TV – Kritik

Menschen bei Maischberger „Sex als Ware – sollten wir Prostitution verbieten?“ zum Nach-Sehen click here

Das Niveau erreicht und unterschritten …

Wirklich schade, wie man eine wichtige Thematik und politische Fragestellung so zermantschen kann; vorab: die Eingangsfrage wurde nicht vernünftig problematisiert, daß nämlich Länder mit Verbotsregimen Frauen noch grösseren Gefahren, Risiken, Verletzlichkeiten aussetzen, da im vogelfreien Untergrund erst Recht das Gesetz der Gewalt und der Abhängigkeiten floriert.
Die Abgesandtinnen des Geiz-Hauses waren mir nicht sonderlich sympathisch; 38,50 für die halbe Stunde (vor Abgabe, tippe auf netto 20€ Verdienst, also die Hanseaten unterschreiten hier noch den Durchschnittsverdienst in Berliner Wohnungsbordellen, die im Regelfall von Frauen ordentlich geführt werden und trotzdem und permanent mit Schliessungsankündigungen zu kämpfen haben); da hat auch Frau Constabel kurz eingehakt und das Wort „Geiz“ war doch eine schöne Werbefläche für Preis-Dumper und Schnäppchenjäger, die den generellen „Wert“ von Erotik und „gemeinsamen“ sexuellen Erlebens schon längst vergessen haben und so auch Flatrate-Bordelle mit einer reinen Bedürfnisanstalt verwechseln, um sich zu „entleeren“ (Zitat Rolf Eden), Loch ist Loch, Ding ist Ding, und wenn die Frauen – wie in der Sendung und woanders glaubwürdig beschrieben, im Akkord zusammengebumst werden, dass nach kürzester Zeit die Muschi zuschwillt und trotz Gleitmittel Schmerzen bereitet, vergleichbar mit inneren Blutergüssen oder Scheidenkrämpfen. Gut, daran wirken viele Streikbrecherinnen ja selber mit, die ihre Pussy für netto 5€ und Hinhalten als „selbstbestimmt“ verkaufen können, weil ihre Denke schon völlig „verdinglicht“ ist. Die „Selbstverdinglichung“ kann man gut in bekannten Phrasen wie „Schalter umlegen“ erkennen und wenn Frau wie Laura K. als „man …“ in dritter Person über sich selbst spricht.

Wenn in Beratungsstellen und „niedrigschwelligen“ Angeboten der Helferindustrie logischerweise Frauen in Not um Unterstützung bitten, wird Frau Constabel schwerlich andere Frauen aus dem SW-Bereich tagtäglich kennenlernen, die nicht in Abhängigkeitsstrukturen leben.

Der geläuterte Zuhälter, der den öffentlichen Beichtstuhl dazu nutzte, sich zu erleichtern, meinte zum Schluss, daß der „schlimmste“ Zuhälter der Staat sei. Also diese Kritik kenne ich zu Genüge, kann mich aber aus ganz anderen Gründen als den von Marquardt vorgebrachten anschliessen, was Steuer- und Versicherungsabgaben sowie fortbestehende Rechtsunsicherheiten betrifft (insbesondere hinter dem begrenzten Weisswurst-Horizont und anderswo); das Prostitutionsgesetz wird im „Regelfall“ – selbst im ach so toleranten Berlin – also kommunal unterlaufen bspw. indem in zumeist konservativ regierten Bundesländern Frauen keine Zulassung zum Gewerbe erhalten und damit in der Illegalität zwangsläufig verbleiben müssen oder erst getrieben werden. Mir persönlich gegenüber wurde seitens vieler Frauen des Gewerbes immer wieder die „Steuerpflicht“, die hohen Krankenversicherungsbeiträge beklagt; letztere werden von Versicherungen bei einer geouteten Prostituierten im Regelfall höher angesetzt als in anderen Berufen, nämlich aufgrund eines unterstellten, weil unbewiesenen höheren Ansteckungs- und Krankheitsrisikos (anders als Arzt oder Krankenschwester), da der überwiegende Teil der deutschen Huren/Callgirls/Escorts extrem gesundheits- und körperbewußt ist und weniger anfällig für Clamydien, Tripper, Syphillis und HIV sind als die allermeisten Singles oder privaten Fremdgänger, die mehrheitlich ohne Gummi vögeln. Im übrigen, auch eine Hure wählt aus und entscheidet, ob im Bordell von Angesicht zu Angesicht, über Warnungen von Kolleginnen, über Preispolitiken, und ganz einfach über ihren individuellen Service. Das die Mehrheit der deutschen Huren mittlerweile auch ohne Gummi bläst (was ja in Bayern immer noch strafrechtlich geahndet und als Körperverletzung gewertet wird, für welche Seite eigentlich?) ist auf geänderte Ansprüche auf Kundenseite und entsprechender Nachfrage zurückzuführen. Die Damen des Gewerbes beklagen, dass sich seit Einführung des Gesetzes die Arbeitssituation nur verschlechtert habe, allerdings meinen sie die sich nach unten drehende Preisschraube und den Niedrigpreis-Druck in Konkurrenz zu vielen osteuropäischen Kolleginnen mit Touristen-Visa und Gewerbeschein im gleichen Zeitraum und das deutsche Kolleginnen von ihren monatlichen Einkünften hauptberuflich kaum mehr leben können, ausser in Verbindung mit Hartz IV, weshalb sich auch der Mut, „freischaffend“ zu werkeln, sehr in Grenzen hält. Hier wird allerdings der Zeitraum seit der Einführung des Gesetzes mit den Auswirkungen der Grenzöffnungen zusammen gelesen, Preisdumping und der anhaltende Trend zu riskanteren Sexualpraktiken inkl. Verkehr ohne Schutz und Bareback-Parties inkl. HIV-Schnelltest, wo sogar bis zu 50 Gäste zu einem lächerlichen Honorar auftauchen und einer Frau hintereinander reinspritzen – in Deutschland Schlamm schieben genannt, in Frankreich gebuttertes Brötchen, in England schlicht Cream-Pie …
Vergleichbar „selbstverständliches“ Bareback kannte man bis vor kurzem nur aus der Schwulen-Szene und der sexuelle Kick liegt offenbar im Ansteckungsrisiko, wie sich Verfechter dieser Praktik dazu outen, und wo erst Recht seit HIV erbittert um Aufklärung über die Risiken gefochten wird.

Höhere gesundheitliche Risiken, Preisdumping dank Geiz-ist-geil-Mentalität sind „keine“ Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes, sondern der EU-Ost-Erweiterung, die einen vermehrten Menschenhandel und Zwangsprostitution im Euro-Raum verstärkt möglich gemacht hat, und nicht zu vergessen neoliberaler Ideologie und Wirtschaftens, also Auswirkungen, die in allen Branchen, Köpfen zu finden sind und auch soziale Beziehungen durchziehen.

Merkwürdig an der Diskussion fand ich, das viele die praktischen Auswirkungen der „Sittenwidrigkeit“ von Prostitution (1901-2001) schon vergessen haben und die damit einhergehende Kriminalisierung, Razzien, Vogelfreiheit & Gewaltkultur. Klar muss am strafrechtlichen Teil nachgearbeitet werden, die der Polizei keine Handhabe gegen Zuhälterei erlaubt bzw. nicht initiativ tätig wird, nur noch weisungsbefugt handeln kann und das bedeutet konkret, dass z.B. eine Zwangsprostituierte eine offizielle Anzeige erstatten muss, was sie im Regelfall unterlässt, aus Angst vor Gewalt oder Abschiebung.

Klar ist auch, daß Frauen sich aufgrund der praktischen Auswirkungen der Stigmatisierung als Fotomodell, Masseuse oder Escort/Begleitservice und nicht als Prostitutierte beim Finanzamt anmelden, wenn überhaupt (für letzteres gibt es eine eigene Steuernummer; selbst hier befürchten sie gg. dem Finanzbeamten Gesichtsverlust und nachträgliche Konsequenzen, empfinden im Regelfall Scham – also natürlich „kein Job“ wie jeder andere), das Stigma sie auch weiterhin davon abhalten wird, sich gewerkschaftlich zu organisieren, z.B. bei einer Untersektion von Verdi für „besondere Dienstleistungen“, die es ja längst gibt.
Cui bono? Wem nützt mediales „Outing“? In keinem Fall ist es Eigen-Werbung für selbständig werkelnde Frauen, die sich vielleicht noch und unbequemerweise für politische Forderungen stark machen und die allumfassende Doppelmoral beklagen – Kunden sehen hier zumeist eher die Verletzung des Diskretionsgebots – nützen tut es maximal Bordell- oder Agenturbetreibern, denen es Zulauf an Personal bzw. Bewerbungen beschert, weshalb die Medien quasi Einstiegshilfe bieten. Verantwortungsvoll agierende Agenturbetreiberinnen ärgert dies allerdings, die dem Zuwachs erst einmal die Pretty-Woman-Allüren austreiben und über die Rechtslage und Pflichten belehren müssen bzw. jene mit dieser blumigen Vorstellung vom schnell verdienten Geld von vorneherein ablehnen. Outing bedeutet Gesichtsverlust gg. Verwandten/Familie, auch Partnern – wenn man im geheimen werkelt – oder zukünftigen Partnern, und damit einhergehend mögliche soziale Isolation, kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt bzw. gegenüber dem aktuellen oder künftigen Arbeitgeber, ob man „es“ „nur“ nebenbei treibt oder hauptberuflich (die allerwenigsten Damen in dieser Zunft sind tatsächlich Studentinnen oder Teilzeitkräfte), wenn man also in der Vita biografische Lücken mit Lügen füllen muß. Ich persönlich bin nicht erpressbar und habe auch beruflich nichts zu befürchten, da ich mich vor einiger Zeit entschied, „freiberuflich“ und „selbstständig“ zu werkeln, nicht nur als Escort, sondern auch auf einem anderen Gebiet, wo eine exotische Biografie zum guten Ton gehört *g*, aber ich gehöre zu den wenigen Ausnahmen von der Regel, obgleich ich weiss, welch Seelenschmerz Stigma, Vorurteile und ungewollte Grenzüberschreitungen bedeuten können und weshalb man unermüdlich lernen muss, äusserst selektiv vorzugehen und Antennen zu entwickeln, wenn einem das eigene Wohl lieb ist. Nicht viele Frauen haben die Möglichkeit, sich konsequent mit wenigen, sehr netten Männern zu treffen und die geschäftliche Basis als eine Art Kumpanei zu betrachten, schliesslich ermöglicht die finanzielle Basis Unverbindlichkeit und Schutz und bietet darüberhinaus weitere Vorteile und Entwicklungsmöglichkeiten, und zwar für beide Seiten. Auch entspringt es keinem bewunderungswürdigen Mut, den Mund gegen Heuchelei und Doppelmoral in diesem Gewerbe und generell in unserer Gesellschaft aufzumachen, sondern schierer Notwendigkeit und Wut, da die Frauen alleine die „Risiken“ der gesellschaftlichen Konsumption sexueller Dienstleistungen tragen. Wenn bloss mehr Kunden sich als solche outen würden, dann würde endlich auch das unausrottbare Vorurteil verschwinden, daß es dank des ältesten Gewerbes weniger Vergewaltigungen gäbe, was Kunden im Auge der Öffentlichkeit nicht nur zu potentiellen Tätern macht, sondern an der Realität völlig vorbei geht. Vergewaltiger suchen sich ihre Opfer woanders als im Bordell, dafür gibt es genügend wissenschaftliche Untersuchungen – Zwangsprostitution, Zuhälterei, Menschenhandel sind Strukturen, die mit selbstbestimmter Sexarbeit und sexueller Selbstbestimmung rein gar nichts zu tun haben, und Kunden, die Opfer wünschen, ja die gibt es und finden sie zu genüge auf dem Drogen- und Strassenstrich, wie auch Zuhälter, wie Marquardt eindrücklich beschrieben hat, die labilen und leicht beeinflussbaren Frauen suchen und finden, stricken sie unweigerlich an der Gewaltspirale mit bis hin zu einem Totalverbot von Sexarbeit wie derzeit auch in England, was das Bedürfnis nach Prostitution aber nicht abschaffen wird, sondern in den Untergrund treibt und die Frauen noch verletzbarer macht;
Kunden, die üblicherweise P6 begehren, suchen auf unkomplizierte Art und Weise Sex, im Escort-Bereich, wie der Name schon sagt, zudem die Begleitung einer attraktiven Frau, Erotik und „Austausch“ auf „allen“ Ebenen, geistig-menschlich-sexuell, ein natürliches Bedürfnis, das die Gesellschaft offenbar auf andere Weise noch nicht hinreichend befriedigen kann; sicherlich wäre in einer offenen und tatsächlich liberalen Gesellschaft der geldlose Verkehr erstrebenswerter und daran gilt es eigentlich zu arbeiten, und auch an weiblichen Role-Models, der verbreitete Gedanke der Versorgungsehe hält sich hartnäckig auch in weiblichen Köpfen wie auch ohnmächtiges Kosten/Nutzen-Kalkül, das „Männer als Brieftaschen auf zwei Beinen“ betrachtet (Zitat Michel Houellebecq in „Plattform“, die Bezeichnung von Thai-Frauen für Europäer und generell westliche Sex-Touristen; kann man jedoch getrost auch in westlichen Ländern allenthalben beobachten). Traurig, und wo bleibt da noch die LIEBE, der RESPEKT für den Partner?

Der Herr Paulus hat leider am Schluss etwas zu sehr gefachsimpelt, was kaum jemand nachvollziehen konnte, schade, hätte die Maischberger nachhaken müssen, war nämlich nicht unwichtig, da es sich auf den strafrechtlichen Bereich des Prostitutionsgesetzes bezog. Er schätzte den Prozentanteil nicht-selbstbestimmter Sexarbeit aus seiner Praxis auf 98%, sagte aber an anderer Stelle, dass der Nachweis der „Freiwilligkeit“ schwer nachzuweisen wäre. Allerdings fand ich seine Definitionsversuche bzgl. „selbstbestimmter“ und „freiwilliger“ Sexarbeit ganz rührend, nämlich ohne den Einfluss „Dritter“, was aber letztlich alle: Bordell- und Agenturbetreiber, Anzeigenportale, Zeitungsverlage praktisch einschliessen würde, also all jene, die direkt oder indirekt, auch an Werbung, mitverdienen. Konsequenterweise wären Bordelle nur dann selbstbestimmt geführt, wenn Frauen sich „alle“ Kosten teilen, es keine „bezahlte“ Werbung mehr gäbe und einen niemand mehr fände (zusammen mit einem Werbeverbot, wie es schon das Landgericht Zweibrücken entschieden hat, läuft es de facto auf das Ende gewerblicher Prostitution hinaus), keine Vermittlungsleistungen mehr stattfinden würden z.B. über Agenturen. Mal schauen, was dann von der hochgelobten Selbstbestimmung noch übrig bleiben würde.
Es gibt nun einmal Menschen, die in Abhängigkeitsverhältnissen besser leben und überleben können, als selbstständig und auf freier Wildbahn, wo sie ebenfalls Risiken ausgesetzt sind, also bedarf es geschützter Räume und sehr verantwortungsvoller Agenturbetreiberinnen sowie umsichtiger Männer, die die Konsequenzen ihrer Bedürfnisse, ihres Handelns – mit wem und unter welchen Umständen sie sich treffen – mitdenken können. Da reicht ein „Gütesiegel“ für sog. zertifizierte Agenturen oder Bordelle, an dem allenthalben virtuell gearbeitet wird, nicht aus. Es gibt einfach zu viele Typen wie Herr Eden, denen es völlig scheiss egal ist, wenn sie eine Zwangsprostituierte besteigen und damit vor moderner Sklaverei die Augen schliessen, alternativ drogenabhängige Strassenhuren zu ungeschütztem Verkehr nötigen, damit diese sich den nächsten Schuss setzen können; mit einer liberaleren und gleichzeitig vernünftig regulierten Drogenpolitik könnte man wie in anderen Bereichen, die uns derzeit beschäftigen, z.B. Migration, Fehler der Vergangenheit wenn nicht wieder gutmachen, vielleicht aber neue vermeiden, und vor allem kriminelle Strukturen zurückdrängen. Aber offenbar ist dies politisch und d.h. gesellschaftlich doch nicht wirklich gewollt?! Wozu dann diese Sendung?

Und, ach ja, die Dame vom Fach Laura K. wettert wie viele „Kolleginnen“, die ich persönlich und virtuell im Netz traf, gegen den Begriff Sexarbeiter/in“, ja „Arbeit“ hinterlässt so ein Geschmäckle, den Begriff mögen auch die meisten deutschen Kunden nicht, wie ich weiss. Zumindest jene nicht, die sich in einer Illusion der Gleichheit unter Gleichen wiegen wollen, nicht zu verwechseln mit dem Leben von sexuellen Phantasien, der man durchaus eine Wertschätzung entgegen bringen kann, insbesondere den Damen, die diese teilen, und wenn nicht, zumindest erfüllen. „Riecht nach Arbeit“, klar, und da alle es nur aus Spass machen – die Doktrin der Spasskultur -, scheint dies als Selbstbezeichnung hierzulande kaum durchsetzungsfähig zu sein. Dabei war der Grundgedanke dieser ach so kalten Begriffsneuschöpfung, dass der Begriff Prostitution aus o.g. Gründen durchgängig, auch historisch, negativ besetzt ist, und der monetäre Aspekt, der die überwiegende Mehrheit der Frauen im Gewerbe veranlasst, diese ganz besondere intime Tätigkeit auszuüben, betont werden sollte, um den tatsächlichen „Dienst“ und die „Leistung“ hervorheben, die nur von zufriedenen Huren und tatsächlich mit mancherlei Freude erfüllt werden kann, wenn sie sich rechtlich nicht in Grauzonen und sonstigem verminten Gelände bewegen können. Allein um Würde, Anerkennung, Sicherheit und Schutz ging es den anglo-amerikanischen Kolleginnen, als sie den Begriff „Sexworker“ eingeführt haben. Denn Spass kann allenthalben nur unter geschützten Bedingungen erlebt werden, wenn der Respekt nicht auf der Strecke bleibt, damit eine Frau sich wie ein Mensch fühlen kann und nicht wie ein Automat, wie ein Stück Vieh.

Der letzte Satz von Herrn Eden war lustig, sein „Rest“ durchaus repräsentativ, wenn ich mir viele Ergüsse in P6-Foren zu Gemüte führe, auch sein Ressentiment, ähnlich wie Frau Puffmutter, gegenüber Frau Constabel war ähnlich motiviert („sind Sie eine Emanze?“ alternativ „Frauenrechtlerin“, eine wie üblich vorgebrachte süffisante Totschlagfrage, die negativen Seiten des Business wollten sie jedenfalls nicht hören, obwohl Frau Puffmutter eingangs selbst erzählte, daß sie Gewalterfahrung gemacht hatte, mit einem Partner, der dem Milieu nahestand, und sie danach den Einstieg aus Not fand; verdrängt und vergessen in Minuten); zu Eden fällt mir nur die Einstellung der meisten Gutmenschen ein, die gerne in teuren Restaurants dinieren, aber denen es scheissegal ist, wenn der Kellner 3,50€, der polnische Koch 2€ die Stunde verdient; auch das ist sittenwidrig und man muss daran wiederholt erinnern. Skandalös ist der gesamtgesellschaftliche Umgang mit dem „Wert“ Arbeit und Preisdumping generell, stigmatisiert gehören jene, die solche Verhältnisse unterstützen und daran mitarbeiten, und nicht Frauen, die gegen Geld Männern schöne Stunden bereiten.


2 Kommentare on “TV – Kritik”

  1. Wolfgang sagt:

    Ganz daneben fand ich auch die Äusserungen des Ex-Polizisten, aus dem ProstG müsse die Weisungsbefugnis gestrichen werden. Da hätte Maischberger auch klarstellen müssen, dass dieser Satz die Weisungsbefugniss von Betreibern, Agenturen etc. gerade dann einschränkt, wenn es um die sexuelle Selbstbestimmung geht.

    Und Herr Paulus hat in seinem Berufsleben natürlich ebenfalls nur mit Opfern zu tun.

    Zwangsprostitution mit Sklaverei zu vergleichen halte ich nicht für korrekt. Eine Sklavin hat keine Rechte, wendet sie sich an die Polizei wird sie umgehend zum Besitzer zurückgebracht.

  2. goldschwanz sagt:

    Mensch, du bist ja gut informiert.

    mit hinreissenden Grüßen
    ariane


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