Merry Christmas

meine Freunde und engen Bekannten leben mittlerweile alle im Ausland, nur ich halte noch die Stellung in Berlin. Ich wäre ja längst weg, wenn mein Mann sich nicht sträuben würde wie ein Esel. Aber ohne ihn gehe ich nirgendwohin. Wenn dann würde ich wieder nach London oder New York gehen, aber dazu verdiene ich nicht genug Geld, um mir die Städte leisten zu können. Und in ein Rattenloch wie früher in London oder in ein WG-Zimmer möchte ich auch nicht mehr ziehen.

Nächstes Jahr übernehme ich noch mehr Verantwortung und ich werde CEO eines digitalen Startups, jedoch nebenberuflich, da es sich um ein Non-Profit-Startup handelt. Ein Gehalt werde ich mir nicht so schnell auszahlen können. Vor einem Jahr hatte ich eine Crowdfunding mit ähnlichem Projekt gestartet und in diesem Jahr hatte ich eine Erfolgssträhne und viele Dinge haben sich so entwickelt, wie ich es mir gewünscht habe. Nächstes Jahr erscheint auch eine überarbeitete 2. Auflage von Sexwork 3.0 und so Gott will mein Roman „Kohle“, beides in deutsch und englisch.

Leider hat es meinen Vater mit Corona erwischt, aber er hat überlebt. Auch meine Mutter ist nicht bei guter Gesundheit, aber da ich selber Risikopatient bin, meide ich Züge und Menschen. Wir sind jetzt seit 2 Jahren quasi im Lockdown. Ich und mein Mann. Aber wir waren in dieser Zeit durchaus produktiv. Allerdings schlägt die Selbstisolation schon auf die Psyche, wir fühlen uns mittlerweile auf der Straße und unter Menschen nicht mehr wohl. Kürzlich war ich noch bei einem Nachbarschaftstreffen unter freien Himmel mit Lagerfeuer, aber ich konnte den Geruch des Feuers nicht ertragen, da ich Asthma habe und mußte die Gruppe früher verlassen. Morgen wollte ich an einem Gottesdienst teilnehmen, aber das knicke ich jetzt auch wegen der neuen Berliner Corona Verordnung.

Ab Januar arbeite ich in meiner Nachbarschaft in einem Co-Working Space, wo ich mit jungen Menschen an der Zukunft arbeiten werde. Das wird sicher sehr aufregend, wieder unter Menschen zu sein. Dieser Space verfügt auch über eine angeschlossene Kunst Galerie und ich hoffe, dass mein Mann dort bald ausstellen kann. Wir haben gemeinsam eine Serie produziert und sind gespannt, was Besucher dazu sagen werden.

Ich schau optimistisch in die Zukunft, zumal es mir gesundheitlich gut geht und bestimmte Diagnosen sich als falsch erwiesen haben. Das bedeutet, dass ich weder COPD habe noch Schizophrenie, sondern nur eine leichte kognitive Störung, mit der ich leben kann. Solange ich noch denken und schreiben kann, ist alles im grünen Bereich.

Ich wünsche Euch ein schönes und friedliches Weihnachtsfest

Selbstportrait Martyra Peng 2021


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