alle Jahre wieder

kommt zwar nicht das Christkind, aber die VENUS nach Berlin, die europäische Erotik-Fachmesse. Porn-Stars und Cam Produzenten, Adult-Entertainment-Plattformen, die neuesten Web-Produkte, virtuelle Kontaktbörsen sind dort ebenso vertreten, wie Hersteller von Dildo-Innovationen und Sexmaschinen, die ich vor Jahren dort getestet habe. Mit Life Performance und Live-Orgasmus. *gg* Ausserdem war ich als Hostess am Gemeinschaftsstand des Berliner Werbeportals Berlin Intim aktiv, wo sich auch erstmalig Bordelle aus Berlin, Betreiber und Damen der Horizontalen vorstellten und gerne alle Fragen des Publikums beantworteten. Ich hatte dort u.a. meine Love School vorgestellt, auch hübsche Flyer dafür anfertigen lassen, manch ein Messebesucher wollte sogar, dass ich sie signiere. *g* Jedenfalls war das ein Riesenspass mit all meinen Kolleginnen und Kollegen und ich werde diesjährig, also ab morgen für ein paar Tage wieder dort rumturnen, Promotion und Performance treiben und sicher wieder einige Bekannte treffen, worauf ich mich schon freue. Die Leute aus dem Sex-Biz sind meist recht unkomplizierte Leute. Besonders haben es mir die schwäbischen Tüftler und Sex Maschinen Hersteller angetan, auch auf die japanischen Sex Dolls und Sex Robots freue ich mich. Ihr erkennt mich am Kaufmich Shirt, die dort erstmalig aktiv sind. Voraussichtlich trage ich Perücke und einige Buttons meiner politischen Freunde und werde mich auch zum Thema Sexworker Rechte öffentlich auslassen.

Hier ein paar Impressionen von meinem letzten Venus-Besuch. Mal mit, mal ohne Perücke, ein ganz schlimmer Finger. Bis bald, ich halte euch auf dem laufenden … bleibt mir gewogen!:D

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Escort auf japanisch – Ausbildung zur Geisha

Willkommen im Sommerloch-Theater!

Abb. Ariane G.

Abb. Ariane G.

Ich erteile Herrn Suizido das Wort:

Drill zur Premium-Unterhaltungskünstlerin

Fernsehkritik: „Geisha-Azubi“ (arte)

Wie aus einem stinknormalen fünfzehnjährigen Dorfmädchen in Jeans eine Maiko, weiß geschminkt und in traditionellen Kleidern gehüllt, wird, davon berichtet diese einfühlsame Dokumentation aus Japan. Als Maiko bezeichnet man die Auszubildenden zur Geisha. Und Ausbildungsjahre sind keine Herrenjahre, es dürfte sich wohl um eine der härtesten Ausbildungen weltweit handeln. Um später erfolgreich zu sein, muss eine Geisha anmutig, charmant, gebildet, geistreich und schön sein, sie muss die Etikette einwandfrei beherrschen, bei jeder Gelegenheit Haltung bewahren können. Die Ausbildung absolviert sie in der Großstadt Kyoto, was für unser Dorfmädchen schon mal ein ziemlicher Kulturschock ist. Wenn man die strenge Lehrmeisterin und die ärmliche Behausung sieht, in der sie wie in einer Art Wohngemeinschaft mit den anderen Maikos wohnt, dann muss man wahrlich durch eine harte Schule gehen, ehe man als Mitglied die glanzvollen Tradition Japans vertritt.

„Die Männer kommen zu uns ins Teehaus, um sich von uns in eine geheimnisvolle, phantastische Welt führen zu lassen“, spricht eine fertig ausgebildete Geisha unterwürfig ins Mikrofon. Eine Geisha muss die perfekte Gesellschafterin, geübt in gescheiter Konversation, eine perfekte Sängerin, eine perfekte Tänzerin und eine jederzeit aufmerksame Gastgeberin sein. Mit anderen Worten ein weibliches Rollenklischee erfüllen, was emanzipierten Frauen hierzulande pfui-bah wäre. Grundsätzlich, so erfahren wir, dürfe ein Maiko niemals widersprechen, sondern habe allen Direktiven, ob sie von den älteren Maikos, den fertigen Geishas oder der Lehrerin (Okasan) befohlen werden, bedingungslos auszuführen. Sie darf keinen Kontakt zu ihren Eltern aufnehmen, sie darf ihre Persönlichkeit nicht entfalten, sie hat sich anzupassen: mit 15 Jahren. Das klingt wie ein Ding der Unmöglichkeit.

Aktuell gibt es Japan ca. 1.000 Geishas, eine aussterbende Tradition. In den Zwanziger Jahren waren es noch über 80.000 Geishas.

Selbst der wöchentliche Friseurbesuch, der notwendig ist um ein traditionelles äußeres Erscheinungsbild zu gewährleisten, ist alles andere als ein Vergnügen. Die Haare werden so stark zurückgekämmt und gespannt, dürfen danach für eine Woche nicht gewaschen werden. Was man auch immer erfährt, es folgt eine Grausamkeit auf die nächste harte Bewährungsprobe. Ein Kimono, ein traditioneller Umfang kostet 6.000,00 Euro und der Kunde erwarte es, aus ungefähr vierzig verschiedenen Varianten auswählen zu können. Die Ausbildung, die die Schülerinnen selbst zu tragen haben, kostet monatlich 2.500,00 Euro. Alles muss sie dann als ausgebildete Geisha mit ihren Aufträgen zurückzahlen, sodass sie frühestens nach zehnjähriger Berufsausübung anfängt Nennenswertes von ihrem Honorar behalten zu dürfen.

„Ich habe keine Zeit für Verabredungen und deshalb habe ich auch keinen Freund. Wer an einer Beziehung oder auch nur an einer Affäre interessiert ist, der kann in diesem Geschäft nicht überleben“, sagt eine Geisha mit gelassener Selbstverständlichkeit.

Nachdem sie ihre Eignungsprüfung nach einem halben Jahr bestand, darf sich unsere Azubine erstmals in Männergesellschaft begeben. Zwei Stunden dauern alleine das Ankleiden und das Schminken, bei dem sie ihre Kolleginnen doch recht forsch kritisieren. Das offizielle Ritual zur Einführung in den Status rührt einen fast zu Tränen, derart würdevoll geht es zu. „Jeder hat doch seinen Traum, ich habe meinen verwirklicht“, sagt die Maiko mit sichtlichem Stolz. Ihre Mutter weint im Hintergrund und die Tochter schafft es, nicht mitzuweinen. Was eine solide Ausbildung so alles ausmacht.

Anmerkung von mir: Die monatliche Ausbildungsvergütung erinnert mich übrigens an die „nur“ einmaligen Einstiegs-Kosten für Sedcard-Erstellung einer bekannten High-Class-Escort-Agentur. Dabei ist Photoshop nun wirklich nicht teuer, nur in der  professionellen Anwendung sind uns die Fotografen etwas voraus. Ich mache meine Bilder nur noch selbst.


Kurtisanerie * Stilblüten *

Eurer Goldschwanz treibt ja schon seit einiger Zeit ihr Unwesen in deutschen Paysex-Foren, wo bekanntlich Berichte über Damen veröffentlicht werden. Daher hatte es mich auch schon früher gelegentlich in den Fingern gejuckt, mal umgekehrt über ein Date zu berichten.
Zur Abwechslung, ich habe im Archiv gewühlt, werde ich euch einige Stilblüten in Sachen Date-Beriche aus Frauen-Sicht servieren, die ich in 2008 und 2005 geschrieben habe.

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„Das nenne ich doch mal ein Date“ – published 2008 VB/MC

Nach langer Zeit hatte ich das Vergnüngen, mal wieder einen mir liebgewonnen Herrn zu treffen, der mich in gewisser Weise seit Beginn meiner zweiten Karriere als Kurtisane kennt und begleitet; zweimal hatte es leider nicht mit der Terminplanung geklappt, aber alle guten Dinge sind Drei!
Ich also ein sehr schönes Apartment reserviert, das ich stundenweise in Berlin mieten kann, und fast zeitgleich trafen wir am Ort des Geschehens ein; er sah so schön seriös aus, im dunklen Anzug, dazu ein langer Wintermantel, ich mag gut gekleidete Männer mit einer ruhigen, nicht hektischen Art; noch lieber, wenn sie sich nackelig gemacht haben.
Das Apartment ist angenehm hell und freundlich, sehr gepflegt und hat ein sehr großes Queen-Size Bett, das von schönen an den Pfeilern zusammengefaßten duftigen Vorhängen und mehreren Spiegeln eingefaßt ist, auch kann man sich an der Decke betrachten, wenn die Leiber so schön eng umschlungen sind.
Ich wußte ja schon aus der Erinnerung, daß er, ich nenne ihn mal R., einen wohlproportionierten Körper , eine schöne weiche Haut hat, gleichfalls muskulös an den richtigen Stellen verteilt und angenehm duftet.

Männer mit Muskelpaketen und Waschbrett, gar mit scharfen Kanten, wo die Knochen z.B. Beckenknochen extrem vorstehen, sind nicht so wirklich mein Ding und beim Vögeln auch nicht wirklich angenehm zu spüren. Ich mag gerne kuscheln und da ist mir ein schlanker Mann, der sich angenehm weich anfühlt wie R. es tut, aber auch mancher Teddybär lieber. Mir fällt auf, daß heutzutage viele Männer, ähnlich wie Frauen an ihrer Figur, auch an ihrem Körper, Bauch rum kritteln, dabei finde ich es garnicht unangenehm, im Gegenteil; ähnlich wie ein kleines Bäuchlein bei einer Frau sollte sich alles schön weich anfühlen und nicht eckig.

Zurück zum wesentlichen; ich wußte ja bereits, daß er sehr gerne und ausdauernd verwöhnen und mit seiner Zunge sehr gut umzugehen weiß, aber diesmal begann ich, als wie sonst bei unseren Dates meist umgekehrt, mit meiner Nase und Zunge Körperkontakt aufzunehmen. Er ist nur dezent parfümiert und duftet am ganzen Körper unglaublich gut, obwohl er sich dort nicht parfümiert (ich mag auch bei meinen Männern kein übermäßiges Eau de Toilette, das alle Sinne betäubt, geschweige unten rum, also im Genitalbereich).
Nach einem intensiven Rumgeknutsche arbeitete ich mich langsam nach unten und strich zart mit meiner Zunge über die Innenseiten seiner Schenkel, über seine schön rasierten Eier und dann langsam zur Schwanzspitze hoch. Das ging so eine ganze Weile bis wir wieder rumknutschten und er mich zum Stille-Halten zwang und ausgiebig meine Muschi verwöhnte, die garnichts Gutes mehr gewöhnt ist, so schien es mir, und er ließ mich schön und genau am richtigen Punkt zappeln; auch der richtige sanfte Druck auf der Clit, nicht zu stark, nicht zu schwach, kein unrasierter Bart störte, kein gefühlloses Gefingere in oder außerhalb der Muschi, das eher abturnt. Aber bei ihm ist es eine wahre Wonne, herrlich!!!!!!!!!

Und ich hatte alsbald auch einen schönen und heftigen Orgasmus. Ich mag Männer mit der Einstellung – ist die Frau glücklich, geht es dem Mann gut, aber auch umgekehrt – so kommt jeder auf angenehmste Weise auf seine Kosten. Es muß nicht immer alles simultan verlaufen. Selbstverständlich erwarte ich im Paysex-Bereich nicht solche Wonnen und das Wohl meines Gastes steht für mich im Vordergrund. Aber wenn es der Zufall so will, bin ich natürlich hin und weg, wenn jemand bei mir auf die richtigen Tasten bzw. erogenen Zonen zu spielen weiß. Ich revanchierte mich natürlich, nach einer kleinen Verschnaufpause, sehr befriedigt und mit glasigen Schlafzimmerblick, widmete ich mich zunächst seinem Johnny, schönes FO langsam und nicht zu rasch, und einem schönen Ritt auf ihm, bis er kam, kein lautes Gestöhne und blödes Drauf-Los-Gerammel, sondern ein richtig schöner Fick, wobei ich mir dabei noch zusätzlich die Klit streichelte.

Ich dachte zunächst, wir hätten uns nur für eine Stunde verabredet, weil im vorhinein nicht weiter über die Zeit gesprochen worden war, aber R. hatte Lust auf mehr, sodaß ich das Zimmer kurzfristig telefonisch verlängerte und wir uns einer weiteren Stunde ungestört unseren Lüsten hingeben konnten. Dazwischen verweilten wir natürlich in einer unangestrengten angenehmen Plauderei, die auch nicht zu lange dauerte, denn schon knutschten wir bald wieder rum und widmeten uns abwechselnd unseren oralen Vorlieben. Ich kam selbstverständlich bei ihm ein zweites Mal – was üblicherweise nicht selbstverständlich ist (wird auch meist nicht vermißt), für Schauspielerei fehlt mir auch jegliches Talent, aufgrund seiner sagenhaften Zungenfertigkeit. Ich kann nur jede Dame beglückwünschen, die ihn datet. Ich hatte ein wenig schlechtes Gewissen, weil er sich in der zweiten Stunde hauptsächlich mir und meiner Muschi widmete, die schon feucht und leicht angeschwollen vom ersten Mal war, die nächste Woge deshalb kaum erwarten konnte. Leider fehlte dann ein wenig die Zeit für eine entsprechende Gegenleistung, aber das stand für R. auch nicht im Mittelpunkt, er ist nicht so sehr Orgasmus-fixiert und braucht es schnell mehrmals hintereinander, für ihn steht der Genuß einer Frau im Mittelpunkt, das macht ihn weit mehr an. Bei sehr wenigen Begegnungen, wo die Chemie 100% stimmt, kommt manchmal der Gedanke auf, hmm so jemanden hättest du gerne in deinem Privatleben kennen gelernt, wer weiß, was daraus geworden wäre … und ich meine damit nicht nur die sexuelle Harmonie, sondern auch die Sympathie und den Charakter, vor allem die Intelligenz und Diplomatie, die ich auch aus so manchen Beiträgen von R. im Forum herauslesen konnte.

Nun, ich freue mich auf ein nächstes Mal und ich hoffe, nicht wieder knapp 1.5 Jahre warten zu müssen :rotfl: und danke dir, R., an dieser Stelle für diese wonnigen Nachmittagsstunden und ein Boyfriend-Erlebnis vom Allerfeinsten.

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„Besuch bei ihm“ – published 2005 VB

Es ist immer wieder dasselbe: da trifft man die tollsten Kerle, auch die in VB mitlesen, aber nichts schreiben; daher ein kurzer Zwischenbericht zu F. aus VB, den ich gestern abend für drei Stunden besucht habe. Ich sag euch, seinen Schw…. werde ich so schnell nicht mehr vergessen ….
Er wohnt in einer kleinen schnuckeligen Wohnung im Südwesten von Berlin. Überall Kerzen, die leuchteten, da war eine wunderschöne Atmosphäre …. nur die „Schwarze Mädchentraube“ (von Geschmack, Wirkung ähnlich wie roter Krimsekt), die er mir einflößte, ist mir sofort ins Blut gegangen und hat mir ein wenig zugesetzt, es war ja auch schon später als ich dort ankam (erst um 22.30h), aber der süße F. hatte bis spät gearbeitet und sich mal wieder für den Rechtsstaat aufgeopfert ….
Jedenfalls schon beim Ausstieg aus dem Aufzug empfängt mich ein super gut aussehener Kerl in einem ärmellosen Shirt, mit engen schwarzen Hosen, und ich konnte seinen knackigen Po und alles andere schön sehen, klasse ich hatte auch eine enge schwarze Jeans an, das konnte ja nur gutgehen; gleiches Beuteschema weil gleicher Geschmack…. (Nachtrag 09; Männer haben meist so einen schönen festen Po ist mir aufgefallen, wie Marzipan)
Einen Super Lolli hat der F. und vor allem, seine total rasierten und glatten Eier habe ich schön sanft mit meiner Zunge massiert …. er nahm sich Zeit, um sich von mir verwöhnen lassen, aber die „Mädchentraube“, nix für Ariane …
ja und plaudern kann man auch herrlich mit ihm, weil er so wunderbar sarkastisch sein kann und einen trockenen Humor hat, sowas mag ich (nix F., du bist kein Zyniker). Also Mädels traut euch, wenn F. aus Berlin-Z. sich bei euch meldet, schnell reagieren und zusagen, sonst verpaßt ihr was……Bewertung eine glatte Eins und ich freu mich schon aufs Picknick im Freien lieber F.

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„Kohlsuppenpsychopath und Automat“ – 2005 published VB

Erst habe ich ja überlegt, diesen Beitrag als Warnung ins Frauenpanel zu stellen, aber vielleicht eignen sich folgende Begebenheiten, die sich an einem herrlichen Wintertag im Februar abspielten, sprich heute, auch mal dazu, über kuriose Erfahrungen von Damen in diesem Gewerbe herzlich abzulachen, wenn es nicht eigentlich zum Weinen ist.

Der Samstag fing eigentlich gut an, strahlend blauer Himmel, die Sonne schien und einige Anrufe von aktiven Zeitungslesern und Internetusern verirrten sich auch zu mir. Ich war bester Laune und vor allem geil, weil ich diese Woche f*mäßig doch ziemlich faul war.

Da ruft mich doch ein Jungspund an, ein Tim aus Steglitz, er klang am Telefon nicht nur ganz heiß und interessiert, er schien auch seriös zu sein, ich war zwar kurz etwas irritiert, als er in einem Nebensatz erwähnte, daß er mit seiner Großmutter in einer 3-Raumwohnung zusammenlebte, packte jedoch mein Köfferchen und los gings im rasenden Tempo durch die Stadt. Gerechnet hatte ich mit einem etwas schüchternen Studenten der Sozialpädagogik, weil wer ist so altruistisch und lebt mit seiner Großmutter zusammen. Was mich dann erwartete war der reinste Horror. Ein Typ mit irrem Blick öffnete die Tür, die Wohnung stank nach Kohl- oder Erbsensuppe, Knoblauchpillen und den Ausdünstungen sehr alter Leute, die Oma kam um die Ecke geflitzt und hat nicht schlecht gestaunt, daß so ein Supermodel plötzlich in dieser ranzigen Bude um Einlaß begehrte. Der Typ hat die Oma aufs Sofa geschickt, die Wohnungstür dreimal abgeschlossen, na ja, und ich mich umgezogen, nachdem ich aber vorher freundlich angefragt habe, ob ich ihm denn life auch gefalle, was er auch bestätigte. Wohl war mir von Anfang an nicht. Als ich in entsprechender Aufmachung, vom Bad in sein Zimmer geschlichen, vorsichtig nach Oma umgesehen aber ungesehen vor ihm stand, glotzte er immer an mir vorbei, es stellte sich heraus, kein schüchterner Student, sondern einer, der irgendwo im Forst die Bäume abholzt. Seinen grauen Schiesser-Feinripp und olle Socken hatte er auch noch an, ich erst mal Small-Talk, um seine Unsicherheit etwas zu dämpfen, aufs Bett gesetzt … und …. nix passiert und er bat mich dann, doch besser zu gehen, das Taxigeld dürfe ich behalten, aber irgendwie könne er nicht. Wie soll ich sagen, es war noch mehr Ungesagtes in seinem Ausdruck, er hatte so was Amokhaftes, Psychopathenhaftes … Ihr kennt ja alle den Film „Taxi Driver“. Mehr muß ich dazu nicht sagen und ehrlich gesagt, ich war froh, abzuhauen, nicht ohne ihm, nachdem er die Wohnungstür mit drei Umdrehungen wieder aufschloß, zu sagen, daß das ja eine schöne Verarsche sei, Strip for Nothing, und daß ich das ins Internet stelle, um andere Escorts zu warnen, damit sie sich nicht umsonst auf den Weg machen. Das hat ihn sichtlich beeindruckt.

Naja dachte ich, dumm gelaufen, aber heil rausgekommen, rufe ich einen mir bekannten Stammkunden an, der mich am Freitag noch vergeblich versuchte zu erreichen, und der auch prompt Zeit hatte. Zu Fuß durch Steglitz, weil Taxi sparen war jetzt angesagt, und mit der U-Bahn nach Wittenau. Ich hab so meine Robin-Hood Methode, die Gut-Verdiener etwas mehr und dann mit Taxi; Arbeiter, Arbeitslose und Studenten weniger (wird von mir gecheckt, keine Sorge *g*) und dann mit U-Bahn. Aber verteilt wird nur an mich. Vor meinem langen England-Aufenthalt hatte ich ihn ein paar mal getroffen, 1.5 Jahre her. Er ist harmlos und geistig leider sehr beschränkt, nicht arbeitslos, aber trotz 40std woche recht arm, quasselt die ganze Zeit, auch beim F*n, erzählt was von neuen Handy-Typen, dem Schiedsrichterskandal und wohin das alles noch führe in diesem Land, sonst meine Themen, aber das ist ein notorischer Monologist, der überhaupt kein Talent zum Zuhören, zum Gespräch hat, der einmal im Jahr eine Busreise mit seinen Eltern nach Österreich macht und seit 20 Jahren in einer dunklen, muffigen Bude als Single haust. Ich hatte schon bei den letzten lange zurückliegenden Treffen manchmal gedacht, ein Aufnahmegerät mitzubringen und das Gequassel in einer Kabarettnummer zu verarbeiten, einfach einmalig. Jedesmal bittet er mich, verschiedene Stöckelschuhe anzuziehen, ansonsten existiere ich als Person garnicht wirklich, und sein Nackenhaar auszurasieren, was ich immer gerne bereitwillig tue. Desweiteren breitet er dann, nachdem er an seinem Puller rumgenestelt hat, ein häßliches Handtuch auf dem Fußboden aus, auf das ich mich legen darf, er steckt ihn rein und das wars. Ein echter Automat.
(Nachtrag 09; dies waren entscheidende Erfahrungen, warum ich in der Folge nur noch in Ausnahmefällen einen Hausbesuch absolvierte und mein Honorar anhob)

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„real story, der abend der brüder und viel blut“ – 2005 published VB

Ihr Lieben, ich muß mal wieder eine Story loswerden, nachdem ich ja längere zeit hier nicht geschrieben habe. Es ist keine story wie beim Kohlsuppenpsychopath, aber hat mit einem Escort Besuch, aus dem dann eine fast unbezahlte woche und viel Arbeit wurde, zu tun.

Ich erhielt für den 25. Juni, für den Samstag vor einer Woche, die Anfrage, zwei Brüder aus Süddeutschland zwecks Junggesellenabschiedsbla…(der eine wird bald heiraten, leider die falsche und er weiß es) durch das Berliner Nachtleben zu begleiten, für einen Zeitraum von 3-6 Stunden. So genau wußten sie es dann doch nicht.
(Es sind dann 7 Tage draus geworden)
Macht ja nix, Sympathie entscheidet über die Dauer und ein gewisses Maß an Flexibilität meinerseits kann man ja erwarten. Also ich los zum Hotel, wo zwei süße Burschen im Alter von 23 (der, der heiratet) und 36 (alleinerziehend) auf mich warteten. Geplant war Cocktailbar, Kitkatclub und mehr. Wir vereinbarten eine Summe für die erste Hälfte des Abends vorab zu zahlen, ab Mitternacht die zweite Hälfte, weil sie keine Erfahrung mit Escorts hatten und die Sorge, daß ich mit der Kohle abhaue. Bei Ankunft im Hotelzimmer konnte ich nicht wirklich über die beiden herfallen, sie waren so schüchtern und zogen ein langsameres „Kennenlernen“ vor, sodaß wir erst mal in die Cocktailbar am Lützowplatz abschwirrten, die ich zwar von den Drinks, aber nicht von der furztrockenen Atmosphäre, die höchstens zu einem noch trockeneren Martini paßt, empfehlen kann. Da es noch relativ früh war, schlug ich vor, noch einen Abstecher ins Kumpelnest zu wagen, wo wir drei klasse Gespräche führten, leider auch sehr persönliche, sodaß auf einmal die Freier-Hure Beziehung komplett aufgehoben war und ich beschloß, die beiden ab Mitternacht für umsonst zu eskortieren. Die beiden waren mir so ans Herz gewachsen….
Mit dem Kitkat-Club war dann nix, da wegen CSD hauptsächlich Homos dort waren, wie ich im Kumpelnest erfuhr, und wir uns diesen Ausflug schenkten. Dafür sind wir dann ins Maria am Ostbahnhof, wo erstklassige Musik aufgelegt wurde, wir alle bester Stimmung waren, und ich die Jungs auf einen Drink einlud. Zu Sex kam es dann nicht mehr, dafür zu einer Einladung ins Rammstein-Konzert am nächsten Abend, die beiden hatten drei Tickets, ein Freund war abgesprungen. Ich dann gegen 4h morgens ab nach Hause, um noch in einer Kneipe um die Ecke bis 6h früh mit zwei männlichen Zwillingen abzutanzen. Einer spielte eine kleine Trompete zur Musik, die der andere auflegte, und ich machte vor lauter Freude einen genialen Strip, und bin dann erschöpft und zufrieden und gänzlich ungef* nach Haus ins Bettchen.
Natürlich verschlief ich den ganzen Tag und hatte schon kein Bock mehr auf Rammstein. Die Jungs ließen jedoch nicht locker, sodaß ich mich dann doch aufraffte und einen schönen Abend in der Wuhlheide verbrachte und ein tolles Rammstein-Shirt und eine abgelaufene Bratwurst geschenkt bekam. Anschließend dann noch gemeinsam in eine nette Bar direkt an der Spree und richtig gute Mucke gehört. Der Abend klang dann damit aus, daß wir uns zum Frühstück und zum Schwimmen im Spreeschiff am nächsten Morgen verabredeten. Nur zu empfehlen….. tja und nach dem Schwimmen? Es stellte sich heraus, daß der ältere Bruder doch nicht so ganz schüchtern ist; immerhin dreht er Fetisch- und Folterfilme, hätte ich nicht gedacht, so brav wie er aussah. Nach dem Schwimmen und vor ihrer Abreise am Montag, erzählte er mir von diesen Filmen und das er diese Woche zwei drehen würde und noch eine gute Setfotografin gebrauchen könnte, aber das war nur vorgeschoben, er hatte sich kurzfristig in mich verknallt. Ja fotografieren kann ich… und kurz entschlossen, da keine wichtigen Termine anstanden, mein Köfferchen gepackt und ab nach Süddeutschland, wo wir abends spät aber pünktlich zum Feuerwerk des hiesigen Johannisfests in Mainz ankamen, die schwangere Else des kleinen Bruders mit langem Gesicht antrafen, am nächsten Tag Kunstblut mixten und eine Dornenkrone beim Floristen in Auftrag gaben, ich für Mann und Kind Spaghettis kochte (also der ältere Amorekasper) und am Mittwoch dann zum Drehort in ein Provinzkaff in der Nähe von Darmstadt fuhren und uns eine Horde Rheinländer und Ruhrpöttler (meine Herkunft, wie schön….), alles Darsteller und Kameraleute, erwarteten, mit denen ich erst mal ein Tütchen rauchte. End vom Lied war, daß ich um 6h aufstehen mußte (für ein mickriges Honorar), wir drei Tage von 8h morgens bis spät abends drehten, ich mir meine schönen Beine bei einem kleinen Unfall ruinierte, trotzdem fotografierte bis mir schlecht wurde, vor allem wenn ich daran denke, was man alles mit den beiden Hauptdarstellerinnen angestellt hat. Ein Riesen-Rettich wurde in die Mu der Nonne geschoben, die Hexe wurde auf einer Streckbank mit Peitschen von Henker und Knecht drangsaliert und dann ans Kreuz geschlagen, nachdem man ihr einen Riesen-Holzklotz zwischen die Beine geschoben hatte uvm. Aber es waren super Tage, die für mich mal nix mit F* zu tun hatten und vor allem einen echten Unterhaltungswert mit den Jungs und Mädels aus dem Rheinland.
Am Freitag abend dann zurück nach Berlin, wo ich völlig erschöpft nach der Woche und weit nach Mitternacht einschlug.

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Fotos & Werbung

Ich hab immer so meine Problemchen mit Fotos und manchem Fotografen, weshalb ich dazu übergegangen bin, viele Fotos mit Stativ oder Selbstauslöser von mir aufzunehmen oder jemandem meine Kamera in die Hand zu drücken und mich, auf meinen Wunsch hin, auf Zuruf abzulichten, dadurch wirken manche Bilder zwar etwas statisch und nicht ekstatisch, aber mir gefällt’s; die Chemie zwischen Modell und Fotograf muß eigentlich stimmen, sonst kann ein teurer Fototermin schiefgehen, weil man sich nicht entspannt oder einfach deshalb, weil der Fotograf sich nicht auf die Wünsche des Modells einlässt und er seine eigenen Vorstellungen durchsetzen will, sicher irgendwo nachvollziehbar, aber wenn letzteres geschah, kam nicht viel Gutes dabei heraus; ist mir schon einige Male passiert und habe in naher Zukunft nicht vor, auf die Dienste von Profis zurückzugreifen. Dann mache ich es mir eben selbst.
Ich kann auch den üblichen Fotos vieler Escort-Galerien nicht viel abgewinnen, zum einen, weil sie so extrem glatt erscheinen, zum anderen weil ich vom Typ eh kein Playboy-Bunny widerspiegele. Ich mag mir daher lieber gute Amateuraufnahmen anschauen oder meine Bilder, in denen ich versuche, gewisse Phantasien zu visualisieren. Manchmal auch mit einem Augenzwinkern. Ich fotografiere sehr gerne, wenn ich auch eine Amateuse bin, so hab ich doch ein recht gutes Auge. Ich liebe, wie in meinem Photo-Blog „trash brothels“ erwähnt, hyperrealistische Fotografie und Malerei, z.B. von Franz Gertsch. In seinen gemalten Bildern sieht man kaum einen Unterschied zur Fotografie, erstaunlich!

Barbara und Gaby 1974

Barbara und Gaby 1974

Ich stelle euch hier mal einige meiner Lieblingsfotografen vor, die ich sehr schätze.

Terry Richardson, unter Promis sehr beliebt

Pamela Anderson

Pamela Anderson

aus wives, wheels, weapons

aus: wives, wheels, weapons

Diana Scheunemann’s fantastische Aufnahmen

und kann dieses kleine Büchlein von ihr mit sexy Fotos sehr empfehlen

ambisexual

ambisexual

Ed Templeton, hier Bam & Michelle, sehr intim, sehr zart, sehr erotisch

Olaf Martens

und natürlich Noboyushi Araki

Wolfgang Tillmanns

Jürgen Teller

Ich finde es gut, wenn meine eigenen Fotos meinen persönlichen Geschmack widerspiegeln, weil ich mich in erster Linie damit identifizieren muss, das macht sie dann eben unverwechselbar und nicht massenkompatibel, z.B. die Hotel Serien, wenn sie zeigen, wie ich mich in einem Hotelzimmer bewege. Ich bin schon des öfteren wegen meiner Fotos kritisiert worden, weil sie so „anders“ sind. Aber sie müssen ja auch nicht jedem gefallen und wirken so gewissermassen als Filter, im doppelten Sinne. Nun, ich komme mir selbst fremd vor, wenn ich vor einer Linse stehe, sitze oder liege, und dies wirkt sich natürlich auf meinen Gesichtsausdruck aus. Man sagt mir häufig, daß ich auf den Bildern unnahbar erscheine oder unterkühlt und man ist überrascht, wenn ich face2face viel sympathischer, wärmer oder „natürlicher“, aber nicht weniger sinnlich, rüberkomme. Letztlich sind alle Bilder im wahrsten Sinne Momentaufnahmen und verraten nichts über das „Wesen“ eines Menschen. Ich möchte, daß meine Bilder gewisse Phantasien ansprechen und habe mich immer um perfekte Bilder drumherum gedrückt, denn Perfektion ist schrecklich kalt. Natürliche Bilder?! Hmm, suchen denn die Menschen, die meine Fotos ansprechen sollen, wirklich das Natürliche? Inklusive unrasierter Beine und Mu? Ich glaube nicht, die „Natürlichkeit“ ist auch so eine Mär und verspricht das „Authentische“, „Berechenbare“, „Nahbare“, aber wie gesagt, das wahre Wesen können Bilder kaum ausdrücken, noch nicht einmal Texte. „Natürlichkeit“ findet man bei seinem Partner/Partnerin und im Strassenbild; das, was ich mir wünsche ist, „natürliche“ Phantasien, Wünsche und Sehnsüchte anzusprechen, wie es unserer Natur entspricht, Lüste, die oft nicht zu ihrem Recht kommen.

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Apropos Foto & Werbung; eine der stärksten Kampagnen in der Werbung wurde unter dem Projektnamen „wrong working environment“ für jobsintown.de von der Berliner Agentur Scholz & Friends entwickelt, die sicher für viele ein Begriff ist. Diese erhielt auch den Epica d‘ Or Award 2006.

waschautomat

Ach so, möchte ich nicht unterschlagen, eine Berlin ansässige Fotografin Zsu Szabo ist mir äußerst positiv aufgefallen … he he – danke für den Hinweis Anna Lena – und werde mich bei Gelegenheit mal mit ihr in Verbindung setzen. Hier zwei Kostproben aus ihrem Portfolio:


mein kleiner Bauchladen

oink, oink, gestern ein tolles Schweinchen getroffen und mein Bauchgefühl und meine Ohren haben mich nicht betrogen (dafür viele merkwürdige Anfragen u.a. von Fesselkünstlern, Augenbesamern, einem betrunkenen Rentner in Folge abgelehnt); seit 2 Jahren spielte er mit dem Gedanken, mich zu treffen, gut Ding will Weile haben; konnte er froh sein, daß ich 2009 noch im Dienst bin *muuaah* Wir haben uns nach einem überaus angenehmen Telefongespräch in der letzten Woche also in einem Café getroffen, um uns zu beschnuppern, wie das unter Schweinchen üblich ist, und haben uns gleich gut bei einer „Latte“ verstanden. Nur Freizeitlook hatte ich leicht mißverstanden und eine Lederhose, einen schwarzen Rolli angezogen. Casual, das nächste Mal komme ich im Jogging-Anzug he he…. Nun, Ergebnisse aus der Sexualforschung, gewisse Vorlieben für Lolita-Look-Alikes wurden genauso erörtert wie BJ-Workshops für Hausfrauen und besondere Fetische. Er ist kein Fetischist, aber plauderte aus dem Schatzkästlein, also was ihm andere Damen so zugeflüstert haben und womit man es gelegentlich zu tun bekommt. Fussfetisch erhält eine ganz neue Bedeutung, wenn jemand den Damenfuss komplett in seinem Hintern fühlen möchte. Die abgefahrensten Wünsche, mit denen ich konfrontiert wurde, waren Car Cranking, also dass jemandem einer abgeht, wenn eine Frau den Motor eines Autos mehrfach aufheulen lässt, Unter-Wasser-Blow-Jobbing, Butt Crush – einfach eklig; die Frau soll sich mit nacktem Hintern auf lebenden Käfer setzen und ihn zum Platzen bringen, wird natürlich alles abgelehnt; apropos Platzen, mir ist auch ein Fetisch bekannt, wo gewünscht wurde, daß aufgeblasene Luftballons von einer Frau zum Platzen gebracht werden und das Platzen der Auslöser für einen Orgasmus ist. Letzteres finde ich durchaus originell.
Wir haben uns jedenfalls köstlich amüsiert in diesem hübschen Café im Stil der 20er Jahre, so sehr, daß wir dann doch beschlossen, das Lotterbett aufzusuchen. Kaum hatten wir die Tür durchschritten, rissen wir uns die Kleider vom Leib und das Wort Tuchfühlung erhielt eine völlig neue Bedeutung. Wir haben uns wild und tief geküsst und ich muss sagen, der konnte küssen, auweia, bin sofort feucht geworden; das geht mir zumeist auch bei einem genüsslichen Deep Throat, daß ich beim Blasen feucht werde. Nein, nicht nur in Mund und Augen (Stichwort gagging) *sabber*, sondern zwischen den Schenkeln. Wir haben es sehr schön und lange hinausgezögert und der Blubb war ganz vorzüglich, die Menge und die Qualität, schneeweiss und von vorzüglicher Konsistenz, da hat sich das Schleckermäulchen sehr gefreut. Ist auch für mich eine Augenweide, nicht nur für den Mann, der dabei zuschaut *g*. Er ist Nichtraucher, wobei ich hinzufügen muß, daß auch viele Raucher sehr gut schmecken und dass es sich offensichtlich doch nicht so sehr auf den Geschmack auswirkt, wie ich eine Weile dachte. Höchstens im Zusammenhang mit regelmässigen Bierkonsum, der einen leicht bitteren Nachgeschmack hinterläßt. Für mich gibt es jedenfalls nichts Schöneres, als auf den Knien rumzurutschen und es einem Mann mit dem Mund zu besorgen. Übrigens, die Spitze eines Lümmeltütchens kitzelt immer so in der Kehle; safe ist auch eine Option, die ich regelmässig erfülle, oft wünscht man pur, da kitzelt dann was anderes in meiner Kehle und mann fühlt den warmen, weichen Mund, selbstverständlich ohne Zahn- und Handeinsatz. Im Grunde ist auch Blasen eine extreme Vertrauenssache und dass ein Mann seinen Schwanz dem Mund einer Frau überantwortet ist für mich durchaus vergleichbar, wenn er in die Muschi einer Frau eindringt und sie sich hingibt. Ob im Sattel oder Missi; im Grunde geben beide Seiten sich hin und öffnen sich *g*. Und deshalb ist es eben wichtig zu entscheiden, mit wem man diese Intimität am besten teilt, denn auch eine „öffentliche“ Frau, mein kleiner Bauchladen, ist nicht für jeden verfügbar. Wäre ja noch schöner.


hü & hot

Sau, Sau, jetzt ist aber mal Schluss mit Sau, man bekommt ja einen völlig falschen Eindruck von mir. Natürlich ist eine Champagner-Dusche nicht zu verachten und auch diverse Erziehungsbemühungen von einem Wildschwein zu einem Hausschwein verfehlen nicht ihre Wirkung. Ich verletze auch nur auf Wunsch meiner Spielgefährten das Date-Geheimnis und plaudere über gewisse Details oder Abläufe, wenn ein Beitrag also durchaus erwünscht ist. Ansonsten halte ich mich eher zurück und erzähle eben nicht, daß der Herr, der mich auf Bill Hicks und Red Fox aufmerksam machte, noch etwas mehr zu bieten hatte, was dies im einzelnen genau war bleibt mein Geheimnis. Ich meine mich zu erinnern, daß er u.a. Gottfried Benn rezitierte und die Wirkung verfehlte es nicht, habe dazu bereits Auskunft gegeben, daß es sich bei mir ja ähnlich wie bei Jamie Lee – The Body – Curtis in dem Film „Ein Fisch namens Wanda“ verhält, als Wanda ganz fickrig wird, wenn ihre neue Liebe Archie Leach (John Cleese; Mitglied von Monty Python you know…) sein gereiftes Fremdsprachenvokabular auf sie einprasseln lässt; da reicht die italienische Speisekarte ihres Freundes Otto (Kevin Kline) eben nicht mehr aus. Das ist dann eben Mindfuck im besten Sinne, nicht zu verwechseln mit Soulfuck, wenn also Geist, Herz und Muschi einen schönen Gleichklang erleben. Es scheint eine direkte Verbindung zwischen allen drei Organen zu geben. Dabei ist es garnicht so kompliziert, wie ich mich anhöre, denn ich habe verschiedene Vorlieben, die ich mit dem jeweils passenden Partner teile, wobei natürlich ein politischer Schlagabtausch im Vorfeld oder ein amüsantes oder persönliches Gespräch als Nachschlag auch seinen Reiz hat, wie ich generell Menschen schätze, die neugierig und intelligent sind. Damit meine ich garnicht unbedingt eine akademische Bildung, sondern Common Sense und Herzensbildung. Warum schreibe ich das? Ganz einfach, weil ich mit Menschen im allgemeinen und Männern im besonderen, die über letzteres verfügen, die besten Erfahrungen gemacht habe. Und das auch im Bett. „Dumm fickt gut“ kann ich also umgekehrt über Männer nicht behaupten. „Gut“, damit meine ich nicht „Dauerrammeln, daß nach Arbeit riecht“, wie das eine wohl sehr niwoh-behaftete Escort-Dame aus Wien unlängst hier äusserst un-nett und anonym getwittert hat, sondern zärtlichen Girlfriendsex, der in Pornsex umschlägt, also Petting zum Aufwärmen und richtig schön vögeln und durchgefickt werden zum Erhitzen, alternativ sanftes Aufsatteln und in die Prärie des Federbetts ausreiten. Ich würde der twitternden „Frau Verwöhnung“ vorschlagen, ihren Job zu wechseln; ach nee, sie macht das ja sicher alles aus „Spass“ und Studentin ist sie sicherlich auch. Ich meine, zwischen Kaltschnäuzigkeit und Professionalität gibt es ja wohl einen Unterschied; offenbar hapert es wohl mit ihrer Zielgruppen-Orientierung *böses Wort*. So wie manche Männer ausschliesslich mit dem Schwanz denken (siehe Otto weiter oben, da hilft auch kein Nietzsche), so denken manche Escorts oder Callgirls nur in Dollar-oder Euro-Noten und wundern sich dann, wenn sie auf die „Falschen“ treffen. So eine blöde Kuh; jetzt denken doch die meisten Jungs, daß alle Escorts über sie lästern und sie verachten. Natürlich gibt es Typen, die sind einfach zum Kotzen, aber das bekommt man doch schon bei der Vorstellung, am Telefon mit. Und wenn die Intelligenz, auch die emotionale Intelligenz und Bauchgefühl, nicht ausreichend sind, sie ist ja der Sicherheitsgurt für die Frauen in diesem merkwürdigen Gewerbe, trifft man doch eher in Ausnahmefällen auf den Falschen, wenn er sich vorher also verstellt hat, und dann heisst es eben sofortige Beendigung des Treffens oder einer Kundenbeziehung und nicht: Augen zu und durch. Leider hat fast jedes Callgirl schon die eine oder andere schreckliche Erfahrung gemacht, meistens zu Beginn ihrer Tätigkeit als Hure, Escort whatever … man lernt daraus, von einer Begegnung zur nächsten, sich Idioten vom Hals zu halten und ein Frühwarnsystem zu entwickeln. Wenn man so gar keine Antennen hat, ist man falsch in diesem Job. Antennen bedeutet ja auch Feinfühligkeit und Empathie, und dies sind die Grundvoraussetzungen, sonst kann man sich auf die Bedürfnisse eines anderen Menschen doch garnicht einlassen.

Nun etwas erfreulicheres: ich muss gestehen, daß ich auch eine extreme Vorliebe für Oralverkehr entwickelt habe, ich meine jetzt nicht die 69er-Stellung, eher das Nacheinander, also dass man sich durch das Kreisen der Zunge, mal sanftem, mal heftigen Lutschen zum Höhepunkt bringt. Ich komme dabei leider sehr schnell, wie mancher Mann. Aber ich mag es auch mit der Hand und Fingern an den richtigen Stellen, wenn meine Schenkel eng zusammengepresst sind, das macht mich auch an.

Ich habe seit einer Weile den Verdacht, daß das vaginale Zeitalter an sein Ende gekommen und das schnöde Rein-Raus für die meisten Männer uninteressant geworden ist; also rufe ich vorsichtshalber mal das orale Zeitalter aus: die pure Erotik, der pure Sex, der Mund ist der Schlüssel zum wahren Glück des 21 Jhdt. Glauben Sie nicht? Ich werde es Ihnen zeigen …. obwohl ….
ich auf meine gelegentlichen Ausritte auch nicht verzichten möchte *hüa*


restless & relentless

Nach dem Schrei im Hotelzimmer ging es in den Folgetagen doch sehr gemütlich zur Sache und ich bunkerte mich zuhause ein, beantwortete meine Korrespondenzen und lerne meine Texte für die Lulu-Produktion, gewöhne mich so langsam an die gefallenen Temperaturen, die mein Temperament ein wenig belasten. In der vorletzten Nacht schlief ich unruhig, ruhelos, habe viermal masturbiert und konnte immer noch nicht einschlafen, drei Stunden starrte ich im Dunklen gegen die unsichtbare Decke und malte mir in Gedanken schon das Date des Folgetages aus, welches ich neugierig und ängstlich herbeisehnte; mir war etwas bang ums Herz, ich hatte einen kurzen, aber sehr aussagekräftigen Email-Wechsel und ein Telefonat, wo er mich überzeugen musste, dass er mir auf gar keinen Fall seine Handynummer herausgeben kann. Gut, es ging um einen Besuch bei mir und dafür sind für mich noch mehr Sicherheitsstandards als bei einem Hotelbesuch zu beachten. Nur, wie kommt man zusammen, wenn aufgrund der Terminlage für den Herrn nur ein kürzeres Treffen in Frage kommt und es sich nun wirklich nicht lohnt, für einen kurzen Zeitraum von 1.5 Std. ein Hotelzimmer anzumieten, wie, wenn der Herr nicht empfangen kann, wenn er auf privaten Reisen in Begleitung ist oder beruflich mit Kollegen im gleichen Hotel residiert, was, wenn ein Stundenhotel und Pension nicht angemessen vom Ambiente ist? Nicht alle mögen es trashig, eher die wenigsten. Schwester Susi hat ja nun Abhilfe mit ihrem Daily Spa geschaffen und ganz selten und unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit, besucht zu werden. Und diese Alternative drängte sich auf und weil er mir völlig unbekannt war, war ich doch sehr unruhig geworden, denn unsere Korrespondenz hatte mir den Eindruck vermittelt, dass er etwas von meinem komplexen Wesen erkannt hatte und selbst meinen Humor, meine Schreibe schätzte. Dies kommt ausserordentlich selten vor, weil ein gewisser Humor, Clowning auf Frauenseite zumeist misstrauisch macht. Ich glaube, Clowning wird bei vielen Herren als Verarsche verstanden, auch wenn man sich gar nicht über sie lustig macht, sondern über sich selbst. Ist Selbst-Ironie deshalb ein so seltenes Gut? Habe auch mehr Zyniker, denn Männer mit trockenem Humor und der Fähigkeit zur Selbstironie in meinem Leben getroffen, das ist doch traurig. Ähnliches erzählen mir auch andere Frauen und das sie froh sind, wenn sie auf einen humorvollen Kerl treffen. Und all dies ist meiner jüngsten Begegnung beim Durchlesen meiner Blogs nicht entgangen.

Die Clownsmaske musste ich mir auch in einigen Internet-Foren des öfteren aufsetzen, insbesondere bei redundanten, ermüdenden Diskussionen, als Antwort auf manche Beiträge, worauf ich manchmal den Kopf schütteln muss, weil ich es kaum glauben kann, was ich oft so lesen muss. Dazu schrieb dann jemand öffentlich: „wer will schon eine Nutte ficken, die intelligenter ist als man selbst?“, versehen selbst mit einem clowns-smiley, worauf ich schloss, dass unterhaltsame Satire, Humor bei einer Frau, offenbar nicht gut beim anderen Geschlecht ankommt, aber auch nicht bei vielen Frauen, ja es gibt erschreckend wenig Frauen, die sich trauen, intelligente Witze zu reissen, auch sich selbst auf den Arm zu nehmen, auch gibt es eben wenig gute Frauen als Stand-Up-Comedians. Ich denke mir, dass dies vor allem den Bildern zu verdanken ist, in der Weiblichkeit üblicherweise verstanden wird und dazu gehört erst einmal, den Männern gefallen zu wollen, ist also einem gewissen Anpassungsdruck geschuldet. Und (schenkelklopflerische) Witze zu reissen (ok, kann ich meist selber nicht drüber lachen) passt da einfach nicht ins Bild; ich bin Anhängerin des britischen und des jüdischen Humors (z.B. Woody Allen). Daher hat auch Stand-Up wohl seinen Ursprung im anglo-amerikanischen Sprachraum. Clowns, Comedians sind zumeist sensible Melancholiker, sind dünnhäutig und ihr Humor eine Antwort auf die Welt, ähnlich wie Theater als Spiegel fungiert. Und Humor kann eine Waffe sein, die scharf zielen kann, weshalb auch immer wieder Programme von Komikern, Kabarettisten, Stand-Up’s zensiert werden. Das ist wohl auch die Antwort auf die Frage, „who’s afraid of clowns …“, wozu es bei Google über 438.000 Einträge gibt und sich verschiedene Erklärungen anbieten.

Ich erwähnte an anderer Stelle, daß das Gehirn das grösste Sexualorgan ist, und ich meine jetzt nicht nur Kopfkino und sexuelle Phantasien, die sich darin abspielen. Das Gehirn ist quasi meine Achillesferse, meine Schwachstelle, ich kann mich ohne weiteres in Worte verlieben, was mir dreimal in meinem Leben passiert ist, aufgrund von Briefwechseln. Und so wird meine Muschi nicht nur feucht, wenn ich genüsslich an einem Schwanz lutsche, sondern auch, wenn ein Bildungsmensch rezitieren kann, z.B. Gottfried Benn, was ja heutzutage nur noch die wenigsten tun, können oder wollen. Wahrscheinlich weil Männer aus anderen Milieus diese dann als „verweichlicht“ betrachten und diffamieren, obwohl ich persönlich unter „Verweichlichung“ neurotisch-narzisstische Muttersöhnchen verstehe, die später aus ihrer Partnerin eine Mutti machen bzw. auf Frauen treffen, die sich selbst zur Mutti machen und ihren Mann mit Vati ansprechen. Man kann diese sekundäre Infantilisierung bei vielen Paaren beobachten. Bei aller Schönheit der Vertrautheit: wie soll mann zum Beispiel da geil werden?! Schickt mal alle Muttis in meinen Blow-Job-Workshop für Anfängerinnen *g*, obwohl, nicht missverstehen, ich biete keine Paar- oder Sexualtherapie, nur Coaching. Aber warum so viele Frauen keine Lust haben, einen Schwanz zu lutschen, ist mir unerklärlich. Wurden sie traumatisiert durch ungewaschene Schwänze, durch Nötigung, auch Nötigung, sich Pornos anzuschauen und glauben nun, dass sie sich in ihrer Frauenehre degradiert fühlen, wenn sie einen Schwanz lutschen? Ich meine, Sex bedeutet Austausch, Lust, es macht einen doch selbst geil, wenn man dem Partner Lust bereitet, so wie viele Männer gerne Frauen mit der Zunge verwöhnen und nur dann wirkliche Lust bekommen, so gibt es Frauen, die tatsächlich gerne orale Freuden schenken, weil es sie selbst anmacht. Irgendwas muß schief gelaufen sein, was die Sex- und insbesondere orale Unlust bei vielen Paaren betrifft, und ich spreche jetzt nicht von Ursachen, die in Erkrankungen zu finden sind oder in den Nebenwirkungen von Medikamenten. Auch hier gibt es sehr viele loyale Partner und Partnerinnen, die weiterhin ihren Mann, ihre Frau lieben, selbst wenn der Sex-Entzug nicht leicht zu händeln ist. Ich bin in einer ähnlichen Situation und habe kein schlechtes Gewissen, dass ich mir gelegentlich woanders hole, was ich brauche. Schliesslich machen das die allermeisten Männer genauso. Wie sage ich immer: in der Liebe monogam, beim Sex schön promiskuitär … wir Menschen sind sexuell nicht auf Monogamie geeicht, sondern biologisch auf das Gegenteil, weshalb ich als Kantianerin auch Darwinistin wurde.

Mein bereits oben angekündigtes Date, welches ein relativ kurzes und sehr vergnügliches war, hatte es eben in sich, was die Anspannung davor betraf, das Ängstliche vermischt sich mit dem Unbekannten, denn man weiss ja nie, wem man bei einer intimen Begegnung erwarten darf; jener welcher sei also dieser Text gewidmet, da er mich u.a. auch auf einen grossartigen Stand-Up-Comedian aufmerksam machte, der mir bislang entgangen war und einige Schnipsel konnte ich mir – youtube sei Dank – heute morgen zu Gemüte führen; Stand-Up ist neben Erotik und den schönen Künsten meine zweite Leidenschaft, und ich meine jetzt nicht die Kunst der Schwanzanbeterin Ariane de Saint Phallus und auch nicht den doppelten Sinn von Stand-Up, der mich als streitbare Aktivistin kennzeichnet, wenn ich für einen liberalen Umgang mit Sex im allgemeinen und bezahlten Sex im besonderen plädiere. Sondern die Geschichte des Stand-Ups und das Wesen der meisten schonungslosen Aufklärer und Hofnarren. Als „Goldschwanz“ habe ich bislang ein wenig im Netz gewütet, noch selten auf der Bühne, aber ich habe ja auch erst im März meinen allerersten Auftritt gehabt und noch wenige schlossen sich an. Übung macht die Meisterin wie beim Schwanzlutschen, das dauert eben seine Zeit. Fingerspitzengefühl ist an dieser Stelle eben nicht alles.
Nun, ich habe mich der Geschichte des Stand-Ups bislang nicht gewidmet und diesem Herrn sei Dank ist diese Lücke fast gefüllt. Nachdem ich ihn traf, habe ich sogleich seine ausgesprochenen Empfehlungen nachgeschlagen und bin fündig geworden. Ein deutschsprachiger Artikel über Bill Hicks sei für die des englischen nicht so mächtigen daher angeführt. Leider ist Bill nur 32 Jahre alt geworden. Meine Lieblings-Stand-ups sind Joan Rivers, Patrick Kielty, Leo Bassi und David Hoyle (ein Portrait), allesamt ausserhalb Deutschlands angesiedelt, sprich U.S., U.K. und Spanien. Ich will mich schon sehr lange für die clowning-schule von Bassi anmelden, ein workshop, den er leider viel zu selten veranstaltet, aber immer fehlten mir zum passenden Termin die Mücken bzw. war ich anderweitig umtriebig und habe den Termin nicht wahrnehmen können. Auf Bassi bin ich vor knapp sechs Jahren gestossen, eine Offenbarung, auch jener, der mich mit ihm bekannt machte. Dies muss ich unbedingt noch nachholen, denn eine Nutte, die den Hofnarren spielt, ist nun wahrlich einzigartig.