IV Task Force für Sexworker

* meine Einschätzung des sozial- und migrationspolitischen Hintergrundes zur Begründung der Gesetzesnovellierung

Die Gleichheit vor dem Gesetz wird durch den Gesetzgeber selbst gebrochen, indem Rechtsansprüche konkret verweigert werden. Grundrechte gelten für jedermann, auch MigrantInnen, nicht nur MigrantInnen aus EU-Ländern, die hier legitimes Aufenthaltsrecht geniessen.

Es kann nicht sein, dass das Prostitutionsgesetz, dass der Stärkung der Rechtssicherheit und Verhandlungsposition selbständiger SexarbeiterInnen dienen sollte, nun instrumentalisiert wird, um sozialpolitische und migrationspolitische Felder zu beackern bzw. Folgen im Handling von Osterweiterung und globalisierungsbedingten Migrationsbewegungen zu steuern. Lokal und vor Ort fehlt es an der konsequenten Rechtsanwendung und Rechtsdurchsetzung für EU BürgerInnen. Ohnmacht? Fehlender Wille! Den Rest des Beitrags lesen »


III Daten & Fakten

Datenlage aus Studien zur Evaluation des Prostitutionsgesetzes:

aus „Vertiefung spezifischer Fragestellungen zu den Auswirkungen des ProstG“, hier insbes. Kriminalitätsbekämpfung und Prostitutionsgesetz S. 48 ff.: http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung4/Pdf-Anlagen/prostitutionsgesetz-gutachten-2,property=pdf,bereich=bmfsfj,rwb=true.pdf

Befragt wurden Richter und Vollzugsbeamte, Polizeivertreter

– Zusammenhänge (Auszug) S. 64, 65

„Die Aussage eines pauschalen Zusammenhanges zwischen dem Inkrafttreten des ProstG und der negativen Beeinträchtigung polizeilicher Handlungsmöglichkeiten bei der Ermittlung von Menschenhandel lässt sich im Rahmen unserer Befragung nicht aufrechterhalten.“ Den Rest des Beitrags lesen »


Kurzweil II

Die normotische Störung

Als Winnicott schrieb: „Mehr als alles andere ist es die kreative Wahrnehmung, die dem einzelnen das Gefühl gibt, dass das Leben lebenswert ist“ (1974/1993, S. 78), war er sich darüber im klaren, dass die Psychoanalyse sich auf jene Störungen der menschlichen Subjektivität konzentriert, die ein kreatives Leben erschweren. Als wolle er auf einen weiteren Erkrankungsweg hinweisen, deutete er noch eine andere Störungsachse an: Den Rest des Beitrags lesen »


II Gesetzesnovellierung trifft Realität

Die Gesetzesnovellierung des Prostitutionsgesetzes/Bundesratsvorlage:
Quelle: http://www.bundesrat.de/cln_171/nn_2034972/SharedDocs/Drucksachen/2010/0301-400/314-10_28B_29,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/314-10

Begründung (Auszüge):
Die mit der Legalisierung der Prostitution notwendigerweise einhergehende Reduktion polizeilicher und ordnungsrechtlicher Eingriffsmöglichkeiten birgt für Prostituierte nicht hinnehmbare Gefahren für Leben, Gesundheit und körperliche oder seelische Unversehrtheit und begründet zudem das hohe Risiko starker wirtschaftlicher Abhängigkeit von Bordellbetreibern und Zuhältern. Die bestehenden Ermächtigungsgrundlagen für Polizei und Ordnungsbehörden reichen nicht aus, um Prostituierte vor menschenunwürdiger Behandlung zu schützen und ein effektives präventives, aber auch repressives Vorgehen gegen Menschenhandel, Zwangsprostitution und Schwarzarbeit im Rotlichtmilieu zu gewährleisten. Es besteht ein erhebliches strukturelles Machtgefälle zwischen Zuhältern und Bordellbetreibern auf der einen und Prostituierten auf der anderen Seite, welches sowohl die Bildung angemessener Marktpreise als auch zumutbarer Arbeitsbedingungen grundsätzlich verhindert.“

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Troubled Times Deutschland (TTD)

*** Hauptstadt News ***

Ihre Korrespondentin für ausserirdische Angelegenheiten meldet sich mal kurz aus dem Schoße der Republik zurück. Die Sprecherin der Muschi-Partei läßt ausrichten, daß sie in grosser Sorge um den Zustand der Nuttenrepublik ist. Während die Muschi-Partei in der Vergangenheit kein grosser Fan von Captain Ahab aka Sinn (IFO) war, muß sie gegenwärtig die Ansichten und Sorgen von ihm teilen, was die geplanten Massnahmen zur Euro-Rettung betrifft. Alternativlos? Es bräuchte 100 Generationen Steuerzahler, um den aufgehäuften Schuldenberg abzutragen.


Den Bürgern seien die Rettungsschirme kaum vermittelbar, so die Sprecherin, daß nämlich eines durch politische Weichenstellungen auf nationalen und EU-Ebenen ausgelöste Finanzdisaster ein hausgemachtes ist; bspw. war die Finanzlage Griechenlands bereits zum EU-Eintritt bekannt. „Alternativlos“ ist ähnlich wie „systemisch“ 2008 schon ein Totschlag-Argument. Wer und was allerdings totgeschlagen wird, ist derzeitig noch unbekannt. Fest steht, daß wir offenbar von einer geballten Inkompetenz regiert werden, mit wenig bis gar keinen ökonomischen Sachverstand. Da hilft es offenbar auch nicht, wenn Herr Ackermann im Kanzleramt ein und ausgeht. Seine Bank ist eh zu klein.

Darüberhinaus erwägt die Muschi-Partei, einen bisher unbekannten Vorschlag einzubringen, daß nämlich Deutschland als Erster aus der Euro-Zone aussteigt. Eine paradoxe Intervention, so hirnrissig sie auch klingen mag, sie hat einen gewissen Charme.

Offensichtlich ist die EU nicht erst seit dem Krisenmanagement gescheitert. Eine gemeinschaftliche Finanz- und Steuerpolitik, Controlling wie auch eine Verfassung fehlte von Anfang an.  Dieser Geburtsfehler rächt sich nun. Es hat den Anschein, daß der nun ablaufende Prozess einem regelrechtem Automatismus folgt, ein Denk-Fehler löst den nächsten ab.  Konsequent dem falschen Pfad entlang marschieren, bedeutet das Projekt Europa gegen die Wand zu setzen. Den schwarzen Peter nun dem „Spekulantentum“ zuzuschieben, ist zwar Futter für die Blöd-Zeitung, aber ein fatales Signal an die Finanzmärkte. Kopflos in den Untergang lautet die Devise. Darauf würde auch ich wetten. Mit welchem Personal ist ein Staat zu machen? Der Nachwuchs der Generation-Blöd ist denkbar überfordert.

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Aktuelles aus Absurdistan: 850 Mio für den Neu-Bau der EZB, also fast eine Milliarde, für eine Institution, die Anleihen kauft, die niemand mehr haben will.  Der Name der Wiener Architekten Coop Himmelblau ist offenbar Programm,  es hat sich jedoch ausgeträumt mit den gigantomanischen Träumen, die in den Himmel schiessen.  Willkommen zurück auf der Erde.

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Nun etwas zur Entspannung:

Stiletto-Run Berlin 2009 (ab min 1:54 wird es interessant …)


Kurtisanerie * Stilblüten *

Eurer Goldschwanz treibt ja schon seit einiger Zeit ihr Unwesen in deutschen Paysex-Foren, wo bekanntlich Berichte über Damen veröffentlicht werden. Daher hatte es mich auch schon früher gelegentlich in den Fingern gejuckt, mal umgekehrt über ein Date zu berichten.
Zur Abwechslung, ich habe im Archiv gewühlt, werde ich euch einige Stilblüten in Sachen Date-Beriche aus Frauen-Sicht servieren, die ich in 2008 und 2005 geschrieben habe.

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„Das nenne ich doch mal ein Date“ – published 2008 VB/MC

Nach langer Zeit hatte ich das Vergnüngen, mal wieder einen mir liebgewonnen Herrn zu treffen, der mich in gewisser Weise seit Beginn meiner zweiten Karriere als Kurtisane kennt und begleitet; zweimal hatte es leider nicht mit der Terminplanung geklappt, aber alle guten Dinge sind Drei!
Ich also ein sehr schönes Apartment reserviert, das ich stundenweise in Berlin mieten kann, und fast zeitgleich trafen wir am Ort des Geschehens ein; er sah so schön seriös aus, im dunklen Anzug, dazu ein langer Wintermantel, ich mag gut gekleidete Männer mit einer ruhigen, nicht hektischen Art; noch lieber, wenn sie sich nackelig gemacht haben.
Das Apartment ist angenehm hell und freundlich, sehr gepflegt und hat ein sehr großes Queen-Size Bett, das von schönen an den Pfeilern zusammengefaßten duftigen Vorhängen und mehreren Spiegeln eingefaßt ist, auch kann man sich an der Decke betrachten, wenn die Leiber so schön eng umschlungen sind.
Ich wußte ja schon aus der Erinnerung, daß er, ich nenne ihn mal R., einen wohlproportionierten Körper , eine schöne weiche Haut hat, gleichfalls muskulös an den richtigen Stellen verteilt und angenehm duftet.

Männer mit Muskelpaketen und Waschbrett, gar mit scharfen Kanten, wo die Knochen z.B. Beckenknochen extrem vorstehen, sind nicht so wirklich mein Ding und beim Vögeln auch nicht wirklich angenehm zu spüren. Ich mag gerne kuscheln und da ist mir ein schlanker Mann, der sich angenehm weich anfühlt wie R. es tut, aber auch mancher Teddybär lieber. Mir fällt auf, daß heutzutage viele Männer, ähnlich wie Frauen an ihrer Figur, auch an ihrem Körper, Bauch rum kritteln, dabei finde ich es garnicht unangenehm, im Gegenteil; ähnlich wie ein kleines Bäuchlein bei einer Frau sollte sich alles schön weich anfühlen und nicht eckig.

Zurück zum wesentlichen; ich wußte ja bereits, daß er sehr gerne und ausdauernd verwöhnen und mit seiner Zunge sehr gut umzugehen weiß, aber diesmal begann ich, als wie sonst bei unseren Dates meist umgekehrt, mit meiner Nase und Zunge Körperkontakt aufzunehmen. Er ist nur dezent parfümiert und duftet am ganzen Körper unglaublich gut, obwohl er sich dort nicht parfümiert (ich mag auch bei meinen Männern kein übermäßiges Eau de Toilette, das alle Sinne betäubt, geschweige unten rum, also im Genitalbereich).
Nach einem intensiven Rumgeknutsche arbeitete ich mich langsam nach unten und strich zart mit meiner Zunge über die Innenseiten seiner Schenkel, über seine schön rasierten Eier und dann langsam zur Schwanzspitze hoch. Das ging so eine ganze Weile bis wir wieder rumknutschten und er mich zum Stille-Halten zwang und ausgiebig meine Muschi verwöhnte, die garnichts Gutes mehr gewöhnt ist, so schien es mir, und er ließ mich schön und genau am richtigen Punkt zappeln; auch der richtige sanfte Druck auf der Clit, nicht zu stark, nicht zu schwach, kein unrasierter Bart störte, kein gefühlloses Gefingere in oder außerhalb der Muschi, das eher abturnt. Aber bei ihm ist es eine wahre Wonne, herrlich!!!!!!!!!

Und ich hatte alsbald auch einen schönen und heftigen Orgasmus. Ich mag Männer mit der Einstellung – ist die Frau glücklich, geht es dem Mann gut, aber auch umgekehrt – so kommt jeder auf angenehmste Weise auf seine Kosten. Es muß nicht immer alles simultan verlaufen. Selbstverständlich erwarte ich im Paysex-Bereich nicht solche Wonnen und das Wohl meines Gastes steht für mich im Vordergrund. Aber wenn es der Zufall so will, bin ich natürlich hin und weg, wenn jemand bei mir auf die richtigen Tasten bzw. erogenen Zonen zu spielen weiß. Ich revanchierte mich natürlich, nach einer kleinen Verschnaufpause, sehr befriedigt und mit glasigen Schlafzimmerblick, widmete ich mich zunächst seinem Johnny, schönes FO langsam und nicht zu rasch, und einem schönen Ritt auf ihm, bis er kam, kein lautes Gestöhne und blödes Drauf-Los-Gerammel, sondern ein richtig schöner Fick, wobei ich mir dabei noch zusätzlich die Klit streichelte.

Ich dachte zunächst, wir hätten uns nur für eine Stunde verabredet, weil im vorhinein nicht weiter über die Zeit gesprochen worden war, aber R. hatte Lust auf mehr, sodaß ich das Zimmer kurzfristig telefonisch verlängerte und wir uns einer weiteren Stunde ungestört unseren Lüsten hingeben konnten. Dazwischen verweilten wir natürlich in einer unangestrengten angenehmen Plauderei, die auch nicht zu lange dauerte, denn schon knutschten wir bald wieder rum und widmeten uns abwechselnd unseren oralen Vorlieben. Ich kam selbstverständlich bei ihm ein zweites Mal – was üblicherweise nicht selbstverständlich ist (wird auch meist nicht vermißt), für Schauspielerei fehlt mir auch jegliches Talent, aufgrund seiner sagenhaften Zungenfertigkeit. Ich kann nur jede Dame beglückwünschen, die ihn datet. Ich hatte ein wenig schlechtes Gewissen, weil er sich in der zweiten Stunde hauptsächlich mir und meiner Muschi widmete, die schon feucht und leicht angeschwollen vom ersten Mal war, die nächste Woge deshalb kaum erwarten konnte. Leider fehlte dann ein wenig die Zeit für eine entsprechende Gegenleistung, aber das stand für R. auch nicht im Mittelpunkt, er ist nicht so sehr Orgasmus-fixiert und braucht es schnell mehrmals hintereinander, für ihn steht der Genuß einer Frau im Mittelpunkt, das macht ihn weit mehr an. Bei sehr wenigen Begegnungen, wo die Chemie 100% stimmt, kommt manchmal der Gedanke auf, hmm so jemanden hättest du gerne in deinem Privatleben kennen gelernt, wer weiß, was daraus geworden wäre … und ich meine damit nicht nur die sexuelle Harmonie, sondern auch die Sympathie und den Charakter, vor allem die Intelligenz und Diplomatie, die ich auch aus so manchen Beiträgen von R. im Forum herauslesen konnte.

Nun, ich freue mich auf ein nächstes Mal und ich hoffe, nicht wieder knapp 1.5 Jahre warten zu müssen :rotfl: und danke dir, R., an dieser Stelle für diese wonnigen Nachmittagsstunden und ein Boyfriend-Erlebnis vom Allerfeinsten.

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„Besuch bei ihm“ – published 2005 VB

Es ist immer wieder dasselbe: da trifft man die tollsten Kerle, auch die in VB mitlesen, aber nichts schreiben; daher ein kurzer Zwischenbericht zu F. aus VB, den ich gestern abend für drei Stunden besucht habe. Ich sag euch, seinen Schw…. werde ich so schnell nicht mehr vergessen ….
Er wohnt in einer kleinen schnuckeligen Wohnung im Südwesten von Berlin. Überall Kerzen, die leuchteten, da war eine wunderschöne Atmosphäre …. nur die „Schwarze Mädchentraube“ (von Geschmack, Wirkung ähnlich wie roter Krimsekt), die er mir einflößte, ist mir sofort ins Blut gegangen und hat mir ein wenig zugesetzt, es war ja auch schon später als ich dort ankam (erst um 22.30h), aber der süße F. hatte bis spät gearbeitet und sich mal wieder für den Rechtsstaat aufgeopfert ….
Jedenfalls schon beim Ausstieg aus dem Aufzug empfängt mich ein super gut aussehener Kerl in einem ärmellosen Shirt, mit engen schwarzen Hosen, und ich konnte seinen knackigen Po und alles andere schön sehen, klasse ich hatte auch eine enge schwarze Jeans an, das konnte ja nur gutgehen; gleiches Beuteschema weil gleicher Geschmack…. (Nachtrag 09; Männer haben meist so einen schönen festen Po ist mir aufgefallen, wie Marzipan)
Einen Super Lolli hat der F. und vor allem, seine total rasierten und glatten Eier habe ich schön sanft mit meiner Zunge massiert …. er nahm sich Zeit, um sich von mir verwöhnen lassen, aber die „Mädchentraube“, nix für Ariane …
ja und plaudern kann man auch herrlich mit ihm, weil er so wunderbar sarkastisch sein kann und einen trockenen Humor hat, sowas mag ich (nix F., du bist kein Zyniker). Also Mädels traut euch, wenn F. aus Berlin-Z. sich bei euch meldet, schnell reagieren und zusagen, sonst verpaßt ihr was……Bewertung eine glatte Eins und ich freu mich schon aufs Picknick im Freien lieber F.

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„Kohlsuppenpsychopath und Automat“ – 2005 published VB

Erst habe ich ja überlegt, diesen Beitrag als Warnung ins Frauenpanel zu stellen, aber vielleicht eignen sich folgende Begebenheiten, die sich an einem herrlichen Wintertag im Februar abspielten, sprich heute, auch mal dazu, über kuriose Erfahrungen von Damen in diesem Gewerbe herzlich abzulachen, wenn es nicht eigentlich zum Weinen ist.

Der Samstag fing eigentlich gut an, strahlend blauer Himmel, die Sonne schien und einige Anrufe von aktiven Zeitungslesern und Internetusern verirrten sich auch zu mir. Ich war bester Laune und vor allem geil, weil ich diese Woche f*mäßig doch ziemlich faul war.

Da ruft mich doch ein Jungspund an, ein Tim aus Steglitz, er klang am Telefon nicht nur ganz heiß und interessiert, er schien auch seriös zu sein, ich war zwar kurz etwas irritiert, als er in einem Nebensatz erwähnte, daß er mit seiner Großmutter in einer 3-Raumwohnung zusammenlebte, packte jedoch mein Köfferchen und los gings im rasenden Tempo durch die Stadt. Gerechnet hatte ich mit einem etwas schüchternen Studenten der Sozialpädagogik, weil wer ist so altruistisch und lebt mit seiner Großmutter zusammen. Was mich dann erwartete war der reinste Horror. Ein Typ mit irrem Blick öffnete die Tür, die Wohnung stank nach Kohl- oder Erbsensuppe, Knoblauchpillen und den Ausdünstungen sehr alter Leute, die Oma kam um die Ecke geflitzt und hat nicht schlecht gestaunt, daß so ein Supermodel plötzlich in dieser ranzigen Bude um Einlaß begehrte. Der Typ hat die Oma aufs Sofa geschickt, die Wohnungstür dreimal abgeschlossen, na ja, und ich mich umgezogen, nachdem ich aber vorher freundlich angefragt habe, ob ich ihm denn life auch gefalle, was er auch bestätigte. Wohl war mir von Anfang an nicht. Als ich in entsprechender Aufmachung, vom Bad in sein Zimmer geschlichen, vorsichtig nach Oma umgesehen aber ungesehen vor ihm stand, glotzte er immer an mir vorbei, es stellte sich heraus, kein schüchterner Student, sondern einer, der irgendwo im Forst die Bäume abholzt. Seinen grauen Schiesser-Feinripp und olle Socken hatte er auch noch an, ich erst mal Small-Talk, um seine Unsicherheit etwas zu dämpfen, aufs Bett gesetzt … und …. nix passiert und er bat mich dann, doch besser zu gehen, das Taxigeld dürfe ich behalten, aber irgendwie könne er nicht. Wie soll ich sagen, es war noch mehr Ungesagtes in seinem Ausdruck, er hatte so was Amokhaftes, Psychopathenhaftes … Ihr kennt ja alle den Film „Taxi Driver“. Mehr muß ich dazu nicht sagen und ehrlich gesagt, ich war froh, abzuhauen, nicht ohne ihm, nachdem er die Wohnungstür mit drei Umdrehungen wieder aufschloß, zu sagen, daß das ja eine schöne Verarsche sei, Strip for Nothing, und daß ich das ins Internet stelle, um andere Escorts zu warnen, damit sie sich nicht umsonst auf den Weg machen. Das hat ihn sichtlich beeindruckt.

Naja dachte ich, dumm gelaufen, aber heil rausgekommen, rufe ich einen mir bekannten Stammkunden an, der mich am Freitag noch vergeblich versuchte zu erreichen, und der auch prompt Zeit hatte. Zu Fuß durch Steglitz, weil Taxi sparen war jetzt angesagt, und mit der U-Bahn nach Wittenau. Ich hab so meine Robin-Hood Methode, die Gut-Verdiener etwas mehr und dann mit Taxi; Arbeiter, Arbeitslose und Studenten weniger (wird von mir gecheckt, keine Sorge *g*) und dann mit U-Bahn. Aber verteilt wird nur an mich. Vor meinem langen England-Aufenthalt hatte ich ihn ein paar mal getroffen, 1.5 Jahre her. Er ist harmlos und geistig leider sehr beschränkt, nicht arbeitslos, aber trotz 40std woche recht arm, quasselt die ganze Zeit, auch beim F*n, erzählt was von neuen Handy-Typen, dem Schiedsrichterskandal und wohin das alles noch führe in diesem Land, sonst meine Themen, aber das ist ein notorischer Monologist, der überhaupt kein Talent zum Zuhören, zum Gespräch hat, der einmal im Jahr eine Busreise mit seinen Eltern nach Österreich macht und seit 20 Jahren in einer dunklen, muffigen Bude als Single haust. Ich hatte schon bei den letzten lange zurückliegenden Treffen manchmal gedacht, ein Aufnahmegerät mitzubringen und das Gequassel in einer Kabarettnummer zu verarbeiten, einfach einmalig. Jedesmal bittet er mich, verschiedene Stöckelschuhe anzuziehen, ansonsten existiere ich als Person garnicht wirklich, und sein Nackenhaar auszurasieren, was ich immer gerne bereitwillig tue. Desweiteren breitet er dann, nachdem er an seinem Puller rumgenestelt hat, ein häßliches Handtuch auf dem Fußboden aus, auf das ich mich legen darf, er steckt ihn rein und das wars. Ein echter Automat.
(Nachtrag 09; dies waren entscheidende Erfahrungen, warum ich in der Folge nur noch in Ausnahmefällen einen Hausbesuch absolvierte und mein Honorar anhob)

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„real story, der abend der brüder und viel blut“ – 2005 published VB

Ihr Lieben, ich muß mal wieder eine Story loswerden, nachdem ich ja längere zeit hier nicht geschrieben habe. Es ist keine story wie beim Kohlsuppenpsychopath, aber hat mit einem Escort Besuch, aus dem dann eine fast unbezahlte woche und viel Arbeit wurde, zu tun.

Ich erhielt für den 25. Juni, für den Samstag vor einer Woche, die Anfrage, zwei Brüder aus Süddeutschland zwecks Junggesellenabschiedsbla…(der eine wird bald heiraten, leider die falsche und er weiß es) durch das Berliner Nachtleben zu begleiten, für einen Zeitraum von 3-6 Stunden. So genau wußten sie es dann doch nicht.
(Es sind dann 7 Tage draus geworden)
Macht ja nix, Sympathie entscheidet über die Dauer und ein gewisses Maß an Flexibilität meinerseits kann man ja erwarten. Also ich los zum Hotel, wo zwei süße Burschen im Alter von 23 (der, der heiratet) und 36 (alleinerziehend) auf mich warteten. Geplant war Cocktailbar, Kitkatclub und mehr. Wir vereinbarten eine Summe für die erste Hälfte des Abends vorab zu zahlen, ab Mitternacht die zweite Hälfte, weil sie keine Erfahrung mit Escorts hatten und die Sorge, daß ich mit der Kohle abhaue. Bei Ankunft im Hotelzimmer konnte ich nicht wirklich über die beiden herfallen, sie waren so schüchtern und zogen ein langsameres „Kennenlernen“ vor, sodaß wir erst mal in die Cocktailbar am Lützowplatz abschwirrten, die ich zwar von den Drinks, aber nicht von der furztrockenen Atmosphäre, die höchstens zu einem noch trockeneren Martini paßt, empfehlen kann. Da es noch relativ früh war, schlug ich vor, noch einen Abstecher ins Kumpelnest zu wagen, wo wir drei klasse Gespräche führten, leider auch sehr persönliche, sodaß auf einmal die Freier-Hure Beziehung komplett aufgehoben war und ich beschloß, die beiden ab Mitternacht für umsonst zu eskortieren. Die beiden waren mir so ans Herz gewachsen….
Mit dem Kitkat-Club war dann nix, da wegen CSD hauptsächlich Homos dort waren, wie ich im Kumpelnest erfuhr, und wir uns diesen Ausflug schenkten. Dafür sind wir dann ins Maria am Ostbahnhof, wo erstklassige Musik aufgelegt wurde, wir alle bester Stimmung waren, und ich die Jungs auf einen Drink einlud. Zu Sex kam es dann nicht mehr, dafür zu einer Einladung ins Rammstein-Konzert am nächsten Abend, die beiden hatten drei Tickets, ein Freund war abgesprungen. Ich dann gegen 4h morgens ab nach Hause, um noch in einer Kneipe um die Ecke bis 6h früh mit zwei männlichen Zwillingen abzutanzen. Einer spielte eine kleine Trompete zur Musik, die der andere auflegte, und ich machte vor lauter Freude einen genialen Strip, und bin dann erschöpft und zufrieden und gänzlich ungef* nach Haus ins Bettchen.
Natürlich verschlief ich den ganzen Tag und hatte schon kein Bock mehr auf Rammstein. Die Jungs ließen jedoch nicht locker, sodaß ich mich dann doch aufraffte und einen schönen Abend in der Wuhlheide verbrachte und ein tolles Rammstein-Shirt und eine abgelaufene Bratwurst geschenkt bekam. Anschließend dann noch gemeinsam in eine nette Bar direkt an der Spree und richtig gute Mucke gehört. Der Abend klang dann damit aus, daß wir uns zum Frühstück und zum Schwimmen im Spreeschiff am nächsten Morgen verabredeten. Nur zu empfehlen….. tja und nach dem Schwimmen? Es stellte sich heraus, daß der ältere Bruder doch nicht so ganz schüchtern ist; immerhin dreht er Fetisch- und Folterfilme, hätte ich nicht gedacht, so brav wie er aussah. Nach dem Schwimmen und vor ihrer Abreise am Montag, erzählte er mir von diesen Filmen und das er diese Woche zwei drehen würde und noch eine gute Setfotografin gebrauchen könnte, aber das war nur vorgeschoben, er hatte sich kurzfristig in mich verknallt. Ja fotografieren kann ich… und kurz entschlossen, da keine wichtigen Termine anstanden, mein Köfferchen gepackt und ab nach Süddeutschland, wo wir abends spät aber pünktlich zum Feuerwerk des hiesigen Johannisfests in Mainz ankamen, die schwangere Else des kleinen Bruders mit langem Gesicht antrafen, am nächsten Tag Kunstblut mixten und eine Dornenkrone beim Floristen in Auftrag gaben, ich für Mann und Kind Spaghettis kochte (also der ältere Amorekasper) und am Mittwoch dann zum Drehort in ein Provinzkaff in der Nähe von Darmstadt fuhren und uns eine Horde Rheinländer und Ruhrpöttler (meine Herkunft, wie schön….), alles Darsteller und Kameraleute, erwarteten, mit denen ich erst mal ein Tütchen rauchte. End vom Lied war, daß ich um 6h aufstehen mußte (für ein mickriges Honorar), wir drei Tage von 8h morgens bis spät abends drehten, ich mir meine schönen Beine bei einem kleinen Unfall ruinierte, trotzdem fotografierte bis mir schlecht wurde, vor allem wenn ich daran denke, was man alles mit den beiden Hauptdarstellerinnen angestellt hat. Ein Riesen-Rettich wurde in die Mu der Nonne geschoben, die Hexe wurde auf einer Streckbank mit Peitschen von Henker und Knecht drangsaliert und dann ans Kreuz geschlagen, nachdem man ihr einen Riesen-Holzklotz zwischen die Beine geschoben hatte uvm. Aber es waren super Tage, die für mich mal nix mit F* zu tun hatten und vor allem einen echten Unterhaltungswert mit den Jungs und Mädels aus dem Rheinland.
Am Freitag abend dann zurück nach Berlin, wo ich völlig erschöpft nach der Woche und weit nach Mitternacht einschlug.

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Fotos & Werbung

Ich hab immer so meine Problemchen mit Fotos und manchem Fotografen, weshalb ich dazu übergegangen bin, viele Fotos mit Stativ oder Selbstauslöser von mir aufzunehmen oder jemandem meine Kamera in die Hand zu drücken und mich, auf meinen Wunsch hin, auf Zuruf abzulichten, dadurch wirken manche Bilder zwar etwas statisch und nicht ekstatisch, aber mir gefällt’s; die Chemie zwischen Modell und Fotograf muß eigentlich stimmen, sonst kann ein teurer Fototermin schiefgehen, weil man sich nicht entspannt oder einfach deshalb, weil der Fotograf sich nicht auf die Wünsche des Modells einlässt und er seine eigenen Vorstellungen durchsetzen will, sicher irgendwo nachvollziehbar, aber wenn letzteres geschah, kam nicht viel Gutes dabei heraus; ist mir schon einige Male passiert und habe in naher Zukunft nicht vor, auf die Dienste von Profis zurückzugreifen. Dann mache ich es mir eben selbst.
Ich kann auch den üblichen Fotos vieler Escort-Galerien nicht viel abgewinnen, zum einen, weil sie so extrem glatt erscheinen, zum anderen weil ich vom Typ eh kein Playboy-Bunny widerspiegele. Ich mag mir daher lieber gute Amateuraufnahmen anschauen oder meine Bilder, in denen ich versuche, gewisse Phantasien zu visualisieren. Manchmal auch mit einem Augenzwinkern. Ich fotografiere sehr gerne, wenn ich auch eine Amateuse bin, so hab ich doch ein recht gutes Auge. Ich liebe, wie in meinem Photo-Blog „trash brothels“ erwähnt, hyperrealistische Fotografie und Malerei, z.B. von Franz Gertsch. In seinen gemalten Bildern sieht man kaum einen Unterschied zur Fotografie, erstaunlich!

Barbara und Gaby 1974

Barbara und Gaby 1974

Ich stelle euch hier mal einige meiner Lieblingsfotografen vor, die ich sehr schätze.

Terry Richardson, unter Promis sehr beliebt

Pamela Anderson

Pamela Anderson

aus wives, wheels, weapons

aus: wives, wheels, weapons

Diana Scheunemann’s fantastische Aufnahmen

und kann dieses kleine Büchlein von ihr mit sexy Fotos sehr empfehlen

ambisexual

ambisexual

Ed Templeton, hier Bam & Michelle, sehr intim, sehr zart, sehr erotisch

Olaf Martens

und natürlich Noboyushi Araki

Wolfgang Tillmanns

Jürgen Teller

Ich finde es gut, wenn meine eigenen Fotos meinen persönlichen Geschmack widerspiegeln, weil ich mich in erster Linie damit identifizieren muss, das macht sie dann eben unverwechselbar und nicht massenkompatibel, z.B. die Hotel Serien, wenn sie zeigen, wie ich mich in einem Hotelzimmer bewege. Ich bin schon des öfteren wegen meiner Fotos kritisiert worden, weil sie so „anders“ sind. Aber sie müssen ja auch nicht jedem gefallen und wirken so gewissermassen als Filter, im doppelten Sinne. Nun, ich komme mir selbst fremd vor, wenn ich vor einer Linse stehe, sitze oder liege, und dies wirkt sich natürlich auf meinen Gesichtsausdruck aus. Man sagt mir häufig, daß ich auf den Bildern unnahbar erscheine oder unterkühlt und man ist überrascht, wenn ich face2face viel sympathischer, wärmer oder „natürlicher“, aber nicht weniger sinnlich, rüberkomme. Letztlich sind alle Bilder im wahrsten Sinne Momentaufnahmen und verraten nichts über das „Wesen“ eines Menschen. Ich möchte, daß meine Bilder gewisse Phantasien ansprechen und habe mich immer um perfekte Bilder drumherum gedrückt, denn Perfektion ist schrecklich kalt. Natürliche Bilder?! Hmm, suchen denn die Menschen, die meine Fotos ansprechen sollen, wirklich das Natürliche? Inklusive unrasierter Beine und Mu? Ich glaube nicht, die „Natürlichkeit“ ist auch so eine Mär und verspricht das „Authentische“, „Berechenbare“, „Nahbare“, aber wie gesagt, das wahre Wesen können Bilder kaum ausdrücken, noch nicht einmal Texte. „Natürlichkeit“ findet man bei seinem Partner/Partnerin und im Strassenbild; das, was ich mir wünsche ist, „natürliche“ Phantasien, Wünsche und Sehnsüchte anzusprechen, wie es unserer Natur entspricht, Lüste, die oft nicht zu ihrem Recht kommen.

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Apropos Foto & Werbung; eine der stärksten Kampagnen in der Werbung wurde unter dem Projektnamen „wrong working environment“ für jobsintown.de von der Berliner Agentur Scholz & Friends entwickelt, die sicher für viele ein Begriff ist. Diese erhielt auch den Epica d‘ Or Award 2006.

waschautomat

Ach so, möchte ich nicht unterschlagen, eine Berlin ansässige Fotografin Zsu Szabo ist mir äußerst positiv aufgefallen … he he – danke für den Hinweis Anna Lena – und werde mich bei Gelegenheit mal mit ihr in Verbindung setzen. Hier zwei Kostproben aus ihrem Portfolio: