Der Autor bleibt anonym Teil 2

Meine Quelle aus dem tiefsten Frankfurter Rotlicht Milieu hat mir wieder einmal einen Text zur Veröffentlichung geschickt, mit dem ich mich aus dem alten Jahr verabschieden möchte. Guten Rutsch!

. . . . . und wieder einmal einige Überlegungen, oder sind es gar stabile Feststellungen (?) zur Lage unserer deutschen, genauer gesagt zu unserer kaum noch klar und deutlich konturierten, multikulturellen, kunterbunten, in vielerlei Hinsicht geradezu anarchistisch wirkenden, auch oft genug politisch verschwommenen Gesamtsituation. 

Dass das Gros der Menschheit innerhalb ihrer Staaten – also rund um den Globus gesehen – dazu neigt, über das Ziel patriotischer Gefühle hinauszuschießen, ist nichts wirklich Neues. Für einen „strammen“ Amerikaner ist z.B. der „STERNENBANNER“ mehr als nur nationaltreue Identifikation. Es ist eine Mixtur aus romantischer Leidenschaft, ja sogar Liebe zu seiner Nation, urtypischer Verbundenheit und (militärischer)Verteidigungswille. Für die USA würden die besonders harten US-amerikanischen Haudegen sogar  ihr Leben hergeben.

Solche übergewaltigen nationalistischen Gefühle, worin zweifelsfrei auch faschistoide Segmente mit eingebunden sind, kann man auch unter der Berücksichtigung differenter  Mentalitäten und Traditionen in anderen Ländern beobachten, aber im Besonderen halt in den USA. Auch in England bzw. Großbritannien ─ siehe dazu die Bedeutung des „Union Jack“ im Kontext ihres Commonwealth abgeleitet ─ Frankreich, der „Grande Nation“, in Italien, Russland, Türkei, usw. usw. ist das so. Alle versuchen sie „ihr Land“ über das anderer Länder zu stellen, sozusagen „über alles in der Welt“. Urinstinkte, nahe dran an primatenhaften, unreifem, teils archaischem Verhalten, macht dies alles möglich. Man hat es mit soziologischen Strukturen zu tun, die fatal, nahezu steinzeitähnlich anmuten.

Und in Deutschland?

Ja – auch hierzulande gab es das (einst). Zu Zeiten des „Dritten Reichs“, als A. Hitler und seine nationalsozialistische, faschistische, rassistische Riege in beispielloser Brutalität ganz Europa in Knechtschaft zwang und im Zuge des 2. Weltkriegs in Blutbäder verwandelte.

Zweifelsfrei ist auch der „Islamische Staat“ (IS) eine barbarisch vorgehende, menschenverachtende, extrem autoritäre, mörderisch-grausame Bande/Organisation. Dennoch konnten sie – glücklicherweise – das „Niveau“ von Hitler und seinen Schergen nicht ganz erreichen. Davon abgesehen; ich würde sagen, dass der ISLAM, egal ob „gemäßigt“ oder nicht, prinzipiell faschistisch ausgelegt ist. Auch dort herrscht die Auffassung und das Dogma, man sei jeder anderen Religion und jeder anderen gesellschaftlichen Ordnung und/oder Politik, deutlich überlegen und weil das so ist, dürfe/könne man auch seine Interessen gegenüber Andersdenkenden – diese werden bei Salafisten und anderen fundamentalistischen Gruppierungen „Ungläubige“ genannt – per se im Unterdrückungsmodus, somit auch gewaltsam (mörderisch), durchsetzen.

(Ähnliche Muster sind auch im meist derben Umgangston im Rotlicht-Milieu zu beobachten, wo niedere Instinkte, egomanisches Profitdenken und rüde Verhaltensmuster mit Sex im Kontext stehen.)

Deutschland hat sich mittlerweile mit seiner meist neoliberal einjustierten Politik in Wechselwirkung gesellschaftlicher Akzeptanz arrangiert. Die politische Linke, worin auch links-liberale Sichtweisen eingebunden sind/wären, ist seit vielen Jahren nur noch marginal beobachtbar. An SOZIALER GERECHTIGKEITscheint kein wirkliches Interesse mehr zu bestehen. Was zählt ist das ICH (das „Über-Ich“), immer zum Vorteil seiner eigenen Zielmarken. Solidarität? Darüber wird hämisch, verachtend gelacht.

Der Ex-Kanzler G. Schröder – es ist kaum zu glauben, dass er ein SPD-Mann ist ─ hat´s möglich gemacht. Möglich gemacht mit seiner neoliberal und wirtschaftsradikal ausgelegten AGENDA 2000 („Reform“). Den Finanzmärkten und dem allgemeinen Unternehmertum, hauptsächlich aber konzerngeführten Unternehmungen, hat er den Weg für wirtschaftsliberale Aktivitäten ihrer Geschäfte frei gemacht. Die Leidtragenden und Benachteiligten – bis heute – ist die Arbeiterschaft und wie man so sagt, die „kleinen Leute“ generell. Der Billiglohnbereich wurde salonfähig und ist bis in die Gegenwart ein Bestandteil einer mehr und mehr verarmenden Gesellschaft geworden. Es scheint zur Maxime bundesdeutscher Politik zu gehören. Auch haben die Gewerkschaften kaum nennenswerten Einfluss ins Wirtschaftsgeschehen. Diese Zeiten sind vorbei.

Doch der nächste „Dämon“ wetzt bereits die Messer.

>> DIGITALISIERUNG <<.

Klar. Der Mensch würde seinem Naturell nicht entsprechen, würde er es nicht anstreben sich technologisch – weniger aber im Sozialverhalten – weiterzuentwickeln.

Ohne jetzt im Detail auf den Begriff der Digitalisierung eingehen zu wollen. Man verbindet jedoch damit die Abkehr analoger Arbeitstechniken, analoger Verwaltung, usw. Somit wird sich nahezu ALLES ändern. Die Art der Arbeit, die Art der Produktion von Waren/Gütern aller Art, die Fortbewegung (Automobil, Flugzeuge, Schiene, usw.) und vor allem ändert sich der Handel und der Vertrieb nahezu aller Produktionsgüter. Wahrscheinlich werden sich auch die Behandlung und der Umgang von Kranken und Pflegebedürftigen ändern, aller Wahrscheinlichkeit hin zu einer unterkühlteren Sozialstruktur. Es zählen in nahezu allen Zusammenhängen (mathematische) Logik und Rationalität.

Das heißt – die bereits ziemlich vorangeschrittene Individualisierung/Vereinsamung des Menschen, wird im Zuge einer digital konfigurierten Welt zum Exzess geführt werden. Empathie, Zuwendung und alles was mit innerster Emotion zu tun hat, wird bald überhaupt keine Rolle mehr spielen und überflüssig sein. Nur die FUNKTION dessen, was mit präziser Programmierung im Zuge digitaler Prozesse stattfindet, gilt. Und dazu gehört „logischerweise“ auch die Optimierung der Renditen, generiert aus radikal-wirtschaftlichen Abläufen. Ethik und Moral? Mit Nichten.

Der FINANZFASCHISMUS im Zuge digitaler Möglichkeiten wird „ewiger“ Status Quo sein. Zelebriert und gelebt von einer kleinen Minderheit extrem wohlhabender Eliten. Auch das ist nichts Neues. Nur, jetzt wird es bald tatsächliche Realität sein.

Die Qualität unserer Generation – damit meine ich die Jahrgänge beginnend ab Anfang der 50er Jahre bis in die Gegenwart – ist miserabel, abartig und völlig überbewertet. Nicht bei jedem Einzelnen, aber Mehrheitlich.

 Der überwiegend größte Anteil der Menschen verhält sich zunehmend nach dem „Glücksritter-Modell“.

Unsere Gesellschaft, die von der politischen Basis in neoliberale Denk- und Handlungsmuster hinein erzogen, hinein gedrängt und empfohlen worden ist – da kommt wieder das Wesen und die Konsequenz der AGENDA-Politik von Schröder ins Spiel – lebt wirtschaftsradikal. So bitter sich das auch liest. Und es betrifft alle, bis ins Leben der „kleinen Leute“ hinein. Das ohnehin schon schwierig gewordene Leben wäre sonst gar nicht mehr zu leben. Jeder muss sich wie ein Arschloch verhalten, muss lügen und betrügen, muss stehlen und sich opportun Vorteile verschaffen, um überleben zu können.

Tut man es nicht, ist im wahrsten Sinne des Wortes Feierabend.

Das ist alles so gewollt. 

  • Dann drängen meist islamisch-arabische Ethnien mitten hinein nach Europa und in besonderen Quantitäten nach Deutschland.
  • Dann noch die CORONA-Problematik. Das führt zur Einschränkung von Freiheit und Selbstbestimmung des Volkes und zur Zunahme staatlicher Macht und Kontrolle.

Tja – wer profitiert davon?

Es sind jene, die immer profitieren, egal was gerade läuft, was angesagt und was „en vogue“ ist. Besonders im wirtschaftspolitischen Sinne.

Die DIGITALISIERUNG im Rahmen und im Kontext hoch-kapitalistischer Interessen, ist ein Segen für all Diejenigen und vielleicht sogar im Kontext der Corona-Problematik zu sehen, die „das Rad der Ereignisse“ immer wieder neu erfinden, bzw. vervollständigen/perfektionieren.

Weniger als 0,02% der deutschen Bevölkerung nutznießt aus all dem; somit kommen nur die wirklich Reichen, explizit gesagt die Superreichen = Machtheber/Margen-Setzer dafür in Betracht. Ggf. noch ein paar Reiche (1%) im „normalen Millionenbereich“.

Alle anderen, und das schließt auch den Abteilungsleiter, den Gruppenleiter, sonstige leitende Angestellte, einige hervorragende Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker, Architekten und sämtliche Landes- und Bundespolitiker etc. mit ein, also Leute, die irgendwo ein Jahresgehalt zwischen 70.000 und 350.000 € brutto erwirtschaften, sind/bleiben Erfüllungsgehilfen, bleiben „indoktrinierte“, leitende Wachposten des gesamten neoliberalen Systems.

Die überwiegende Mehrheit der deutschen Gesellschaft – das sind 85 bis 90% ─ lebt entweder im Bereich zwischen sozial prekären Verhältnissen (20 bis 25%), also zwischen Sozialhilfe (H4) und Billigjobs oder, sofern sie Glück haben, in Jobs, die man dem unteren Mittelstand zurechnet und die irgendwo zwischen 30.000 und 60.000 € Jahreseinkommen BRUTTO abwerfen. Netto bleibt da nicht allzu viel übrig. Von signifikantem Wohlstand oder gar Reichtum ist weit und breit also keine Spur. Die wirtschaftliche Stärke Deutschland kommt nur jenen zu Gute, die traditionell in Saus und Braus leben und die – so hat es sich während den letzten 2 Jahren im Besonderen gezeigt ─ zum Einen von der CORONA-Pandemie, zum Anderen – dadurch bedingt – von der DIGITALISIERUNG profitieren.

Über all das muss man sich bewusst werden wenn man dazu geneigt sein sollte zu behaupten, DEUTSCHLAND sei, ein auch im objektiven Sinne so gemeint – VORZEIGELAND. Dem ist gewiss nicht so. Gemessen an Schwellen- und Entwicklungsländern sicherlich. Doch solche Vergleiche zu stellen wäre eine irreführende, zynische Herangehensweise.



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