National Night Fever 2010: die wahre Siegerin Aljosha

Lena ……..gibs mir, oh ja, oh oh ……….

nun auch ich; dazu einen Comment: die gute Nachricht zuerst; Lena spiegelt einen Typ Frau wider, den ich mag, natürlich, offen, ungekünstelt, unkaputtbar: alles jenseits von Schlauchboot, Dumpf-Brett-Bohrerinnen, zickiger Ungelenkigkeiten. Ich freue mich, daß sie sich in ihrem augenblicklichen Abenteuer wohl fühlt und sie ordentlich abkassiert. Sie wird es brauchen, für ihr Studium, für ihre Zukunft.

Nun der ganze Rest, und hier geht es nicht um die Person Lena, sondern um den Wirkungsgrad ihrer eigentümlichen Musik, deren Erfolg selbst die US-Komponisten des Songs „Satellite“ erstaunt hat: also Lena-Mania und der volkstümliche Dauerständer deutscher Pop-Musik.
Gelegentlich poppe ich im Takt zu Hintergrundmusik, eine echte Ouvertüre, die allerdings dezent im Hintergrund zu laufen hat.
Die Wahl der Musik ist entscheidend, ob ein Mann seinen Ständer anbehält und ich meine gute Laune. Popp-Musik darf nicht aufdringlich sein und Stimmengequäke kommt bei meinen wenigen Gästen genauso wenig an wie Volksmusik. Letzteres ist international ja eine Grösse; selbst Lederhoasn und Dirndl haben es lange vor der deutschen Nationalmannschaft – Ersatzspieler, Rentnerbank – nach Südafrika geschafft.
Aber Lena Lesbisch? ist international nicht konkurrenzfähig: nicht nur musikalisch, auch nicht in der Queer-Gemeinde. Die Übergabe des Gay-Community-Pokals der Skandinavier ist in der Vorabberichterstattung ab ca. 19h am letzten Samstag Abend im ARD zwar durchgegangen, aber das Wort „gay“ – wie soll man das bloss übersetzen? – wurde dank ARD/Pro 7 Zensur und der „Sorge“ um das Privatleben unserer zukünftigen Trägerin des Bundesverdienstkreuzes nicht mitübersetzt (hat Köhler hier kapituliert?); erinnert mich an Hollywood und ganze Fussball-Legionen, wo die schönsten, schwulen Schauspieler, Spieler, den Karriere-Absichten zuliebe, sich ihr Leben lang auf Hetero trimmen mußten/müssen, um bei der „Masse“ anzukommen. Irgendwie traurig.
Der Wunsch nach dem „Raushalten des Privatlebens“ der einzigartigen Lena ist einzig den ökonomischen Einzelinteressen ihres Mentors Stefan Raab/Pro 7 und dem GEZ geschmierten und kreide fressenden ARD geschuldet, der omnipräsente Unterhaltungs-Chef Thomas Schreiber hat nicht nur am Burzeltag von Lena Lustig mit nett aussehendem Clowns-Hut Haltung gewahrt, anders als die dämlichen Kommentare vom ewig-gestrigen Peter Urban.

Schliesslich verkauft sich eine CD und der ganze Rest des nationalen Freudentaumels weitaus schlechter, wenn Lena aus dem Nähkästchen plaudern würde. Mir geht es dabei garnicht ums Private, auch nicht um den musikalischen, massenkompatiblen Geschmack inklusive Ressentiments gegenüber der Eurovision-Finalisten, z.B. geäussert gestern Morgen seitens des Quoten-Schwulen Torgen Schneider/Sat 1/Frühstücksfernsehen (Realität trifft Little Britain trifft Froschnatur),

weil es eigentlich im Musik-Business keine Rolle spielen sollte, wer wann wen liebt, ausser die Musik selbst, und die ist, nun ja, mehr als dürftig; ein Ohrwurm, den man kaum noch aus seinem Kopf schrauben kann, ein Dinglisch, daß die Angelsachsen zur Verzweiflung bringt – macht aber nix, die Deutschen und der Rest der Europäer verstehen eh nur Bahnhof, hört sich trotzdem nett an; ausgestellter Popo inkl. Gewackel, nach innen gestellte Füss’chen, fast so schlimm wie X-Beine, erfreuen all jene ohne Haltung, die ihresgleichen suchen. Schneewitchen-Gedröne statt Tussi-Gedönse ist das neue Motto und Trend-Futur für weibliche Role-Models.
Apropos Tussi: mir hat die ukrainische Sängerin Aljosha mit „Sweet People“ gesanglich und performance-technisch am besten gefallen, sie hat den 1. Platz verdient. Noch besser der Flashmob-Dance zum Song „Glow“ von dem norwegischen Duo Madcon, der uns aus allen europäischen Metropolen zugeschaltet wurde.

check out here zum nachhören, scroll down to Aljosha video

Und kommt mir jetzt bitte nicht mit der Kapuze.

Ok. ich schreibe jetzt gegen die unüberwindbare Schallmauer des massenkompatiblen Geschmacks an, sorry dafür, aber für mich ist Lena die ewig klebrige generationen-übergreifende-deutsche-Fräulein-Wunder-Scheiss-Sosse seit Sissy, die aka Romy Schneider ins Ausland flüchtete und dort zur vollen Schauspielerinnen-Pracht heranreifen konnte, die sich aus klimatischen Gründen, jenseits von Heimatmelodie, nach Frankreich verpieselt hat und leider bei Alain Delon in Ungnade gefallen ist.

Lena, so die Medien, ist „eine deutsche Heldin“ und bald „Trägerin des Bundesverdienstordens“, zusammen mit dem Dampfplauderer erster Güte, dem Mann mit dem Hausmacher-Leberwurst-Grinsen, Herrn Stefan Raab.
Die Medien, die Politik, das musikalisch-einfache Volk gieren nach guten Nachrichten und Projektionsflächen, in Zeiten von öligen Führungskrisen, eben nach Heldinnen der Natürlichkeit und Nettigkeit, die auch so daherkommen und uns die kopflose Schweinerei, die uns umgibt und in die man uns stürzt, vergessen lassen.

Selbst Lena hat sich über ihren Erfolg gewundert; mehr noch wird sie sich wundern, wenn ihr klar wird, für was fürn Scheiss sie einverleibt wurde.
Lieber Ministerpräsident in Niedersachsen, liebe Gratulanten, Frau Merkel: das Phänomen Lena im Schneewitchen-Märchen, so unschuldig und rein wie gefallener Schnee, wird euch nicht über die falschen politischen Weichen-Stellungen, die Reaktionen auf eine langjährige, gefühlte Dezennien, deutsche Brat-Arsch-und-Aussitz-Politik geschmierter Interessenvertreter hinweg helfen können, die fast jeden innovativen Gedanken verhindert hat (bitte mal kurz die letzte Sendung von „Pelzig unterhält sich“ recherchieren; noch nie war ein bajuwarischer Ministerpräsident so wahr).

Was ist das deutsche Fräulein heute, was es nicht schon gestern und vorgestern war? Ein echter Exportschlager, der „so natürlich“, „gewitzt“, „patent“, „schlagfertig“, „echt nett“ ist …….. aber eben nicht wirklich „echt geil“ (O-Ton Lena). Wer will schon Scheewittchen ficken, wenn sich herausstellt, daß sie noch nicht einmal auf „männliche“ Zwerge scharf ist?

Was sagt uns das alles über den Zustand der deutschen Nation? (was wir schon insgeheim seit DSDS wissen):

prämiert wird eine Hupfdohle, die weder singen noch englisch sprechen, aber mit dem Hintern wackeln kann und ein Volk in Massenhysterie taumeln lässt, ein Merkmal mehrerer Generationen Blöd quasi: mit dem Mittelmass identifiziert sich jede (spät-) pubertierende Sau und die Eltern winken dazu mit der Schwarz-Rot-Güldenen-Fahne, eben so zu, wie sie ihren Sprösslingen bei niedrigstem Talent den Weg von Ballett-Stunden heimwinken, um sie dann zum Klavier- und Tennis-Unterricht zu kutschieren, zum Haute-Couture-Shopping für die Kleinsten …
Am Ende sind sie sich alle gleich, Hauptsache das Kind realisiert ihre verpassten Chancen, also die der Muttis und mancher Vatis, die noch ihren untalentiertesten Quäkstimmen eine Pleite beim Vorsingen bei DSDS nicht ersparen können.

Was lernen wir aus dem Lena-Phänomen? Auf der Seite der Sieger fühlt sich das Mittelmass und darunter wohl, gesamteuropäisch; Hoppelperformance stürmt europäische Charts. Die Punktvergabe z.B. Griechenlands gegenüber war wohl politisch motiviert. Anders ist der Ricky Martin/Zorbas Verschnitt nicht zu beurteilen. Zu der Punktvergabe der Pleite-Staaten, den musikalisch-selbstbewußteren Staaten jenseits von Oder oder Neisse könnte man noch eigene Kapitel hinzufügen, aber wem nützt das?

Was ich eigentlich sagen wollte: zu schlechten Sound wird in meinem Bett nicht gehoppelt.

Muss mich wohl mal wieder mit Gustav le Bons oder Sigmund Freuds Studien zu Massenhysterien und Massenpsychologie beschäftigen. Sie sind nicht umsonst Klassiker.

Hier ein Rezept, alternativ zum Trostsüppchen, für jene mit Musik-Geschmack, also zum Nachkochen:

Gericht „Zorba“

Zutaten Zorba: 1 Panino Schär, 1 gebratenes Fleischklößchen, 1/2 Tomate, 2-3 Majoranblätter, 1 Zwiebelscheibe, 2 schwarze griechische Oliven, 2 Gurkenscheiben, 30 g griechischer Käse Feta, 1 EL Tzatziki-Soße, Salz und Pfeffer nach Bedarf, 2-3 Tropfen Weinessig, 2-3 Tropfen Olivenöl

Zutaten Tastzikisauce: 1 kleine reife Avocado, 3 EL Öl, 2 EL Zitronensaft, 1 Prise Salz, 1 EL gehackte Petersilie

Zubereitung Zorba: Die Hühnerbrust mit dem Fleischklopfer klopfen, in dünne Streifen schneiden und mit dem Joghurt in eine Schüssel geben, 1 EL Zitronensaft, die gehackte Schalotte und den Wein dazugeben und etwa eine halbe Stunde ruhen lassen. Das Hühnerfleisch aus der Terrine nehmen, abtropfen lassen, mit dem gemahlenen Paprika bestreuen und etwa 5 Minuten in einer Pfanne ohne Fettzugabe kochen lassen. Die Brotscheiben Ertha Schär mit der Avocado-Creme bestreichen, das Hühnerfleisch darauf legen und mit den Tomatenscheiben garnieren.

Zubereitung Tastzikisauce: Die Avocado schälen, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch in eine Terrine geben. Alle weiteren Zutaten dazugeben und so lange verrühren, bis man eine glatte und homogene Masse erhält.

PS: der Escort-Dame gewidmet, deren nicht-mehr-existenter Blog hauptsächlich wegen der Rezepte aufgesucht wurde


One Comment on “National Night Fever 2010: die wahre Siegerin Aljosha”

  1. sapasan sagt:

    Comment well done!


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.