Kohle: Kapitel 2

Kapitel 2

Als Nadine etwa 10 Jahre alt war und mit den pubertierenden Nachbarstöchtern spielte, erpresste sie die heranwachsende Raucherin Monika, gegen eine Zigarette blank zu ziehen, die sie vorher von ihrem Vater geklaut hatte. Das Zigaretten auch eine wichtige Währung in Gefängnissen und Psychiatrien ist, erfuhr sie später. 

Auch die zwei Jahre ältere Nachbarin Martina mit Knubbelnase und Riesentitten musste dran glauben. Immer wenn der Vater auf Reisen war, lud sie Martina in die häusliche Badewanne und massierte ihre großen Brüste. So bereitwillig war Martina aber nur, wenn Nadine sie mit einer Coca Cola lockte, die es bei ihnen zuhause nicht gab. 

Ihr Vater ließ Nadine nur aus dem Haus, wenn er wußte, daß sie in Begleitung häßlicher Mädchen war. Er erhoffte sich dadurch, ähnlich einer Firewall, die Jungs auf Distanz zu halten. In der Praxis erwies sich höchstens für Martina der Vorteil, daß Jungs überhaupt mit ihr sprachen, die Nadine für sie zuvor klar gemacht hatte.

Am Ende der Pubertät war nur Nadine, die Jüngste dieses nachbarschaftlichen Triumvirats, keine Jungfrau mehr und beschloß, nur noch aus Spaß mit Jungs zusammen zu sein und keine Liebesbeziehung einzugehen. „Willst du mit mir gehen?“ empfand sie immer als Einladung zu einem sexuellen Abenteuer. 

Als Nadine 17 wurde, verließ sie ihr Elternhaus und begann eine Lehre in einer kommunistischen Druckerei, die von einem deutsch-kurdischen Paar geleitet wurde. Dort lernte sie, Flugblätter, linke Zeitungen und Bücher zu drucken. Sie wollte sicher stellen, daß sie selber drucken konnte, wenn der politische Wind sich dreht und die Zensur kritische Stimmen verbannt. Deshalb studierte sie Politik, um Auslandskorrespondentin zu werden. Ihr privater Stuhlkreis löste sich auf und an der Universität erklärte sie Kommilitonen mit großen Gesten, wie ein vaginaler Orgasmus funktioniert und dass man Haare auf den Brüsten herauszupfen muß. Sie erklärte den Einstiegswinkel des Penis, der so gewählt sein muß, daß er auf den G-Punkt drückt. Die meisten versagen, weil sie keine Ahnung von Physik haben. 

Erschreckt vor Ekel wandte sie sich von einer Freundin ab, die ihr ihre haarumkränzten Brustwarzen zeigte. Später war Nadine eine Art Gottesanbeterin, die Jungs aus ihrem Bett warf, wenn sie feststellte, daß sie lange Zehennägel trugen. Auch hohe Pieps Stimmen konnte Nadine nicht ertragen. Weibliches Gepiepse und Gekreische im Bundestag und bei Phoenix studierte sie nur noch auf Entfernung, weshalb sie normalerweise einen Bogen um Selbsthilfe Gruppen machte.

Nadine zählte 100 Liebhaber in 5 Jahren und schloß die Liste, als sie ihren späteren Ehemann kennenlernte, der wiederum sehr umtriebig war. Gemeinsam blickten sie später auf eine abwechslungsreiche Zeit zurück und ihr Mann schilderte wiederholt, wie er noch bis zur Zimmerdecke spritzen konnte. Er war sehr praktisch veranlagt, da er aus einer Meister Familie kam. Genauso wie Nadine, die von Kindesbeinen an auf Baustellen und in der Werkstatt ihres Vaters unterwegs war. 

Bei Nadine lag der Orgasmus Rekord bei 16 in 8 Stunden, weshalb sie mit dem Kunststoffingenieur ein Jahr verbrachte. Als er sie heiraten wollte, überfiel sie eine Depression und landete in der Klapsmühle. Der Ingenieur beschimpfte sie als Bürgermeisterin im Irrenhaus, weil sie am Heiligabend nicht mit ihm Tennis spielen wollte.

Auch ihre Nachfolgerin trennte sich vom Ingenieur, als sie von ihm schwanger war und bei einem anderen Mann mit höheren Einkommen unterkroch. Dies hat der Ingenieur nie verwunden. Vor allem, weil sie rothaarig war und im Bett rote Stilettos trug. Er durfte sein Kind nie wiedersehen und im Alter hatten sich beide so entfremdet, daß sie sich nur ein einziges Mal trafen und nebeneinander schwiegen.

Nadine zeigt ihren G-Punkt



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