fast Mittwoch

Ich mache ja ungern Werbung für schlechte Filme, nichts anderes ist alleine schon die Erwähnung, die einem Film Aufmerksamkeit zollt und nicht verdient hat. So ist es auch mit dem recht gut laufenden Film „Whores Glory“, wenn man die Verkaufszahlen nimmt und den ich hier im Blog unter Vermischtes bereits erwähnt hatte. Zum Film habe ich eine ausserordentlich interessante Filmrezension im Sexworker-Forum entdeckt, die bereits im Standard/Austria erschien und mit „Verklemmte Mitleidssuppe“ getitelt wurde.

Wer davon löffeln möchte, sie ist als Text mit Kommentar im SW-Forum hier einsehbar.

zur Erinnerung:

Der Filmtrailer
http://www.whoresglory.at/trailer.htm
Leseprobe ins Buch zum Film
http://issuu.com/orange-press/docs/whoresglory?mode=window

***

Eine weiterer Film zum Thema ist ein Spielfilm über Escort-Service „Tag und Nacht“, der kürzlich in den Kinos angelaufen ist und von zwei Studentinnen erzählt, die als Callgirls arbeiten.

Ein Tagesspiegel-Artikel dazu hier.

Zur Entstehungsgeschichte des Films und Diskussion vorab im Sexworker Forum aus 2010

Nach meiner bisherigen Einschätzung ein weiteres Medienprodukt der Prostitutionsgegner- und Anti-Trafficking Liga.

Eine Film Rezension wird zu diesem Film noch nachgereicht.

***

Ich spare derzeit auf die Realisierung eines eigenen Filmprojekts zum Thema, einer Doku, über die ich seit einem Jahr sinniere und wofür ich international reisen muss. Ich frage mich, ob ich überhaupt für irgendeine Art der Filmförderung in Frage komme, da ich ein Amateur in Sachen Film-Machen bin. Idee, Konzept ist stimmig und realisierbar und bin 100% sicher, dass es in ARTE-Programm passen würde, aber auch für andere Programme, z.B. BBC in Frage käme. Was deutsche Fördertöpfe betrifft, da hab ich doch Null-Chance. Vielleicht sollte ich mich an die Sender direkt und an private Stiftungen wenden. Was meint ihr? Bin für jeden Hinweis äusserst dankbar.


Menschen im Hotel

Keiner verlässt die Drehtür so, wie er hereinkam.


Fundraising & Dating II

Wie in meinem vorletzten Eintrag erwähnt, steht mein Aufenthalt beim Fringe-Festival auf Messers Schneide. Ich brauche jetzt euren Support und Rat.

Ich habe drei Möglichkeiten:
1.) ich nehme teil, wohne in einem wahnwitzig überteuerten Apartment und finanziere dies mit Kurz-Dates, wenngleich die Rahmenbedingungen riskant sind und dort keine Wiederholungstäter im Sinne Second-Timer vorbeischneien werden. Ich bin sprachlich im deutschen wie im englischen bei der Date-Anbahnung sehr geübt und kann anhand der Ansprache im Regelfall einen seriösen Bucher von einem Idioten unterscheiden, wovon es in diesem, unser aller Hobby nicht wenige gibt. Ok, der Begriff Idiot kommt aus der griechischen Antike und bedeutete ursprünglich „Privatmann“, ein Mensch, der sich nicht so sehr um andere Menschen oder gar das Gemeinwesen schert, sondern nur seine Ego-Bedürfnisse, was bei einem Date ins Auge gehen kann. Nach all meiner Erfahrung im P6 fahre ich im Regelfall sehr gut damit, Herren zu treffen, die ich kenne, wenngleich die zunehmende Vertrautheit einen manchmal nachlässig werden lässt, man dazu neigt, zu offen, auch unangenehme private Ereignisse mit ins Date hinein zu schleppen. 😉 Also lieber wenige Herren treffen, die einem bereits gut bekannt sind und gelegentlich mal ein Abenteuer in neue Gefilde denn umgekehrt. Und letzteres wäre in Edinburgh der Fall, mit vielen Risiken und einer extrem aufreibenden Telefonie verbunden, da „neu“ vor Ort auch ziemlich viele skrupellose Leute auf den Plan ruft.

2.) ich nehme nicht teil, aus den im vorletzten Posting genannten Grund. Weil Abzocke im Kunstbetrieb wiegt gleichbedeutend wie Abzocke im Escort & P6.

3.) ich nehme teil und mache meinen Ärger über den Trouble der letzten Woche zum kurzfristigen Thema (meine anderen zwei Programm-Ideen werden nicht vor Ort realisiert) Das Szenario sieht dann wie folgt aus:

Ich kreiere aus der Nummer mit den zu hohen Mietpreisen eine Performance, nach dem Motto ich hole die Menschen dort ab, wo sie sind, hier : ankommen. In diesem Fall ist die Bühne der Flughafen Edinburgh. Ich halte wie die Chauffeure am Ankunftsterminal einen Zettel zwischen meinen Händen vor meiner Brust, worauf steht: Welcome! FRINGE fringes!

Im Sinne „der Saum franst aus“; ursprünglich wurde Fringe (= Franse) als Gegen-Festival 1947 zum Internationalen Festival (metaphorisch umschrieben als Teppich) vor Ort gegründet, also als die Franse vom Teppich: als Gegenprogramm zum elitären Festival, wo nur wenige privilegierte und etablierte Künstler zur Aufführung kommen. Zum Hintergrund bitte diesen schönen Eintrag zum Thema aus 2009 nachlesen. Im Laufe der Zeit hat sich das FRINGE an seinen vormaligen „Gegner“ leider angenähert. Erst progressiv, dann regressiv, wir kennen das alle aus verschiedenen Zusammenhängen.

Bühne I ist also Ankunftsterminal.
Outfit: Dabei trage ich meine letzte Neuanschaffung, ein elegantes, schwarzes Business-Kostüm aus der Winterkollektion (da es in Edinburgh meist kühl ist), das an den Säumen ebenfalls kleine Fransen hat (wie dafür gemacht!), darunter mein neues T-Shirt aus der Swaay-Kollektion mit dem Slogan „Sexworkers are part of our community“ und einen Haufen entsprechender Buttons am Revers (ähnlich der Medaillen am Revers der Veteranen bspw. am Armistice Day *g*.

Konsequenterweise packe ich in mein Handgepäck nur Kernseife, ein paar Slips, Nylons, Wollsocken, einen Schlafsack, Isoliermatte und nächtige auf dem Flughafen. Bis auf das Wechseln von Unterwäsche trage ich durchgehend schwarz.

Mit meinem zweiten etwas grösseren Plakat campiere ich vor dem Flughafen und winke den Touristen nach. Darauf steht:

* Performers can’t let space by affordable rates!
* Credit Crunch force unemployed houseowners and tenants to make extra cash with overpriced accomodation!
* Performing Escort refuses doing sexwork to pay over-billed rents!
* Fight Rip-Offs in Arts & Escort!

auf deutsch zusammengefasst: Schottische Vermieter wiederholen die gleiche Logik, die sie selbst in den Bankrott bzw. in die Arbeitslosigkeit führte und das als Tiger gestartete alternative FRINGE-Projekt ist als Bettvorleger gelandet.

Aus Protest gegen diese kulturellen Perversionen, und an dieser Stelle ist der Begriff wirklich angebracht, besteht meine Performance aus einer 1-Frau Demo am Airport, dies konsequent über drei Wochen.

Wie findet ihr das? Darf ich das? Ironie 🙂 on

Ich brauche dringend Entscheidungshilfe und zwar innerhalb der nächsten 24 Stunden, da ich im Fall 1.) die Kaution anzahlen muss. Und zwar asap.

liebe grüsse
Ariane


escort charity to feed the poor

Chat-Dialogue

Jeffrey

hi can I ask you a question
23:39Me

yes ask me ;-);-)

Jeffrey

I had soemthing cross my head the other day…a global charity that fights poverty but is funded by the escort industry..what a twist huh?

In the US the industry is rather big
23:51Me

darling, most sexworkers are really poor, also escorts, its just the glamourous image the media strenuously performs, not the reality. I just come back from US, I ve joined a sexworkers conference, also very sad stories I listened to. Some billionaires just give the half of their income away as Warren Buffett already did, 85% of his wealth in donation. Together with Bill Gates they just start an appeal to other billionaires to halfen their wealth and give it away in donation. I think these people are more able to share, not some hookers, streetgirls, escorts who are foremost struggling to feed themselves and their loved-ones.
http://www.reuters.com/article/idUSTRE65F5CC20100616

23:53Jeffrey

yes i see..thanks for your honesty

***

published with his consent


Fotos & Werbung

Ich hab immer so meine Problemchen mit Fotos und manchem Fotografen, weshalb ich dazu übergegangen bin, viele Fotos mit Stativ oder Selbstauslöser von mir aufzunehmen oder jemandem meine Kamera in die Hand zu drücken und mich, auf meinen Wunsch hin, auf Zuruf abzulichten, dadurch wirken manche Bilder zwar etwas statisch und nicht ekstatisch, aber mir gefällt’s; die Chemie zwischen Modell und Fotograf muß eigentlich stimmen, sonst kann ein teurer Fototermin schiefgehen, weil man sich nicht entspannt oder einfach deshalb, weil der Fotograf sich nicht auf die Wünsche des Modells einlässt und er seine eigenen Vorstellungen durchsetzen will, sicher irgendwo nachvollziehbar, aber wenn letzteres geschah, kam nicht viel Gutes dabei heraus; ist mir schon einige Male passiert und habe in naher Zukunft nicht vor, auf die Dienste von Profis zurückzugreifen. Dann mache ich es mir eben selbst.
Ich kann auch den üblichen Fotos vieler Escort-Galerien nicht viel abgewinnen, zum einen, weil sie so extrem glatt erscheinen, zum anderen weil ich vom Typ eh kein Playboy-Bunny widerspiegele. Ich mag mir daher lieber gute Amateuraufnahmen anschauen oder meine Bilder, in denen ich versuche, gewisse Phantasien zu visualisieren. Manchmal auch mit einem Augenzwinkern. Ich fotografiere sehr gerne, wenn ich auch eine Amateuse bin, so hab ich doch ein recht gutes Auge. Ich liebe, wie in meinem Photo-Blog „trash brothels“ erwähnt, hyperrealistische Fotografie und Malerei, z.B. von Franz Gertsch. In seinen gemalten Bildern sieht man kaum einen Unterschied zur Fotografie, erstaunlich!

Barbara und Gaby 1974

Barbara und Gaby 1974

Ich stelle euch hier mal einige meiner Lieblingsfotografen vor, die ich sehr schätze.

Terry Richardson, unter Promis sehr beliebt

Pamela Anderson

Pamela Anderson

aus wives, wheels, weapons

aus: wives, wheels, weapons

Diana Scheunemann’s fantastische Aufnahmen

und kann dieses kleine Büchlein von ihr mit sexy Fotos sehr empfehlen

ambisexual

ambisexual

Ed Templeton, hier Bam & Michelle, sehr intim, sehr zart, sehr erotisch

Olaf Martens

und natürlich Noboyushi Araki

Wolfgang Tillmanns

Jürgen Teller

Ich finde es gut, wenn meine eigenen Fotos meinen persönlichen Geschmack widerspiegeln, weil ich mich in erster Linie damit identifizieren muss, das macht sie dann eben unverwechselbar und nicht massenkompatibel, z.B. die Hotel Serien, wenn sie zeigen, wie ich mich in einem Hotelzimmer bewege. Ich bin schon des öfteren wegen meiner Fotos kritisiert worden, weil sie so „anders“ sind. Aber sie müssen ja auch nicht jedem gefallen und wirken so gewissermassen als Filter, im doppelten Sinne. Nun, ich komme mir selbst fremd vor, wenn ich vor einer Linse stehe, sitze oder liege, und dies wirkt sich natürlich auf meinen Gesichtsausdruck aus. Man sagt mir häufig, daß ich auf den Bildern unnahbar erscheine oder unterkühlt und man ist überrascht, wenn ich face2face viel sympathischer, wärmer oder „natürlicher“, aber nicht weniger sinnlich, rüberkomme. Letztlich sind alle Bilder im wahrsten Sinne Momentaufnahmen und verraten nichts über das „Wesen“ eines Menschen. Ich möchte, daß meine Bilder gewisse Phantasien ansprechen und habe mich immer um perfekte Bilder drumherum gedrückt, denn Perfektion ist schrecklich kalt. Natürliche Bilder?! Hmm, suchen denn die Menschen, die meine Fotos ansprechen sollen, wirklich das Natürliche? Inklusive unrasierter Beine und Mu? Ich glaube nicht, die „Natürlichkeit“ ist auch so eine Mär und verspricht das „Authentische“, „Berechenbare“, „Nahbare“, aber wie gesagt, das wahre Wesen können Bilder kaum ausdrücken, noch nicht einmal Texte. „Natürlichkeit“ findet man bei seinem Partner/Partnerin und im Strassenbild; das, was ich mir wünsche ist, „natürliche“ Phantasien, Wünsche und Sehnsüchte anzusprechen, wie es unserer Natur entspricht, Lüste, die oft nicht zu ihrem Recht kommen.

***

Apropos Foto & Werbung; eine der stärksten Kampagnen in der Werbung wurde unter dem Projektnamen „wrong working environment“ für jobsintown.de von der Berliner Agentur Scholz & Friends entwickelt, die sicher für viele ein Begriff ist. Diese erhielt auch den Epica d‘ Or Award 2006.

waschautomat

Ach so, möchte ich nicht unterschlagen, eine Berlin ansässige Fotografin Zsu Szabo ist mir äußerst positiv aufgefallen … he he – danke für den Hinweis Anna Lena – und werde mich bei Gelegenheit mal mit ihr in Verbindung setzen. Hier zwei Kostproben aus ihrem Portfolio:


mein kleiner Bauchladen

oink, oink, gestern ein tolles Schweinchen getroffen und mein Bauchgefühl und meine Ohren haben mich nicht betrogen (dafür viele merkwürdige Anfragen u.a. von Fesselkünstlern, Augenbesamern, einem betrunkenen Rentner in Folge abgelehnt); seit 2 Jahren spielte er mit dem Gedanken, mich zu treffen, gut Ding will Weile haben; konnte er froh sein, daß ich 2009 noch im Dienst bin *muuaah* Wir haben uns nach einem überaus angenehmen Telefongespräch in der letzten Woche also in einem Café getroffen, um uns zu beschnuppern, wie das unter Schweinchen üblich ist, und haben uns gleich gut bei einer „Latte“ verstanden. Nur Freizeitlook hatte ich leicht mißverstanden und eine Lederhose, einen schwarzen Rolli angezogen. Casual, das nächste Mal komme ich im Jogging-Anzug he he…. Nun, Ergebnisse aus der Sexualforschung, gewisse Vorlieben für Lolita-Look-Alikes wurden genauso erörtert wie BJ-Workshops für Hausfrauen und besondere Fetische. Er ist kein Fetischist, aber plauderte aus dem Schatzkästlein, also was ihm andere Damen so zugeflüstert haben und womit man es gelegentlich zu tun bekommt. Fussfetisch erhält eine ganz neue Bedeutung, wenn jemand den Damenfuss komplett in seinem Hintern fühlen möchte. Die abgefahrensten Wünsche, mit denen ich konfrontiert wurde, waren Car Cranking, also dass jemandem einer abgeht, wenn eine Frau den Motor eines Autos mehrfach aufheulen lässt, Unter-Wasser-Blow-Jobbing, Butt Crush – einfach eklig; die Frau soll sich mit nacktem Hintern auf lebenden Käfer setzen und ihn zum Platzen bringen, wird natürlich alles abgelehnt; apropos Platzen, mir ist auch ein Fetisch bekannt, wo gewünscht wurde, daß aufgeblasene Luftballons von einer Frau zum Platzen gebracht werden und das Platzen der Auslöser für einen Orgasmus ist. Letzteres finde ich durchaus originell.
Wir haben uns jedenfalls köstlich amüsiert in diesem hübschen Café im Stil der 20er Jahre, so sehr, daß wir dann doch beschlossen, das Lotterbett aufzusuchen. Kaum hatten wir die Tür durchschritten, rissen wir uns die Kleider vom Leib und das Wort Tuchfühlung erhielt eine völlig neue Bedeutung. Wir haben uns wild und tief geküsst und ich muss sagen, der konnte küssen, auweia, bin sofort feucht geworden; das geht mir zumeist auch bei einem genüsslichen Deep Throat, daß ich beim Blasen feucht werde. Nein, nicht nur in Mund und Augen (Stichwort gagging) *sabber*, sondern zwischen den Schenkeln. Wir haben es sehr schön und lange hinausgezögert und der Blubb war ganz vorzüglich, die Menge und die Qualität, schneeweiss und von vorzüglicher Konsistenz, da hat sich das Schleckermäulchen sehr gefreut. Ist auch für mich eine Augenweide, nicht nur für den Mann, der dabei zuschaut *g*. Er ist Nichtraucher, wobei ich hinzufügen muß, daß auch viele Raucher sehr gut schmecken und dass es sich offensichtlich doch nicht so sehr auf den Geschmack auswirkt, wie ich eine Weile dachte. Höchstens im Zusammenhang mit regelmässigen Bierkonsum, der einen leicht bitteren Nachgeschmack hinterläßt. Für mich gibt es jedenfalls nichts Schöneres, als auf den Knien rumzurutschen und es einem Mann mit dem Mund zu besorgen. Übrigens, die Spitze eines Lümmeltütchens kitzelt immer so in der Kehle; safe ist auch eine Option, die ich regelmässig erfülle, oft wünscht man pur, da kitzelt dann was anderes in meiner Kehle und mann fühlt den warmen, weichen Mund, selbstverständlich ohne Zahn- und Handeinsatz. Im Grunde ist auch Blasen eine extreme Vertrauenssache und dass ein Mann seinen Schwanz dem Mund einer Frau überantwortet ist für mich durchaus vergleichbar, wenn er in die Muschi einer Frau eindringt und sie sich hingibt. Ob im Sattel oder Missi; im Grunde geben beide Seiten sich hin und öffnen sich *g*. Und deshalb ist es eben wichtig zu entscheiden, mit wem man diese Intimität am besten teilt, denn auch eine „öffentliche“ Frau, mein kleiner Bauchladen, ist nicht für jeden verfügbar. Wäre ja noch schöner.


hü & hot

Sau, Sau, jetzt ist aber mal Schluss mit Sau, man bekommt ja einen völlig falschen Eindruck von mir. Natürlich ist eine Champagner-Dusche nicht zu verachten und auch diverse Erziehungsbemühungen von einem Wildschwein zu einem Hausschwein verfehlen nicht ihre Wirkung. Ich verletze auch nur auf Wunsch meiner Spielgefährten das Date-Geheimnis und plaudere über gewisse Details oder Abläufe, wenn ein Beitrag also durchaus erwünscht ist. Ansonsten halte ich mich eher zurück und erzähle eben nicht, daß der Herr, der mich auf Bill Hicks und Red Fox aufmerksam machte, noch etwas mehr zu bieten hatte, was dies im einzelnen genau war bleibt mein Geheimnis. Ich meine mich zu erinnern, daß er u.a. Gottfried Benn rezitierte und die Wirkung verfehlte es nicht, habe dazu bereits Auskunft gegeben, daß es sich bei mir ja ähnlich wie bei Jamie Lee – The Body – Curtis in dem Film „Ein Fisch namens Wanda“ verhält, als Wanda ganz fickrig wird, wenn ihre neue Liebe Archie Leach (John Cleese; Mitglied von Monty Python you know…) sein gereiftes Fremdsprachenvokabular auf sie einprasseln lässt; da reicht die italienische Speisekarte ihres Freundes Otto (Kevin Kline) eben nicht mehr aus. Das ist dann eben Mindfuck im besten Sinne, nicht zu verwechseln mit Soulfuck, wenn also Geist, Herz und Muschi einen schönen Gleichklang erleben. Es scheint eine direkte Verbindung zwischen allen drei Organen zu geben. Dabei ist es garnicht so kompliziert, wie ich mich anhöre, denn ich habe verschiedene Vorlieben, die ich mit dem jeweils passenden Partner teile, wobei natürlich ein politischer Schlagabtausch im Vorfeld oder ein amüsantes oder persönliches Gespräch als Nachschlag auch seinen Reiz hat, wie ich generell Menschen schätze, die neugierig und intelligent sind. Damit meine ich garnicht unbedingt eine akademische Bildung, sondern Common Sense und Herzensbildung. Warum schreibe ich das? Ganz einfach, weil ich mit Menschen im allgemeinen und Männern im besonderen, die über letzteres verfügen, die besten Erfahrungen gemacht habe. Und das auch im Bett. „Dumm fickt gut“ kann ich also umgekehrt über Männer nicht behaupten. „Gut“, damit meine ich nicht „Dauerrammeln, daß nach Arbeit riecht“, wie das eine wohl sehr niwoh-behaftete Escort-Dame aus Wien unlängst hier äusserst un-nett und anonym getwittert hat, sondern zärtlichen Girlfriendsex, der in Pornsex umschlägt, also Petting zum Aufwärmen und richtig schön vögeln und durchgefickt werden zum Erhitzen, alternativ sanftes Aufsatteln und in die Prärie des Federbetts ausreiten. Ich würde der twitternden „Frau Verwöhnung“ vorschlagen, ihren Job zu wechseln; ach nee, sie macht das ja sicher alles aus „Spass“ und Studentin ist sie sicherlich auch. Ich meine, zwischen Kaltschnäuzigkeit und Professionalität gibt es ja wohl einen Unterschied; offenbar hapert es wohl mit ihrer Zielgruppen-Orientierung *böses Wort*. So wie manche Männer ausschliesslich mit dem Schwanz denken (siehe Otto weiter oben, da hilft auch kein Nietzsche), so denken manche Escorts oder Callgirls nur in Dollar-oder Euro-Noten und wundern sich dann, wenn sie auf die „Falschen“ treffen. So eine blöde Kuh; jetzt denken doch die meisten Jungs, daß alle Escorts über sie lästern und sie verachten. Natürlich gibt es Typen, die sind einfach zum Kotzen, aber das bekommt man doch schon bei der Vorstellung, am Telefon mit. Und wenn die Intelligenz, auch die emotionale Intelligenz und Bauchgefühl, nicht ausreichend sind, sie ist ja der Sicherheitsgurt für die Frauen in diesem merkwürdigen Gewerbe, trifft man doch eher in Ausnahmefällen auf den Falschen, wenn er sich vorher also verstellt hat, und dann heisst es eben sofortige Beendigung des Treffens oder einer Kundenbeziehung und nicht: Augen zu und durch. Leider hat fast jedes Callgirl schon die eine oder andere schreckliche Erfahrung gemacht, meistens zu Beginn ihrer Tätigkeit als Hure, Escort whatever … man lernt daraus, von einer Begegnung zur nächsten, sich Idioten vom Hals zu halten und ein Frühwarnsystem zu entwickeln. Wenn man so gar keine Antennen hat, ist man falsch in diesem Job. Antennen bedeutet ja auch Feinfühligkeit und Empathie, und dies sind die Grundvoraussetzungen, sonst kann man sich auf die Bedürfnisse eines anderen Menschen doch garnicht einlassen.

Nun etwas erfreulicheres: ich muss gestehen, daß ich auch eine extreme Vorliebe für Oralverkehr entwickelt habe, ich meine jetzt nicht die 69er-Stellung, eher das Nacheinander, also dass man sich durch das Kreisen der Zunge, mal sanftem, mal heftigen Lutschen zum Höhepunkt bringt. Ich komme dabei leider sehr schnell, wie mancher Mann. Aber ich mag es auch mit der Hand und Fingern an den richtigen Stellen, wenn meine Schenkel eng zusammengepresst sind, das macht mich auch an.

Ich habe seit einer Weile den Verdacht, daß das vaginale Zeitalter an sein Ende gekommen und das schnöde Rein-Raus für die meisten Männer uninteressant geworden ist; also rufe ich vorsichtshalber mal das orale Zeitalter aus: die pure Erotik, der pure Sex, der Mund ist der Schlüssel zum wahren Glück des 21 Jhdt. Glauben Sie nicht? Ich werde es Ihnen zeigen …. obwohl ….
ich auf meine gelegentlichen Ausritte auch nicht verzichten möchte *hüa*