dreckiger Sex

SAU kommt von SAUberkeit?! Denkste.
Vor einiger Zeit sagte mir ein Immobilienmakler beim Rundgang durch ein interessantes Objekt – ich bin derzeit auf Wohnungssuche -, dass die Böden bei ihm zuhause wie „geleckt“ sind. Ähnliches habe ich in meinem Leben mehrfach zu hören bekommen, wenn es um die Putzleistung von Frauen und auch mancher Herren ging. Da muss man auf manches gefasst sein, wenn die Staubmaus nicht sofort in irgendeiner Ecke gekillt wird. Da ich selber mal vor langer Zeit in diesem neurotischen Trieb verstrickt war, weiss ich, wovon ich rede.
Also manche Frauen werden so richtig feucht, wenn sie die Waschmaschine angeworfen haben und sie leise vor sich hin schnurrt und schleudert. Manch kettenrauchender Kollegin und auch marathonesken Bekannten/Freunden gibt es das Gefühl, sich auch innerlich zu reinigen, wenn die Maschine wäscht oder der Küchenboden wundgescheuert ist, also wenn die äussere Fassade aufpoliert ist (deshalb meine irreführende Website, die klinisch weiss ist und Ästheten mit dreckigen Phantasien anlocken soll 😉 subversiv oder?); die NichtraucherInnen sind übrigens eh militant in Lenor unterwegs und in frische Luft verliebt, vergessen meist darüber, ihren Partner abzuschnüffeln (mein persönlicher Fetisch übrigens), reissen im Winter die Fenster auch beim Schlafen auf, dass es einen bibbert und sich der Schwanz verkrümelt und nicht kringelt.

Warum ich das schreibe? Weil es zwischen der Sauberkeit von Fussböden und mangelndem sowie schlechtem Sex einen Zusammenhang gibt, genauso wie zwischen mangelnden Bucher-Anfragen und „echter“, wahrhaftiger, weiblicher, rationaler Stimme seitens „Dreckshuren“ wie mir, die kein werbeförderndes Gesülze öffentlich ablassen. Ein Plagiat mag ein politischer Ehren-Selbstmord sein, eine Frau, die nicht völlig verblödet ist und ihre persönliche Meinung vertritt, ist quasi die körperliche Entsprechung im P6: zu rational, zu wahrhaftig, also unerotisch (?!), wobei sich, wie manche Schlaufüchse wissen, der Eros nur über Kommunikation aufbauen kann *he he*, nicht nur über die Schönheit *g*. Wenn jemand doof wie stulle ist, hysterisch kichert, kulturbeflissene Zitate oder schenkelklopferische Witze vom Stapel lässt, das ist der totale Abturner oder?!
Üblicherweise sucht man im privaten Leben nach einem Partner mit ähnlichem sozialen Status und keine Putzfrau oder Hausmann, aber im P6 soll die Frau plötzlich ein „Objekt“ und kein Subjekt sein, eine marmorne, sauber geschrubbte Madonna, die gerne shoppt, die hurenmässige Entsprechung zur „reinen“ bürgerlichen Ehefrau, nur mit niedrigster Kunden-Frequenz, also einmal im Monat. Ich mein, wenn zu Hause nur die Böden geschrubbt werden, bleibt da noch Zeit und Lust auf Sex, auf Mutti, auf Vatti?

Kürzlich las ich einen Artikel im Spiegel mit dem Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch. Dort sagt er im Interview: „Phantasien müssen schmutzig sein. Sauberkeit, Gewissenhaftigkeit und Rationalität sind Gift für jede Erotik.“ Ja, genau.
Nun ist es so, dass beim Wiener Opernball darüber gestritten wird, ob Ruby, die als Minderjährige dem Berlusconi den Hobel zu einem manierlichen Honorar geblasen und mehr hat, nun eine Prostituierte ist oder ein Escort. Schon wieder diese Debatte, da trotz der Anwesenheit von mehr als 200 Escorts äh Prostituierten alljährlich, es offenbar einen Unterschied macht, wenn man exklusiv von vielen gevögelt wird, aber sonst taubstumm ist und um keine Medienpräsenz a la Ruby bettelt. Mörtel machts möglich, find ich auch gut, dass er eine 18-jährige Prostituierte, die sich öffentlich nach einem bürgerlichen Leben an der Seite ihres Freundes sehnt, den roten Teppich auslegt, nur weil sie mit dem kriminellen Berlusconi Bunga-Bunga getanzt hat. 40.000€ soll der Mörtel der Ruby für ihre Anwesenheit gezahlt haben, und zwar in ihrer Rolle als Ex-Berlusconi-Schwanzlutscherin. Nun mokiert sie sich darüber, dass sie ihr „altes“ pubertierendes Leben – wohl vor Berlusconi – zurück haben möchte und mit dem „Thema“ Prostitution nix mehr zu tun haben möchte. Ja, aber ausgerechnet als geladene und hochbezahlte (Ex-?) Hure beim italienischen Sultan beschleichen sie Ausstiegsgedanken beim Schaulaufen zu Wien? Man sieht, sie ist ein Opfer der Schaulustigen und der Medien geworden, nicht als (Ex-?) Sexworkerin. Kann denn der Papst da nix machen? Irgendwie tut mir die Ruby etwas leid, wie sie von einem zum anderen rumgereicht wird, aber in Wirklichkeit um ein „normales“ Leben fleht. Insbesondere vor dem Hintergrund, also der Familie, von der sie wech kommt.

Interessanterweise geht man bei einem Escort landläufig davon aus, qua Höhe des Honorars, dass mit einer niedrigeren Fick-Frequenz gerechnet wird, denn im Bordell oder auf dem Strassenstrich. Paperlapapp, es kommt nur darauf an, wo man als Wanderpokal rumgereicht wird, das kann auch ziemlich busy werden. Also da ist manch ein Escort emsiger unterwegs als eine schlechtbezahlte Strassen-Hure.

Manche Stimmen in Freierforen gehen sogar so weit, sich nicht nur mit dem Abarbeiten einer To-Do-Fuck-Liste von hochpreisigen Huren zu brüsten und mit stolzgeschwellter Brust in manch mickrigen Low-Class-Foren ihren Kollegen „Mitstecher“ (O-Ton) zu brüskieren, die dort ihre 30-50€ Warentest-Ergüsse massenhaft feilbieten; nein im hochpreisigen Segment (wo übrigens auch massenhaft gevögelt wird; neudeutsch: Flatulenzfrequenz) soll es ausgerechnet eine selbstbestimmte Jungfrau sein, die maximal ein Date im Monat hat. *kicher*
Und dafür legen sich die Jungfrauen äh Escorts in den einschlägigen Foren tagein, tagaus ins Zeug, 12-24 Stunden sitzen sie online vor ihrem Rechner und warten auf den aller-einzigen Kunden. Das nenne ich professionell, insbesondere wenn man noch einer Hauptbeschäftigung äh … Beruf nachgeht.
In der Zwischenzeit ist vermutlich ihr Hymen wieder zugewachsen; das nennt sich eine exklusive Muschi.

Um noch mal auf den Anfang meiner Überlegung zurückzukommen. Verhält es sich mit Escorts, die sich bemühen, sich besonders und rar zu machen, und entsprechend das Honorar hoch zu halten, also ähnlich wie mit Frauen, die den ganzen Tag Böden schrubben? *grübel* Ich denke schon, die kommen doch garnicht mehr zum vögeln bei aller online Truppenbelustigung, wenn sie nicht gerade das Katzenklo ausmisten.

Also, wenn euch Kerls mal nach etwas wirklich Schmutzigem und Speziellen neben Lenor gelüstet und ihr die geschrubbten Mädels und Fussböden vergessen wollt, ich freue mich, euch kennenzulernen. Wirklich!!!!

eure frisch geputzte kleine Wildsau


5 Kommentare on “dreckiger Sex”

  1. wolfgang99 sagt:

    Ein Glück, dass ich Tische und Stühle besitze, da brauch der Boden nicht wie geschleckt aussehen, denn ich brauche nicht vom Boden essen.

    Wobei ich mir recht lustvolle Gedanken mache, beim Schlecken, dies dann mit allen Sinnen genießen und dabei den Duft noch mit aufnehmen. Dann noch beim Gegenüber den verklärten Gesichtsausdruck wahrnehmen …………………………..

    Bin ich jetzt eine Drecksau ????????????????

    LG Wolfgang

  2. Goldie sagt:

    Lieber Wolfgang, du hast eindeutig das Zeug dazu. Willkommen im Club. He He … So ein Fußboden ist immerhin für andere feine Dinge zu gebrauchen, wobei man beim schlecken evtl Knieschoner tragen könnte. Auch bietet sich ein stabiler Küchentisch oder Küchenzeile an, das ist sehr bequem, im Sitzen, auch auf der laufenden Waschmaschine. Da ruckelt es so schön und das Wort von der Horny Housewife bekommt einen Sinn! bis bald, Ariane

  3. b_m sagt:

    Wieder einmal ein wahrhaft gelungener Rundumschlag – leider habe ich Ruby in der letzten Woche in Wien verpasst. Allerdings muss ich gestehen, dass bei allen schmutzigen Phantasien das gesprochene Wort schon seinen eigenen Reiz hat – daher ist sie wohl bei Mörtel besser aufgehoben als bei mir. Klinisch sauber habe ich es immer gerne, wenn es um Austern oder Steak Tartar geht. Ansonsten darf es ruhig etwas schmutziger sein. Gerade der beinahe wissenschaftliche Diskurs mir Dir, der völlig unvermittelt in beinharte Fickthemen abdrifet, ist nicht nur erfrischend und anregend, sondern auch in höchstem masse zielführend. In welcher Frequenz das Ziel dann getroffen wird, korreliert möglicherweise direkt mit der menge der verzehrten Austern. Wobei Korrelation bekanntermassen nur eine Hilfskonstruktion zur Kopulation darstellt. Hellau!

  4. sapsan sagt:

    Excellent – I LIKE THIS – see you soon

  5. Goldie sagt:

    ooooooh jaa, das Steak Tataaar und die sauberen Austern, der running gag *g* ich erinnere mich noch gerne, nur nicht an die nachfolgenden Tage, Alaaf & Helau!! Oooch das ist aber schade, dass du das Rubylein verpasst hast. Beim Stöbern im Netz ist mir übrigens aufgefallen, dass heuer viele Rubys als SDL’s wie Pilze aus dem Boden schiessen, statistisch betrachtet. Auch einige Ariane’s sind seit einiger Zeit auf dem Vormarsch; Gott sei Dank machen sie vor Goldschwanz Halt.


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