Sollte Prostitution verboten sein?

John Meadowcroft zur sozial-ethischen Bewertung von Sexarbeit. Verbote von Prostitution seien „moralisch fragwürdig“. Wie Recht der Mann doch hat. * Update: If you want to read more from the original source p. 179ff.

Gérard Bökenkamp

Soll Prostitution verboten werden? Nein, sagt der Politikwissenschaftler John Meadowcroft in seinem Beitrag für den sehr lesenswerten englisch sprachigen Sammelband „Prohibitions“ des Institute of Economic Affairs, in dem die Verbotspolitik des Staates aus liberaler Perspektive untersucht wird. Er hält nicht die Prostitution an sich, sondern das Verbot der Prostitution für moralisch fragwürdig. Prostitution sei eine Dienstleistung, die den Sexarbeitern – Frauen und Männern – die Möglichkeit gibt, ein Einkommen zu erzielen und den Kunden die Möglichkeit, Sexualität außerhalb konventioneller Beziehungen auszuleben, entweder weil eine solche Beziehung nicht vorhanden ist oder weil bestimmte Praktiken und Bedürfnisse in diesen Beziehungen nicht ausgelebt werden können.

Der Staat solle statt das Verbot zu erlassen, ein vernünftiges legales Rahmenwerk schaffen, dass die Belästigung nicht beteiligter Personen ausschließt, Kontrollmöglichkeiten und Transparenz schafft. In dem Aufsatz untersucht er auch ausführlich die Argumente, die für ein Verbot der Prostitution ins Feld geführt werden.

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