Das Häuten der Zwiebel: 18 Jahre Outing in kleinen Schritten

Quelle: SWOP Chicago

Nachdem die Crowdfunding für die Anwaltskosten in der Causa Dr. Lea Ackermann erfolgreich war https://www.leetchi.com/c/gegen-verleumdung-und-falschberichterstattung-der-besd-gegen-dr-lea-ackermann

kann der Anwalt zur Tat schreiten. Tausend Dank für Eure Unterstützung.

Heute möchte ich mich einmal persönlich bei Euch, meinen treuen Lesern, vorstellen. Ihr habt ja meine Transformation vom Escort Ariane zur öffentlichen Person in den letzten 12 Jahren verfolgt – so lange blogge ich bereits, wobei 2 Blogs mittlerweile gelöscht sind leider. Hier ist die offizielle Version meiner Vita, die ich natürlich nicht bei Bewerbungsgesprächen angebe.

Über den BesD Vorstand: https://berufsverband-sexarbeit.de/index.php/verband/vorstand/

Über mich:
Susanne Bleier-Wilp (52) ist ehemalige Sexarbeiterin. Sie bezieht eine eher prostitutionskritische Position und kennt die Abgründe der Kriminalität und Gewalt, die es leider auch in dieser Branche gibt, aus erster Hand. Sie ist seit vielen Jahren als Aktivistin für die Rechte von Sexarbeiter*innen im In- und Ausland aktiv. Ihre Themengebiete sind unter anderem Politik, Migration und der Umgang mit Prostitutions-Gegner*innen.
Susanne war 10 Jahre in vielen Bereichen der Branche tätig, unter anderem machte sie Auto-Dates, arbeitete in Bordellen, in Terminwohnungen, als Escort und als Porno- Darstellerin. Susanne war außerdem schon in vielen verschiedenen Bereichen – von Theater und Stand-up Comedy bis hin zu Controlling und Unternehmensberatung – tätig und arbeitete auch einige Jahre als Wissenschaftlerin. Heute ist sie hauptberuflich als Autorin in der Sexindustrie tätig, steht als Redakteurin hinter dem Kaufmich-Magazin und ist als Admin für den Aufbau des Sexworker-Only Forums der Plattform verantwortlich. Darüber hinaus leitet sie das Big Sister-Projekt und vermittelt Sexarbeiter*innen Hilfe und Unterstützung.


+++


Dies war ein 18 Jahre langer Weg zum Komplett-Outing. Ich weiß nicht, ob irgendjemand sich vorstellen kann, was das bedeutet, sich öffentlich als (Ex-) Sexworker zu outen, mit bürgerlichen Namen und Gesicht. Jedenfalls bin ich nicht (mehr) erpreßbar, allerdings sind so meine beruflichen Perspektiven eingeschränkt. Aber das ist der Preis, wenn man in unserer Branche Gesicht zeigt. Ich hoffe, Ihr könnt das honorieren. Die Prostitutionsgegner:innen können es nicht.


3 Kommentare on “Das Häuten der Zwiebel: 18 Jahre Outing in kleinen Schritten”

  1. Der Bericht hat was. Da werden Träume war.👍🌹

  2. S. sagt:

    Hallo Susanne,
    ich kenne dich schon etwas länger. Besser gesagt bin ich durch das MC-Forum auf dich aufmerksam geworden und habe deine Beiträge mit großem Interesse gelesen. So authentisch. Dir kaufe ich fast jedes Wort ab. Hast du schon überlegt, ein Buch herauszubringen?
    Du warst in vielen Bereichen tätig und hast einiges erlebt. Leider auch die Schattenseiten, wovon ich bisher verschont geblieben bin. Ich werde nie vergessen, dass du geschrieben hast, dass du einen Termin ohne Drogen nicht durchstehst…
    Vielleicht hast du irgendwann Zeit und Muße.

    Liebe Grüße, S.

  3. Ariane sagt:

    Naja so ganz stimmt das nicht. Ich war während meiner Termin nüchtern, hab nur danach gerne noch gefeiert.


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