das bin ich


Just found this clip with my kisses for Gabriela! For people who dont know Gabriela Leite. She is the foremost sex workers rights activist in Brazil and Laura Murray was made a movie „a kiss for Gabriela“ dedicated for her lifetime work! check her site & blog http://www.akissforgabriela.com/

susanne


Ethik-Debatte UND ein Schirm ist aufgegangen

Da bin ich wieder! Zurück in Berlin. Allerdings gibt es wenig Neues hier zu berichten, ausser das noch eine wissensbasierte Ethik-Debatte um Sexarbeit aussteht. Die negative sozial-ethische Bewertung ändert sich ja nicht, solange solch eine Debatte gesellschaftlich nicht ernsthaft geführt wird. Hilft auch bei der Entwicklung vernünftiger Gesetze weiter. Ich hatte dies schon einmal hier angedeutet. Moralisiert wird zwar genug, aber um zu des Pudels Kern vorzudringen ist mehr notwenig als scheinheilige Empörung oder feministischer Extremismus.

Hab mittlerweile auch sämtliche Debatten, die derzeit hierzulande geführt werden, vernommen. Ich schliesse mich den Kritikern an, für die es keinen „Fall Brüderle“ gibt. Ja, es gibt viele Fälle, insofern finde ich den Aufschrei gut, hab mich eh gewundert, warum lange still gehalten wurde. Was sagen eigentlich die Karnevals- und Kegelklubschwestern dazu, die Männern ungefragt auf die Eier oder an die Krawatte gehen, am besten sturzbesoffen, damit der Sex auch richtig gut ist?

Vielleicht noch eine Debatte über ‚Sexwork und Sexismus‘ he he … evtl. würden dann auch Autoren endlich aufhören, Erfahrungsberichte zu schreiben, also die ohne Talent und Erfahrung. 😉

Und was jene mit Talent betrifft:  brauche ich dringend wieder einen Ritt mit einem Pferdchen oder Schweinchen. Freiwillige vor!

Hier ein kleiner Bildergruss von meiner letzten Reise.

copyright

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Das beste kommt zum Schluss: das Foto ist der aufgehenden Sexworker Interessenvertretung in Deutschland gewidmet, die sich in Gründung befindet! Ich kann dort aufgrund ausserordentlicher Umstände nicht mitmischen und bin auch schon anderswo, als Beirätin im Bufas involviert. Ich kann so schlecht auf vielen Hochzeiten tanzen. Ich begrüsse diese Entwicklung und bin gespannt auf die Inhalte!

Wünsche euch allen eine schöne Woche, wenig Stress und viiiieeeel Entspannung!

Kiss


Global Sex Workers Rights Movement

this fantastic movie arrived this morning, a wonderful monday morning!

 

rechnet mit uns!

zählt auf uns!


Rollkoffer

Ich liebe das Theater

mehr als das Leben

und dennoch

ist alles Leben.

Dumm und stumm

bei manchen lebenslang.

Es kommen bessere Zeiten


Susan Sontag on Love

Source


Sprachkenntnisse


task force


V Handlungsempfehlungen

Im folgenden weise ich auf Empfehlungen hin und habe Forderungen formuliert. Grundsätzlich lohnt es sich die Studie zur Evaluation des Prostitutionsgesetzes einmal anzuschauen, insbesondere aus Sexworker Sicht S. 191ff., S. 267ff, Empfehlungen S. 288ff

Eine zweite Grundlage ist das sog. „Dortmunder Modell“, das vergleichsweise fortschrittlich ist und wo Erkenntnisse für die zukünftige Praxis übernommen werden können. Einige Ansätze, nicht alle, die im sog. „Dortmunder Modell“, umgesetzt wurden, haben zu einer teilweisen Entkriminalisierung beigetragen. Ein unverzeihbarer Rückschritt ist m.E. die Einführung der Sperrbezirksverordnung durch die Stadt Dortmund mit Initiative der Mitternachtsmission, mit sämtlichen ungünstigen Begleiterscheinungen, Verlust von Arbeitsplätzen, weniger Sicherheit, Abwanderung der Sexworker in andere Städte und Randzonen, die Orte der Kontaktanbahnung haben sich nur verlagert. Zugang für Information, Präventions- und Beratungsarbeit z.B. für die Beratungsarbeit von Kober wurden dadurch erschwert bis verunmöglicht.

Morgen werde ich den letzten Teil VI mit einem Plädoyer für die Entkriminalisierung der Prostitution beenden, inkl. der Begründung, den Rechts-Begriff Prostitution neu zu fassen und durch Sexarbeit/erotische Dienstleistungen zu ersetzen.

Im folgenden meine Forderungen aus Sexworker Sicht. Ich spreche hier nicht stellvertretend, sondern habe meine persönlichen Forderungen formuliert, die sich aus der Analyse der Praxis, Problemlagen und Quellenanalyse ergeben. Folgende Forderungen möchte ich gerne hier zur Diskussion stellen.

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IV Task Force für Sexworker

* meine Einschätzung des sozial- und migrationspolitischen Hintergrundes zur Begründung der Gesetzesnovellierung

Die Gleichheit vor dem Gesetz wird durch den Gesetzgeber selbst gebrochen, indem Rechtsansprüche konkret verweigert werden. Grundrechte gelten für jedermann, auch MigrantInnen, nicht nur MigrantInnen aus EU-Ländern, die hier legitimes Aufenthaltsrecht geniessen.

Es kann nicht sein, dass das Prostitutionsgesetz, dass der Stärkung der Rechtssicherheit und Verhandlungsposition selbständiger SexarbeiterInnen dienen sollte, nun instrumentalisiert wird, um sozialpolitische und migrationspolitische Felder zu beackern bzw. Folgen im Handling von Osterweiterung und globalisierungsbedingten Migrationsbewegungen zu steuern. Lokal und vor Ort fehlt es an der konsequenten Rechtsanwendung und Rechtsdurchsetzung für EU BürgerInnen. Ohnmacht? Fehlender Wille! Den Rest des Beitrags lesen »


III Daten & Fakten

Datenlage aus Studien zur Evaluation des Prostitutionsgesetzes:

aus „Vertiefung spezifischer Fragestellungen zu den Auswirkungen des ProstG“, hier insbes. Kriminalitätsbekämpfung und Prostitutionsgesetz S. 48 ff.: http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung4/Pdf-Anlagen/prostitutionsgesetz-gutachten-2,property=pdf,bereich=bmfsfj,rwb=true.pdf

Befragt wurden Richter und Vollzugsbeamte, Polizeivertreter

– Zusammenhänge (Auszug) S. 64, 65

„Die Aussage eines pauschalen Zusammenhanges zwischen dem Inkrafttreten des ProstG und der negativen Beeinträchtigung polizeilicher Handlungsmöglichkeiten bei der Ermittlung von Menschenhandel lässt sich im Rahmen unserer Befragung nicht aufrechterhalten.“ Den Rest des Beitrags lesen »