Fotos & Werbung

Ich hab immer so meine Problemchen mit Fotos und manchem Fotografen, weshalb ich dazu übergegangen bin, viele Fotos mit Stativ oder Selbstauslöser von mir aufzunehmen oder jemandem meine Kamera in die Hand zu drücken und mich, auf meinen Wunsch hin, auf Zuruf abzulichten, dadurch wirken manche Bilder zwar etwas statisch und nicht ekstatisch, aber mir gefällt’s; die Chemie zwischen Modell und Fotograf muß eigentlich stimmen, sonst kann ein teurer Fototermin schiefgehen, weil man sich nicht entspannt oder einfach deshalb, weil der Fotograf sich nicht auf die Wünsche des Modells einlässt und er seine eigenen Vorstellungen durchsetzen will, sicher irgendwo nachvollziehbar, aber wenn letzteres geschah, kam nicht viel Gutes dabei heraus; ist mir schon einige Male passiert und habe in naher Zukunft nicht vor, auf die Dienste von Profis zurückzugreifen. Dann mache ich es mir eben selbst.
Ich kann auch den üblichen Fotos vieler Escort-Galerien nicht viel abgewinnen, zum einen, weil sie so extrem glatt erscheinen, zum anderen weil ich vom Typ eh kein Playboy-Bunny widerspiegele. Ich mag mir daher lieber gute Amateuraufnahmen anschauen oder meine Bilder, in denen ich versuche, gewisse Phantasien zu visualisieren. Manchmal auch mit einem Augenzwinkern. Ich fotografiere sehr gerne, wenn ich auch eine Amateuse bin, so hab ich doch ein recht gutes Auge. Ich liebe, wie in meinem Photo-Blog „trash brothels“ erwähnt, hyperrealistische Fotografie und Malerei, z.B. von Franz Gertsch. In seinen gemalten Bildern sieht man kaum einen Unterschied zur Fotografie, erstaunlich!

Barbara und Gaby 1974

Barbara und Gaby 1974

Ich stelle euch hier mal einige meiner Lieblingsfotografen vor, die ich sehr schätze.

Terry Richardson, unter Promis sehr beliebt

Pamela Anderson

Pamela Anderson

aus wives, wheels, weapons

aus: wives, wheels, weapons

Diana Scheunemann’s fantastische Aufnahmen

und kann dieses kleine Büchlein von ihr mit sexy Fotos sehr empfehlen

ambisexual

ambisexual

Ed Templeton, hier Bam & Michelle, sehr intim, sehr zart, sehr erotisch

Olaf Martens

und natürlich Noboyushi Araki

Wolfgang Tillmanns

Jürgen Teller

Ich finde es gut, wenn meine eigenen Fotos meinen persönlichen Geschmack widerspiegeln, weil ich mich in erster Linie damit identifizieren muss, das macht sie dann eben unverwechselbar und nicht massenkompatibel, z.B. die Hotel Serien, wenn sie zeigen, wie ich mich in einem Hotelzimmer bewege. Ich bin schon des öfteren wegen meiner Fotos kritisiert worden, weil sie so „anders“ sind. Aber sie müssen ja auch nicht jedem gefallen und wirken so gewissermassen als Filter, im doppelten Sinne. Nun, ich komme mir selbst fremd vor, wenn ich vor einer Linse stehe, sitze oder liege, und dies wirkt sich natürlich auf meinen Gesichtsausdruck aus. Man sagt mir häufig, daß ich auf den Bildern unnahbar erscheine oder unterkühlt und man ist überrascht, wenn ich face2face viel sympathischer, wärmer oder „natürlicher“, aber nicht weniger sinnlich, rüberkomme. Letztlich sind alle Bilder im wahrsten Sinne Momentaufnahmen und verraten nichts über das „Wesen“ eines Menschen. Ich möchte, daß meine Bilder gewisse Phantasien ansprechen und habe mich immer um perfekte Bilder drumherum gedrückt, denn Perfektion ist schrecklich kalt. Natürliche Bilder?! Hmm, suchen denn die Menschen, die meine Fotos ansprechen sollen, wirklich das Natürliche? Inklusive unrasierter Beine und Mu? Ich glaube nicht, die „Natürlichkeit“ ist auch so eine Mär und verspricht das „Authentische“, „Berechenbare“, „Nahbare“, aber wie gesagt, das wahre Wesen können Bilder kaum ausdrücken, noch nicht einmal Texte. „Natürlichkeit“ findet man bei seinem Partner/Partnerin und im Strassenbild; das, was ich mir wünsche ist, „natürliche“ Phantasien, Wünsche und Sehnsüchte anzusprechen, wie es unserer Natur entspricht, Lüste, die oft nicht zu ihrem Recht kommen.

***

Apropos Foto & Werbung; eine der stärksten Kampagnen in der Werbung wurde unter dem Projektnamen „wrong working environment“ für jobsintown.de von der Berliner Agentur Scholz & Friends entwickelt, die sicher für viele ein Begriff ist. Diese erhielt auch den Epica d‘ Or Award 2006.

waschautomat

Ach so, möchte ich nicht unterschlagen, eine Berlin ansässige Fotografin Zsu Szabo ist mir äußerst positiv aufgefallen … he he – danke für den Hinweis Anna Lena – und werde mich bei Gelegenheit mal mit ihr in Verbindung setzen. Hier zwei Kostproben aus ihrem Portfolio:


One Comment on “Fotos & Werbung”

  1. haveanicedai sagt:

    Deine iPhone Serie ist wirklich gelungen – perfekte Impressionen. Besonders „Rehkitz“ und „an der Wand“ machen Lust auf einen Akt, der auch ein Augenschmaus wird. Ich denke gerade darüber nach, ob Model und Fotograf stecker-kompatibel sein können oder vielleicht sogar müssen. Und ob menschliche Energie ein Blitzlicht ersetzen kann, Vielleicht ist es Zeit für eine empirische Untersuchung.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.