Was reizt mich am Paysex?

Vor einigen Monaten stand in einem sehr gut moderierten Freier-Forum die Frage im Raum: „Was reizt mich am Paysex?“ Ich habe die Frage als einzige Frau unter Freiern einfach mal beantwortet und möchte sie dem geneigten Nicht-VB-Leser nicht vorenthalten, da es zur Ergänzung meiner Vita wichtig sein könnte.

Ich weiss nicht, ob sich die Frage nur an Männer richtet, ich antworte einfach mal: ich finde das Geld und die Geldübergabe sexy, dass ich befingert, begutachtet und manchmal auch mich schön benutzt fühle. Manchmal hab ich auch einen Orgasmus, wenn jemand sehr gut lecken kann. Allerdings ist mir persönlich das nicht so wichtig, Hauptsache der Mann kommt auf seine Kosten, schliesslich hat er ja bezahlt. Was ich nicht mag, wenn Kunden-Männer ein Verhältnis unter Gleichen suchen und die Asymetrie, die dem Deal zugrunde liegt, ausschalten möchten. Das fängt schon bei Anfragen an, wo jemand nur mit mir Kaffee trinken möchte, um mich kennenzulernen. Wozu will er mich kennenlernen? Man will eine geile Zeit miteinander verbringen und Sachen miteinander treiben, die man privat nicht auslebt. Wenn dann in einem grösseren Zeitrahmen noch ein frecher, humorvoller und intelligenter Austausch stattfindet, ist alles schick. Aus all den Gründen mache ich Escort und Hotelbesuche. Puff fand ich auch gut, dieses mit mehreren Männern hintereinander ficken, mit Männern, ob Rentner mit Alditüte, der Vietnamese, der noch nach frittiertem Fett müffelte, da er gerade in seiner Imbissbude Feierabend gemacht hatte, die arabischen Jungs mit ihren gepflegten Körpern und Schwänzen, die einen in die Matraze rammelten, der Handwerker im Blaumann, der nach Feierabend in die Antonstrasse kam und mich mit seinen dreckigen Fingern befummelte, also die Zeit möchte ich auch nicht missen, ist ja schon ein Weilchen her. Ich persönlich mochte nicht gerne in schicken und gepflegten Bordellen arbeiten, ich mochte die trashigen Puffs lieber, genauso wie das olle Kino in der Mittenwalder (vor dem Umzug), sauber war ich ja selber. Die Atmosphäre hat schon was. Edel-Puffs habe ich getestet, nicht nur in Berlin; die Kunden waren oft zugekokst und waren unangenehm, nix für mich.

Foren-User Armani (herrlicher Nick!) fasste sein Statement im gleichnamigen Thread wie folgt zusammen (er hat es mir auf Anfrage erlaubt, hier einzustellen, danke!) Hat mir gefallen.

Das Kernwort: Respekt.
Meiner Frau gegenüber.
Meiner Familie
Meinen Mitarbeitern.
Meinen Freunden.
Dienstleistern.
Dienstleisterinnen.
Wie kann ich erwarten, respektvoll behandelt zu werden, wenn ich mich aufführe wie ein Vollpfosten?
Und: Respekt hat mit Kultur und Stil zu tun.


One Comment on “Was reizt mich am Paysex?”

  1. sapsan sagt:

    let’s do it next time! looking forward to Berlin….


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