keine Nacktfotos

Menno, jetzt hinke ich meinen Aktivitäten wegen einer Erkältung, die mich ausknockte, völlig hinterher. Aber ich hole auf.

Ich erwähnte ja in meinem vor-vorletzten Blog die tolle Tampep Veranstaltung in Hamburg. Ein Herr und Fotograf, mit dem ich mich diesjährig anfreundete, schickte mir von der Veranstaltung einige goldige Fotos. Danke Hiniiiiiiii! Da ich davon ausgehe, dass nicht alle abgebildet werden möchten, stelle ich nur zwei Bilder rein.

© Hinrich Schultze

© Hinrich Schultze

© Hinrich Schultze

Bild 2 zeigt mich mit der langjährigen Huren-Aktivistin Stefanie Klee, die ich für vieles sehr schätze und die auf ihrem Blog über die Veranstaltung ebenfalls geschrieben hat. Links im Bild der Fotograf Günter Zint, der für viele ein Begriff sein dürfte, nicht nur, weil er Domenica lange kannte und portraitierte. Rechts im Bild Pia Covre, Sex Worker Rechte Aktivistin aus Italien, der wir u.a. den roten Schirm als Symbol seit 2001 zu verdanken haben. Sie kandidierte 2009 für das Europäische Parlament, leider hat es nicht gereicht.

Fotobuch von Günter Zint mit Bildern von Domenica, auch aus dem privaten Nachlass


moments in wet rubber

From the Doll Series, Ariane © 2012


Lotus

Lotus is my favourite flower.
„The Lotus Flower grows in the deep mud, far away from the sun. But, sooner or later, the Lotus reaches the light becoming the most beautiful flower ever.“

Read more at Suite101: The Symbolic Meaning of the Lotus Flower | Suite101.com
Thx to Lemon, excellent photographer & researcher!

Matt Lemon Photography

[23] Lotus - Matt Lemon Photography. All Rights Reserved.

A lotus flower offering at a Buddhist temple. Ayutthaya, Thailand. © Matt Lemon Photography. All Rights Reserved.

Peace

“Peace is not an idea. Peace is not a political movement, not a theory or a dogma. Peace is a way of life: living mindfully in the present moment. It is not a question of politics but of actions. It is not a matter of improving a political system or even taking care of homeless people alone. These are valuable but will not alone end war and suffering. We must simply stop the endless wars that rage within. Imagine, if everyone stopped the war in themselves – there would be no seeds from which war could grow.”

Claude Anshin Thomas (*1947), American Zen Buddhist monk, Vietnam War veteran, and author of Hell’s Gate: A Soldier’s Journey

Ursprünglichen Post anzeigen


Bonne Weekend

unbekannte Seiten

unbekannte Seiten


Gruss an C. und F.

etwas Wassersport hilft bei den sommerlichen Temperaturen weiter

und nicht vergessen:

immer schön heiss duschen 😉

viele Grüsse,

Ariane


escort life

Hallo!!!!!!

neuer Content in meinem Poesiealbum!!

visit my other escort life web project to share my favourite things with you!

xx ariane


Einladung zur Vernissage 12.11.2010

Hier möchte ich gerne auf die kommende Ausstellung von Kathrin Grissemann aufmerksam machen:

„Sex ist Arbeit!“ Portraits in Bild und Ton

10.11. bis 24.11.2010

Ausstellungseröffnung: Freitag, 12.11.10 um 19 Uhr

Pantocrátor  Gallery, Almstadtstrasse 43, 11034 Berlin (Nähe Rosa-Luxemburg-Platz)

bitte dazu hier weiterlesen

mit einem Geleitwort von mir

fürAriane_DSC6122

Die Vorstellung von Prostituierten und ihrer Bewertung in unseren Köpfen gehen immer Bilderwelten voraus, die historisch und medial im zeitgenössischen Diskurs eingewoben sind. Fast jeder bekannte oder unbekannte Fotograf und Künstler hat sich dem Thema schon angenähert und gleichsam an einem Mythos mitgestrickt, der das Thema Sex als Arbeit überformt.

Kathrin Grissemann hat einen anderen Weg gewählt, sich an das Thema heran getastet und dabei Menschen kennengelernt. In gewisser Weise hat sie die Bildsemantik überwunden, wie sie uns in der standardisierten und massenhaften Verwendung von Abbildungen zum Thema Prostitution und Prostituierten entgegentritt. Menschen wie du und ich kommen zum Vorschein, Frauen und Männer, denen man es nicht „ansieht“.

De-Kontextualisiert, aus gängigen rot ausgeleuchteten Settings herausgelöst, Strasse, Limousine, Pseudo-Glamour, den Farben rot und schwarz, Stigma und Puff, dem allmächtigen Opfer-Diskurs, bringt sie Individuen zum Vorschein, die üblicherweise verborgen als Escort, Callboy, Stripper, Empfangsmodell, Domina arbeiten.

Der gesellschaftliche Blick reduziert Sexarbeiter selbst auf den Körper und die Bildsprache verweist eindimensional auf willenlose Objekte. Sämtliche Medien zitieren in einer Endlosschleife historische Prototypen, die die Hure, Freudenmädchen, Prostituierte seit ehedem konstitutiert und entstellt. Rechte Feministinnen, konfessionsgebundene Verhaltensmuster radikaler Gegner, auch re-vitalisierte patriarchiale Strukturen haben die Deutungshoheit übernommen, eine Allianz, die Sexarbeiter auf ihren Platz verweist, nämlich Opfer und Objekt zu sein.

Die „Prostituierte“ ist Knotenpunkt von Machtverhältnissen geworden, als „Problem“ definiert, die eine Selbstbestimmung im Handeln üblicherweise negiert. Sexarbeiter werden als sexuelle Konkurrenz wahrgenommen, einer Störung im öffentlichen Raum, sie dienen als Forschungs“objekte“ im medizinhistorischen, psychiatrischen, soziologischen, repressiv-feministischen und Rechts-Diskursen, der Drittmittel- und Arbeitsplatz-Beschaffung in der Helferindustrie. Verbote, Kriminalisierung, ökonomische Ausbeutung, Zwang, Abhängigkeit, Menschenhandel bestimmen den Tenor über eine im verborgenen ausgeübte Tätigkeit.

Die Vorstellungswelt, weniger die Realität ist brutal: alle melken sie ab und profitieren von den dämonisierten Sex-Fratzen und willenlosen Opfern.

Eine Tätigkeit, die selbstbestimmtes, verantwortliches Handeln unter Bedingungen strukturell ökonomischer Notwendigkeiten, konsensualer Sexualität, respektvoller Intimität, eine Tätigkeit, die Nähe und Menschlichkeit zulässt – jenseits von Ausbeutung und Zwang -, diese Möglichkeit scheint kaum in Erwägung gezogen zu werden.

Der gesellschaftliche Blick selbst ist es, der Sexarbeit in toto pervertiert, zu einem „Unsittlichkeitstatbestand“ gerinnen lässt und einer Viktimisierung das Wort redet, als self-fulfilling prophecy reproduziert. Ein „legitimate human being“ sieht anders aus.

Dazu die amerikanische Performance-Künstlerin und Sexworkerin Sadie Lune: „Stop punishing me just because you may not be able to imagine being me.“

Not policing the bodies, but „noticing that the diversity of experience is enormous“. Laura Augustín

Die Vielfalt und Verschiedenartigkeit von Erfahrungen, die Mannigfaltigkeit sexueller Erfahrung jenseits privatistischer Ein-ver-leib-ung und Ver-Öffentlichung des Sexes, ein Gedanke, der auch jenseits von Sexarbeit nachdenkenswert ist.