V Handlungsempfehlungen

Im folgenden weise ich auf Empfehlungen hin und habe Forderungen formuliert. Grundsätzlich lohnt es sich die Studie zur Evaluation des Prostitutionsgesetzes einmal anzuschauen, insbesondere aus Sexworker Sicht S. 191ff., S. 267ff, Empfehlungen S. 288ff

Eine zweite Grundlage ist das sog. „Dortmunder Modell“, das vergleichsweise fortschrittlich ist und wo Erkenntnisse für die zukünftige Praxis übernommen werden können. Einige Ansätze, nicht alle, die im sog. „Dortmunder Modell“, umgesetzt wurden, haben zu einer teilweisen Entkriminalisierung beigetragen. Ein unverzeihbarer Rückschritt ist m.E. die Einführung der Sperrbezirksverordnung durch die Stadt Dortmund mit Initiative der Mitternachtsmission, mit sämtlichen ungünstigen Begleiterscheinungen, Verlust von Arbeitsplätzen, weniger Sicherheit, Abwanderung der Sexworker in andere Städte und Randzonen, die Orte der Kontaktanbahnung haben sich nur verlagert. Zugang für Information, Präventions- und Beratungsarbeit z.B. für die Beratungsarbeit von Kober wurden dadurch erschwert bis verunmöglicht.

Morgen werde ich den letzten Teil VI mit einem Plädoyer für die Entkriminalisierung der Prostitution beenden, inkl. der Begründung, den Rechts-Begriff Prostitution neu zu fassen und durch Sexarbeit/erotische Dienstleistungen zu ersetzen.

Im folgenden meine Forderungen aus Sexworker Sicht. Ich spreche hier nicht stellvertretend, sondern habe meine persönlichen Forderungen formuliert, die sich aus der Analyse der Praxis, Problemlagen und Quellenanalyse ergeben. Folgende Forderungen möchte ich gerne hier zur Diskussion stellen.

Zielsetzung: Die vollständige Entkriminalisierung von Prostitution also Sexarbeit und in der Rechte-Durchsetzung die Verfolgung eines grund- und menschenrechtskonform funktionierenden Ansatzes gemäss der hier verlinkten Abschlussdeklaration SWFF Kolkata 2012 (mehr dazu in Teil VI)

Forderungen

* Sexarbeiter arbeiten frei und selbständig.

* Abschaffung der Sittenwidrigkeit, die in der Rechtsprechung und Literatur fortbesteht, Abschaffung des Werbeverbots und aller Sonderparagrafen, Sonderverordnungen, Sondergesetze, Sondersteuern, bundeseinheitliche Normsetzung und Durchsetzung auf regionaler und kommunaler Ebene

* Ein/e selbständige SexarbeiterIn und mit einer Kollegin geteilte Wohnung wird gewerberechtlich nicht als Gewerbebetrieb behandelt, sondern den Freien Berufen zugeordnet (wie Schauspieler, Schriftsteller, Künstler)

* Meldepflicht auf steuerliche Anmeldung beschränken (keine polizeiliche Registrierung von in der Sexarbeit tätigen Personen)

* Gleichstellung betreibergeführter Prostitutionsbetriebe mit sonstigen Gewerben und Steuern: Einkommenssteuer, Umsatz- und Gewerbesteuer (inkl. Einführung einer europäischen Steuernummer, die für alle EU-Länder gilt)

* die gewerberechtliche Zuordnung von betreibergeführten Prostitutionsstätten kommt ohne Erlaubnispflicht aus, daher die Empfehlung der gewerberechtlichen Zuordnung: Anzeigepflicht

* Kontrollen nur durch Gewerbeaufsicht

Update (11.09.2013):

* Arbeits- und Rechteschutz in betreibergeführten Arbeitsstätten: Zertifizierung – ähnlich Neuseeland – betreibergeführter Prostitutionsstätten unter Berücksichtigung der letzten Evaluationsergebnisse zum Neuseeländischen Entkriminalisierungsmodell, Empfehlungen aus Australien, Kanada, U.S. & U.K:

Prostitution Law Reform (PLR) 2012

The Impact of the Prostitution Reform Action the Health and Safety Practices of Sex Workers

Occupational Health & Safety Guideline in the New Zealand Sex Industry 2004

Final Report of the International Comparative Study of Prostitution Policy: Austria and the Netherlands

Managing Sex Work Third Parties & Sex Workers

Beyond Decriminalisation, Pivot Vancouver

New South Wales Sex Industry Report 2012

St. James Infirmary SF/U.S: SJI Occupational Health & Safety Manual, 3rd edition 2010

NSWP New prevention technologies & their implications of sex workers

* Entwicklung von Selbstverpflichtungs-Codices der Betreiber, dass Selbständige unter Nennung eigener Konditionen Räume nutzen können (unrealistisch, daher gestrichen)

* Die Räume müssen der Verbesserung der Sicherheit, des Gesundheits- und Arbeitschutzes dienen (Alarmknöpfe in den Zimmern, nicht abschliessbare Räume etc.) Hinzuziehung von Sex Worker Know How in der Beratung der Codices, um optimale Arbeitsbedingungen zu ermöglichen

* Anpassung der Agentur-Verträge zwischen selbständigen Sexworker-Escorts mit Escort-Agenturen (das Modell eines Mustervertrags liegt bereits vor)

* Aufbau einer Datenbank zur Identifizierung gewalttätiger Kunden: Einführung regionaler, nationaler, europäischer „Ugly Mugs Schemes“ (Sextäter Datenbank) von und für Sexworker und deren Vernetzung (muss jederzeit übers Mobiltelefon abrufbar sein, um Nummernvergleich starten und abgleichen zu können)

zur Diskussion des britischen Modells https://uknswp.org/um/

hier ein abwägender Beitrag zur Einführung eines nationalen Ugly Mug Scheme in U.K. meines britischen Kollegen Douglas Fox

ein Beitrag auch dazu in der Huffington Post

Es gibt bereits in einigen deutschen Foren uneinsehbare Bereiche für Warnungen, die leider leck sind, um diese Informationen für KollegInnen verfügbar zu machen. Hier wäre es sinnvoll, wenn die Kolleginnen diese Informationen mit Querverweis/Begründung zu den jeweiligen Internetforen in die Datenbank einspeisen können. Auf diese Datenbank haben keine Kontrollbehörden Zugriff und die Daten dürfen nicht missbraucht werden, um willkürlich Männer zu schädigen. Es wird also kein öffentlicher Pranger und ähnliches sein, logisch. Es bedarf eines doppelten Filters, auch um die Aussage zu verifizieren, sodass willkürliche und denunziatorische Namens- und Telefonnummern-Nennung und Weitergabe keine Chance haben.

* Einführung einer eigenen Sexworker-Sozialversicherung ähnlich der Künstlersozialkasse oder Anschluss daran (Altersvorsorge)

* Bankkonten-Eröffnung unter der Angabe einer der Prostitution zuordnenbaren Berufstätigkeit muss gewährleistet sein (wird von vielen Banken immer noch abgelehnt), um als BürgerIn vollwertig am Wirtschaftsleben teilzunehmen

* Mietrecht: In der Gewerbe- , teilgewerblichen Wohnraum oder Zimmervermietung zum Zweck der Ausübung der Prostitution muss der Mietpreis an sonstige Gewerbe angepasst sein. Kein Wucher.

* Anzeigenschaltung/Printmedien: keine Differenz der Anzeigenpreise zu sonstigen beworbenen Gewerben im gleichen Medium

* Ehrverletzende und herabwürdigende Beleidigungen und Diffamierungen von SexarbeiterInnen verletzen ihre Menschenrechte und Menschenwürde sind zu unterlassen. Administratoren von Internetseiten und Portalen haben unverzüglich entsprechende Postings und Beiträge, Bewertungen zu löschen, ungeachtet der realen Aussagekraft, da dies zutiefst verletzend und geschäftsschädigend ist, ihre Herkunft grundsätzlich nicht überprüfbar ist (Anonymität der Autoren/Kunden-Nicks) und Persönlichkeitsverletzungen weder im Internet noch ausserhalb geduldet werden darf; davon ab nicht Teil einer bezahlten Dienstleistung sein können noch sein dürfen (z.B. Bewertungsforen). Eine entsprechende Netiquette muss in allen Kundenportalen/Foren gelten, wo SexarbeiterInnen „besprochen“ werden.

* Vernetzung deutschsprachiger Sexworker und Migrantinnen in der Sexarbeit in Deutschland mit europäischen/osteuropäischen und internationalen Sexworker Rechte Gruppen, Informationen in beide Richtungen, Informationsverbreiterung in die Herkunftsländer der MigrantInnen, Rechte-Schutz

* Arbeitsmarktpolitik: flächendeckende Umsetzung von Programmen beruflicher Neuorientierung, Einstiegsberatung muss zusammen mit Ausstiegsberatung erfolgen (SozialarbeiterIn zusammen mit SexarbeiterIn in der Beratung), Ausstieg muss jederzeit möglich sein. Zur Einstiegsberatung muss auch gehören: Vermittlung der Haltungen der einheimischen Bevölkerung zu Sexarbeit, Werte/Normen, Akzeptanzschaffung (ist ja ein Tabu in vielen Herkunftsländern, auch Osteuropas)

* Jede Stadt muss sichere Strassen für Sexworker zur Verfügung stellen, die an eine Infrastruktur für soziale, gesundheitliche Dienste angeschlossen sind, Schaffung sicherer Orte/Arbeitsschutz: sichere Häuser unter freier Trägerschaft/Kommunen, die geschütztes Arbeiten für Sexworker am Strassenstrich ermöglichen, preiswerte Nutzung/Miete (keine marktüblichen Preise wie in der einschlägigen Zimmervermietung), keine abgelegenen Industriegelände u.ä., Love Boxen inkl. Alarmknopf in Reichweite http://blog.aidshilfe.de/2011/06/02/task-force-gegen-prostituierte/

* Übergang: Mediation, Problem- und Kommunikationsmanagment, sach- und problemlösungsorientiert auch mit Anwohnern (unter Einbeziehung von Sexworkern selbstverständlich) Modellprojekt für Strassenstrich Berlin Kurfürstenstrasse liegt vor, entwickelt an der TU Christiane Howe, leider noch nicht umgesetzt

* Gründung von Sex-Worker-Consultancy, also Offices in jeder Stadt/teils in die Beratungsstellen integrierbar (kommt auf die Träger, Kooperationsbereitschaft und Räumlichkeiten an) oder angekoppelt, ansonsten unabhängig und unter öffentlicher Trägerschaft, die Informationen und Workshops für die Sexarbeit am Ort zur Verfügung stellen: Steuern, Recht, Gesundheit, Kurse (z.B.) Selbstverteidigung s.u., kooperierend mit Fachanwälten, Steuerberatern und direkte Weiterleitung und Begleitung an qualifizierte ExpertInnen (Mentoring Prinzip)

Zusammenarbeit mit mulitlingualen MediatorInnen, Sprachkurse für Sexworker, Finanzberatung

Mobile Sexworker Beratung, die in ländlichen Gegenden Support vor Ort bieten

Enge Kooperation mit Betreibern nicht nur erwünscht, sondern Voraussetzung, ungehinderter Zugang von beratenden Sexworkern zu den selbständigen KollegInnen an den Arbeitsstätten, mehrsprachiges Team

Weitervermittlung in soziale Dienste und psycho-soziale Beratung in Krisensituationen (Mentoring sollte zusammen mit SexarbeiterIn erfolgen; ähnliches gilt für Fragen beruflicher Neuorientierung, Behördengänge etc.)

Kontakt und Kooperation mit clandestinen Sexarbeitern (ohne geregelten Aufenthaltsstatus), zur Klärung der Rechtssicherheit, Arbeitsgenehmigungen, Arbeitsvisa, Ziel: geregelter Rechtsstatus

Entwicklung und Durchführung von Professionalisierungsworkshops ähnlich X:talk London & SWOU, zum Erlernen wesentlicher Grundkenntnisse und Fähigkeiten (Themen/Skills: Anonymität/Identität im Internet, Kundenscreening/Sicherheit, Buchhaltung, Versicherungsschutz, Marketing/Werbung, IT-Kenntnisse, Selbstverteidigung, Massage & Safer Sex Skills und wie man das Kondom am besten und diskret an den Mann bringt, spezielles Training, das nur von Profis vermittelbar ist uvm.)

siehe Sexworker-Initiativen Grossbritannien:

http://www.xtalkproject.net/

http://www.sexworkeropenuniversity.com/

http://handsonpro.wordpress.com/

* Aufbau einer nationalen Interessenorganisation von Sexworkern für Sexworker (unter Einbeziehung alle Geschlechter und Nationalitäten und selbstverständlich aller Bereiche der Sexarbeit: Strasse, Escort, Bordell, Wohnung etc.)

die mit Behörden, Polizei, Anwälten, sozialen Diensten kooperiert und berät

nach dem Vorbild des English Collective of Prostitutes

http://prostitutescollective.net/

Diese Interessenorganisation ist in bereits bestehende Netzwerke aus deutschen Peer-Gruppen und internationalen Sexworker-Rechte-Organisationen zu integrieren.

* Aufbau und Bildung eines Self-Regulatory Monitoring Boards bestehend aus SexarbeiterInnen, das einzelne Regulierungen in Bezug auf Risikofolgenabschätzung und (unbeabsichtigte) Wirkungen prüft und berät

runterbrechen vom Bundesgesetz auf lokale Ebenen nach regionalen Besonderheiten, Beratung der kommunalen Behörden

für folgende Aufgaben:

Peer-Projekte für alle Segmente der Sexarbeit und alle Reichweiten, Effektivierung von Outreach, 24-Std. Notfallnummern, Beratung in Bordellen regelmässig da Sexworker ihre Orte häufig wechseln

Fortbildung von Sexworkern zu Trainerinnen/BeraterInnen mit staatlich anerkannten Abschlüssen (frühere Ausbildungsabschlüsse oder Abitur-Nachweis nicht erforderlich)

(ein von Stefanie Klee in Zusammenarbeit mit der Deutschen Aidshilfe entwickeltes und umgesetztes Modellprojekt ist vorhanden und muss fortgeführt und erweitert werden, auch hier Trainer-Ausbildung von Sexworkern, die als Beraterinnen vor Ort arbeiten und Community Arbeit leisten)

* Informationsmaterial/Flyer etc. immer unter Hinzuziehung von Sexworker Expertise aller Geschlechter Männer/Frauen/Transgender/Intersex Menschen entwickeln

Kreativer und virtueller Outreach unter Berücksichtigung aller Arbeitssegmente (inkl. anonyme Internetberatung, Informationsaufbereitung, Verbreiterung zugänglicher und verständlicher Informationen mehrsprachig im Internet)

Entwicklung von multi-medialen Informationsmaterials für Sexworker mit wenig oder ohne Sprachkenntnisse (Piktogramme), die überall zur Verfügung stehen müssen und jederzeit: in Bordellen/Clubs, an ausgewiesenen Orten am Strassenstrich, inkl. 24Std. Notfallnummer, wo Sexworker die Anrufe entgegen nehmen und ggf. an entsprechende Stellen weiterleiten und vermitteln (bitte weniger Flyer, die werden meist weggeworfen, Infos müssen konstant verfügbar sein)

* Zugang zu Gesundheits- und sozialen Diensten, Präventionsarbeit muss „überall“ gewährleistet und Informationen abrufbar sein. Über Agenturseiten, Sex-Portalen, in Bordellen etc. Informationsarbeit muss effektiver gestaltet werden, damit diese nicht zielsicher an ihren Zielgruppen vorbei geht.

Auch bedarf es einer Harmonisierung der Krankenversicherung in den europäischen Mitgliedsstaaten und/oder Einführung eines allgemeinen europäischen Gesundheitswesens (ähnlich Grossbritannien mit Möglichkeiten der freiwilligen Zusatzversicherung für besondere Leistungen), aber auch eine Gewährleistung medizinischer Versorgung ohne Versicherungsschutz in der Übergangszeit, für Sexworker, die je nach Herkunftsland nicht krankenversichert sind. Teils werden entstehende Kosten bei Unversicherten schon auf die Sozialämter und also häufig armen Kommunen abgewälzt, die ihr eigenes Interesse haben, dass dieses Problem gesetzgeberisch endlich geregelt wird. Desweiteren muss über den Versicherungsschutz umfassend aufgeklärt werden, damit Sexworkern nicht unnötige überteuerte Privatversicherungen angedreht werden. Die freiwillige Versicherung für neben- oder hauptberuflich Selbständige in einer gesetzlichen Krankenversicherung ist völlig ausreichend. Die diskriminierende und stigmatisierende Zuschreibung von Prostituierten als sog. „Risikogruppe“ ist zu streichen.

* SexarbeiterInnen aus allen Sparten des Gewerbes mit und ohne sog. Migrationshintergrund bei der Umsetzung des novellierten Bundesgesetzes auf lokalen Ebenen als Sachverständige einbeziehen, da sie die Auswirkungen von Regulierungen teils kennen und geplante Regulierungen am besten einschätzen können, um so ungewollte Negativeffekte einer Regulierung, die gewöhnlich auf das Gegenteil abzielen, zu minimieren bzw. garnicht erst in Kraft treten zu lassen. SexarbeiterInnen als Risikofolgenabschätzungsminimierer-KompetenzlerInnen.

* Alle Politiken der Risikominimierung, Massnahmen müssen aus der Sicht der SexarbeiterInnen nachhaltig auf deren seelisches und gesundheitliches Wohl abzielen und selbstverständlich der Wahrung ihrer Menschenrechte und Menschenwürde dienen. Diskriminierende und menschenrechtsverletztende Behandlung durch Behörden und ihre Mitarbeiter, Behördenwillkür sind zu melden und werden rechtlich verfolgt.

* Prostitutionspolitik muss immer ganzheitlich und zusammen mit sozial-, migrations-, arbeitsmarkt- und gesundheitspolitischen Massnahmen betrachtet und verschränkt werden.

* Anti-Stigma-Politik

Effektiver Opferschutz kann nur ansatzweise gelingen, wenn Vertrauen aufgebaut wird und jede Politik sich gegen die Ächtung sexueller Dienstleistungen und Dienstleister ausspricht.

* Medien: Reframing the Discourse

Die Berichterstattung über Sexwork sollte sich an einen Ethik-Katalog orientieren, um die Rechte der SexarbeiterInnen in aller Welt zu schützen und von einem nationalen und internationalen Sexwork Self Regulatory Media Board entworfen werden und u.a. in den Journalistenschulen durch Vorträge und Bekanntmachungen öffentlich gemacht werden. Auch sind Muster-Verträge auszuarbeiten, zwischen Filmemachern, Produktionsfirmen und anderen Medienmachern, die dem Schutz und der Sicherheit der Sexworker und was sie unzensiert zu sagen haben dienen. Das gleiche gilt für die Zusammenarbeit mit KünstlerInnen und Kunstprojekten, WissenschaftlerInnen und Studenten für Forschungsarbeiten.

Medien-Coaching für Medien-Huren, also Sexworker, die sich in die Höhle des Löwen begeben wollen und lernen möchten, professionell mit den Medien umzugehen (Zugang zu Medien-Coaching-Kurse muss für alle Sexworker und nicht nur wenige Privilegierte, die in Vereinen organisiert sind, möglich sein und entsprechend bekannt gemacht werden. Vorbild Medien Coaching von Audacia Ray, Red Umbrella Project New York City)

mit freundlichen Grüssen

Ariane Ex-Independent Escort/Sexarbeiterin, Berlin/World

Beirätin Hydra Bufas e.V.

Bufas ist Mitglied im NSWP

Ich bin vernetzt mit ICRSE

Friends:

English Collective of Prostitutes

 

EMPOWER Thailand

APNSW Asian Pacific Network of Sexworkers

 

Stella Kanada

STRASS Frankreich

Scot Pep Schottland

Sex Worker Open University U.K.

Scarlett Alliance Australia

DURBAR India

Sangram India

Red Umbrella Project NYC U.S.A.

Desiree Alliance U.S.A.

Swash Japan

SWAAY U.S.A.

Coyote U.S.A.

SWAN Zentral- und Osteuropa, Zentralasien

sexworker forum Austria, Germany, Switzerland, Lichtenstein, Luxemburg

and other groups, individuals & personalities from all continents & places


7 Kommentare on “V Handlungsempfehlungen”

  1. wolfgang99 sagt:

    Ich habe mit Interesse die von dir verlinkte Studie gelesen, welche ja offiziell als Abschlussbericht zum ProstG, erstellt im Auftrag des BMFSFJ, gekennzeichnet ist.
    Ich frage mich dabei, auf welche Erkenntnisse eigentlich die Bundesratsvorlage beruht. Dieser BMFSFJ-Bericht ist eigentlich wert, diskutiert zu werden. Leider wird dieses Ministerium von einer Frau geführt, welches sich bislang nicht gestaltend in der Regierungspolitik gezeigt hat; im Gegenteil sie versucht, es allen recht zu machen. Ob diese CDU-Bundesministerin Kristina Schröder als Mitglied einer Kirche mit altkonfessioneler Prägung bereit ist, sich unvoreingenommen mit der Prostitutions-Problematik auseinanderzusetzen und sie gegen den erzkonservativen/populistischen CSU-Innenminister Friedrich eine anhand der Studie mit diesen hierin hinterlegten Tatsachen eine „Gegenmeinung“ einnehmen wird, darf stark bezweifelt werden.
    Wir dürfen nur hoffen, dass sie nicht wieder vollkommen einknickt und die in der Bundesratsvorlage vorgeschlagene Änderung in der Schublade verschwinden und man sich auf die in der Studie angesprochenen notwendigen Gesetzesänderungen konzentriert, diese diskutiert und anfasst.

    Gruß Wolfgang

  2. wolfgang99 sagt:

    Hier noch ein Nachtrag:
    Die genannte Studie wurde seinerzeit noch von Ursula von der Leyen in Auftrag gegeben, da sie von 04.03.03 – 29.11.09 das BMFSFJ leitete.
    Die Studie wurde am 01.03.04 begonnen.

  3. […] überhaupt. Hier, warum das brandaktuell ist. Hier `ne Faktensammlung dazu. Hier noch mehr, hier konkrete Vorschläge und hier eine Portion […]

  4. […] V … Handlungsempfehlungen. Aus der Praxis sozusagen. […]


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