… nur die Wurst hat zwei

Bevor mein Rechner endgültig den Geist aufgibt, wollte ich mich doch kurz zurückmelden. Das war ja mal wieder eine Woche, die es in sich hatte, mit vielen wichtigen Daten. Erst der International Sex Workers Rights Day, an dem ich mir und allen Kurtisanen dieser Erde am 3. März in England zugeprostet habe; dann der gestrige Weltfrauentag zum 100., eine rote Nelke empfing mich bei meiner Rückkehr und die Information, daß Alice Schwarzer wohl senil wird, da sie augenscheinlich der Meinung ist, daß sich dieser Tag überlebt hätte. Auch beobachte ich den Vorwahlkampf in Grossbritannien, der sich von den beklagenswerten Themen fast mit jenen deckt, denen wir derzeit anläßlich der bevorstehenden NRW-Wahl ausgesetzt sind. Einfach gräuslich. Politik ist ungesund für den Eros, Themawechsel.
Leider geht das Castle, wo ich mich regelmässig aufhalte bald unter den Hammer und werde in den nächsten Monaten meine Zelte dort abbrechen müssen. Alles hat ein Ende und … manche werden es wissen … einen neuen Anfang. Ich werde die verbleibene Zeit dort schon noch zu geniessen wissen. Werde mich dann mehr in London tummeln, wo ich am Wochenende die Goldschwanz Studios eingeweiht habe. Hier entstehen gerade zwei Filme, nein kein Porn, an denen ich auf verschiedene Weise mitwirke, aber alles auf kleiner Flamme, also Independent Filme. Auch die Premiere von LULU soll im Sommer sein; ich lasse mich mal überraschen. Die Finanzkrise haut nämlich ganz schön rein und der Kulturbetrieb ist teilweise lahmgelegt, insbesondere freie Projekte der Theaterszene sind am strugglen. Jedenfalls werde ich die nächsten Wochen in Berlin verbringen und habe zur Einstimmung morgen einige Herren und Damen eingeladen, aus der Szene, sprich: Callgirls, Puffmuttis, einige ehemalige und aktuelle Kunden, mit denen mich mehr als eine geschäftliche Beziehung verbindet, Freunde, die in der Regel alle freischaffend bzw. selbständig sind, und es daher einrichten können, zu meinem Geburtstagsbrunch vorbeizuschneien. Ich finde es gut, wenn die selbständigen Frauen untereinander ein wenig verbunden sind, sich mal mit Rat und Tat beiseite stehen, es gibt nicht soviel Freundschaft und Solidarität in der Szene, und nur wenige Frauen sind dazu in der Lage. Ich freue mich, daß ich einigen sehr verbunden bin. So, jetzt muß ich mich um die Vorbereitungen kümmern, aber vorher noch den blauen Himmel über Berlin geniessen. In diesem Sinne, euch eine schöne Woche.


2 Kommentare on “… nur die Wurst hat zwei”

  1. sapsan sagt:

    All the best for the FEST.

  2. ich wünsche viel spass bei dem brunch 🙂 ist ne gute sache!


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