Olga


Berlin Swinger

Fragen, auch aus meiner Bürger-Sprechstunde:

Ja, gibt es denn in Berlin geile Swinger Locations und so?

Meine Standardantwort:

Es gibt so viele Swingerclubs in Berlin, bspw. in Karlshorst, aber das ist alles scheisse unerotisch. Wenn man auf bizarr abfährt, weil einem das Insomnia gefällt, würde ich mit ihm in den Kitkat Club gehen und ihm auf der Toilette den Lolly lutschen, und falls die Dame nicht so darauf steht wie ich, in einen der Spielräume entführen, ihn fesseln und fertig machen.
Swinger Clubs sind Spiesser-Clubs, Kartoffelsalat, Aldiletten, billige Dessous und ein Humor wie bei einer Karnevalsveranstaltung, totales Kleinbürgertum, inkl. dem Drang nach Buletten.

Meine Lieblings-Spielplätze veröffentliche ich nicht. Weil dann wird es öffentlich und jeder Mallorca-Urlauber kommt da reingestiefelt. Ist jetzt schon teilweise schwierig mit dem Publikum.

Viel Glück!


VI Ich klage an

Sehr geehrter Bundespräsident,

sehr verehrte Bundeskanzlerin,

sehr geehrte Mitglieder aller Fraktionen im Hohen Haus,

sehr geehrte Bundestagsabgeordnete,

die Bundesratsvorlage ist ein Schmutzfleck auf den Namen Ihrer Regierung. Die Geschichte wird zeigen, dass Ihre Präsidentschaft es war, unter welcher eine Gesetzesverschärfung beitrug, das Leben von Bürgern und BürgerInnen, EU BürgerInnen in diesem Lande mit weitreichenden Folgen für ihre Gesundheit und Sicherheit zu gefährden.

Meine Pflicht ist es zu sprechen, ich will nicht Mitschuldige sein und ich könnte des Nachts kein Auge mehr zutun, für die Folgen einer Politik, die dazu beiträgt, dass Unschuldige für Verbrechen büssen, die sie nicht begangen haben. Wie ein Alptraum lastet es auf mir, vor allem weil ich im Bilde der Realitäten bin, deren Einzelheiten ich zu kennen glaube. Die furchtbare Rechtsverweigerung, und hier liegt der Keim, aus dem sich die wahren Verbrechen entwickeln. Eine gesellschaftliche Gruppe zu stigmatisieren und zu kriminalisieren, bedeutet den Mitgliedern dieser Gruppe, ihre Bürger- und Menschenrechte zu entziehen, auf die sie Anspruch haben.

Es ist auch eine Geschichte von Verrat, dass mächtige Gruppen und Celebrities nicht nur sich erdreisten, im Namen von Sexarbeiter Interessen zu sprechen, um daran nicht zu knapp zu verdienen, sondern jene, für die sie meinen zu sprechen, verhöhnen und diskriminieren, ihre Stimmen zum Schweigen bringen. Und wenn sich eine kleine Stimme lautstark erhebt, sie zu bevormunden, ja zu entmündigen, sie als Einzelfall abzutun, um ja eine mögliche repräsentative Kraft von vornherein zu leugnen und auszuschalten.

Sie haben sich mächtige Freundinnen und Lobbygruppen gesucht, die über die sexuelle Selbstbestimmung von Männern und Frauen in dieser Gesellschaft richten. Um sich über diese ungeheuerlichen diskriminierenden und ehrverletzenden verbalen Gewalttaten unter Zuhilfenahme erfundener Statistiken und als Fakten und Wahrheit gerierende Falschaussagen eine Gewissheit zu bilden, braucht man nur die Medienberichterstattung in den letzten Monaten zu verfolgen. Deutschland hat hier keinen Fortschritt zu verzeichnen, auch nicht im Vergleich zu Nachbarstaaten und Ländern mit Prostitutionsverboten, auch nicht, wie über Frauen, Männer, Trans* und Intersex* Menschen in der Sexarbeit geschrieben und gesprochen wird und an der Verfestigung des Stigmas mitwirkt, was ihnen in der Konsequenz, einen gleichwertigen Platz in der Gesellschaft einzunehmen, verweigert, sie ihrer Handlungs- und Freiheitsmöglichkeiten beraubt.

Sowohl in ihrem eigenen Interesse zu sprechen, als auch an Bedingungen mitzuwirken, die es erlauben würden, dass ihnen keine Gewalt zugefügt wird, sie stark genug sind, sich gegen Behördenwillkür, auch menschenrechtswidrige Behandlung durch Vollzugsbeamte zu Wehr zu setzen, sie der Gesellschaft erfolgreich die Stirn zeigen können, die sich in ihren Fantasien an ihnen aufgeilt, mit ihren Medien Kasse macht und sich regelmässig ihrer Dienste versichert.

Zunächst die Wahrheit über die Begründung der Gesetzesvorlage:

Die Begründung der Novellierung ist eine Lüge, die ich bereits entlarven konnte.

Die Ersteller dieser Bundesratsvorlage erscheinen mir als höchst verworrene Köpfe, ähnlich einer Öffentlichkeit, die Sensationsgeschichten und wahnwitzigen Fantasien nachjagt.

Es kann nicht sein, dass im Namen und zum Schutz unserer Rechte, das Recht gebrochen wird, man SexarbeiterInnen durch Kriminalisierungspolitiken und repressiver Massnahmen unser Menschsein weiterhin  beraubt, die Kriminelle gerade eben dadurch ermutigt, uns als Aussätzige und Rechtlose zu bewerten und behandeln, sie sich sicher fühlen, dass wir uns nicht zur Wehr setzen, wir eben nicht dazu ermutigt werden, Akte der Gewalt  ausreichend mit rechtlichen Schritten zu beantworten.

SexarbeiterInnen sind keine homogene Gruppe, wie jede andere durch zugeschriebene Klassifikationen bewertete und markierte soziale Gruppe. Wir sind Bürger mit legalem Status, die sich aus völlig unterschiedlichen und persönlichen Gründen, die die Öffentlichkeit nichts anzugehen haben, diese besondere Arbeit ausgewählt haben und nachgehen. Es benötigt keinster Rechtfertigung, sich zu erklären, warum man tut, was man tut. Genauso wie ein Anwalt, kein Arzt, kein Unternehmer sich für die Wahl seiner besonderen Tätigkeit, die mit berufseigenen besonderen Herausforderungen einhergeht, erklären muss.

Ich bitte Sie, daran mitzuwirken, dass in Deutschland, den Nachbarstaaten und allen Ländern dieser Welt, eine die Grund- und Menschenrechte respektierende Politik einzuleiten und umzusetzen, die das Leben und die Gesundheit von SexarbeiterInnen stärkt und sie nicht beschädigt. Wir sind weder „Schnäppchen“ noch Randexistenzen, die sich in der bürgerlichen Gesellschaft verlaufen haben. Wir wissen durchaus, was wir tun und mit wem wir etwas tun. Frauen und Männer, deren Leben durch Gewalt, Misshandlung und Ausbeutung auf dem Spiel steht, Menschen, Kinder, die durch verachtungswürdige Gewalt in Sklaverei geraten sind, ihnen allen gilt nicht nur mein Mitgefühl, sondern auch mein Engagement. Bitte hören Sie auf, im Namen von Menschenhandel und dem Kampf gegen sexuelle Ausbeutung die Sexarbeit zu kriminalisieren. SexarbeiterInnen in aller Welt verurteilen jede Form von Gewalt und Ausbeutung und es bedarf weiterführender und gemeinschaftlicher Initiativen, um gegen jede Form von Sklaverei und Ausbeutung vorzugehen, auch die Unterstützung von Initiativen und Ansätze, die in internationalen Sexworker-Organisationen selbst entwickelt und erfolgreich in autonomen Best Practice Projekten umgesetzt werden: in Indien, Australien, USA und Neuseeland.

Ich warte auf Ihre Antwort.

Hochachtungsvoll

Ariane G. Berlin 13. Oktober 2012

1.      The World Charter on the Rights of Prostitutes; Brussels. 1985 http://www.bayswan.org/ICPRChart.html

2.      The Sex Workers‘ Manifesto. Kolkata. 1997 http://www.bayswan.org/manifest.html

3.      The Taipei Declaration of Sex Worker’s Human Rights. Taipei. 1998 http://coswas.org/archives/1351

4.      The Durbar Vision. SEX WORKERS, HUMAN RIGHTS. Kolkata 2003

5.      Sex Workers: Part of the Solution. Cape Town 2003.

6.      Sex Workers in Europe Manifesto.  Brussels. http://www.sexworkeurope.org/images/phocadownload/manbrussels2005.pdf

7.      Declaration on the Rights of Sex Workers Brussels 2005 http://www.sexworkeurope.org/images/phocadownload/dec_brussels2005

8.      Stella, l’amie de Maimie. eXXXpressions: Forum XXX Proceedings, Montreal, Canada, 2006. http://www.chezstella.org/stella/?q=en/follow

9.      Sex Workers Human Rights and the Fight Against HIV Montreal 2006

10.     The Global Working Group on HIV and Sex Work Policy Draft Reworking of the UNAIDS Guidance Note on HIV and Sex Work. Delhi 2007

11.     St. Pauli Protocol.  Hamburg April 2008

12.     Recommendations of the African Sex Worker Alliance. Pretoria  October 2009

13.     Wards of the state: Young sex workers‘ special vulnerability to HIV and AIDS under the law. Vienna 2010 http://www.plri.org/resource/wards-state-young-sex-workers-special-vulnerability-hiv-and-aids-under-law

14.     The Sex Worker Forum Declaration.  2010 http://www.sexworker.at/SWdeclaration.pdf

15.     Sangram Bill of Rights. Sangli 2010

16.     NSWP Smart Guide on Sex Work and HIV: Only Rights Can Stop the Wrongs. Vienna 2010 http://www.nswp.org/page/smart-guides

17.     The Pattaya Draft Declaration. Pattaya. October 2010 http://plri.wordpress.com/2010/10/15/pattaya-draft-declaration-on-sex-work-in-asia-and-the-pacific-2010/

18.     Sex Worker Open University Manifesto London 2010 http://www.sexworkeropenuniversity.com/manifesto.html

19.     The Kolkata Call to Action, Sex Worker Freedom Festival 2012 http://twitpic.com/afscxn/full

20.    Sex Work and the Law in Asia and the Pacific http://www.snap-undp.org/elibrary/Publication.aspx?ID=699


Atonale Flötentöne

+++ Neue Anwärter für die aktuelle Saison gesucht +++

Vielleicht wird Sie mein Frühjahr/Sommerprogramm 2012 auf ausgewählten Bühnen begeistern

Beim diesjährigen Festival für Atonale Flötentöne „Goldschwanz Variationen“ würde ich gerne in folgenden Disziplinen mit Ihnen gemeinsam reüssieren:

– eine Po-Diskussion nach rheinisch-britisch-berlinerischer Manier:
„Fragen & Antworten: Does semen really clear up my skin?“

– Wanted! Suche noch Aktmodelle für meine Herbst-Ausstellung: „Brief Encounters – Scetches from intimate moments“, in dt. Übersetzung: „Begegnungen mit verwählten Triple-A-Preisträgern – eine Sammlung von Zeichnungen in intimen Momenten“

– Einzelsessions im Begleitprogramm „Tiere, Menschen, Dreibeiner: Wortgefechte um die zukünftige Bezeichnung des Freiertums“? Danach ein heisser BJ und ein kaltes Bier.

– Für Lehrlinge: „zwischen Girlfriendsex + ungewöhnlichen Momenten: Einführung für Unentschiedene“

– „Persönliche Klagemauer: eine Interrogation“.
Thema: „Schlechtes Gewissen, gute Gefühle. Müssen Schuldgefühle beim P6 wirklich sein?“ Abbitte und Ablasshandel in der Moderne vorgeführt von Ihrer knieenden Dienerin. Gehen Sie erleichtert, erheitert und beschwingt nach Hause.

– „Wanderausstellung: der Arianengraben“. Steigen Sie ab in die unendlichen Tiefen meiner heissen Lustgrotte und werden Sie Zeuge von Eruptionen, die Ihre und meine Leibeskräfte herauswirbeln, um sich in einen reizenden Fluss zu verwandeln.

Die Endorphine schlagen Salti? Plane nicht, lebe! Ich freue mich auch über Anfragen und Einsendungen von Kurzentschlossenen.

Ihre Ariane Broadband


LULU in Berlin

Abb. Sopranistin Mojka Erdmann

Andrea Breth inszeniert Alban Bergs LULU an der Staatsoper unter der Leitung von Daniel Barenboim. Ein guter Grund, nach Ewigkeiten die Oper zu besuchen. Premiere 31. März.


echt Lust

Eine Frage der Erreichbarkeit 😉

Habe einige wunderbare Tage mit vielem zwischen den Ohren verbracht. Nein, nicht das, was ihr jetzt denkt.

War in ein Funkloch gefallen und der schnelle Blick ins Internet unmöglich; musste mich auf die Anhöhe einer Wiese begeben, um nach mehrfachen Suchen minimalen Empfang zu finden, um eine SMS zu beantworten. War durchaus vergnüglich und erholsam. Der Druck der ewigen Erreichbarkeit und Permanent-Verfügbarkeit mit Reaktionsgeschwindigkeit war mit einem Mal weg. Eine interessante Erfahrung. Auch deshalb  und überhaupt habe ich beschlossen, die Nummer von meiner Website zu nehmen, da ich tagsüber immer seltener ad hoc aus einem ruhigen Umfeld reagieren kann. Daher ist es sinnvoller, wenn ihr, die ihr mich nicht kennt, über Email zunächst mit mir Kontakt aufnimmt und wir eine Zeit zum persönlichen Plausch vereinbaren. Herren, die ich gut kenne und schätze, können mir natürlich auch weiterhin eine SMS schicken und ich reagiere asap. Meinetwegen von einer Frühlingswiese hinter den Bergen bei den sieben Zwergen.

 

bis dann!

Ariane


Skyline|s

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wonderful view!

Matt Lemon Photography

[14] Skyline.s - Matt Lemon Photography. All Rights Reserved.

Sunset over Oberbaum Bridge. Berlin, Germany. © Matt Lemon Photography. All Rights Reserved.

“Berlin’s most beautiful and most photographed bridge is the two storied Oberbaum Bridge across the Spree. It links two former boroughs that are now one: Friedrichshain in the former East Berlin and Kreuzberg in the former West. Both districts are known for their interesting nightlife.” The bridge has become an important symbol of Berlin’s unity and appears prominently in the 1998 filmRun Lola Run and the 2004 film The Bourne Supremacy. [Source: freetoursbyfootWikipedia]

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