Italienischer Sommer

Mit Italien verbinde ich meine erste Reise nach Venedig und in das Luxus Hotel Gabbice Monte in der Nähe von Cattolica mit meinem Vater (1982), wo ich mich übergeben mußte, weil ich das erste Mal in meinem Leben einen Schwanz berührte (kein Sex, nur bissel Petting und Handentspannung bei einem Bademeister vom privaten FKK Badestrand), meine Reise durch die Emilia Romagna und Toscana mit meinem Ex Michael (1992), einem Weinhändler, der mit italienischen Weinen dealte und durch den ich die beste Spaghetti al Ragout kennenlernte, meine späte Reise nach Rom (2017) und Orvieto in einem Retreat in einer Burg names Castello de Titignano, wo auch der Sohn Markus Stockhausen des berühmten Komponisten Stockhausen musikalisch auftrat.

Mir war es dort einfach zu heiß und ich mußte mich tagsüber lange hinlegen und ausruhen. Meine Zimmerkollegin, eine Psychologie-Studentin aus Mailand, meinte mir Depressionen bescheinigen zu müssen, weil ich einfach so rumlag, was ich vehement verneint habe. Eine Frechheit sowas. Ich bin eine Aussenseiter und nicht so gerne in Gruppen unterwegs, außerdem kann ich nicht meditieren und Atemübungen machen aus gesundheitlichen Gründen. Immer müssen einem Leute irgendwas unterstellen, obwohl sie keinen Schimmer haben, wer man ist.

Aber die Landschaft ist einfach großartig und ich lag auch gerne im Schatten am Pool rum und ich habe mir auch Rom angeschaut. Jedenfalls verbindet mich mit Italien eine längere Geschichte, die ich auch kürzlich hier erwähnt habe. Wegen der Corona Krise sind die Italiener ja arg gebeutelt und müssen um viele ihrer Liebsten trauern. Deshalb hab ich ein paar italienische Möbel gekauft, um die Wirtschaft anzukurbeln. So oft kauft man im Leben ja auch keine Möbel. Bei guter Führung lebe ich ja noch etwa 10 Jahre und geniesse mein kleines Heim und meine italienischen Möbel. Siehe die Bilder dazu oben.

Aber es ist schon eine Herausforderung, in einem kleinen Zimmer nicht nur einen Arbeitsplatz, sondern auch ein Wohn- und Esszimmer unterzubringen. Ich habe zig Zeichnungen angefertigt, um die Stellung der Möbel festzulegen. Jedenfalls ist es das vorläufige Ergebnis, was auf den Bildern zu sehen ist.

Als ich jung war, liebte ich es minimalistisch in schwarz und weiß, Stahl und Leder, 80er Jahre Style. Später wurde es gemütlicher und minimal farbenfroher. Und ich hatte immer grosse Räume, Lofts … Jetzt wohne ich in einem 50 Jahre Schuhkarton mit Pappwänden, wo man jeden Furz des Nachbarn hört. Immerhin steht das Gebäude unter Denkmal- und Milieuschutz in Berlin, sodaß ich nicht wieder so schnell weg gentrifiziert werde, da es eine Berliner Wohnungsbaugesellschaft ist und damit in staatlichen Händen.

Jedenfalls mag ich es inzwischen sehr bunt, und nicht nur großzügige Altbauten, sondern auch Stalin-Bauten. Mein Haus ist vom DDR Star Architekten Henselmann gebaut mit winzigen Räumen und Küche für die werktätige Frau. Damals gab es noch kein Home Office.

Derzeit bin ich sehr aufgeregt, da ich bald einen sehr wichtigen Termin habe und mich darauf vorbereiten muß. Mehr wird erstmal nicht verraten. Drückt mir die Daumen bitte.

Ich hab ziemlich krasse und interessante Geschichten über meine Reisen im Köcher. Einiges steht schon hier im Blog.

Ich verabschiede mich mit einem Lied, das ich 1981 immer geflötet habe. Da war ich 13 Jahre alt.


One Comment on “Italienischer Sommer”

  1. Aus Erica Jong’s „Fear of Flying“:

    „Open my cunt, and you shall see
    engraved upon it: Italy!“


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