Berliner Weisse – eine Anthologie mit Schuss

In Zeiten reproduktiver Unwilligkeit verschwenden die Hauptstädter den Inhalt ihrer kostbaren Juwelen hier und da. Der ein oder andere hat schon das Gezwitscher meines neuen Co-Autoren in diversen Vögel-Foren zur Kenntnis nehmen dürfen und sie aufgrund ihrer Versautheit gelegentlich zensiert oder anderweitig sanktioniert. Nicht bei mir, da in meinem Hauptstadtblog die freie Rede Bedingung ist und keine Maulkörbe im 21. Jhdt. nach meiner Zeitrechnung verteilt werden. Unzensierte, aber mit humorvollen Kennerblick geprüfte Geschichten aus dem Berliner Underground werden nun in loser Folge hier erscheinen und ich beginne mit einer Anthologie bislang unveröffentlichter Texte und Zustandsbeschreibungen des mir derzeit liebsten und persönlich bekannten Autoren Suizido, dem es gelingt, pornografische Erzählungen mit dichter Milieu- und Stadtlandschaftsbeschreibung zu kombinieren, um so seinen Lesern einen tiefen Einblick in die niedersten und triebhaftesten Abgründe der Nuttenrepublik zu gewähren. 😉 Ergänzt wird diese Sammlung um Film-, Fernsehkritiken, Berichten über den ein oder anderen Mega-Event, Messebesuche u.a.

Ich danke Herrn Suizido für die Autorisierung und Freigabe seiner unterhaltsamen Stories. Hier sei noch anzumerken, dass seine persönliche Vorliebe dem Bukkake gilt, allein oder in einer Gruppe und natürlich mit wechselnden Spielgefährtinnen. Und Freudenspenderinnen, die ihren Lebenssinn darin erkannt haben, das Glück des anderen Geschlechts sitzend, liegend und stehend vollkommen zu machen, nun ja, davon gibt es in Berlin so einige …. eben meine Mitstreiterinnen, die sich wie ich loyal für das Wohlergehen unserer Bürgerschaft einsetzen und nicht nur Entscheidungsträgern bei ihren Entscheidungen helfen, sondern auch klassenübergreifend denken, handeln und vögeln.

Ich freue mich auf die Kooperation und heisse Suizido, Spermaholiker aus Leidenschaft und radfahrender Reporter, aufs herzlichste im Oral Office willkommen. Manche werden hierin eine unheilige Allianz aus eigenwilliger Escortnutte und wählerischem Wichser vermuten. Recht haben sie. Also Sperma frei für die Erstveröffentlichung – es wird scharf geschossen!

Ariane

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SUIZIDO

sie macht’s auf ihre Weise mit Schuss

„Der Insulaner mag keen Getue nich“, heißt es in der Textzeile eines Berliner Gassenhauers. Nie stimmte der Refrain besser mit der Wirklichkeit überein als heute. Denn just an jenem Ort, dem Insulaner, eine asymmetrisch aufgeschüttete Hügellandschaft, die man aus dem Trümmerschutt des zweiten Weltkriegs aufhäufte, bietet der Ehemann zu schummriger nächtlicher Zeit um 23:00 Uhr seine Gattin zum Vollwichsen an. „Ich benötige nette gepflegte Kerle ab 45 Jahren, die ohne viel Gerede ihre Schwänze auspacken, loswichsen, um schussendlich auf ihre dicken 80 DD Titten zu spritzen!“ Eine finanzielle Gegenleistung sei nicht vonnöten, denn man mache dies aus purer Geilheit. Anfassen sei jedoch nur nach höflicher Nachfrage in Ausnahmefällen erlaubt.

Mit einer leuchtend roten Warnweste um den Oberkörper schwinge ich mich auf mein Fahrrad, um die halbe Stadt bis zum Insulaner zu durchqueren. Es ist Sonntagnacht. Eine Uhrzeit, in der viele Ehepaare, die schon länger zusammen sind, ihren pflichtgemäßen, wöchentlichen Geschlechtsverkehr vollziehen, meist mehr aus Gewohnheit und um sich nicht völlig auseinander zu leben. Der andere Teil der Gesellschaft mummelt sich frühzeitig ins Bett oder ist längst vorm Fernseher eingeschlafen, denn morgen ist wieder ein harter Arbeitstag, der leider wieder stahlharte Nerven statt eines stahlharten Schwanzes verlangt. Während meines Pedalstretens sinniere ich darüber, welcher verheiratete Mann wohl am Sonntag um 23:00 Uhr die Möglichkeit sieht, sich alleine außer Haus zu begeben. „Ich geh nur mal schnell Zigaretten holen“ … da wird doch jede Frau misstrauisch. Als ich gut eine Viertelstunde vor der Zeit am vereinbarten Treffpunkt ankomme, bin ich die einzige Menschenseele, die per pedes unterwegs scheint. An der Ecke Munsterdamm, Prellerweg fahren lediglich Fahrzeuge zügig in Richtung Autobahn oder haben noch den entsprechenden Speed drauf, weil sie gerade von dort runtergefahren sind. Kein weiterer Mitspritzer zu sehen, der die verlockende Annonce auf dem Forum der Wichsfreunde las. Kein Ehepaar, dass hocherfreut die Männer willkommen heißt. Um 23:05 Uhr fallen mir ein graumelierter Herr und ein Mann im Jogginganzug auf, die mit einem Selbstverständnis und mit einer Schnelligkeit in den dunklen Wald des Insulaners schreiten, der mich vermuten lässt, sie gehen öfter mal … einfach so … nachts in den Wald.

Irgendwie freunde ich mich schon damit an, bald ein Frustbier in der nächsten Kneipe trinken zu gehen, da erblicke ich von Ferne ein Paar. Beide komplett in schwarz gekleidet. Die Straßenlaterne bescheint seine Glatze, während ich von ihr lediglich einen langen Mantel wahrnehme, der im Wind flattert. Sie kommen geradewegs auf mich zu, sie tuscheln noch etwas miteinander, dann machen wir uns bekannt. Marcus übernimmt sofort die Regie, lässt keinen Zweifel aufkommen, wer hier Master und wer Servant wäre. Er der Dominante, sie die Devote. Da wir uns in der Öffentlichkeit befinden, handelt es sich bei der Ehefrau von Marcus eigentlich um eine public servant, wenn das nur in der Übersetzung nicht was ganz anderes heißen würde – nämlich Staatsdienerin. Aber in gewisser Weise ist ihr Tun ja für den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt und ihre Liebe zum männlichen Höhepunkt ein befriedigender Dienst am Mitbürger, der die arbeitende Bevölkerung zum Weitermalochen, zum Weiterleben motiviert. Weil das Leben eben doch ab und an noch ein paar Highlights bereithält.

Wir stellen uns gegenseitig vor. Die beiden Herren, die ich schon wahrnahm, gehören tatsächlich zum Flashmob, der sich hier nach dem Internetaufruf versammelte, um ein Zeichen gegen verklemmte Sexualität zu setzen. Mitten in der Nacht. Mitten im Wald.

Wir gehen den asphaltierten Hügel gemeinsam hinauf. Für Christine ist das mit ihren hochhackigen Stiefeln gar nicht so einfach, weil die Wegstrecke alles andere als eben ist. Es geht vorbei an den Betonbahnen der Minigolfanlage hoch hinauf auf ein rundes Plateau, dass von Parkbänken umrandet ist. Die Augen gewöhnen sich erstaunlich schnell an die Dunkelheit und man kann trotz der Dunkelheit mehr sehen als man es erwarten könnte. Das liegt allerdings auch an dem glitzernden Himmel, dessen Sterne heute besonders hell zu strahlen scheinen, weil sie die begeisterten Voyeure des nun folgenden Schauspiels sein dürfen.Marcus weist seine Frau an, sich vom Mantel zu befreien. Christine tut es demütig. Marcus motiviert uns drei Männer, sie abzugreifen. Wir tun‘s. Er übernimmt die Regie, seine Frau lässt sich vertrauensvoll führen. Es ist diese Symbiose aus aufrichtiger Liebe und spielerischer Machtausübung, die uns drei zufällig Auserwählten sofort in den Bann zieht. Die Atmosphäre ist ungezwungen, wir sind im Nu ein Team, dessen devote Königin Christine ist.

Marcus sucht in der mitgebrachten Sporttasche nach dem Dildo. „Soll ich aus dem Licht gehen?“, scherze ich in der Finsternis herum. Er findet, was er suchte und die Vergnügungen nehmen seinen Lauf. Christine löst im Stehen ihre Ganzkörper-Netzstrumpfhose, die sie wie ein Stück williges Fleisch eng umschloss und legt damit ihre wunderbar griffigen Titten frei, wo die drei Herren keine gesonderte Aufforderung für brauchen, um beherzt zuzugreifen. Umso fester der Griff, umso mehr ihre Nippel gezwirbelt werden, umso lauter vernehmen wir mittels Stöhnen eine unüberhörbare Begeisterung Christines. Ihr Herr nötigt sie, ihren Slip runterzuziehen und uns richtig ihren Arsch rauszustrecken. Sie tut es. Und jeder kann nun am eigenen Stinkefinger spüren wie feucht sie schon ist. „Los, holt eure Schwänze raus!“, gibt der Meister uns jetzt mal eine Anweisung.

Er schiebt den Dildo in ihre Vagina und lässt dann jeden der drei Männer seine Frau mit diesem Dildo die Erregungskurve steigern. Christine stöhnt laut auf und genießt bar jeder Scham ihre zunehmende sexuelle Aufruhr. Währenddessen breitet er fürsorglich eine Decke aus, die man aufgrund ihrer hässlichen Muster wirklich nur noch für solche Zwecke verwenden kann. Christine hockt sich hin, bekommt den Dildo tief in ihre Vagina geschoben und es beginnt eine wirklich pornofilmreife Szene, in der sie zunächst alle Männer mit wirklich gekonnt, erfahrender Hand wichst, was sie so gut versteht, dass der Mann zu meiner Linken und ich um kurzen Einhalt bitten, um nicht vorschnell das Finale zu verhunzen. Überraschend weist sie ihr Meister zum Blasen an, ergreift mit beiden Händen ihren Hinterkopf und delegiert sie an unsere hochstehenden Schwänze, die sie tief bläst. „Macht sie das denn gut?“, fragt Marcus in die Runde. Eine wohl eher rhetorische Frage, denn die Hodenfracht verlangt schon lange nach frischer Luft, weil der Druck einfach zu groß wurde.

Der Meister erlaubt ihr zum Höhepunkt zu kommen und legt selbst Hand am Dildo an. Drei wichsende Männer in unmittelbarer Nähe erleben einen weiblichen Orgasmus, den das Himmelzelt so wohl auch nicht so häufig zu Gesicht bekommt. Wir sind schwer begeistert. Und als uns Christine ihre Titten zum Abspritzen hinhält, bekommt sie es zweimal von vorne und einmal von hinten. Der Druck war groß, das Sperma musste raus und die freien Stellen waren begrenzt. Christine lobt meinen Parkkollegen ob seiner verspritzten Menge. Ich verkleckere mich auf ihrer linken Titte, wo alles ziemlich glitschig herunter rinnt. Leider haben es zwar die Augen verstanden, bestens mit den dunklen Lichtverhältnissen klar zu kommen, dennoch sieht man seinen eigenen Spermastrahl vor lauter Finsternis nicht. Das einzige Manko dieser Aktion.

Locker und gesprächig ist unsere kleine Gruppe postorgiastisch. Christine sucht ihren Slip – zunächst vergeblich. Wir packen unsere Schwänze ein, während Christine mein Taschentuch zur Spermasäuberung annimmt. Marcus missfällt`s. Sie bettelt ihn an, das Taschentuch benutzen zu dürfen. Und nachdem sie genügend und aufrichtig genug bettelte, erlaubt der Meister ihr es zu benutzen. Das Paar spielt ihre Rolle vor uns einfach perfekt. Absolut authentisch. Und dabei, was mir besonders gut gefiel, mit einem beiderseitigen Einfühlungsvermögen, was man sonst kaum in länger andauernden Beziehungen erlebt.

Wir laufen den Hügel hinab. „Ich sehe Licht“, ruft Christine, als wir fast die Hauptverkehrsstraße erreichen. Wir verabschieden uns respektvoll voneinander. Passend zum spontanen Spritztreffen mit einer Unbekannten, bei der sie von uns Weißes bekam, schenke ich Christine und ihrem Mann Marcus zwei Flaschen Berliner Weisse mit Schuss. Diese geile Frau verdient eine Massenbesamung von Männern, die Christine in all ihrer Besessenheit zu schätzen weiß. Und was macht das Pärchen jetzt? Marcus lässt durchblicken, dass es für ihn nichts Schöneres gebe, als seine Frau jetzt richtig durchzuficken. „Das muss sein“, bestätigend vorfreudig Christine. Erst teilt er seine große Liebe mit der großen weiten Welt und dann will er sie wieder allein für sich.


die Entzauberung des Rotlichts

Es gibt diverse Vorstösse, Puffs der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich zu machen; ein Tag der offenen Tür, wie in Ministerien eben, wozu das Bundespresseamt in Berlin alljährlich einlädt. He he …. nur ohne Hüpfburg für die Kinder, aber als Familien- oder Kegelklubausflug gedacht, damit „Vorurteile“ gegenüber den Huren, dem sog. Rotlichtmilieu abgebaut werden. Sorry, Menschlichkeit lässt sich nicht unterrichten, genauso wenig, wie es Sinn macht, um Akzeptanz zu betteln. Politische Veränderungen lassen sich nur politisch herbeiführen, doch nicht mit der Nummer: … seid nett zu mir, wir sind „auch nur Menschen“.

Ich persönlich glaube, dass die Entzauberung des Rotlichts, wenn man Kaffeetanten und Kegelclubs durch die Räumlichkeiten durchschleust, unserem Gewerbe letztlich nur schaden und zu keinem Wegfall von Vorurteilen u.ä. beitragen kann. Um Akzeptanz betteln, gilt nicht, Bretter vernagelter Köpfe kann man eh nicht lösen. Es kann nur über den politischen Weg laufen, aber unsere Lobby ist zu schwach.
Stichwort Entzauberung:
Genauso wie Diskussionen in Freierforen mich eher an Kaffeeklatsch erinnern, denn an Flirt, Dirty Talk oder irgendeinen Hauch von Erotik. Schrecklich auch gefällige Beiträge von vielen Anbieterinnen in Foren, die mich persönlich abturnen, das hat sowas Koberhaftes, na Süsser?! Virtueller Strassenstrich eben; von Erotik keine Spur. Daher wundert mich auch nicht, dass ich so viele vom Verhalten recht „gewöhnliche“ Frauen persönlich kennengelernt habe, die im Escort, auch als sog. High-Class-Muschi-Escort aktiv sind. Also im Bordell habe ich mehr Frauen kennengelernt, die mehr „Dame“ waren, eloquent und intelligent. Ich hab ja immer den Vergleich, da ich ja schon Puffluft in meiner Anfangszeit geschnuppert habe.

Es gab in unserem Theaterstück einen Text von mir, wo ich mich zur Verspiesserung und Entzauberung des Rotlichts ausgelassen habe, das ist zumindest meine Erfahrung, die ich im Laufe der Zeit gewonnen habe. Im Bordell war es das ganze Ambiente, Kaffee trinken, Soaps gucken, Parade, Tür auf-zu-weg, das Geblubber über Titten-Operationen, das beste waren noch die Gäste, wenn man jene mit Aldi-Tüte in der Hand und ranzigen Socken mal aussen vor lässt. Aber selbst im virtuellen Raum, wo es um Escort geht, scheint es ganz ähnlich zu sein, wenn man zwischendurch einen Blick auf die Diskussionen wirft. Wie soll man da eigentlich noch geil werden? Zumindest nicht auf jene, die sich in Foren an sich selbst berauschen, berichten, richten und urteilen.

Das sog. Rotlicht, die käufliche Erotik muss eigentlich erst dort ankommen, wo sie hingehört, nämlich im nicht-öffentlichen Bereich, anstatt es medial zu durchleuchten, zu sezieren und zu verwursten, um den Moralinpegel hoch zu halten. Es geht beim Sex, auch dem bezahlten doch eher darum, zu verzaubern, Geheimnisse zu bewahren, nicht Stellungswechsel durchzubuchstabieren , sondern ein Geheimnis, ein Mysterium zu schaffen, zwischen zwei Fremden, das reizvoll ist, das die Phantasie anregt, das nicht definierbar ist; aber offenbar muss alles an der Oberfläche zerkaut werden, für viele aus reiner Werbe-Notwendigkeit, und dies auch noch humorlos.

Und an jene Kolleginen gerichtet, die sich aus meinem Blog Ideen zusammen klauben und als Themen ohne Referenz sonstwo einstellen, ob auf ihren eigenen Blog oder als Themen in Foren, weil sie zum selbstständigen Denken und Fantasie offenbar nicht befähigt sind: bleibt mir vom Leib, sonst werde ich meinen Blog und Bauchladen in den nächsten Tagen auf „exklusiv“ schalten. (Hatte dies schon einmal aus anderen Gründen gemacht, aber meinen Blog dann wieder geöffnet).

Jene, die sich angesprochen fühlen dürfen und generell nur in „Verwertungsinteressen“ denken, werden wissen, was ich meine, gelle???

Copyrightrechtliche Verstösse werden in Zukunft geahndet und ich hab ziemlich gute Anwälte am Start. Letzte Warnung.

An alle, die hier weiter mitlesen möchten und die ich persönlich gut kenne, bitte ich eine Email an mich zu schicken, um beizeiten den Zugang zu garantieren.

euch und allen anderen Mitlesern wünsche ich einen bezaubernden Frühsommer-Abend!!

yours unruly

Ariane


dont miss out

Berlin +++ Newsticker +++

Lulu – die Nuttenrepublik

nach der Urfassung LULU von  Frank Wedekind mit Texten und performt von Berliner (Ex-) Huren, Tantra-Masseusen, BDSM-Actricen, Escorts, Kurtisanen, Sexworker

Regisseur: Volker Lösch

Premiere war 11.12.2010 Schaubühne Berlin

kommende Vorstellungen in dieser Woche und die endgültig letzten Aufführungen dieses grossartigen Theaterstücks am 1. und 2. Juni jeweils 20 Uhr

siehe Querverweis im Sexworker-Forum:
www.sexworker.at/phpBB2/viewtopic.php?t=7051

Schaubühne Berlin/Ticketing

winke, winke euer Goldschwanz

aka
Ariane

click the pic


hengst

Ich bin schon ganz unruhig, weil ich in den nächsten Tagen auf einen Lederhengst treffe; und gestern abend wurde ich sowas von durchgef**** , dass ich heute mit wackeligen Knien und geschwollener Mu rumlief, rumkroch und jeden, der mir bei meiner guten und entspannten Laune krumm kram, in die nächste Pfütze pfefferte.  Leider werde ich in den nächsten Tagen keinen Blog-Eintrag einstellen können, weil ich sowas von besetzt bin und Theater spiele, vom 20.-23. Januar, immer abends. Ein kleiner Plausch im Darkroom,  ein Sprung in der Mittagspause oder am späten Abend ins Hotel ist selbstverstständlich möglich.

 

Du kannst natürlich dem Theaterstück beiwohnen und mich anschliessend abholen, mir Rosen in die Garderobe schicken oder mich einfach auf einen Drink einladen, mich entführen, mir deinen Schwanz in sämtliche erötenden Furchen schieben, mit und ohne Kommunikation; falls du noch Zeit neben deinen Businessterminen hast, gönne dir einen theatralischen und erotischen Ausflug mit einem durchtriebenen, konservativen, liberalen Luder;

hier mein Programm für die kommenden Tage und ich bin per SMS/Telefon am besten erreichbar ….


Gloomy Sunday

by Goldschwanz (keine Kandidatin beim Super-Talent☺☺) Peinlich? Egal.

olé olé


frohes Neues

ich hoffe, ihr seid frohen Mutes und offenen Herzens und Hose ins neue Jahr gestolpert …… Mist Glatteis …

das Photo entstand unmittelbar nach meinem Stand-Up Debut in New York vor einigen Wochen; is it human? Yes it is ….

bis bald!


Herbstlaub

Da habe ich mir heute, als die Sonne vorkroch, mal einen richtig schönen Herbstspaziergang gegönnt und konnte mich von meinen Schreibtisch loseisen, wo ich wieder einige Schandtaten ausgeheckt habe, und da sitze ich so gemütlich auf einer Parkbank und was sehe ich? Tz Tz Tz …. eine leere Kondom-Verpackung zu meinen Füssen. London Schwarz Extra Special meine Hausmarke quasi …… und streiche mir mit der Zungenspitze über die Unterlippe, als ich mir vorstelle, was nächtens an der gleichen Stelle wohl passiert ist.

Ich stelle mir vor, wie ein Mann und eine Frau angeschwipst von einer Halloween Party kommen, die sich gerade dort kennengelernt hatten und den Weg in ihr oder sein Bett etwas abkürzen müssen. Er trägt ein Fledermaus-Kostüm, sie natürlich ist als Hexe verkleidet und hat den Besen zuhause vergessen, jetzt sucht sie ihn in seiner Hose, um auf ihm zu reiten. War letzte Nacht Vollmond? Wahrscheinlich haben sich die beiden zuerst die Parkbank vorgenommen, so im Stehen, an der Rückenlehne hat sie sich festgehalten, während er ihr … und den schwarzen Umhang hochschob und sie ihm ihren mondbleichen, grossen runden Hintern entgegenstreckt, ihre hohen Absätze versinken im weichen Boden, sie kann sich auf ihren Stöckeln kaum mehr halten und sie lassen sich in das aufgehäufte Herbstlaub unter der Buche gleich daneben fallen, er spreizt ihre Beine, die sich um seine Schultern drängen, dann dreht er sie um und sie krallt ihre langen, schwarz lackierten Nägel in die Baumrinde und sie kratzt das feuchte Moos ab und macht sich dabei dreckig.  In Gedanken versunken stehe ich von der Parkbank auf und gehe auf den Baum zu meiner linken zu, durchstreife mit meinen Füssen das raschelnde Laub, und richtig, nah am Baumstamm, zwischen dem wunderbar leuchtenden Herbstlaub lugt ein benutztes Kondom hervor, ich atme den Duft der Herbstblätter tief ein, schliesse die Augen, blinzel in die Nachmittagssonne und reibe mir unauffällig mit einem herumliegenden Ast an meiner Pussy entlang, unter meinem Mantel trage ich eine eng-anliegende Boss-Hose und ich spüre jede einzelne Holzmaserung durch den Stoff hindurch, wenn das der Hugo wüßte ….

Plötzlich schreckt mich Hundegebell auf und eine Dogge kommt auf mich zugesprungen, ich befürchte, sie hat meine Geilheit erschnuppert, ich kralle mich am Baumstamm fest, unfähig mich wegzubewegen. Aber sie springt mich nicht an, sondern springt schwanzwedelnd um mich herum, eine wohlerzogene Dogge, besser als Cäsar, die von meiner Freundin Catherine aus Montana; das Herrchen ist auch schnell zur Stelle und er sieht mir an, daß er mich bei etwas erwischt hat, bei was, weiss er nicht. Ich werfe das Stöckchen, das gerade noch mein Spielzeug war, weit weit weg und der Hund springt hinterher. Er hat die Fährte aufgenommen und ist vorläufig abgelenkt. Das Herrchen gefällt mir, er mustert mich von oben bis unten; rasch trete ich auf das benutzte Kondom unter meinen Füssen. Wäre doch jetzt der falsche Zeitpunkt, dieses zu entdecken und würde die angenehm angespannte Stimmung zerstören, die sich in meinem Bauch ausbreitet. Das Herrchen sieht mir meine Geilheit wohl an, ist jedoch etwas unsicher und weiss nicht, wie es reagieren soll. Auch ist er durch das Haustier abgelenkt und blickt abwechselnd auf mich, dann auf die Dogge, die am Stöckchen knabbert. Das ist mir jetzt zu kompliziert, denke ich. Ich hätte ihn ja gerne mitgenommen, aber den Hund?! Man kann nicht alles haben, ziemlich unentspannt verabschiede ich mich von dem Herrchen, gehe nach Hause und bringe meine Pussy kurz zum Glühen, um mich dann entspannt der Lektüre und meinen Hausaufgaben zuzuwenden.


guck guck

Hi ihr Lieben, die ihr regelmässig meinen Blog aufsucht!

Ich hatte in den letzten Wochen einiges um die Ohren, wie manche sich bei Lektüre vorangegangener Postings sicher schon denken konnten. Eure kleine Rakete ist gerade wieder in Berlin gelandet und blickt entspannt und hoffnungsfroh auf die kommenden Wintermonate, die ich fast ausschliesslich in Berlin verbringen werde. Tagsüber probe ich zusammen mit den Girls für das Bühnenstück, am Nachmittag und Abend habe ich frei für ein Rendez-Vous, mit Triple-A-Herren & Schweinchen, die mich um meinen kontrollierten Verstand bringen – und ich sie …

Nur nächste Woche bin ich ein paar Tage – wie angekündigt – verreist und werde NYC unsicher machen, allerdings nicht als Escort, sondern in geheimer Mission. Darauf freue ich mich schon sehr! Es ist alles unglaublich, kleine und grosse Wunder, die derzeit passieren. Das Meckern über das Wetter überlasse ich gerne anderen … he he

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Und an all die Krittelkünstler, die sich reinen Herzens schon jetzt nach der Ankündigung des Theaterstücks von und an Volker Lösch virtuell abarbeiten, sei mit den offenkundig zeitlosen Worten von Karl Kraus gesagt:

>>Nicht eindringlich genug kann davor gewarnt werden, das Wesen der Dichtung in ihrer stofflichen Sonderbarkeit zu suchen. Eine Kritik, deren hausbackene Gesundheit sich über Dinge der Liebe den Kopf nicht zerbricht, hat schon im „Erdgeist“ nichts weiter als ein Boulevard-Drama sehen wollen, in dem der Autor „Krasses mit Zotigem gemengt“ habe.  Ein führender Berliner Geist hat die Ahnungslosigkeit, mit der er der Welt des Doppeldramas gegenübersteht, durch den Rat bewiesen, der begabte Autor möge nur schnell ein anderes Stoffgebiet wählen. Als ob der Dichter „Stoffe wählen“ könnte, wie der Tailleur oder der Wochenjournalist, der auch fremden Meinungen sein stilistisches Kleid borgt. Von der Urkraft, die hier Stoff und Form zugleich gebar, hat heute die deutsche Kritik noch keine Ahnung. Dass die offizielle Theaterwelt ihr Modernitätsideal im jährlichen Pensum ihrer geschickten Ziseleure erfüllt wähnt, daß der Tantiemensegen immerzu die Mittelmässigkeit befruchtet und die Persönlichkeit die einzige Auszeichnung geniesst, keinen Schiller-, Grillparzer- oder Bauernfeldpreis (oder wie die Belohnung für Fleiss, gute Sitten und Talentlosigkeit sonst heissen mag) zu bekommen – man ist gewohnt, es als etwas Selbstverständliches hinzunehmen. Aber nachgerade muss es erbittern, einen Dramatiker, der keine Zeile geschrieben hat, die nicht Weltanschauung und Theateranschauung zu absoluter Kongruenz brächte, und dessen perspektivische Gedankenreihen endlich über das armselige Milieugeschäft emporweisen, von der offiziellen Kunstwelt als ein Kuriosum behandelt zu sehen. Er ist „grotesk“. Und damit glauben die Gerechten, die in der Literatur immer zwei Fliegen mit einem Schlagwort treffen, ihn abgestempelt zu haben. Als ob das Groteske immer Selbstzweck einer Artistenlaune wäre! Sie verwechseln die Maske mit dem Gesicht und keiner ahnt, daß der groteske Vorwand hier nichts geringeres bedeuten könnte, als das Schamgefühl des Idealisten. Der auch Idealist bleibt, wenn er in einem Gedichte bekennt, daß er lieber eine Hure wäre, „als an Ruhm und Glück der reichste Mann“, und dessen Schamgefühl in viel tiefere Sphären langt, als das Schamgefühl derer, die an Stoffen Anstoss nehmen.

Der Vorwurf, daß man in eine Dichtung etwas „hineingelegt“ habe, wäre ihr stärkstes Lob. Denn nur in jene Dramen, deren Boden knapp unter ihrem Deckel liegt, läßt sich beim besten Willen nichts hineinlegen. Aber in das wahre Kunstwerk, in dem ein Dichter seine Welt gestaltet hat, können eben alle alles hineintun. Was in der „Büchse der Pandora“ geschieht, kann für die ästhetische wie – hört, hört – für die moralistische Betrachtung der Frau herangezogen werden. Die Frage, ob es dem Dichter mehr um die Freude an ihrem Blühen oder mehr um die Betrachtung ihres ruinösen Waltens zu tun ist, kann jeder wie er will beantworten. So kommt bei diesem Werke schliesslich auch der Sittenrichter auf seine Rechnung, der die Schrecknisse der Zuchtlosigkeit mit exemplarischer Deutlichkeit geschildert sieht und der in dem blutdampfenden Messer Jacks mehr die befreiende Tat erkennt als in Lulu das Opfer. So hat sich ein Publikum, dem der Stoff mißfällt, wenigstens nicht über die Gesinnung zu entrüsten. Leider. Denn ich halte die Gesinnung für arg genug. Ich sehe in der Gestaltung der Frau, die die Männer zu „haben“ glauben, während sie von ihr gehabt werden, der Frau, die Jedem eine andere ist, Jedem ein anderes Gesicht zuwendet und darum seltener betrügt und jungfräulicher ist als das Püppchen domestiker Gemütsart, ich sehe darin eine vollendete Ehrenrettung der Unmoral.

In der Zeichnung des Vollweibes mit der genialen Fähigkeit, sich nicht erinnern zu können, der Frau, die ohne Hemmung, aber auch ohne die Gefahren fortwährender seelischer Konzeption lebt und jedes Erlebnis im Vergessen wegspült. Begehrende, nicht Gebärende, nicht Genuss-Erhalterin, aber Genuss-Spenderin. Nicht das erbrochene Schloss der Weiblichkeit; doch stets geöffnet, stets wieder geschlossen. Dem Gattungswillen entrückt, aber durch jeden Geschlechtsakt selbst neu geboren. Eine Nachtwandlerin der Liebe, die erst „fällt“, wenn sie angerufen wird, ewige Geberin, ewige Verliererin – von der ein philosophischer Strolch im Drama sagt: „Die kann von der Liebe nicht leben, weil ihr Leben die Liebe ist.“ Dass der Freudenquell in dieser engen Welt zur Pandorabüchse werden muß: diesem unendlichen Bedauern scheint mir die Dichtung zu entstammen.<<

Quelle: Vortrag von Karl Kraus am 29. Mai 1905 – als Einleitung zu der von ihm veranstalteten (Privat-) Aufführung der „Büchse der Pandora“ in Wien.

 

Vorankündigung aus der Abteilung „Parental Advice“: in meinem nächsten Beitrag werde ich von meinem letzten anzüglichen Date berichten, wo ich mit Champagner und Kinder-Überraschungseiern gemästet wurde, meinem Spielgefährten mit seinem Einverständnis ordentlich auf die Füsse trat, mich mit wohlduftenden Tahiti-Kokos-Öl von oben bis unten einbalsamieren liess und ich mir aus reiner Freude in mein nicht vorhandenes Höschen machte.

 

Bis bald in diesem Kanal!

eure Diotima-Rakete


the apple of your pye

My new voyeurism – hyper realism series went online on my main website. Hope you like it!