauseigenen Hotel rumgelümmelt, Zeitung gelesen, gebadet, gelesen, Kaffee, Milchshakes getrunken und mir später einen Mix aus Cranberry-Saft und Wodka gegönnt, eine hauseigene Marke, mit viiieel gecrushtem Eis; der Pool leider lauwarm und voller Kinder, ein Tagungs- und Familienhotel eben, aber ausgesprochen günstig und angenehm gelegen, Bungalow-Style; ich bin immer morgens um 7.00h schwimmen gegangen und hab danach mein erstes Frühstück eingenommen,  und die NYT gelesen, das Zweite um 10h mit allen gemeinsam, Denken macht hungrig:  morgens war es schön ruhig, alles schlief noch,  und man konnte im Pool gemächlich ein paar Bahnen ziehen. Erfrischend einzig die kalte Dusche am Pool und die klimatisierten Zimmer, die sehr gross waren, mit einem riesigen Bett und einem Telly, wo ich mir über CNN die aktuellen News runterzog. Leider auch sehr viele schlechte Nachrichten, die News zur Love Parade Stampede in meiner Geburtsstadt hatte mich bei meiner Ankunft erreicht und ich war wütend und fuchsteufelswild, weil ich wusste, daß die Innenstadt für die Menschenmassen nicht ausgelegt ist, das Sicherheitskonzept völlig für‘ n Eimer war. Aber macht nichts, sind ja nur Menschenleben, die man opfert, will man erfolgreich Imagepolitik betreiben. Ich mußte das erstmal verdauen bzw. schleppte das die ganze Woche mit mir rum, ach, man kann das eigentlich garnicht verdauen. Auch die News aus Arizona haben mich nieder geschmettert, die vielen Mexikaner, die von Schleuserbanden an die Grenzen geführt werden, mit nichts als ihrer Kleidung am Leib zu einem 4-tägigen Marsch in die Wüste geschickt werden (wovon sie nichts wissen), wo sie in der Regel verdursten. Man hat sie nicht darauf vorbereitet und sie sind für diesen Marsch natürlich nicht ausgerüstet. Ach, es ist schon alles recht beschissen, wenn man mit offenen Auges durch die Welt geht, die eigenen kleinen Alltagssorgen sind dagegen verschwindend klein. Gleiches gilt für die Situation für Sexworker in den Vereinigten Staaten, sehr bedrückend die Erzählungen, ich will das nicht alles niederschreiben, ich weiss nur, daß die Szene es in Deutschland doch recht gut hat, rechtlich betrachtet, mit starken Abweichungen in den Bundesländern, gejammert wird doch meist nur, wenn nicht genug verdient wird. Babes, ihr wißt garnicht, wie gut ihr es hier habt, obwohl hier auch nicht alles Gold ist was glänzt, wenn ich an Willkür, Razzien und die ganze Heuchelei denke.  Ich bin ja zunächst nach New York geflogen und habe einige Stunden später den Anschlussflug nach Las Vegas genommen. Als ich aus dem Airport kam, erschlug mich eine heisse feuchte Luft, ich bin eh nicht der Sauna-Typ; also in New York: ich hab mir ein Taxi genommen, hatte nur einige  Stunden Aufenthalt und wollte einige Zeit in Downtown, die wertvolle Zeit nicht im Zug verbringen. In Manhattan angekommen, kam ich nicht weit, also bis Soho, wo ich noch ein wenig rumstromerte und eine Eisdiele fand und da bin auch gleich geblieben, Milchshakes gesüffelt, später einen Margarita, erstmal alle rumliegenden Zeitungen verschlungen. Es war einfach zu heiss und ist es wohl noch. Ausser über die Hitze, haben die New Yorker über die geplante Moschee in der Nähe von Ground Zero geschimpft. Irgendwie pietätlos, aber why not? Alle Muslime zu Terroristen zu erklären finde ich völlig daneben, und das ist ja die Logik der Kollektivschuld und der Logik der Moschee-Gegner. Ich bin da etwas hin- und hergerissen. Auf der Rückreise hatte ich Glück, ein längerer Aufenthalt in NYC, die Luftfeuchtigkeit und Temperaturen waren niedriger und ich verbrachte den Grossteil des Tages mit einer Freundin im Central Park. Its huuuge! New York ist nach wie vor meine Lieblingsstadt, vor London, hab dort vor einigen Jahren bei Freunden in Brooklyn gewohnt, im Rahmen eines Studienaufenthalts in U.S. Mir allerdings danach geschworen, das Land nicht mehr zu betreten, solange Apartheid herrscht, unter Bush & Konsorten. Ich fand den alltäglichen Rassismus einfach niederschmetternd und das Elend der Southside von Chicago hab ich live erfahren dürfen, eigentlich ungeplant, da ich mich mit dem Zug verfahren hatte, liegt ja gleich ums Eck von der Uni. The american dream …. aufgelöst, anyway, die Jazz-Clubs waren das einzige, was ich in guter Erinnerung behielt und ich schwor mir, erst wieder dieses Land zu betreten, wenn es eine Hoffnung auf Veränderung gibt. Soviel hat sich mit Obama ja noch nicht geändert, aber er ist ja kein Zauberer, bin über diesen Quantensprung der Geschichte aber sehr glücklich. I have a dream…. und überhaupt. Der Jet Lag hatte mich nach zwei Nachtflügen bei meiner Rückkehr leider ganz in seiner Gewalt. Hab eh schon einen leichten Schlaf und höre noch das Surren jeder Fliege. Ich hätte Melatonin o.ä. einnehmen müssen, das macht das Ganze erträglicher. Hab ich aber nicht. Die Zeitverschiebung steckte mir mehr als über einer Woche in den Knochen und ich habe entsprechend verschoben gelebt und geschlafen; daher muss ich mich bei meinen Anrufern entschuldigen, dass sie mich vormittags/mittags kaum erreichen konnten.  Aber jetzt bin ich wieder da und ausgeschlafen, spitz wie Nachbars Lumpi, sagt man so. Seufz…. Sex und Erotik ist eben doch das einzig Wahre und Gesunde,  neben Reisen, man kann einfach abschalten, sich von den alltäglichen Herausforderungen wegträumen, wegvögeln, spürt sich ganz und gar, manchmal umeinandergekringelt, verschwitzt in Laken gewickelt und geniesst gemeinsam die Libertinage.  In diesem Sinne …

simply Ariane


Zimmer 301

Ich bin ja eine Freundin phantasievoller und vor allem erotischer Rollenspiele.
Bitte nicht verwechseln mit Hardcore BDSM; aufgrund gewisser Anfragen muß ich noch einmal betonen, dass weder Sadisten noch Masochisten bei mir willkommen sind; es kommt beim Wort Fetisch und Rollenspiel gelegentlich zu Mißverständnissen; ich kann jedoch Empfehlungen zu erfahrenen Expertinnen auf diesem Gebiet aussprechen.
Mein Credo: es lebe die Sinneslust und Phantasie.
Für Rollenspiele sind Hotelzimmer und Boudoirs mit klassischem Interieur zwar begrenzt geeignet; interessanter, quasi authentischer wird es, wenn zu einem Thema ein maßgeschneiderter Raum, eben das Setting, verfügbar ist. Hier habe ich eine schöne Empfehlung, die ich immer schon mal posten wollte. Es handelt sich um das Arte Kunsthotel in Berlin; es hat themenbezogene Zimmer, jedes ist von einem singulären Künstler entworfen und ausgestattet. Für die Liebhaber deutscher Vereinigungsgeschichte und Freunde unseres nominierten Joachim Gauck, also Freiheitsfanatiker wie ich, wäre das Zimmer 301 zu empfehlen, der sog. „Spy Room“, das für Gäste soeben fertiggestellt wurde. Alternativ: ein passendes Setting für Geschichtsvergessene und Menschen mit Kurzzeitgedächtnis, wo ich als Therapeutin der Krankheit „Vergesslichkeit“ mit Haut und Haar zu Leibe rücke.
Hier wäre z.B. ein Rollenspiel vorzuschlagen, das man sich am besten als erotischen Agententhriller vorstellen könnte. Der Agent findet ein Versteck hinter einem Spiegel und observiert eine Dame, die sich nichtsahnend entkleidet und geheimnisvolle Telefongespräche führt; alternativ könnte eine heisse Agentin mit Fernglas auf der Lauer liegen und die gegenüberliegende Reichstagskuppel taxieren, von wo das Subjekt der Begierde ggf. herüberwinkt. Ein separater Flur gehört zum Zimmer, an dessen Wänden alte DDR-Geheimkarten vom Grenzgebiet hängen. Der Raum ist auch mit Utensilien aus der Schnüffelbranche dekoriert: Perücken, Schminkzeug, Diktiergeräte, Kamera. Wahrscheinlich handelt es sich um Accessoires, die nicht benutzbar sind. Ich kann allerdings selbiges mitbringen, auch Handfesseln, um einen Herrn im Trenchcoat an mich oder an den Bettpfosten zu binden.
Zu den weiteren Themenzimmern fällt mir sicher auch einiges ein. Natürlich sollte ein Rollenspiel nicht nach Drehbuch ablaufen, sondern einer gewissen Improvisationslust und Spontanität entspringen. Daher möchte ich es mit diesem dezenten Hinweis zum Stasi-Thema belassen, damit einem der Appetit und die Lust nicht vergeht. Mehr Infos zum Arte Luise Kunsthotel hier. Geschichte erleben: wo, wenn nicht hier?!

Weitere Vorschläge in aller Kürze zu folgenden Zimmern:

Endmoräne Berlin – der geeignete Platz, um jemanden in den Tiefschlaf zu massieren

Standby – ein gemütlicher Ort für Dingwelt- und Socken-Fetischisten

Belle de Jour – das geeignete Umfeld, um aus dem gleichnamigen Buch des Callgirls Belle de Jour (natürlich nur im Original) vorzulesen; quasi Escort-Geschichte in Theorie und Praxis, gelesen von einem der heissesten Callgirls Berlins

Philosophenzimmer – Callgirl Ariane aka Diotima liefert sich nach einem Dinner-Date mit einem leidenschaftlichen Intellektuellen einen Schlagabtausch um das einzig Wahre

Nest – möglicherweise ein Himmelreich für Crossdresser; das Interieur – Eier – spiegelt Metamorphosen und Leben, Lebendigkeit wider; ich assistiere bei der gewünschten Transformation und begleite bei der lustvollen Verwandlung eines Mannes, der sich immer schon insgeheim wünschte, Damenwäsche zu tragen oder wie Heidi Klum, Marilyn Monroe auszusehen (meine besten Freunde und Freundinnen sind queer, insofern hab ich hier keine Berührungsängste). Der Schnabel symbolisiert mein gieriges Blasmäulchen, mit dem ich mir deinen wunderbar bebenden Phallus später einverleibe. Ich muß nur noch deinen Rock hochziehen und ….

Der arme Poet – hier wäre eine lyrische Session möglich, indem ich erotische Gedichte rezitiere, als Vorspiel für das Wahre, Echte und Harte, was dann kommen möge

Tiergarten – hier schwebt mir vor, das Thema durch die Rolle einer Strassendirne, wie sie üblicherweise an der Strasse des 17. Juni posiert, erlebbar zu machen. Knallharte, romantik- und sinnfreie Prostitution, bis die Wände wackeln.

Mammels Traum – du wolltest immer schon in die Welt deiner Kindheit abtauchen, als du bei Oma im Federbett gewärmt wurdest und davon träumtest, wie deine frühreife Cousine dich verführt und zum ersten Petting überredet. Trau dich!

Cabaret – auf dieser Spielwiese könntest du mich burlesque-like in entsprechender Aufmachung erleben, als Zirkuspferd, das für dich strippt, natürlich zu passender Musik und nicht zu Lena

Tribute to Edward Hopper – eine unterkühlte Blondine begleitet dich nach einem Abstecher im benachbarten Diner an der Ecke oder einem Martini in der besten Bar Berlins zu einem anschliessenden Tete-a-Titi; wir nennen es den amerikanischen Abend und sprechen durchgängig englisch, bis ich auf französisch einschwenke

Glamour – ich style mich als (Hauptstadt-) Diva und dank meines lasziven Charmes der Bourgeoisie verfällst du meinem unbändigen Verlangen. Für Freunde des Klassenkampfes möglicherweise ein interessantes Terroir. Ich werde dich schon friedlich stimmen und dich mit Kaviar und Champagner füttern bis du k*** und dir deine Revoluzzer-Reden austreiben.

Future Comfort – für Freunde des Minimalismus der geeignete Ort, um mit minimalen Mitteln den maximalen Comfort zu erzielen (comfort; engl. = Trost, Mut zusprechen); ich bin auch eine gute Mechanikerin und kann dich innerhalb von drei Minuten von deiner schweren Last, die du zwischen deinen Beinen seit Wochen mit dir herumschleppst, befreien. Eine Empfehlung für Quickie-Liebhaber oder Schnell-Kommer.

Weitere Szenarios in Kürze.

Ein sonniges Wochenende wünscht Agentin 00Sex


Happy Halloween


Fotos & Werbung

Ich hab immer so meine Problemchen mit Fotos und manchem Fotografen, weshalb ich dazu übergegangen bin, viele Fotos mit Stativ oder Selbstauslöser von mir aufzunehmen oder jemandem meine Kamera in die Hand zu drücken und mich, auf meinen Wunsch hin, auf Zuruf abzulichten, dadurch wirken manche Bilder zwar etwas statisch und nicht ekstatisch, aber mir gefällt’s; die Chemie zwischen Modell und Fotograf muß eigentlich stimmen, sonst kann ein teurer Fototermin schiefgehen, weil man sich nicht entspannt oder einfach deshalb, weil der Fotograf sich nicht auf die Wünsche des Modells einlässt und er seine eigenen Vorstellungen durchsetzen will, sicher irgendwo nachvollziehbar, aber wenn letzteres geschah, kam nicht viel Gutes dabei heraus; ist mir schon einige Male passiert und habe in naher Zukunft nicht vor, auf die Dienste von Profis zurückzugreifen. Dann mache ich es mir eben selbst.
Ich kann auch den üblichen Fotos vieler Escort-Galerien nicht viel abgewinnen, zum einen, weil sie so extrem glatt erscheinen, zum anderen weil ich vom Typ eh kein Playboy-Bunny widerspiegele. Ich mag mir daher lieber gute Amateuraufnahmen anschauen oder meine Bilder, in denen ich versuche, gewisse Phantasien zu visualisieren. Manchmal auch mit einem Augenzwinkern. Ich fotografiere sehr gerne, wenn ich auch eine Amateuse bin, so hab ich doch ein recht gutes Auge. Ich liebe, wie in meinem Photo-Blog „trash brothels“ erwähnt, hyperrealistische Fotografie und Malerei, z.B. von Franz Gertsch. In seinen gemalten Bildern sieht man kaum einen Unterschied zur Fotografie, erstaunlich!

Barbara und Gaby 1974

Barbara und Gaby 1974

Ich stelle euch hier mal einige meiner Lieblingsfotografen vor, die ich sehr schätze.

Terry Richardson, unter Promis sehr beliebt

Pamela Anderson

Pamela Anderson

aus wives, wheels, weapons

aus: wives, wheels, weapons

Diana Scheunemann’s fantastische Aufnahmen

und kann dieses kleine Büchlein von ihr mit sexy Fotos sehr empfehlen

ambisexual

ambisexual

Ed Templeton, hier Bam & Michelle, sehr intim, sehr zart, sehr erotisch

Olaf Martens

und natürlich Noboyushi Araki

Wolfgang Tillmanns

Jürgen Teller

Ich finde es gut, wenn meine eigenen Fotos meinen persönlichen Geschmack widerspiegeln, weil ich mich in erster Linie damit identifizieren muss, das macht sie dann eben unverwechselbar und nicht massenkompatibel, z.B. die Hotel Serien, wenn sie zeigen, wie ich mich in einem Hotelzimmer bewege. Ich bin schon des öfteren wegen meiner Fotos kritisiert worden, weil sie so „anders“ sind. Aber sie müssen ja auch nicht jedem gefallen und wirken so gewissermassen als Filter, im doppelten Sinne. Nun, ich komme mir selbst fremd vor, wenn ich vor einer Linse stehe, sitze oder liege, und dies wirkt sich natürlich auf meinen Gesichtsausdruck aus. Man sagt mir häufig, daß ich auf den Bildern unnahbar erscheine oder unterkühlt und man ist überrascht, wenn ich face2face viel sympathischer, wärmer oder „natürlicher“, aber nicht weniger sinnlich, rüberkomme. Letztlich sind alle Bilder im wahrsten Sinne Momentaufnahmen und verraten nichts über das „Wesen“ eines Menschen. Ich möchte, daß meine Bilder gewisse Phantasien ansprechen und habe mich immer um perfekte Bilder drumherum gedrückt, denn Perfektion ist schrecklich kalt. Natürliche Bilder?! Hmm, suchen denn die Menschen, die meine Fotos ansprechen sollen, wirklich das Natürliche? Inklusive unrasierter Beine und Mu? Ich glaube nicht, die „Natürlichkeit“ ist auch so eine Mär und verspricht das „Authentische“, „Berechenbare“, „Nahbare“, aber wie gesagt, das wahre Wesen können Bilder kaum ausdrücken, noch nicht einmal Texte. „Natürlichkeit“ findet man bei seinem Partner/Partnerin und im Strassenbild; das, was ich mir wünsche ist, „natürliche“ Phantasien, Wünsche und Sehnsüchte anzusprechen, wie es unserer Natur entspricht, Lüste, die oft nicht zu ihrem Recht kommen.

***

Apropos Foto & Werbung; eine der stärksten Kampagnen in der Werbung wurde unter dem Projektnamen „wrong working environment“ für jobsintown.de von der Berliner Agentur Scholz & Friends entwickelt, die sicher für viele ein Begriff ist. Diese erhielt auch den Epica d‘ Or Award 2006.

waschautomat

Ach so, möchte ich nicht unterschlagen, eine Berlin ansässige Fotografin Zsu Szabo ist mir äußerst positiv aufgefallen … he he – danke für den Hinweis Anna Lena – und werde mich bei Gelegenheit mal mit ihr in Verbindung setzen. Hier zwei Kostproben aus ihrem Portfolio:


mein kleiner Bauchladen

oink, oink, gestern ein tolles Schweinchen getroffen und mein Bauchgefühl und meine Ohren haben mich nicht betrogen (dafür viele merkwürdige Anfragen u.a. von Fesselkünstlern, Augenbesamern, einem betrunkenen Rentner in Folge abgelehnt); seit 2 Jahren spielte er mit dem Gedanken, mich zu treffen, gut Ding will Weile haben; konnte er froh sein, daß ich 2009 noch im Dienst bin *muuaah* Wir haben uns nach einem überaus angenehmen Telefongespräch in der letzten Woche also in einem Café getroffen, um uns zu beschnuppern, wie das unter Schweinchen üblich ist, und haben uns gleich gut bei einer „Latte“ verstanden. Nur Freizeitlook hatte ich leicht mißverstanden und eine Lederhose, einen schwarzen Rolli angezogen. Casual, das nächste Mal komme ich im Jogging-Anzug he he…. Nun, Ergebnisse aus der Sexualforschung, gewisse Vorlieben für Lolita-Look-Alikes wurden genauso erörtert wie BJ-Workshops für Hausfrauen und besondere Fetische. Er ist kein Fetischist, aber plauderte aus dem Schatzkästlein, also was ihm andere Damen so zugeflüstert haben und womit man es gelegentlich zu tun bekommt. Fussfetisch erhält eine ganz neue Bedeutung, wenn jemand den Damenfuss komplett in seinem Hintern fühlen möchte. Die abgefahrensten Wünsche, mit denen ich konfrontiert wurde, waren Car Cranking, also dass jemandem einer abgeht, wenn eine Frau den Motor eines Autos mehrfach aufheulen lässt, Unter-Wasser-Blow-Jobbing, Butt Crush – einfach eklig; die Frau soll sich mit nacktem Hintern auf lebenden Käfer setzen und ihn zum Platzen bringen, wird natürlich alles abgelehnt; apropos Platzen, mir ist auch ein Fetisch bekannt, wo gewünscht wurde, daß aufgeblasene Luftballons von einer Frau zum Platzen gebracht werden und das Platzen der Auslöser für einen Orgasmus ist. Letzteres finde ich durchaus originell.
Wir haben uns jedenfalls köstlich amüsiert in diesem hübschen Café im Stil der 20er Jahre, so sehr, daß wir dann doch beschlossen, das Lotterbett aufzusuchen. Kaum hatten wir die Tür durchschritten, rissen wir uns die Kleider vom Leib und das Wort Tuchfühlung erhielt eine völlig neue Bedeutung. Wir haben uns wild und tief geküsst und ich muss sagen, der konnte küssen, auweia, bin sofort feucht geworden; das geht mir zumeist auch bei einem genüsslichen Deep Throat, daß ich beim Blasen feucht werde. Nein, nicht nur in Mund und Augen (Stichwort gagging) *sabber*, sondern zwischen den Schenkeln. Wir haben es sehr schön und lange hinausgezögert und der Blubb war ganz vorzüglich, die Menge und die Qualität, schneeweiss und von vorzüglicher Konsistenz, da hat sich das Schleckermäulchen sehr gefreut. Ist auch für mich eine Augenweide, nicht nur für den Mann, der dabei zuschaut *g*. Er ist Nichtraucher, wobei ich hinzufügen muß, daß auch viele Raucher sehr gut schmecken und dass es sich offensichtlich doch nicht so sehr auf den Geschmack auswirkt, wie ich eine Weile dachte. Höchstens im Zusammenhang mit regelmässigen Bierkonsum, der einen leicht bitteren Nachgeschmack hinterläßt. Für mich gibt es jedenfalls nichts Schöneres, als auf den Knien rumzurutschen und es einem Mann mit dem Mund zu besorgen. Übrigens, die Spitze eines Lümmeltütchens kitzelt immer so in der Kehle; safe ist auch eine Option, die ich regelmässig erfülle, oft wünscht man pur, da kitzelt dann was anderes in meiner Kehle und mann fühlt den warmen, weichen Mund, selbstverständlich ohne Zahn- und Handeinsatz. Im Grunde ist auch Blasen eine extreme Vertrauenssache und dass ein Mann seinen Schwanz dem Mund einer Frau überantwortet ist für mich durchaus vergleichbar, wenn er in die Muschi einer Frau eindringt und sie sich hingibt. Ob im Sattel oder Missi; im Grunde geben beide Seiten sich hin und öffnen sich *g*. Und deshalb ist es eben wichtig zu entscheiden, mit wem man diese Intimität am besten teilt, denn auch eine „öffentliche“ Frau, mein kleiner Bauchladen, ist nicht für jeden verfügbar. Wäre ja noch schöner.


hü & hot

Sau, Sau, jetzt ist aber mal Schluss mit Sau, man bekommt ja einen völlig falschen Eindruck von mir. Natürlich ist eine Champagner-Dusche nicht zu verachten und auch diverse Erziehungsbemühungen von einem Wildschwein zu einem Hausschwein verfehlen nicht ihre Wirkung. Ich verletze auch nur auf Wunsch meiner Spielgefährten das Date-Geheimnis und plaudere über gewisse Details oder Abläufe, wenn ein Beitrag also durchaus erwünscht ist. Ansonsten halte ich mich eher zurück und erzähle eben nicht, daß der Herr, der mich auf Bill Hicks und Red Fox aufmerksam machte, noch etwas mehr zu bieten hatte, was dies im einzelnen genau war bleibt mein Geheimnis. Ich meine mich zu erinnern, daß er u.a. Gottfried Benn rezitierte und die Wirkung verfehlte es nicht, habe dazu bereits Auskunft gegeben, daß es sich bei mir ja ähnlich wie bei Jamie Lee – The Body – Curtis in dem Film „Ein Fisch namens Wanda“ verhält, als Wanda ganz fickrig wird, wenn ihre neue Liebe Archie Leach (John Cleese; Mitglied von Monty Python you know…) sein gereiftes Fremdsprachenvokabular auf sie einprasseln lässt; da reicht die italienische Speisekarte ihres Freundes Otto (Kevin Kline) eben nicht mehr aus. Das ist dann eben Mindfuck im besten Sinne, nicht zu verwechseln mit Soulfuck, wenn also Geist, Herz und Muschi einen schönen Gleichklang erleben. Es scheint eine direkte Verbindung zwischen allen drei Organen zu geben. Dabei ist es garnicht so kompliziert, wie ich mich anhöre, denn ich habe verschiedene Vorlieben, die ich mit dem jeweils passenden Partner teile, wobei natürlich ein politischer Schlagabtausch im Vorfeld oder ein amüsantes oder persönliches Gespräch als Nachschlag auch seinen Reiz hat, wie ich generell Menschen schätze, die neugierig und intelligent sind. Damit meine ich garnicht unbedingt eine akademische Bildung, sondern Common Sense und Herzensbildung. Warum schreibe ich das? Ganz einfach, weil ich mit Menschen im allgemeinen und Männern im besonderen, die über letzteres verfügen, die besten Erfahrungen gemacht habe. Und das auch im Bett. „Dumm fickt gut“ kann ich also umgekehrt über Männer nicht behaupten. „Gut“, damit meine ich nicht „Dauerrammeln, daß nach Arbeit riecht“, wie das eine wohl sehr niwoh-behaftete Escort-Dame aus Wien unlängst hier äusserst un-nett und anonym getwittert hat, sondern zärtlichen Girlfriendsex, der in Pornsex umschlägt, also Petting zum Aufwärmen und richtig schön vögeln und durchgefickt werden zum Erhitzen, alternativ sanftes Aufsatteln und in die Prärie des Federbetts ausreiten. Ich würde der twitternden „Frau Verwöhnung“ vorschlagen, ihren Job zu wechseln; ach nee, sie macht das ja sicher alles aus „Spass“ und Studentin ist sie sicherlich auch. Ich meine, zwischen Kaltschnäuzigkeit und Professionalität gibt es ja wohl einen Unterschied; offenbar hapert es wohl mit ihrer Zielgruppen-Orientierung *böses Wort*. So wie manche Männer ausschliesslich mit dem Schwanz denken (siehe Otto weiter oben, da hilft auch kein Nietzsche), so denken manche Escorts oder Callgirls nur in Dollar-oder Euro-Noten und wundern sich dann, wenn sie auf die „Falschen“ treffen. So eine blöde Kuh; jetzt denken doch die meisten Jungs, daß alle Escorts über sie lästern und sie verachten. Natürlich gibt es Typen, die sind einfach zum Kotzen, aber das bekommt man doch schon bei der Vorstellung, am Telefon mit. Und wenn die Intelligenz, auch die emotionale Intelligenz und Bauchgefühl, nicht ausreichend sind, sie ist ja der Sicherheitsgurt für die Frauen in diesem merkwürdigen Gewerbe, trifft man doch eher in Ausnahmefällen auf den Falschen, wenn er sich vorher also verstellt hat, und dann heisst es eben sofortige Beendigung des Treffens oder einer Kundenbeziehung und nicht: Augen zu und durch. Leider hat fast jedes Callgirl schon die eine oder andere schreckliche Erfahrung gemacht, meistens zu Beginn ihrer Tätigkeit als Hure, Escort whatever … man lernt daraus, von einer Begegnung zur nächsten, sich Idioten vom Hals zu halten und ein Frühwarnsystem zu entwickeln. Wenn man so gar keine Antennen hat, ist man falsch in diesem Job. Antennen bedeutet ja auch Feinfühligkeit und Empathie, und dies sind die Grundvoraussetzungen, sonst kann man sich auf die Bedürfnisse eines anderen Menschen doch garnicht einlassen.

Nun etwas erfreulicheres: ich muss gestehen, daß ich auch eine extreme Vorliebe für Oralverkehr entwickelt habe, ich meine jetzt nicht die 69er-Stellung, eher das Nacheinander, also dass man sich durch das Kreisen der Zunge, mal sanftem, mal heftigen Lutschen zum Höhepunkt bringt. Ich komme dabei leider sehr schnell, wie mancher Mann. Aber ich mag es auch mit der Hand und Fingern an den richtigen Stellen, wenn meine Schenkel eng zusammengepresst sind, das macht mich auch an.

Ich habe seit einer Weile den Verdacht, daß das vaginale Zeitalter an sein Ende gekommen und das schnöde Rein-Raus für die meisten Männer uninteressant geworden ist; also rufe ich vorsichtshalber mal das orale Zeitalter aus: die pure Erotik, der pure Sex, der Mund ist der Schlüssel zum wahren Glück des 21 Jhdt. Glauben Sie nicht? Ich werde es Ihnen zeigen …. obwohl ….
ich auf meine gelegentlichen Ausritte auch nicht verzichten möchte *hüa*


restless & relentless

Nach dem Schrei im Hotelzimmer ging es in den Folgetagen doch sehr gemütlich zur Sache und ich bunkerte mich zuhause ein, beantwortete meine Korrespondenzen und lerne meine Texte für die Lulu-Produktion, gewöhne mich so langsam an die gefallenen Temperaturen, die mein Temperament ein wenig belasten. In der vorletzten Nacht schlief ich unruhig, ruhelos, habe viermal masturbiert und konnte immer noch nicht einschlafen, drei Stunden starrte ich im Dunklen gegen die unsichtbare Decke und malte mir in Gedanken schon das Date des Folgetages aus, welches ich neugierig und ängstlich herbeisehnte; mir war etwas bang ums Herz, ich hatte einen kurzen, aber sehr aussagekräftigen Email-Wechsel und ein Telefonat, wo er mich überzeugen musste, dass er mir auf gar keinen Fall seine Handynummer herausgeben kann. Gut, es ging um einen Besuch bei mir und dafür sind für mich noch mehr Sicherheitsstandards als bei einem Hotelbesuch zu beachten. Nur, wie kommt man zusammen, wenn aufgrund der Terminlage für den Herrn nur ein kürzeres Treffen in Frage kommt und es sich nun wirklich nicht lohnt, für einen kurzen Zeitraum von 1.5 Std. ein Hotelzimmer anzumieten, wie, wenn der Herr nicht empfangen kann, wenn er auf privaten Reisen in Begleitung ist oder beruflich mit Kollegen im gleichen Hotel residiert, was, wenn ein Stundenhotel und Pension nicht angemessen vom Ambiente ist? Nicht alle mögen es trashig, eher die wenigsten. Schwester Susi hat ja nun Abhilfe mit ihrem Daily Spa geschaffen und ganz selten und unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit, besucht zu werden. Und diese Alternative drängte sich auf und weil er mir völlig unbekannt war, war ich doch sehr unruhig geworden, denn unsere Korrespondenz hatte mir den Eindruck vermittelt, dass er etwas von meinem komplexen Wesen erkannt hatte und selbst meinen Humor, meine Schreibe schätzte. Dies kommt ausserordentlich selten vor, weil ein gewisser Humor, Clowning auf Frauenseite zumeist misstrauisch macht. Ich glaube, Clowning wird bei vielen Herren als Verarsche verstanden, auch wenn man sich gar nicht über sie lustig macht, sondern über sich selbst. Ist Selbst-Ironie deshalb ein so seltenes Gut? Habe auch mehr Zyniker, denn Männer mit trockenem Humor und der Fähigkeit zur Selbstironie in meinem Leben getroffen, das ist doch traurig. Ähnliches erzählen mir auch andere Frauen und das sie froh sind, wenn sie auf einen humorvollen Kerl treffen. Und all dies ist meiner jüngsten Begegnung beim Durchlesen meiner Blogs nicht entgangen.

Die Clownsmaske musste ich mir auch in einigen Internet-Foren des öfteren aufsetzen, insbesondere bei redundanten, ermüdenden Diskussionen, als Antwort auf manche Beiträge, worauf ich manchmal den Kopf schütteln muss, weil ich es kaum glauben kann, was ich oft so lesen muss. Dazu schrieb dann jemand öffentlich: „wer will schon eine Nutte ficken, die intelligenter ist als man selbst?“, versehen selbst mit einem clowns-smiley, worauf ich schloss, dass unterhaltsame Satire, Humor bei einer Frau, offenbar nicht gut beim anderen Geschlecht ankommt, aber auch nicht bei vielen Frauen, ja es gibt erschreckend wenig Frauen, die sich trauen, intelligente Witze zu reissen, auch sich selbst auf den Arm zu nehmen, auch gibt es eben wenig gute Frauen als Stand-Up-Comedians. Ich denke mir, dass dies vor allem den Bildern zu verdanken ist, in der Weiblichkeit üblicherweise verstanden wird und dazu gehört erst einmal, den Männern gefallen zu wollen, ist also einem gewissen Anpassungsdruck geschuldet. Und (schenkelklopflerische) Witze zu reissen (ok, kann ich meist selber nicht drüber lachen) passt da einfach nicht ins Bild; ich bin Anhängerin des britischen und des jüdischen Humors (z.B. Woody Allen). Daher hat auch Stand-Up wohl seinen Ursprung im anglo-amerikanischen Sprachraum. Clowns, Comedians sind zumeist sensible Melancholiker, sind dünnhäutig und ihr Humor eine Antwort auf die Welt, ähnlich wie Theater als Spiegel fungiert. Und Humor kann eine Waffe sein, die scharf zielen kann, weshalb auch immer wieder Programme von Komikern, Kabarettisten, Stand-Up’s zensiert werden. Das ist wohl auch die Antwort auf die Frage, „who’s afraid of clowns …“, wozu es bei Google über 438.000 Einträge gibt und sich verschiedene Erklärungen anbieten.

Ich erwähnte an anderer Stelle, daß das Gehirn das grösste Sexualorgan ist, und ich meine jetzt nicht nur Kopfkino und sexuelle Phantasien, die sich darin abspielen. Das Gehirn ist quasi meine Achillesferse, meine Schwachstelle, ich kann mich ohne weiteres in Worte verlieben, was mir dreimal in meinem Leben passiert ist, aufgrund von Briefwechseln. Und so wird meine Muschi nicht nur feucht, wenn ich genüsslich an einem Schwanz lutsche, sondern auch, wenn ein Bildungsmensch rezitieren kann, z.B. Gottfried Benn, was ja heutzutage nur noch die wenigsten tun, können oder wollen. Wahrscheinlich weil Männer aus anderen Milieus diese dann als „verweichlicht“ betrachten und diffamieren, obwohl ich persönlich unter „Verweichlichung“ neurotisch-narzisstische Muttersöhnchen verstehe, die später aus ihrer Partnerin eine Mutti machen bzw. auf Frauen treffen, die sich selbst zur Mutti machen und ihren Mann mit Vati ansprechen. Man kann diese sekundäre Infantilisierung bei vielen Paaren beobachten. Bei aller Schönheit der Vertrautheit: wie soll mann zum Beispiel da geil werden?! Schickt mal alle Muttis in meinen Blow-Job-Workshop für Anfängerinnen *g*, obwohl, nicht missverstehen, ich biete keine Paar- oder Sexualtherapie, nur Coaching. Aber warum so viele Frauen keine Lust haben, einen Schwanz zu lutschen, ist mir unerklärlich. Wurden sie traumatisiert durch ungewaschene Schwänze, durch Nötigung, auch Nötigung, sich Pornos anzuschauen und glauben nun, dass sie sich in ihrer Frauenehre degradiert fühlen, wenn sie einen Schwanz lutschen? Ich meine, Sex bedeutet Austausch, Lust, es macht einen doch selbst geil, wenn man dem Partner Lust bereitet, so wie viele Männer gerne Frauen mit der Zunge verwöhnen und nur dann wirkliche Lust bekommen, so gibt es Frauen, die tatsächlich gerne orale Freuden schenken, weil es sie selbst anmacht. Irgendwas muß schief gelaufen sein, was die Sex- und insbesondere orale Unlust bei vielen Paaren betrifft, und ich spreche jetzt nicht von Ursachen, die in Erkrankungen zu finden sind oder in den Nebenwirkungen von Medikamenten. Auch hier gibt es sehr viele loyale Partner und Partnerinnen, die weiterhin ihren Mann, ihre Frau lieben, selbst wenn der Sex-Entzug nicht leicht zu händeln ist. Ich bin in einer ähnlichen Situation und habe kein schlechtes Gewissen, dass ich mir gelegentlich woanders hole, was ich brauche. Schliesslich machen das die allermeisten Männer genauso. Wie sage ich immer: in der Liebe monogam, beim Sex schön promiskuitär … wir Menschen sind sexuell nicht auf Monogamie geeicht, sondern biologisch auf das Gegenteil, weshalb ich als Kantianerin auch Darwinistin wurde.

Mein bereits oben angekündigtes Date, welches ein relativ kurzes und sehr vergnügliches war, hatte es eben in sich, was die Anspannung davor betraf, das Ängstliche vermischt sich mit dem Unbekannten, denn man weiss ja nie, wem man bei einer intimen Begegnung erwarten darf; jener welcher sei also dieser Text gewidmet, da er mich u.a. auch auf einen grossartigen Stand-Up-Comedian aufmerksam machte, der mir bislang entgangen war und einige Schnipsel konnte ich mir – youtube sei Dank – heute morgen zu Gemüte führen; Stand-Up ist neben Erotik und den schönen Künsten meine zweite Leidenschaft, und ich meine jetzt nicht die Kunst der Schwanzanbeterin Ariane de Saint Phallus und auch nicht den doppelten Sinn von Stand-Up, der mich als streitbare Aktivistin kennzeichnet, wenn ich für einen liberalen Umgang mit Sex im allgemeinen und bezahlten Sex im besonderen plädiere. Sondern die Geschichte des Stand-Ups und das Wesen der meisten schonungslosen Aufklärer und Hofnarren. Als „Goldschwanz“ habe ich bislang ein wenig im Netz gewütet, noch selten auf der Bühne, aber ich habe ja auch erst im März meinen allerersten Auftritt gehabt und noch wenige schlossen sich an. Übung macht die Meisterin wie beim Schwanzlutschen, das dauert eben seine Zeit. Fingerspitzengefühl ist an dieser Stelle eben nicht alles.
Nun, ich habe mich der Geschichte des Stand-Ups bislang nicht gewidmet und diesem Herrn sei Dank ist diese Lücke fast gefüllt. Nachdem ich ihn traf, habe ich sogleich seine ausgesprochenen Empfehlungen nachgeschlagen und bin fündig geworden. Ein deutschsprachiger Artikel über Bill Hicks sei für die des englischen nicht so mächtigen daher angeführt. Leider ist Bill nur 32 Jahre alt geworden. Meine Lieblings-Stand-ups sind Joan Rivers, Patrick Kielty, Leo Bassi und David Hoyle (ein Portrait), allesamt ausserhalb Deutschlands angesiedelt, sprich U.S., U.K. und Spanien. Ich will mich schon sehr lange für die clowning-schule von Bassi anmelden, ein workshop, den er leider viel zu selten veranstaltet, aber immer fehlten mir zum passenden Termin die Mücken bzw. war ich anderweitig umtriebig und habe den Termin nicht wahrnehmen können. Auf Bassi bin ich vor knapp sechs Jahren gestossen, eine Offenbarung, auch jener, der mich mit ihm bekannt machte. Dies muss ich unbedingt noch nachholen, denn eine Nutte, die den Hofnarren spielt, ist nun wahrlich einzigartig.